Autor*in: Anonym
Mit der Zuspitzung der politischen Lage, in der immer mehr Länder sich um das Thema von Landbesitz streiten, stellt sich natürlich auch die Frage: Wie sieht es mit dem Ozean aus? Diese sind nämlich sowohl für die Politik als auch für die Wirtschaft von hoher Relevanz. Die Nation, die einen Anspruch auf ein Gebiet hat, hat auch die Macht, zu bestimmen, was dort zu tun und zu lassen ist. Dies spielt sowohl für die Schifffahrt, die Rohstoffindustrie und auch die Umwelt eine große Rolle. Besonders umstritten ist die Arktis. Immer öfter stellt sich in der heutigen Politik die Frage, wer eigentlich den Anspruch auf diese riesigen Massen von Eis hat. Vor allem mit dem Fortschreiten des Klimawandels wird der Weg direkt über den Pol für die Schifffahrt immer interessanter, da bei einem kürzerem Weg Kosten für Sprit etc. eingespart werden könnten. Zudem werden unter dem Eis große Vorräte an Rohschätzen vermutet, die auf der ganzen Welt immer knapper werden. Ein riesiges Geschäft also. Jedoch würde dies bedeuten, diesem vielfältigen Lebensraum massiv zu schaden. Arten würden aussterben und dem Lebensraum würde unwiderruflich geschadet werden. Zudem würde sich das Schmelzen der Pole negativ auf den Meeresspiegel auswirken und somit global zu Katastrophen führen. Außerdem sind die Eismassen der Pole hauptsächlich gefrorenes Süßwasser, welches auf der Erde ebenfalls immer knapper wird. Dies würde für die zukünftigen Generationen extreme Probleme auslösen, weshalb der dringende Anlass besteht, diese Lebensräume und seine Bewohner zu schützen. In der Antarktis ist dies mehr oder weniger bereits der Fall. Sie ist aktuell im Besitz vieler unterschiedlicher Länder, die mit dem Antarktisvertrag beschlossen haben, dass die Antarktis ausschließlich für friedliche Zwecke genutzt werden darf und die Flora und Fauna sowie die Tiere dort erhalten werden müssen. Dass die Ansprüche auf die Antarktis der verschiedenen Länder teilweise überlappen, wird mit dem Antarktisvertrag von allen Ländern hingenommen. Der Umweltschutz in diesem Gebiet wird also rechtlich geregelt. Es ist jedoch leider festzustellen, dass sich nicht immer an diese Auflagen gehalten wird. Aktuelle Herausforderungen stellen zudem geplante Meeresschutzgebiete um die Antarktis dar, die zum Ziel haben, die Seegebiete um den Kontinent herum nachhaltig zu schützen. Diese wurden jedoch per Veto von Russland und China blockiert. Beide Nationen weiten ihre Aktivitäten in der Antarktis aktuell erheblich aus und nutzen den Beschluss, dass wissenschaftliche Forschung betrieben werden darf, für militärische und wirtschaftliche Zwecke aus. Sollte diesem Verhalten nicht nachgegangen werden, könnte dies ebenfalls zu extremen Folgen für die Umwelt und den Ozean bedeuten. Sowohl für die Antarktis als auch für die Arktis gilt also, diese aktuell sehr gefährdeten Lebensräume zu schützen, indem sich auf den Umweltschutz und die Eindämmung des Klimawandels konzentriert wird. Der Antarktisvertrag sowie die Meeresschutzgebiete sind hier bereits ein guter Ansatz, der weiter verfolgt werden könnte. Da jedoch der Einfluss vor allem der Nationen, die diese Gebiete lieber für die Bereicherung des eigenen Landes nutzen wollen, immer größer wird, ist dies kein leichtes Unterfangen. Die Nordwestpassage und Grönland befinden sich beispielweise aktuell beide in einem wirtschaftlich relativ ungenutzten Zustand, was die USA jedoch mit aller Kraft versuchen, zu ändern. Ich habe in diesem Vortrag das erste mal so richtig etwas von diesem Thema mitbekommen, was mich angesichts seiner Relevanz etwas überrascht hat. Es wird in den Medien kaum aufgegriffen, obwohl es sich um stark gefährdete Gebiete handelt und zudem klar macht, dass manche Nationen vielleicht aufgrund der vorher genannten geopolitischen Vorteile gar kein allzu großes Interesse daran haben, die Pole vor der Zerstörung durch den Klimawandel zu schützen. Diese Erkenntnis erschreckt zum einen, aber animiert auch, mehr für unsere Zukunft zu tun und aktiver zu versuchen, unsere Gesellschaft über diese Zustände zu informieren, da der geopolitische Kampf um die Pole von größter Bedeutung ist und vor allem im Bezug auf den Klimawandel ein schnelles Handeln erfordert.