Part 5 – OBS, I did it again!

—–english version below———

Wenn zwischendurch mal einige Tage hydroakustische Kartierung auf dem Programm steht, haben die meisten von uns an Bord ein bisschen Zeit zum Durchatmen. Die neu geschöpfte Energie während einer solchen Phase floss direkt in ein legendäres Pingpong-Turnier im Hangar des FS SONNE ein (Hangar-Games). Die nächste Phase des OBS- Aussetzens stand kurze Zeit später an – und wurde allerdings von stürmischen Wind- und Wetterbedingungen erschwert.

OBMT – Alles ist im Flow

Wie bereits erwähnt, stellen die immensen Tiefen der Subduktionszonen eine Hürde für Forscher:Innen dar. In diesen Tiefen ist es unmöglich, die für Erdbebenforschung relevanten Parameter, wie Porosität, Fluidansammlungen, Bewegungen von Fluiden oder Temperatur direkt zu messen. Mithilfe magnetotellurischer Daten, lassen sich diese Parameter allerdings indirekt auch bis in große Tiefen erfassen.

Das Gerät dazu hier an Bord von SO294 heißt OBMT. Was auf den ersten Blick aussieht wie ein OBS (und streng genommen auch den gleichen Schwimmkörper besitzt) dient in Wahrheit einem völlig anderen Zweck: nämlich der Aufzeichnung von Ozean-Boden-Magneto-Tellurik Daten, (kurz eben: OBMT). Es misst auf dem Meeresboden keine seismische Aktivität, sondern das sich ständig verändernde elektromagnetische Feld der Erde. Das spinnenähnliche Aussehen verdankt das OBMT seinen vier Armen, an denen Elektroden befestigt sind, die das Ein- und Aussetzen zu einer kleinen Herausforderung machen.

Die vom OBMT gesammelten Daten zeichnen ein Bild des elektrischen Widerstands im Boden. Dieser wird nämlich von verschiedenen geophysikalischen Parametern bestimmt, die wiederum auf die Beschaffenheit der Sedimente und Kruste hindeuten. Somit lassen sich Fluidbewegungen bestimmen, oder erhöhte Temperaturen im Boden lokalisieren. Elektromagnetische Messungen durch unsere OBMT’s liefern also eine wertvolle Ergänzung zur Charakterisierung der Erdbeben-Bruchzone hier vor Vancouver Island.

Zum krönenden Abschluss dieses Abschnitts gibt es noch die Möglichkeit an der kreativen Ader unserer Wissenschaftlerinnen teilzuhaben, die sich zuweilen während der Nachtschichten äußert (und sich mit zunehmender Zeit auf See zu intensivieren scheint).

Elisa und Luisa genießen das Releasen von geleasten Releasern.

(von Elisa Klein)

OBS I did it again…!

When we have hydroacoustic survey on the program, most of us on board have a little time to breathe. The newly created energy during such a phase went directly into a legendary ping-pong tournament in the hangar of FS SONNE (“Hangar-Games”). The next phase of the OBS-deployment was scheduled a short time later – and was, however, hampered by stormy wind and weather conditions.

OBMT – everything is in flow

As already mentioned, the immense depths of the subduction zones are a hurdle for researchers. At these depths it is impossible to directly measure parameters relevant for earthquake research, such as porosity, fluid accumulation, movement of fluids or temperature. Therefore, we take the detour via magneto-telluric measurements.

The instrument for this here on board SO294 is called OBMT. What at first sight looks like an OBS (and strictly speaking also has the same float) actually serves a completely different purpose: the recording of ocean-bottom magneto-telluric data (OBMT for short). It does not measure seismic activity on the ocean floor, but the Earth’s constantly changing electromagnetic field. The OBMT owes its spider-like appearance to its four arms, to which electrodes are attached, making deployment and retrieval a bit of a challenge.

The data collected by the OBMT paint a picture of the electrical resistance in the ground. This is in fact determined by various geophysical parameters, which in turn indicate the nature of the sediments and crust. Thus, fluid movements can be determined, or elevated temperatures in the ground can be localized. Electromagnetic measurements by our OBMT’s thus provide a valuable addition to the characterization of the earthquake rupture zone here off Vancouver Island.

To top off this section, we have the opportunity to share in the creative streak of our scientists, which sometimes manifests itself during the night shifts (and seems to intensify the more time we spend at sea):

Elisa and Luisa enjoy the releasing of leased releasers (by Elisa Klein).

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