Auf Presserummel folgt Bauchgegrummel

Bereits eine Woche vor Fahrtantritt zierten Überschriften wie: „Kieler Forscher untersuchen Tsunami-Potenzial des Ätna“ oder „Wie gefährlich ist der Vulkan wirklich?“ die Seiten in der Zeit, der Welt und einiger anderen Medienvertretern. Fahrtleiter der Expedition „HazELNUT“, Felix Gross stand in einem Interview mit der DPA Rede und Antwort und weckte das Medieninteresse. Das Center for Ocean and Society der Universität Kiel trat in Kooperation mit dem GEOMAR sowie den italienischen Partnern des INGV (Instituto Nationale di Geofisica e Vulcanologia) und der Universität in Catania am Sonntag die Forschungsreise zu Europas größtem aktiven Vulkan Ätna auf Sizilien an.

Am vergangenem Samstagmorgen (23.11.) legten wir mit 16 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an Bord in Emden ab. Die Route quer über die Nordsee in Richtung des Ärmelkanals war somit festgesetzt. Für uns hieß das, nach erst fünf Stunden auf dem Schiff, mit noch unangepassten Gemütern, sich den Wellengang der Nordsee hinzugeben. Mit Wellen aus Nordwest, seitlich zur Fahrtrichtung brachte die Nordsee das Schiff zum Rollen und uns weit weg vom Schreibtisch. In solchen Momenten fühlt man sich am wohlsten, wenn man draußen den Horizont fest im Blick behalten kann.

Einen Tag später war man auch wieder in der Lage sich der Wissenschaft widmen zu können. Denn eine Frage bleibt: „Wie ist das Tsunami-Potenzial?“. Um das beantworten zu können, werden in dem Arbeitsgebiet an der Südost-Flanke des Ätnas mit unterschiedlichen Methoden Daten erhoben. Sedimentbohrkerne werden entnommen, hydroakustische Profile erstellt, marine Geodäsie-Stationen eingeholt, ausgewertet und erneut ausgesetzt. Die Frage des Tsunami-Potentials ist da nur eine von vielen Fragenstellungen, auf die eingegangen werden kann.

Zusätzlich zu dem wissenschaftlichen Programm realisiert ein Mediateam die Visualisierung der wissenschaftlichen Arbeitsprozesse und verschafft Einblicke hinter die Kulissen. Spannende Projekte werden nach Abschluss der Expedition auf sich warten lassen.

Bereits während der Expedition, könnt ihr auf Twitter & Instagram @oceanansociety die Expedition mit visuellen Beiträgen verfolgen.

Press hype is followed by bellyaching

A week before the expedition began, headlines such as “Kiel researchers investigate Etna’s tsunami potential” or “How dangerous is the volcano really?” already graced the pages of “Die Zeit”, “Die Welt” and several other newspapers. Cruise leader of the expedition “HazELNUT”, Felix Gross answered questions in an interview with DPA (German Press Agency) and aroused media interest. On Sunday the Center for Ocean and Society at Kiel University, in cooperation with GEOMAR and the Italian partners INGV (Instituto Nationale di Geofisica e Vulcanologia) and the University of Catania, started the research expedition to Europe’s largest, most active volcano Etna on Sicily.

Last Saturday morning, 23.11, we set off from Emden with 16 scientists on board. The route across the North Sea in the direction of the English Channel was thus set. For us, after only 5 hours on the ship, with still unadjusted minds, this meant surrendering to the swell of the North Sea. With waves from the northwest, sideways to the direction of travel, the North Sea made the ship roll and us far away from our working desks. At such moments, one feels most comfortable when one can keep a firm eye on the horizon outside.

One day later, we were able to devote ourselves to science again. Still, one question remains: “What is the tsunami potential?”. In order to be able to answer this question, data will be collected in the working area on the south-eastern flank of Mount Etna using a wide variety of methods. Sediment cores will be taken, hydroacoustic profiles created, marine geodetic stations retrieved, evaluated and deployed again. The question of tsunami potential is just one of many issues that can be addressed.

In addition to the scientific program, a mediateam realises the visualisation of the scientific work processes and provides insights behind the scenes. Exciting projects will be waiting for you after the expedition is over.

Already during the expedition, you can follow the expedition with visual contributions on Twitter & Instagram at @oceanansociety.

Josephin Wolf, Center for Ocean and Society, CAU

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