101 Dinge, die man im Atlantik essen kann

Auf Reisen gibt es nichts Besseres, als die lokalen Gerichte zu probieren. Es geht oft um mehr als nur eine Mahlzeit, es geht auch darum eine Kultur zu erleben. An Bord der M159 gaben Mike und Rainer uns diese unglaubliche Erfahrung. Jeden Tag entdeckten wir Deutschland und andere Länder. Sie haben uns von Hamburg nach Bayern mit erstaunlichen Geschmacksrichtungen gebracht. Von der Kartoffel bis zum Kuchen haben Sie uns versucht auf eine ähnliche Reise mitzunehmen…

Das beeindruckende Team, das uns jeden Tag Mahlzeiten serviert. From left to right: Rainer (cook), Mike (1st cook), Martina (stewardess), Petra (stewardess), Jan (chief steward), Guomin (laundryman)
Photo by Johann Anger

Der gebürtige Deutsche arbeitete in saisonalen Gastronomiejobs in verschiedenen Städten und Hotels. Aber das war nicht wirklich sein Traum, er wollte auf See leben. Bevor er an Bord der Meteor kam, verbrachte Mike 1 ganzes Jahr in einem Basislager in der Antarktis mit nur 9 Personen! Das war eine lebensverändernde Erfahrung für ihn. Sie machte ihn zu der Person, die er heute ist. Ebenfalls aus Deutschland, kam Rainer für einige Jahre in die Küche eines Krankenhauses. Unmittelbar nach dem Fall der Berliner Mauer im Jahr 1989 sollte er auf See arbeiten. Die politische Instabilität änderte jedoch seine ursprünglichen Pläne. Er arbeitete weiterhin im Krankenhaus bis er 2001 an Bord der Meteor ging. Was verbindet diese beiden Männer außer der Zusammenarbeit? Beide waren nie wirklich begeistert vom Alltag an Land, aber auch beide trafen die aktive Entscheidung mehr Zeit auf einem Schiff als mit ihren Familien zu verbringen. Es ist ein Lebensstil, den sie beide teilen.

Mike und Rainer beim Abschiedsgrill
Photo by Luisa Sarmiento

Normalerweise haben Küchen in Restaurants eine sehr definierte Hierarchie für den Koch, die Hauptköche und die Assistenten, aber an Bord der Meteor ist es etwas anders. Mike und Rainer arbeiten als Team ohne feste Funktionen. Sie teilen und wechseln je nach Tag unterschiedliche Aufgaben, kennen aber auch die Stärken des anderen. Rainer ist zum Beispiel besonders gut in der Herstellung von Brot und Gebäck, aber auch Mike hilft ihm. Werfen Sie einfach einen Blick auf diese magischen, handgemachten Desserts…

Ich lebe seit mehr als einem Jahr in Deutschland, aber ich musste den Atlantik mit einem Forschungsschiff überqueren, um die traditionelle Küche kennenzulernen. Wir haben nicht nur viele verschiedene Kartoffelsorten probiert, sondern auch jeden Tag eine große Vielfalt an Gerichten genossen. Das Essen zauberte den Deutschen an Bord oft ein Lächeln ins Gesicht und sie sagten: “Oh, es erinnert mich an Oma”. Oma bedeutet Großmutter auf Deutsch, wir haben also traditionelle Gerichte gegessen, die wahrscheinlich über viele Generationen hinweg weitergegeben wurden. Warum traditionelle deutsche Gerichte kochen? Stelle dir vor, du wärst für viele Wochen und sogar Monate von “Zuhause” weg, könntest aber trotzdem die Heimat schmecken.

Obwohl die meisten Gerichte traditionell sind, versuchen Mike und Rainer immer neue lokale Gerichte zu integrieren. Beispielsweise ging Mike vor einer früheren Schiffsexpedition, die in Bélem (Brasilien) startete, auf Erkundungstour, um die lokalen Früchte zu entdecken und brachte sogar einige mit an Bord! Die Açaí-Frucht aus Pará war für ihn die interessanteste und leckerste. Als Südamerikanerin ist es sehr schön zu beobachten wie die deutschen Fahrtteilnehmer neue Früchte probieren und von den unbekannten tropischen Geschmacksrichtungen begeistert werden.

Mike und Rainer arbeiten auch hart daran köstliche vegetarische Gerichte für jede Mahlzeit anbieten zu können. Mike sagte dazu: “Die Zeiten haben sich geändert und wir müssen uns an die jungen Wissenschaftler/innen anpassen, die mit unterschiedlichen gastronomischen Vorlieben an Bord kommen. Es ist interessant zu sehen, dass wir heutzutage so viel weniger Fleisch kaufen.”. 

Um die fast abgeschlossene Expedition M159 zu feiern, kreierte das Team ein hervorragendes BBQ und vegetarische Gerichte. Wir werden das Essen an Bord der Meteor definitiv vermissen. Danke Mike und Rainer. Vielen Dank an Jan, Petra, Martina und Guomin.

Das gastronomische Fest während des BBQs
Photo by Luisa Sarmiento

Written by Luisa Sarmiento, GEOMAR and Future Earth 2019,

in collaboration with Julia Galetti, Ilmar Leimann, and Christin Jahr

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