Abschied von der Santorini und der Ägäis: Die FS METEOR legt in Limassol an

Wir sind angekommen! Heute, am 10. Januar 2026 ist die FS METEOR in den Hafen von Limassol in Zypern eingelaufen. Die Stadt begrüßt uns mit windigen, aber sonnigem Wetter. Nach zwei Tagen Transit von unserem Arbeitsgebiet gen Osten sind wir froh, wieder festen Boden unter den Füßen zu spüren, denn zum Ende unserer Fahrt hat das Mittelmeer doch noch kurz gezeigt, dass es unser Team mit Wind und Wellen durchaus auf Trab halten kann.

Ein erster Blick auf Limassol. Foto: Benedikt Ruprecht, GEOMAR

Die letzten Arbeitstage waren geprägt von einer konzentrierten Atmosphäre, um die wissenschaftlichen Aufgaben vor Beginn des Transits abzuschließen. Bei den anspruchsvollen Einsatzbedingungen konnten wir uns auf die ausgezeichnete Zusammenarbeit des gesamten Teams verlassen. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den technischen Einsätzen unserer autonomen Unterwasserfahrzeuge AUV Anton und AUV Kalle, die ihre Missionen zuverlässig und präzise durchgeführt haben. Ergänzt wurden diese Arbeiten durch lange Tauchgänge Videoschlittens MOMO, der unter anspruchsvollen Bedingungen hochauflösende und beeindruckende Bilddaten der Kallisti Pools in der Caldera von Santorini und der Anhydros-Verwerfung liefern konnte. Diese Aufnahmen eröffnen neue, detaillierte Einblicke in die Strukturen des Meeresbodens und stellen einen wesentlichen wissenschaftlichen Mehrwert unserer Ausfahrt dar. Die Einsätze der Modulare Ozean Lander (MOLAs) sind sehr erfolgreich verlaufen, die Kommunikation der Geräte untereinander, sowie mit der dazugehörigen Boje und dem Blue Boat, einem kleinen ROV, funktionierte hervorragend. Die Möglichkeit, MOLAs in Zukunft zum Monitoring und zur Frühwarnung einzusetzen, ist damit ein weiteres Stück näher gerückt. Zusätzlich wurden Bereiche in unserem Einsatzgebiet mit dem schiffseigenen Multibeam und Sedimentecholot kartiert, die bisher in solch einer hohen Auslösung noch unerforscht waren.

Nach vier intensiven, arbeitsreichen und zugleich sehr erfolgreichen Wochen an Bord neigt sich unsere Ausfahrt M215, die dritte des Projektes MULTI-MAREX, ihrem Ende zu. Besonderen Dank richten wir an die Mitglieder der Besatzung der FS METEOR, die durch ihr Wissen und ihre eingespielte Teamarbeit mit den Wissenschaftler:innen unsere Forschung erst möglich gemacht haben! Wir verabschieden uns von der FS METEOR und treten die Heimreise in ein verschneites Deutschland an – im Gepäck wertvolle Daten, neue Erkenntnisse und die Erfahrung einer rundum gelungenen Expedition. Wir blicken dankbar auf unsere Zeit auf See zurück und freuen uns darauf, die gewonnenen Erkenntnisse nun an Land weiter auszuwerten und wissenschaftlich einzuordnen.

Das wissenschaftliche Team der M215 (MMC – 3) verabschiedet sich von der FS METEOR. Foto: Christian Filbrandt, GEOMAR

Damit sind wir offiziell am Ende unserer Ausfahrt, und am Ende dieses Blogs angekommen. Wir bedanken uns herzlich bei allen Leser:innen, die unsere Ausfahrt mit Interesse verfolgt haben!

Sonnige Grüße aus Zypern

Das Team der M215 (MMC-3)

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