Becoming a ‘Jagonaut’ – Im Club der Jagonauten

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[Deutsche Übersetzung unten]

This morning brought the promise of a perfect summer day. The sky was clear, the winds were light and there was barely a ripple on the water. For me, today was particularly special, it was my first dive in the research submersible Jago and I would be visiting Nordleksa Reef, one of Norway’s many cold-water coral habitats. By 8.30 am we were loaded up in Jago and ready to go – a quick splash, a few minutes on the surface and we were ready to descend. The surface waters were green, rich with tiny algae that form the foundation of marine food webs. Moon jellyfish pulsed gently along, drifting with the current and preying on small zooplankton. At about 50 meters, the water suddenly got colder as we moved into the deeper water mass and a short while later the Pollack circling the submersible let us know we were close to the reef.

As Jago approached the bottom, the bright white coral colonies appeared out of the gloom. We settled on the bottom and called up to the Jago navigator on board the ship to find out exactly where we were, and which direction we needed to go. Since the Jago does not have navigation capability, this surface support is vital.  We set off up a steep slope with scattered small coral colonies surrounded by rubble, where small red squat lobsters were on their perpetual search for food.  The coral colonies became larger and more impressive near the top of the slope, but as we came over the edge and looked out over the reef, the view was truly spectacular. As far as we could see in the Jago light beams, were massive white coral colonies, their extended tentacles giving them a soft fuzzy appearance. Large yellow sponges were poking out from the coral structure and pink and red ‘bubblegum’ corals added an extra splash of colour. We moved along the ridge, taking photographs and video that will be used to describe the corals, and the other invertebrates and fishes that comprise the reef community. All too soon the dive was over and we had to leave this magical place and return to the surface.

I have worked on cold-water corals for several years, and am fortunate to have done many submersible dives on different deep coral ecosystems. My dive today on Nordleksa Reef was breathtaking, and to see it so close from the sphere of the Jago was an experience I shall not forget. I am also thrilled to be a new Jagonaut – one of those lucky few who have dived in the little yellow GEOMAR submarine.

Sandra Brooke

Nordleksa reef site. Picture: JAGO-Team.

Lophelia reef structures with yellow sponges. Picture: JAGO-Team.


Dieser Morgen versprach ein wundervoller Sommertag zu werden. Der Himmel war klar, der Wind glich einem lauen Lüftchen und die Wasseroberfläche kräuselte sich nur leicht. Für mich war dieser Tag ein ganz besonderer Tag: es war mein erster Tauchgang mit dem Tauchboot JAGO und ich würde das Nordleksa Riff explorieren, eines der vielen Norwegischen Kaltwasserkorallen-Habitate. Gegen 8:30 Uhr sind wir in JAGO eingestiegen – ein kurzes Platschen beim Aussetzen von JAGO, ein paar Minuten an der Oberfläche und wir waren bereit abzutauchen. Die Oberflächenschicht war grün, reich an kleinen Algen (Plankton), die die Basis des marinen Nahrungsnetzes bilden. Rippenquallen schwebten pulsierend an uns vorbei, zoologisches Plankton aufnehmend während sie in der Strömung dahin driften. Bei ungefähr 50 m Wassertiefe wurde das Wasser plötzlich merklich kälter, während wir immer weiter in die Tiefe sanken und kurze Zeit später schwammen einige Steinköhler um uns herum, die uns erahnen ließen,  dass wir das Riff bald erreichen würden.

Als JAGO den Boden erreichte, traten schließlich leuchtend weiße Korallenkolonien aus der Dunkelheit hervor. Wir haben uns dann erst einmal am Boden abgesetzt und über das Hydrophon Kontakt zu der JAGO Navigatorin an Bord der Poseidon aufgenommen, um herauszufinden, wo wir uns genau befinden und in welche Richtung wir uns bewegen müssen um die höchste Rifferhebung auszumachen. Da JAGO selbst keine Navigationsmöglichkeit hat, ist die Unterstützung von Bord essentiell. Wir haben uns dann aufgemacht, einen steilen Hang hinauf zu fahren, auf dem einige kleinere Fragmente hier und da zu sehen waren umgeben von „Korallenschotter“ (abgestorbenes, abgebrochenes Korallenmaterial auf dem Boden), in dem sich kleine rote Springkrebse tummeln, immerwährend auf der Suche nach Futter. Die Korallenkolonien wurden immer größer und beeindruckender je näher wir dem Riff-Top kamen, aber als wir oben ankamen und über das Riff schauen konnten, war der Ausblick wirklich sehr eindrucksvoll. So weit wir durch die Lichtkegel der Scheinwerfer von JAGO gucken konnten, war das Fenster von riesigen weißen Korallenkolonien erfüllt, die durch ihre offenen Polypen mit ihren Tentakeln einen ganz flauschig aussahen. Große gelbe Schwämme schauten aus dem Korallengerüst hervor und rote sowie rosa „Kaugummikorallen“ brachten einen weiteren Farbtupfer in das Bild. Wir sind weiter über das Riff-Top hinweg geglitten und machten Fotos und Videos, die später ausgewertet werden um die Korallen und die darin lebenden Tiere von kleinen Garnelen über Krebse bis hin zu Fischen, die die Riffgemeinschaft bilden, zu beschreiben. Viel zu früh war der Tauchgang vorbei und wir mussten diesen magischen Lebensraum verlassen und zurück zur Oberfläche.

Ich habe schon viele Jahre mit Kaltwasserkorallen gearbeitet und habe schon einige Tauchgänge machen dürfen in verschiedenen Kaltwasserkorallen-Ökosystemen. Mein heutiger Tauchgang in Nordleksa war atemberaubend und es so nah durch das Kuppelfenster JAGOs zu sehen ist eine Erfahrung, die ich niemals vergessen werde. Ich bin außerdem begeistert, ein neuer „Jagonaut“ geworden zu sein – einer von wenigen glücklichen Menschen, die in dem kleinen gelben Tauchbot tauchen durften.

Sandra Brooke

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