{"id":79,"date":"2013-10-21T04:26:09","date_gmt":"2013-10-21T04:26:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oceanblogs.org\/walvisbaytoportlouis\/?p=79"},"modified":"2014-05-07T10:59:39","modified_gmt":"2014-05-07T10:59:39","slug":"letzter-wochenbericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/walvisbaytoportlouis\/2013\/10\/21\/letzter-wochenbericht\/","title":{"rendered":"Letzter Wochenbericht"},"content":{"rendered":"<p>Die dritte und letze Woche unsere Fahrt brachte uns von dem Agulhasstomsystem nach Madagaskar. Die Insel Madagaskar liegt auf 20\u00b0S und damit genau auf der Breite, wo das aus dem Indonesischen Archipel ausstr\u00f6mende warme Wasser nach Westen str\u00f6mt. Vor Madagaskar wird der gr\u00f6\u00dfte Teil der Str\u00f6mung abgelenkt und bildet den s\u00fcdw\u00e4rts setzenden Ostmadagaskar-Strom. An der S\u00fcdspitze von Madagaskar zerf\u00e4llt dieser in Wirbel. Die Wirbel driften nach S\u00fcdwesten und werden Teil des Agulhasstromsystems. Einen dieser Wirbel haben wir 24 Stunden lang mit der Unterwegs-CTD alle 20m lang beprobt. Zusammen mit den Str\u00f6mungen des Schiffs-ADCP konnte man sehr sch\u00f6n das warme Wasser mit Ursprung im tropischen Indischen Ozean erkennen.<\/p>\n<p>Das dritte Hauptarbeitsgebiet im S\u00fcdosten von Madagaskar erreichten wir Freitag in den fr\u00fchen Morgenstunden. Drei Bongo-Netze und 6 CTD-Stationen bis auf 2000m Tiefe gaben uns ein gutes Bild des Ostmadagaskarstroms. Die Diversivit\u00e4t des Plankton war dort hoch. Viele neue Arten waren in den Netzen. Aber die Konzentrationen der Organismen ist geringer als in den Auftriebsgebieten. Das n\u00e4hrstoffarme Oberfl\u00e4chenwasser erstrahlt im tiefen Blau der mittlerweile Subtropischen Sonne bei Lufttemperaturen deutlich \u00fcber 20\u00b0C.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der gesamten Reise wurden biogeochemische Parameter des Oberfl\u00e4chenwassers gemessen. Im Sekunden- und Minutentakt zeichneten unsere Analysatoren die Konzentrationen von Kohlendioxyd (CO2) und Methan (CH4) in der Atmosph\u00e4re und im Wasser auf. Zudem wurde, in der zeitlich gleichen Aufl\u00f6sung, das Verh\u00e4ltnis der schweren und leichten Kohlenstoffisotope im CO2 und CH4 bestimmt, um nicht nur die Gasfl\u00fcsse dieser Treibhausgase zwischen dem Ozean und der Atmosph\u00e4re quantifizieren zu k\u00f6nnen, sondern auch einen Einblick in die Prozesse zu gewinnen, die den Gasaustausch regulieren. Da diese Prozesse eng an den pH-Wert des Wassers und die Sauerstoffkonzentration im Ozean gebunden sind, wurden auch diese Gr\u00f6\u00dfen zusammen mit den Treibhausgaskonzentrationen kontinuierlich gemessen. Eine insgesamt 17-t\u00e4gige Fahrt, oder f\u00fcr uns besser ausgedr\u00fcckt eine 24480 Minuten w\u00e4hrende Fahrt, auf der 6 Haupt- und noch weitere Zusatzgr\u00f6\u00dfen wie Windgeschwindigkeiten und Luftdruck gemessen wurden, ergibt einen riesigen Datensatz, auf dessen Auswertung wir uns schon jetzt freuen.<\/p>\n<p>Vor ein paar Stunden haben wir alle Messungen eingestellt und sind dabei, die Ger\u00e4te in die Container zu verstauen, die Daten zu sichern, Berichte zu schreiben und die Labore zu reinigen. Wir blicken auf eine sehr erfolgreiche und harmonische Reise zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Die Stimmung an Bord ist weiterhin prima. Die Zusammenarbeit mit Kapit\u00e4n Michael Schneider, Bootsmann Peter Hadamek und der gesamten Besatzung der METEOR klappt hervorragend. Besonders bedanken wir uns in diesem Wochenbericht bei den nautischen Offizieren: Tilo Birnbaum-Fekete, Heike Dugge und Marco Reinst\u00e4dler f\u00fcr gute Man\u00f6ver w\u00e4hrend der Stationen.<\/p>\n<p>Mit sch\u00f6nen Gr\u00fc\u00dfen von 21\u00b0 S\u00fcd und 56\u00b0 Ost n\u00f6rdlich der Vulkaninsel Le Reunion.<\/p>\n<p>Prof. Dr. Martin Visbeck und allen Fahrtteilnehmern der Reise M100\/2<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die dritte und letze Woche unsere Fahrt brachte uns von dem Agulhasstomsystem nach Madagaskar. Die Insel Madagaskar liegt auf 20\u00b0S und damit genau auf der Breite, wo das aus dem Indonesischen Archipel ausstr\u00f6mende warme Wasser nach Westen str\u00f6mt. Vor Madagaskar wird der gr\u00f6\u00dfte Teil der Str\u00f6mung abgelenkt und bildet den s\u00fcdw\u00e4rts setzenden Ostmadagaskar-Strom. 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