{"id":77,"date":"2013-10-15T16:42:11","date_gmt":"2013-10-15T16:42:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oceanblogs.org\/walvisbaytoportlouis\/?p=77"},"modified":"2014-05-07T10:59:21","modified_gmt":"2014-05-07T10:59:21","slug":"fahrtleiterleben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/walvisbaytoportlouis\/2013\/10\/15\/fahrtleiterleben\/","title":{"rendered":"Fahrtleiterleben."},"content":{"rendered":"<p>Es ist 6:40 und es klingelt der Wecker. Die METEOR schaukelt leicht. Es ist warm und gem\u00fctlich unter der Bettdecke. Ich k\u00f6nnte noch liegen bleiben, so ein paar Minuten nur&#8230; Aber dann gewinnt die Neugier und ich gehe zum Bildschirm in mein B\u00fcro. Wie weit sind die Arbeiten in der Nacht vorangekommen? Machen wir gute Fahrt? Alles im \u201agr\u00fcnen\u2019 Bereich?<\/p>\n<p>Die Teilnehmer auf dem Forschungsschiff lassen sich grob in zwei Gruppen aufteilen: Die Besatzung und die Wissenschaft. Der \u201aChef der Besatzung\u2019 und des Schiffes \u00fcberhaupt ist der Kapit\u00e4n. Michael tr\u00e4gt die Verantwortung f\u00fcr das Schiff und die Sicherheit aller an Board. Ihm unterstehen die Offiziere f\u00fcr den navigatorischen Betrieb, der Leitende Ingenieur f\u00fcr den Betrieb der Maschine und Schiffstechnik, der Bootsmann und die Matrosen f\u00fcr die Arbeiten an Deck, und der Servicebereich mit K\u00fcche und Stewards.<\/p>\n<p>Der Chef der Wissenschaft ist der Fahrtleiter. Er ist verantwortlich f\u00fcr die Wissenschaft an Board, entscheidet \u00fcber die Fahrtroute und das Messprogramm in enger Absprache mit dem Kapit\u00e4n. Denn nicht alles was wir uns in der Forschung w\u00fcnschen l\u00e4sst sich technisch oder sicher an Bord umsetzen.<\/p>\n<p>Ich bin dann doch gleich aufgestanden und habe das Sportzeug angezogen. Mein Schlafzimmer hat einen gro\u00dfen Schrank, einen Stuhl und ein Fenster mit Blick auf das Meer. Drau\u00dfen ist es schon hell und ich sehe wei\u00dfe Schaumkronen auf dem tiefblauen Meer. Vom Schlafzimmer aus geht es \u00fcber den Flur zum Badezimmer. Den Blick in den Spiegel spare ich mir zu so fr\u00fcher Stunde. Aber der Gang zum Klo ist unabdingbar. Mit einem lauten Zischen verschwindet das Wasser aus dem Klo. Schiffe haben eine Unterdruckanlage f\u00fcr das Abwasser. Das spart Sp\u00fclwasser und reduziert Schmutzwasser. Neben dem Badezimmer ist mein Arbeitszimmer. Es gibt einen gro\u00dfen Schreibtisch mit den Monitoren, eine Schrankwand f\u00fcr B\u00fccher, Radio, Fernseher, einen K\u00fchlschrank und eine Sitzgruppe mit Ecksofa, Tisch und St\u00fchlen.<\/p>\n<p>Ein kurzer Blick auf den Monitor zeigt die Fahrgeschwindigkeit mit 10kn an. Gut, wir kommen voran.<\/p>\n<p>Ein Stockwerk tiefer ist das \u201agelbe\u2019 Deck mit vielen Kammern f\u00fcr Wissenschaftler und Crew. Dort gibt es den Fitnessraum. Wie jeden Morgen entscheide ich mich f\u00fcr das Ruderger\u00e4t. Man k\u00f6nnte auch Fahrrad fahren, Gewichte heben und an anderen Maschinen seine Muskeln bilden. 4000m rudern schaffe ich in 20 Minuten. Das sollte genug sein, um das gute Essen umzusetzen und gleichzeitig fit zu bleiben.<\/p>\n<p>Danach geht es unter die warme Dusche, rasieren, fertig machen f\u00fcr den Tag. Seit 7:15 gibt es Fr\u00fchst\u00fcck. Die \u201aMesse\u2019 befindet sich 4 Decks unterhalb der Fahrtleiterkabine. Dort riecht es lecker aus der Komb\u00fcse nach Omelett und anderen warmen Speisen, vielleicht sogar schon Sachen f\u00fcr das Mittagessen. Ich \u00f6ffne die T\u00fcre zur Messe und melde mit lauten \u201aGuten Morgen\u2019 meine Ankunft an. Frisch gebackenen Br\u00f6tchen liegen dort, Obst und vieles mehr. Ich mag M\u00fcsli mit Joghurt und Bananen am liebsten. Leider sind ab heute die Bananen aus. Frische Sachen halten sich nicht ewig auf dem Schiff. Die Stewardess zeigt mir einen freien Platz am Tisch der Offiziere und schenkt mir schwarzen Tee ein. Nach wenigen Tagen wei\u00df sie genau was wir gerne m\u00f6gen. \u201eDarf es noch etwas Warmes sein?\u201c, fragt sie. Ich verneine wie immer mit einem freundlichen L\u00e4cheln. Dann h\u00e4tte ich heute morgen l\u00e4nger rudern m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Eine Etage h\u00f6her sind die Labore und das Arbeitsdeck der METEOR. Ich mache eine kleine Runde und gr\u00fc\u00dfe die Matrosen und den Bootsmann. Die sind alle sehr freundlich und hilfsbereit, man kennt die Namen und auch so manche Geschichte. Und jeder wei\u00df wie es geht: Ohne Matrosen keine Forschung und ohne zufriedene Forscher keinen Job auf dem Forschungsschiff. Die CTD Wache bereitet gerade die Sonde f\u00fcr den n\u00e4chsten Einsatz vor. Im Labor h\u00e4ngt der von mir geschriebene Stationsplan. Die Nacht lief es gut, wir haben \u00fcber eine Stunde an Zeit gewonnen. Drau\u00dfen an Deck scheint die Sonne und trocknet die Hartholzbohlen. Der Wind nimmt sichtbar zu.<\/p>\n<p>Es ist 8:20 und ich mache mich auf den Weg zur Br\u00fccke ein Deck oberhalb der Fahrtleiterkammer. In 10 Minuten ist dort Morgenbesprechung. Dort treffen sich der Kapit\u00e4n, Meteorologe, Leitender Ingenieur, Erste Offizier, Doktor und der Wissenschaftlich-Technische Dienstleiter. Hartmut der Meteorloge f\u00e4ngt an. Er hat keine guten Nachrichten. Windst\u00e4rke 8-9 ist angesagt und ein Blick aus dem Fenster best\u00e4tigt, das seine Sturmvorhersage, die er schon vor drei Tagen gemacht hat, heute p\u00fcnktlich eintreffen wird. Danach bin ich an der Reihe und erkl\u00e4re kurz das wissenschaftliche Programm. Noch eine CTD fahren und dann Kurs auf das n\u00e4chste Arbeitsgebiet nehmen. Eigentlich wollten wir hier noch ein Netzhol machen. Aber das schlage ich angesichts der Windvorhersage gar nicht erst vor. Vielleicht Morgen Abend, wenn der Wind vor\u00fcbergehend nachl\u00e4sst. Michael, der Doktor, berichtet, dass alle Seekrankheitspflaster vergeben wurden. Aber die \u201aEinsteiger\u2019 (also wir) hatten ja schon genug Gelegenheit, sich an das Schaukeln des Schiffs zu gew\u00f6hnen und werden auch ohne weitere Pflaster klar kommen. Tabletten hat er noch. \u201aAber die helfen nicht wirklich\u2019 spricht er aus Erfahrung.<\/p>\n<p>Gegen 8:45 Uhr bin ich zur\u00fcck an meinem Schreibtisch und lese die e-mails, die \u00fcber Nacht eingetroffen sind. Die METEOR hat eine Standdatenleitung \u00fcber eine gro\u00dfe Satellitenantenne. Es geht zwar langsam, aber immerhin ist man nicht ganz von dem Rest der Welt abgeschnitten. Zwei wichtige mails sind dabei, die ich noch bearbeiten muss. Ich markiere sie mit einem roten Haken und sie gesellen sich zu den anderen 105 unbearbeiteten mails. Die k\u00f6nnen noch ein wenig warten. Denn eigentlich bin ich ja auch nicht im B\u00fcro &#8230; Als n\u00e4chstes \u00fcbertrage ich die Positionen des Schiffs in mein Planungsprogram. Fr\u00fcher hatte ich das auch schon mal automatisiert. Aber die Zeit meine eigenen Programme umzuschreiben habe ich nicht. Also wird es \u201azu Fu\u00df\u2019 gel\u00f6st. Geht auch ganz prima.<\/p>\n<p>9:00 Uhr und ich bin im Konferenzraum gefragt. Wie an jeden Morgen der letzten Tage findet eine Vorlesung f\u00fcr die Studenten statt. Ich setze mich gerne dazu und kann so von den Kollegen lernen. Heute tr\u00e4gt Nadine aus S\u00fcdafrika vor. Ihre Spezialit\u00e4t sind Fischlarven und sie fischt diese am meisten in Strandn\u00e4he. Wie die meisten Meeresbiologen hat sie tolle Fotos und hat eine inspirierende Vorlesung gehalten. Am liebstem w\u00fcrden wir jetzt alle Fischlarven studieren. Zumindest f\u00fcr die n\u00e4chsten Stunden&#8230;<\/p>\n<p>10:00 Uhr ist Kaffeepause. In der Messe stehen Kannen mit Kaffee und Tee und auch eine Schale Obst ist immer in der N\u00e4he. Ab 10:20 geht die Arbeit weiter. Die Crew ist da auf die Minute p\u00fcnktlich. Die Wissenschaftler eher verquatscht oder schon gleich zur\u00fcck in die Labore zur Arbeit.<\/p>\n<p>10:30 Uhr Treffen im Fahrtleiterb\u00fcro der leitenden Wissenschaftler. Die sechs Wachf\u00fchrer und Arne und Tim sind gekommen und wir besprechen die kommenden Tage. Ich verteile die Kapitel f\u00fcr den Fahrtbericht. Den versuchen wir noch bis zum Ende der Reise fertig zu bekommen. Jeder schreibt etwas \u00fcber die Ger\u00e4te, f\u00fcr die er verantwortlich ist. Ich mache die allgemeinen Teile. Wir er\u00f6rtern die Situation mit dem nahenden Sturm. Weiterhin bemerken wir mit etwas Sorge, dass sich Gruppen an Board herausbilden. Deutsche und Afrikaner separieren sich. Das finde ich nicht gut und so schlage ich vor einen \u201aKammerabend\u2019 einzuf\u00fchren. Die Studenten der afrikanischen Doppelkammern laden die Deutschen zu sich ein und versuchen etwas afrikanische Atmosph\u00e4re zu vermitteln. Freizeit mit \u201aAnsage\u2019. Auch das darf der Fahrtleiter manchmal.<\/p>\n<p>Danach eine Stunde die Berichte aufdatieren, emails beantworten. Eigentlich wollte ich noch die Fotos von den letzten zwei Tagen runterladen und bearbeiten. Der Wind nimmt zu. Habe schon 20 m\/s auf der Anzeige gesehen. Zum Gl\u00fcck kommt er von achtern und die letzte CTD haben wir gerade noch geschafft, bevor es zu windig wurde. Drau\u00dfen tobt die See und die Wellen erreichen beeindruckende H\u00f6hen. Schnell noch ein paar Kurzfilme drehen.<\/p>\n<p>11:15 Uhr Mittagszeit. Wir sollen p\u00fcnktlich zum Essen kommen, damit noch genug Zeit f\u00fcr die Crew ist den Abwasch zu machen bevor die K\u00fcche Mittagspause hat. Es riecht schon wieder so lecker. Auf dem Weg zu Messe stecke ich noch kurz meinen Kopf in die Komb\u00fcse. \u201aMahlzeit\u2019 rufe ich laut und \u201avielen Dank Rainer\u2019 f\u00fcr das gute Essen. Es gibt immer Salat meist Fleisch und Kartoffeln mit Gem\u00fcse. Heute ist Donnerstag und da gibt es zum Nachtisch Eis mit Sahne. Donnerstag ist \u201aSeemannssonntag\u2019 und das Essen besonders gut. Um 12:00 bin ich zur\u00fcck in der Kammer. Eigentlich gehe ich nach dem Essen gerne eine Runde \u00fcber Deck. Aber heute sind alle T\u00fcren geschlossen. Die Windsee sp\u00fclt immer mal wieder einen kr\u00e4ftigen Schwall Wasser \u00fcber das Arbeitsdeck. Da ist es zu gef\u00e4hrlich f\u00fcr uns an Deck zu sein. Aber zum Gl\u00fcck k\u00f6nnen wir auf den h\u00f6heren Decks rausgehen.<\/p>\n<p>Ich muss noch dringend ein Gutachten fertig machen und einen Brief durchsehen. So gegen 14:00 Uhr gehe auf die Br\u00fccke. Heike hat Wache. Sie ist die einzige Frau in der Nautik auf dieser Reise. Es gibt einen Espresso mit Milch und wir kl\u00f6nen \u00fcber das Wetter, die Seefahrt und wie lange sie noch an Board sein wird. Sie ist zust\u00e4ndig f\u00fcr die Sicherheit auf der METEOR und kontrolliert gerade mit dem Auszubildenden die Arbeitsgurte. Zur\u00fcck im B\u00fcro mache ich Listen f\u00fcr die praktischen \u00dcbungen. Ab morgen bringen wir den Studenten bei, wie man Zooplankton bestimmt, salinometriert oder Ozeanmodelll\u00e4ufe auswertet. Die Gruppen d\u00fcrfen nicht zu gro\u00df sein. Sonst passen wir nicht in die kleinen Labore.<\/p>\n<p>15:00 Uhr Zeit f\u00fcr den Kaffee. Heute gibt eine richtige Sahnetorte. Ach ja Seemannssonntag. H\u00e4tte ich mir doch denken k\u00f6nnen. Beim Kaffee treffe ich den Doktor und wir reden \u00fcber Namibia und unseren kleinen Ausflug am Ende der Reise 2010 auf den Kapverdischen Inseln. Seefahren hat auch immer viel mit Geschichten erz\u00e4hlen zu tun. Und davon gibt es auch auf der METEOR viele. Heute morgen berichtete Peter der Bootsmann, dass er vor vielen Jahre bei Windst\u00e4rke 9 mal ein sinkendes Schiff verlassen musste. Die Rettungsboote bekamen sie nicht mehr sicher zu Wasser. Nur noch eine Rettungsinsel. Vier seiner Kollegen starben bei dem Ungl\u00fcck.<\/p>\n<p>15:30 Uhr. Jetzt geht meine Vorlesung los. Heute erz\u00e4hle ich etwas \u00fcber Akustik im Ozean. Was sind Schallwellen? Wer und was macht alles \u201aKrach\u2019 unter Wasser? Wie werden Schallwellen in der Ozeanographie benutzt? Nur die Tonbeispiele der Walges\u00e4nge kann man nicht gut h\u00f6ren. Das Schiffsger\u00e4usch ist immer da. Eigentlich nimmt man es nicht mehr wahr. Aber wenn man etwas Leises h\u00f6ren muss wird man dran erinnert.<\/p>\n<p>Um 16:30 Uhr gehe ich nochmal in das B\u00fcro. Die Wellen da drau\u00dfen sind unglaublich hoch. 4-5 Meter hatte Hartmut vorhergesagt. Er hat eigentlich immer Recht. Dazu Streifen mit blauen Himmel und Sonne. Ozean \u201ablau wei\u00df\u2019. Sieht eigentlich wundersch\u00f6n aus. Wie gut, dass wir hier keine Messungen machen wollten. Das w\u00e4re auf keinen Fall m\u00f6glich gewesen.<\/p>\n<p>17:15 Uhr. Zeit zum Essen. Man bekommt das Gef\u00fchl man isst st\u00e4ndig an Bord. Wahrscheinlich auch zu viel. Auf dieser Reise ist das Essen sehr gut. In der Komb\u00fcse ist gute Stimmung. Der Koch und der Kochsmaat verstehen sich. Das hilft allen. Ich nehme ein Brot mit K\u00e4se und frisches Gem\u00fcse. Oder vielleicht doch noch ein kleines St\u00fcck gebratenes H\u00fchnchen mit Pommes dazu. Nur so zum probieren. Man lebt nur einmal &#8230;<\/p>\n<p>Nach dem Essen laufe ich noch einmal durch alle Labore. Wir m\u00fcssen noch die Datenverarbeitung des LADCP besprechen. Diesmal sollen die CTD Daten so formatiert werden, dass man sie mit EXCEL lesen kann &#8230; Graus\u00a0&#8230; ein physikalischer Ozeanograph meiner Generation w\u00fcrde MATLAB oder \u00e4hnliches vorziehen. Heutige Studenten sind eher mit EXCEL aufgewachsen. Aber die Biologen und Afrikaner sind doch eher in EXCEL zuhause. Ich gehe noch mal auf der Br\u00fccke vorbei. Der erste Offizier hat Wache. Tilo m\u00f6chte wissen ob wir noch K\u00fchlfracht von Mauritius nach Deutschland schicken wollen. \u201aWir diskutieren das noch\u2019, antworte ich. Denn angeblich ist das Schicken von K\u00fchlproben mit Trockeneis von dort nicht sicher und vielleicht lassen wir die Proben in einem der gro\u00dfen K\u00fchlschr\u00e4nke an Board bis die METEOR vor Weihnachten wieder Walvis Bay erreicht.<\/p>\n<p>19:30 Uhr. Meine Kammer f\u00fcllt sich f\u00fcr den Afrika-Abend. Auch die Senior-Scientists treffen sich heute Abend. Drau\u00dfen tobt noch der Sturm, das Schiff schaukelt etwas und man muss das Weinglas auf die Rutschmatte stellen. Sch\u00f6ne Bilder hat Nadine aus S\u00fcdafrika mitgebracht. Und sogar echten S\u00fcd-Afrikanischen Wein beim Steward im Store aufgetrieben. Dazu gibt es Salzstangen und Chips. Irgendwie k\u00f6nnte das auch der Deutsche Abend gewesen sein. Wir haben interessante Gespr\u00e4che und die Zeit fliegt dahin. Um 22:00 l\u00f6sen wir die Runde auf. Alle gehen doch noch mal an der Messe vorbei in die Bar der METEOR. Dort spielen Ren\u00e9 und Jefim Gitarre. Wir haben Gl\u00fcck diese Reise. Es wird oft selber Musik gemacht. Die Stimmung ist prima. Wir klatschen nach jedem Lied. Ich trinke Pfefferminztee. Um 23:00 ist Bettzeit f\u00fcr mich. Im B\u00fcro schaue ich mir noch im Web die Nachrichten an. Immer noch kein Haushalt in den USA. Meine amerikanischen Freuden tun mir Leid. Aber auch wir merken den \u201agovernment shutdown\u2019. Es gibt keine Chlorophylldaten der Amerikanischen Satelliten mehr in Echtzeit. Die NASA hat alle Webserver abgeschaltet. Das ist schade, denn diese Daten h\u00e4tten uns gut bei der Stationsplanung helfen k\u00f6nnen. Naja heute ist Sturm da, also w\u00e4re eh nichts m\u00f6glich gewesen. Ein kurzer Anruf nach Deutschland und dann bin ich froh wenn ich im Bett liege und die Augen zu machen kann. \u201eTiger an Deck\u201c hei\u00dft das Buch. Es liegt neben meinem Bett. 5 Seiten habe ich bisher geschafft. Ich vermute, auch dieses mal werde ich das Buch fast ungelesen wieder mit nach Deutschland zur\u00fcck nehmen.<\/p>\n<p>Martin Visbeck (chief scientist)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist 6:40 und es klingelt der Wecker. Die METEOR schaukelt leicht. Es ist warm und gem\u00fctlich unter der Bettdecke. Ich k\u00f6nnte noch liegen bleiben, so ein paar Minuten nur&#8230; Aber dann gewinnt die Neugier und ich gehe zum Bildschirm in mein B\u00fcro. Wie weit sind die Arbeiten in der Nacht vorangekommen? 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