{"id":221,"date":"2014-07-04T18:25:15","date_gmt":"2014-07-04T18:25:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oceanblogs.org\/walvis2\/?p=221"},"modified":"2015-03-06T10:25:01","modified_gmt":"2015-03-06T10:25:01","slug":"spaces-2014-impressions-and-experiences-of-sonne-2341-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/walvis2\/2014\/07\/04\/spaces-2014-impressions-and-experiences-of-sonne-2341-2\/","title":{"rendered":"SPACES 2014 \u2013 Impressions and experiences of SONNE 234\/1"},"content":{"rendered":"<p><em>Von Christian Marien, Geowissenschaftler B.Sc.<\/em><br \/>\n<em>Universit\u00e4t zu K\u00f6ln, Deutschland<\/em><\/p>\n<p>Als ich die Nachricht erhielt, war ich hoch erfreut auf der Ausfahrt der FS Sonne vor der namibischen K\u00fcste auf Fischfang und Gesteinssuche gehen zu d\u00fcrfen. Es sollte sich herausstellen, dass sich meine Erwartungen erf\u00fcllten. Mit der Aussicht auf einen afrikanischen Winter auf hoher See; gem\u00e4\u00dfigte Temperaturen, Wind und viel Wasser um sich herum, bildete dazu der kleine Flugplatz in Walvis Bay in der Namib einen sandigen und mit 30\u00a0\u00b0C hei\u00dfen Kontrast. Ohne gro\u00dfe Umwege wurden wir 9\u00a0Studenten mit den 12\u00a0Wissenschaftlern zusammen an Bord der Sonne gebracht und sind nach einer Nacht im Hafen gegen Mittag ausgelaufen.<\/p>\n<p>Ziel dieser Fahrt war es zum Einen die vorherige, geologische Mission SO 233, mit der Beprobung des Walvis-R\u00fcckens, weiter zu f\u00fchren und zus\u00e4tzlich hat ein biologisches Team sich der Aufgabe verpflichtet, mesopelagische Lebensformen auf ihre speziell entwickelten Sehorgane und auf die F\u00e4higkeit zur Bioluminiszenz hin zu untersuchen. An lediglich vier Arbeitstagen absolvierten wir, eingeteilt in zwei 12\u00a0Std.-Schichten, insgesamt zehn Netzeins\u00e4tze, 7 Dredgen und einen TV-Greifer-Durchgang.<\/p>\n<p>Vom gro\u00dfen pers\u00f6nlichen Interesse waren f\u00fcr mich als Geowissenschaftler die aus bis zu 3.500 m Tiefe zur Oberfl\u00e4che gef\u00f6rderten Basalte und Fragmente der Seamountriffe. Dabei lag das Hauptaugenmerk nat\u00fcrlich auf den Basalten, da sich das Team um Dr. Werner und Dr. Geldmacher mit der Petrogenese des Walvis-R\u00fcckens besch\u00e4ftigt und hoffen dies mit geochemischen Analysen zu erreichen. Unsere Aufgaben waren in erster Linie die Pr\u00e4paration, die Beschreibung sowie die Katalogisierung der Proben. Auch die Vorstellung, dass man einen Teil des Meeresboden, den noch kein Mensch zuvor erkundet hat und den wohl keiner nach uns erkunden wird, mit Hilfe des TV-Greifers beprobt hat,\u00a0 faszinierte nicht wenige von uns.<\/p>\n<div id=\"attachment_225\" style=\"width: 494px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-225\" class=\"wp-image-225 size-medium\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/walvis2\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2014\/07\/Tiefseefisch_FabianMuehlberger-484x320.jpg\" alt=\"Auch f\u00fcr Geologen fazinierend: die Lebewesen der Tiefsee. Foto: Fabian M\u00fchlberger\" width=\"484\" height=\"320\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/walvis2\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2014\/07\/Tiefseefisch_FabianMuehlberger-484x320.jpg 484w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/walvis2\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2014\/07\/Tiefseefisch_FabianMuehlberger-1024x677.jpg 1024w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/walvis2\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2014\/07\/Tiefseefisch_FabianMuehlberger.jpg 1971w\" sizes=\"auto, (max-width: 484px) 100vw, 484px\" \/><p id=\"caption-attachment-225\" class=\"wp-caption-text\">Auch f\u00fcr Geologen fazinierend: die Lebewesen der Tiefsee. Foto: Fabian M\u00fchlberger<\/p><\/div>\n<p>Ohne gro\u00dfartige Vorstellung, was die Biologen machen werden, war ich doch positiv \u00fcberrascht vom \u201eFischfang\u201c. Diverse Fischarten, von denen man vorher nur aus B\u00fcchern etwas erfahren hat, tummelten sich jetzt vor einem im Auffangbecken.<\/p>\n<p>Da noch ein langer Transit vom n\u00f6rdlichen Walvis-R\u00fccken bis nach Durban offen stand, hatten wir nat\u00fcrlich auch f\u00fcr andere Aktivit\u00e4ten Zeit und konnten somit einen besseren Eindruck \u00fcber das Leben an Deck bekommen. So wurde eine Bandbreite an Vortr\u00e4gen zur Fortbildung gehalten, bei denen zum Beispiel die Diversit\u00e4t des biologischen Lebens in der Tiefsee in mehreren Aspekten erkl\u00e4rt wurde. Auch der Kapit\u00e4n und die Crew waren stets zuvorkommend und haben, neben den einen oder anderen Seemannsgarn, auch von interessanten Eins\u00e4tzen auf hoher See erz\u00e4hlt und einem dadurch das Herz der Sonne gef\u00fchrt. Weiterhin muss man auf jeden Fall die kulinarischen Spezialit\u00e4ten der Komb\u00fcse hervorheben. Mit Raffinesse haben die K\u00f6che ein abwechlungsreiche und stets s\u00e4ttigende Meisterleistung gezaubert.<br \/>\nIch bin froh, dass ich eine der wohl letzten gro\u00dfen Ausfahrten der alten FS Sonne mitmachen durfte und werde sowohl die Zeit als auch die Leute der Expedition nicht missen wollen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Christian Marien, Geowissenschaftler B.Sc. Universit\u00e4t zu K\u00f6ln, Deutschland Als ich die Nachricht erhielt, war ich hoch erfreut auf der Ausfahrt der FS Sonne vor der namibischen K\u00fcste auf Fischfang und Gesteinssuche gehen zu d\u00fcrfen. Es sollte sich herausstellen, dass sich meine Erwartungen erf\u00fcllten. 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