{"id":2,"date":"2014-05-07T09:47:54","date_gmt":"2014-05-07T09:47:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oceanblogs.org\/walvis2\/?page_id=2"},"modified":"2014-06-19T11:50:33","modified_gmt":"2014-06-19T11:50:33","slug":"about","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/walvis2\/about\/","title":{"rendered":"About"},"content":{"rendered":"<p>Die Autoren dieses Blogs sind Teilnehmer zweier Forschungsexpeditionen mit der <a href=\"http:\/\/www.bgr.de\/fs_sonne\/\" target=\"_blank\">FS SONNE<\/a> im S\u00fcdostatlantik: der Fahrt <a href=\"http:\/\/www.geomar.de\/forschen\/expeditionen\/detailansicht\/exp\/planned\/322515\/\" target=\"_blank\">WALVIS II (SO-233)<\/a> und der Fahrt <a href=\"http:\/\/www.geomar.de\/forschen\/fb4\/fb4-muhs\/muhs-forschungsfahrten0\/\" target=\"_blank\">SPACES (SO-234-1)<\/a>. Beide Expeditionen haben das Ziel, die Region rund um den <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Walfischr%C3%BCcken\" target=\"_blank\">Walvis-R\u00fccken<\/a> zu erkunden, mit leicht unterschiedlichen Ausrichtungen. Dementsprechend gibt es teils Unterschiede, teils \u00dcberschneidungen bez\u00fcglich der Fahrtteilnehmer.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>WALVIS II<\/strong><\/p>\n<p>Der Schwerpunkt der <a title=\"Das Forschungsschiff SONNE\" href=\"http:\/\/www.bgr.de\/fs_sonne\/\" target=\"_blank\">FS SONNE-Reise SO-233<\/a> liegt auf einer systematischen Beprobung des magmatischen Grundgebirges des ca. 1.500 Kilometer langen \u00f6stlichen Teils des <a title=\"Walfisch-R\u00fccken auf Wikipedia\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Walfischr%C3%BCcken\" target=\"_blank\">Walvis-R\u00fcckens<\/a> im S\u00fcdostatlantik. Zusammen mit der sich s\u00fcd\u00f6stlich an ihn anschlie\u00dfenden &#8220;Guyot-Provinz&#8221; verbindet der Walvis-R\u00fccken die Etendeka-Flutbasaltprovinz in Namibia mit dem aktiven <a title=\"Tristan da Cunha auf Wikipedia\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tristan_da_Cunha\" target=\"_blank\">Tristan\/Gough Hostspot<\/a> im zentralen S\u00fcdatlantik. Somit ist er weltweit eine wenigen Hotspotspuren, die direkt mit kontinentalen Flutbasalten verbunden sind. Er wird daher von vielen Wissenschaftlern als &#8220;Paradebeispiel&#8221; f\u00fcr eine Hotspotspur angesehen, die eine Flutbasaltprovinz, dass hei\u00dft das alte, initiale Produkt eines Mantelplumes, mit dem heute \u00fcber diesen Mantelplume aktiven Hotspot verbindet. Au\u00dferdem ist der Walvis-R\u00fccken die atlantische Typlokalit\u00e4t des sogenannten EM-I Mantelendglieds, einer geochemisch angereicherten Komponente im Erdmantel.<\/p>\n<div id=\"attachment_11\" style=\"width: 494px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-11\" class=\"wp-image-11 size-medium\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/walvis2\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2014\/05\/SONNE_BGrundmann-484x322.jpg\" alt=\"Das Forschungsschiff SONNE. Foto: Bernd Grundmann\" width=\"484\" height=\"322\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/walvis2\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2014\/05\/SONNE_BGrundmann-484x322.jpg 484w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/walvis2\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2014\/05\/SONNE_BGrundmann.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 484px) 100vw, 484px\" \/><p id=\"caption-attachment-11\" class=\"wp-caption-text\">Das Forschungsschiff SONNE. Foto: Bernd Grundmann<\/p><\/div>\n<p>Vom Walvis-R\u00fccken existieren aber trotz seiner gro\u00dfen Bedeutung f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis von Hotspotsystemen und der Prozesse im Erdmantel bisher nur sehr wenige Gesteinsproben. Daher ist zum Beispiel bis heute nicht sicher, ob er wirklich durch Hotspotvulkanismus oder doch durch andere Prozesse wie z.B. Vulkanismus an einer Bruchzone in der Erdplatte entstanden ist. Fr\u00fchere Arbeiten (u.a. Projekt WALVIS I) an den wenigen vorhandenen Proben vom Walvis-R\u00fccken deuten darauf hin, dass er eine Altersprogression aufweist, das heisst die \u00e4ltesten Gesteine befinden sich an seinem Nordostende nahe der Etendeka-Flutbasaltprovinz und die j\u00fcngsten an seinem S\u00fcdwestende nahe des heutigen Hotspots. Das w\u00fcrde mit dem &#8220;klassischen&#8221; Hotspotmodell \u00fcbereinstimmen. Auch lassen diese Arbeiten vermuten, dass die Nordflanke des Walvis-R\u00fcckens chemisch anders zusammengesetzt ist als seine S\u00fcdflanke. Eine solche geochemisch Zonierung w\u00fcrde wichtige R\u00fcckschl\u00fcsse auf Prozesse im Erdmantel und die Struktur des Mantels zulassen.<\/p>\n<p>Mit dem Projekt SO-233 WALVIS II soll die &#8220;Probenl\u00fccke&#8221; im Etendeka-Walvis-Tritan\/Gough-System geschlossen und die fr\u00fcheren Arbeiten \u00fcberpr\u00fcft und erweitert werden. Unter anderem soll es damit erm\u00f6glicht werden,<\/p>\n<p>(1) die r\u00e4umliche und zeitliche Entwicklung des Vulkanismus, durch den der Walvis-R\u00fccken gebildet wurde, zu rekonstruieren,<br \/>\n(2) zwischen klassischem Hotspot- oder Bruchzonen-Vulkanismus zu unterscheiden und<br \/>\n(3) die Herkunft sowie zeitliche und r\u00e4umliche Entwicklung von Schmelzbedingungen und Quellkomponenten, insbesondere des EM-I Mantelendgliedes und die Zonierung von Mantelplumes einzugrenzen.<\/p>\n<p>Begleitend zu den Basementbeprobungen werden auf SO-233 biologische Beprobungen vom Museum f\u00fcr Naturkunde Berlin durchgef\u00fchrt, um die Biodiversit\u00e4t benthischer wirbelloser Tiere im S\u00fcdostatlantik besser zu erfassen.<\/p>\n<p>Beteiligt an der Fahrt sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des <a title=\"das GEOMAR\" href=\"http:\/\/www.geomar.de\" target=\"_blank\">GEOMAR Helmholtz-Zentrums f\u00fcr Ozeanforschung Kiel<\/a>, des <a title=\"Museum f\u00fcr Naturkunde Berlin\" href=\"http:\/\/www.naturkundemuseum-berlin.de\/\" target=\"_blank\">Museums f\u00fcr Naturkunde Berlin <\/a>und des<a title=\"Geological Survey of Namibia\" href=\"http:\/\/www.mme.gov.na\/gsn\/\" target=\"_blank\"> Geological Survey of Namibia<\/a>. Weiterhin gibt es im Rahmen des Projektes WALVIS II Kooperationen mit der der <a title=\"Oregon State University\" href=\"http:\/\/oregonstate.edu\/\" target=\"_blank\">University of Oregon, Corvallis, USA<\/a>, des <a title=\"Lamont-Doherty Earth Observatory\" href=\"http:\/\/www.ldeo.columbia.edu\/\" target=\"_blank\">Lamont Earth Observatory, USA,<\/a> der <a title=\"Texas A&amp;M University\" href=\"http:\/\/www.tamu.edu\/\" target=\"_blank\">Texas A&amp;M University, USA<\/a> und der <a title=\"University of Cape Town\" href=\"http:\/\/www.uct.ac.za\/\" target=\"_blank\">University of Cape Town, S\u00fcdafrika<\/a>.<\/p>\n<p>Fahrtleiter ist Professor Kaj Hoernle vom GEOMAR.<\/p>\n<p>Weitere Informationen zur Expedition finden Sie unter <a class=\"moz-txt-link-freetext\" href=\"http:\/\/www.geomar.de\/forschen\/expeditionen\/detailansicht\/exp\/planned\/322515\/\">http:\/\/www.geomar.de\/e322515<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>SPACES (Science for the Assessment of Complex Earth System Processes):<\/strong><\/p>\n<p>Die Ausfahrt SO-234\/1 SPACES findet am \u00f6stlichsten Teil des Walfischr\u00fcckens statt und kn\u00fcpft somit r\u00e4umlich direkt an die vorherige Ausfahrt SO-233 WALVIS II an.<\/p>\n<p>Auch inhaltlich werden die geologischen Arbeiten der vorherigen Reise fortgef\u00fchrt und die Probennahme in dem neuen Gebiet fortgesetzt. Zus\u00e4tzlich werden die Arbeiten jedoch um biologische Untersuchungen an Tiefseefischen erweitert.<\/p>\n<div id=\"attachment_158\" style=\"width: 494px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-158\" class=\"wp-image-158 size-medium\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/walvis2\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2014\/05\/SONNE_WalvisIISPACES_Route_ReinhardWerner-484x342.png\" alt=\"Die Routen der Ausfahrten WALVIS II (SO-233) und SPACES (SO-234\/1) vor der K\u00fcste S\u00fcdafrikas und Namibias. Grafik: Reinhard Werner, GEOMAR\" width=\"484\" height=\"342\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/walvis2\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2014\/05\/SONNE_WalvisIISPACES_Route_ReinhardWerner-484x342.png 484w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/walvis2\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2014\/05\/SONNE_WalvisIISPACES_Route_ReinhardWerner.png 916w\" sizes=\"auto, (max-width: 484px) 100vw, 484px\" \/><p id=\"caption-attachment-158\" class=\"wp-caption-text\">Die Routen der Ausfahrten WALVIS II (SO-233) und SPACES (SO-234\/1) vor der K\u00fcste S\u00fcdafrikas und Namibias. Grafik: Reinhard Werner, GEOMAR<\/p><\/div>\n<p>Tiefseefische \u00fcben mit ihrem oft skurrilen \u00c4u\u00dferen von jeher eine gro\u00dfe Faszination auf den Menschen aus. F\u00fcr die Forscher auf der Sonne sind insbesondere ihre Augen von Interesse. Die meisten Tiere der Tiefsee haben auff\u00e4llige oder gro\u00dfe Augen. Diese weisen darauf hin, dass visuelle Orientierung oder auch Kommunikation eine wichtige Rolle in ihrem Verhalten spielen. In 200 m Wassertiefe erreicht jedoch nur 1% der Sonneneinstrahlung ihren Lebensraum, unter 1000 m fehlt das Sonnenlicht vollst\u00e4ndig. Die Mehrheit der Tiere in der Tiefsee setzt deshalb auf Biolumineszenz (biologisch erzeugtes Licht), die in der Regel durch Bakterien in speziellen Leuchtorganen erzeugt wird. Wie genau die Augen der Tiefseeorganismen an die so sehr besonderen Lichtverh\u00e4ltnisse angepasst sind, m\u00f6chten die Forscher anhand der auf der Ausfahrt gesammelten Organismen kl\u00e4ren.<\/p>\n<p>SO-234\/1 ist eine Ausbildungsfahrt f\u00fcr Studenten aus dem s\u00fcdlichen Afrika und Deutschland und wird im Rahmen von SPACES (Science for the Assessment of Complex Earth System Processes) durchgef\u00fchrt, einem Kooperationsprojekt, das von den jeweiligen Ministerien von Namibia, S\u00fcdafrika, Angola und Deutschland initiiert wurde. Teilnehmen werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland, England, Saudiarabien und Australien sowie 10 Studenten aus S\u00fcdafrika, Namibia und Deutschland.\u00a0 Die Arbeiten finden unter Federf\u00fchrung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums f\u00fcr Ozeanforschung Kiel (Geologie) und der Universit\u00e4t T\u00fcbingen (Biologie) statt.<\/p>\n<p>Fahrtleiter ist Dr. Reinhard Werner vom GEOMAR.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Autoren dieses Blogs sind Teilnehmer zweier Forschungsexpeditionen mit der FS SONNE im S\u00fcdostatlantik: der Fahrt WALVIS II (SO-233) und der Fahrt SPACES (SO-234-1). Beide Expeditionen haben das Ziel, die Region rund um den Walvis-R\u00fccken zu erkunden, mit leicht unterschiedlichen Ausrichtungen. 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