{"id":123,"date":"2020-01-09T18:17:23","date_gmt":"2020-01-09T17:17:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oceanblogs.org\/teachingoceanscience\/?p=123"},"modified":"2020-03-07T19:30:17","modified_gmt":"2020-03-07T18:30:17","slug":"so-schreiben-sie-den-perfekten-wissenschaftlichen-blogbeitrag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/teachingoceanscience\/2020\/01\/09\/so-schreiben-sie-den-perfekten-wissenschaftlichen-blogbeitrag\/","title":{"rendered":"So schreiben Sie den perfekten wissenschaftlichen Blogbeitrag"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Auch wenn es zun\u00e4chst nicht so scheinen mag: Einen Beitrag f\u00fcr einen wissenschaftlichen Blog zu schreiben ist nicht schwer. Ein paar Tipps und Tricks k\u00f6nnen helfen, dass er auch gelesen wird. Die Wissenschaftsjournalistin <\/em><a href=\"https:\/\/www.yasminappelhans.de\/\"><em>Dr. Yasmin Appelhans<\/em><\/a><em> war heute im Kurs zu Gast. Hier schreibt sie \u00fcber verst\u00e4ndliches Formulieren, Kernbotschaften und die pers\u00f6nliche Ansprache in Blogs.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Haben Sie, liebe Leser*innen, schon einmal selbst versucht, \u00fcber Ihre eigene Forschung zu bloggen? Ist die erste Scheu abgelegt, f\u00e4llt es meistens viel leichter als erwartet. Ich selbst habe erst nach meiner aktiven Zeit als Wissenschaftlerin am <a href=\"https:\/\/www.geomar.de\/\">GEOMAR<\/a> das Bloggen f\u00fcr mich entdeckt. <a href=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/meeresrauschen\/\">Das Meeresrauschen<\/a> enth\u00e4lt zwar vor allem \u00e4ltere Beitr\u00e4ge, ist aber noch immer hier bei den Oceanblogs zu finden.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>In meiner Zeit als Bloggerin habe ich mich sehr h\u00e4ufig gefragt, wie ich fachfremde Wissenschaftler*innen und Nichtwissenschaftler*innen sprachlich erreichen kann. Mein Studium im Journalismus hat mir hierbei nat\u00fcrlich sehr geholfen. Verst\u00e4ndlich und spannend \u00fcber Wissenschaft zu bloggen ist aber kein Hexenwerk. Vielleicht helfen Ihnen ja die folgenden kleinen Tipps.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Verst\u00e4ndliches Formulieren<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wissenschaftliche Texte haben ihre ganz eigene Sch\u00f6nheit. Dennoch sind sie h\u00e4ufig nicht besonders verst\u00e4ndlich f\u00fcr Menschen au\u00dferhalb der Wissenschaft. Sogar Wissenschaftler*innen aus anderen Fachgebieten verzweifeln h\u00e4ufig an den wissenschaftlichen Artikeln. Das liegt nicht nur an den h\u00e4ufig unbekannten Fachbegriffen. Auch die komplizierte Satzstruktur hilft nicht gerade beim Verst\u00e4ndnis.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir Wissenschaftler neigen zum Beispiel zu Nominalisierungen. Falls Sie sich fragen, was eine Nominalisierung ist: Schon das Wort Nominalisierung ist eine Nominalisierung. Ebenso andere Worte, die auf -ung, -heit, -keit oder -schaft enden. Machen Sie also keine Verben zu Nomen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ebenso k\u00f6nnen Passivkonstruktionen verwirren. Auch wenn Kurse zum wissenschaftlichen Schreiben heute auch beim wissenschaftlichen Schreiben davon abraten, ist Passiv statt Aktiv in der Wissenschaft noch sehr popul\u00e4r.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Statt zu schreiben: \u201eEine Messung wurde vorgenommen\u201c, schreiben Sie also lieber: \u201eWir haben gemessen\u201c. Damit machen Sie es ihren Leser*innen nicht unn\u00f6tig kompliziert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Leseanreize schaffen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Damit Ihre sch\u00f6n verst\u00e4ndlichen Texte \u00fcberhaupt genossen werden, m\u00fcssen Sie aber nat\u00fcrlich zun\u00e4chst ausreichend Leseanreize schaffen. Nutzen Sie hierf\u00fcr nicht nur den Titel. Auch der sogenannte Teaser oder Lead kann helfen, um Aufmerksamkeit zu erregen. Darunter versteht man im Journalismus den ersten Absatz oder den Kurztext, der auf dem Portal auf den Text aufmerksam macht. Hierin sollten schon die wichtigsten W-Fragen beantwortet werden. Die Fragen also nach dem wer, was, wann, wo und warum.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Helfen kann es hier auch, schon von Vornherein eine Kernbotschaft zu formulieren, die Sie hier unterbringen k\u00f6nnen. \u00dcberlegen Sie sich, was Sie im Text sagen m\u00f6chten und k\u00fcndigen Sie es hier an.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Verschiedene Stile<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Aus dem Journalismus kennt man auch verschiedene Formate, wie die Meldung, den Kommentar, die Rezension, das Portr\u00e4t oder die Reportage. Diese verschiedenen Spielarten finden sich auch h\u00e4ufig in Blogs wieder. W\u00e4hrend die Meldung dabei beispielsweise sehr faktisch ist, kann man sich bei der Reportage auch an den Spielarten des Storytellings versuchen. Lassen Sie sich selbst oder eine*n andere*n Protagonist*in doch einmal auf eine Held*innenreise gehen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zu guter Letzt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Vielleicht fragen Sie sich jetzt, was einen guten Blogtext von einem journalistischen Text unterscheidet. Manchmal unterscheiden sie sich gar nicht. H\u00e4ufig leben Blogs aber von der pers\u00f6nlichen Ansprache der Leser*innen und dem subjektiven Blickwinkel der oder des Autor*in. Bringen Sie also gerne ein paar pers\u00f6nliche Anekdoten unter und schreiben Sie, was Sie bewegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn Sie jetzt noch Ihre Zielgruppe im Kopf behalten und mit Kreativit\u00e4t und Spa\u00df an die Sache gehen, kann eigentlich gar nicht mehr schiefgehen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Viel Erfolg!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch wenn es zun\u00e4chst nicht so scheinen mag: Einen Beitrag f\u00fcr einen wissenschaftlichen Blog zu schreiben ist nicht schwer. 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