{"id":102,"date":"2024-05-07T03:35:11","date_gmt":"2024-05-07T01:35:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/so305-biocat-iioe2\/?p=102"},"modified":"2024-05-08T08:34:41","modified_gmt":"2024-05-08T06:34:41","slug":"irgendwo-zwischen-sonnenaufgang-reinraumzelt-und-sonnenuntergang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/so305-biocat-iioe2\/2024\/05\/07\/irgendwo-zwischen-sonnenaufgang-reinraumzelt-und-sonnenuntergang\/","title":{"rendered":"Irgendwo zwischen Sonnenaufgang, Reinraumzelt und Sonnenuntergang"},"content":{"rendered":"\n<p>von: Martha&nbsp;Gledhill, Anja&nbsp;Conventz, Albert&nbsp;Firus&nbsp;(GEOMAR Helmholtz-Zentrum f\u00fcr Ozeanforschung Kiel)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/so305-biocat-iioe2\/wp-content\/uploads\/sites\/101\/2024\/05\/IMG_2032_reducedfilesize.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-107\" width=\"945\" height=\"630\" \/><figcaption><strong>Team Spurenmetalle: Martha, Anja und Albert<\/strong>. (Foto von Tjark Andersch)<br>&nbsp;<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Wenn die anderen WissenschaftlerInnen&nbsp;oder die&nbsp;Crew&nbsp;der SO305 an der T\u00fcr&nbsp;des Trockenlabors II&nbsp;vorbeigehen,&nbsp;wundern sie sich&nbsp;\u00fcber die interessanten Outfits von&nbsp;uns &#8211;&nbsp;Martha, Anja und Albert. Auch unser Labor selbst sieht anders aus&nbsp;als die anderen Labore an Bord der SONNE. Denn wir haben in unserem Labor ein &#8220;Reinraumzelt&#8221; mit Hilfe von Plastikfolieund&nbsp;einem&nbsp;luftfilternden \u201claminar&nbsp;flow&nbsp;hood\u201c&nbsp;aufgebaut, um eine spurenmetallfreie Umgebung f\u00fcr unsere Proben zu gew\u00e4hrleisten &#8211; daher die wei\u00dfen Ganzk\u00f6rperanz\u00fcge.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"3588\" height=\"2719\" src=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/so305-biocat-iioe2\/wp-content\/uploads\/sites\/101\/2024\/05\/IMG_8433.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-103\" \/><figcaption><strong>GoFlo Probennahme w\u00e4hrend des Sonnenuntergangs<\/strong>. (Foto von Judith&nbsp;Reinmiedl)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Wasser&nbsp;entnehmen wir dem Golf von Bengalen mit&nbsp;GoFlo-Flaschen und einem towfish. Mit den sechs GoFlos nehmen wir&nbsp;je&nbsp;8 Liter Wasserproben pro GoFlo an den Stationen bis zu einer Tiefe von 500 m unter der Meeresoberfl\u00e4che.&nbsp;Durch Zufall liegen unsere Probennahmen oft bei&nbsp;Sonnenauf- und&nbsp;untergang,&nbsp;sodass wir fr\u00fch aufstehen und die sch\u00f6ne Aussicht bewundern k\u00f6nnen.&nbsp;W\u00e4hrend die GoFlos von der&nbsp;Crew&nbsp;langsam nacheinander ins Wasser gelassen werden, beobachten wir oft Meeresbewohner wie fliegende Fische und Tintenfische.<\/p>\n\n\n\n<p>Die sechs GoFlo-Flaschen&nbsp;werden in&nbsp;regelm\u00e4\u00dfigen&nbsp;Abst\u00e4ndenan einem Kevlar-Draht befestigt. Unsere Flaschen sind vergleichbar mit&nbsp;den Niskin-Flaschen einer&nbsp;CTD, haben aber an beiden Enden der Flasche einen Kugelmechanismus, der die Flasche ausl\u00f6st, wenn ein Gewicht auf sie trifft, und die Flasche verschlie\u00dft. Gleichzeitig wird ein anderes Gewicht, das an der Flasche h\u00e4ngt, losgelassen, um die&nbsp;n\u00e4chste Flasche zu schlie\u00dfen.&nbsp;Nach dieser Kettenreaktion schlie\u00dfen sich die Flaschen innerhalb weniger Minuten, was man sp\u00fcren kann, wenn man die Hand an den Draht legt.&nbsp;Nach dem Schlie\u00dfen der Flaschen werden sie wieder an Deck und von dort ins Labor gebracht, wo sie zur Probennahme vorbereitet werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1196\" height=\"1600\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/so305-biocat-iioe2\/wp-content\/uploads\/sites\/101\/2024\/05\/IMG-20240506-WA0026.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-104\" \/><figcaption><strong>Das Team Trace Metals h\u00e4lt das Drahtseil, um zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob die GoFlo-Flaschen alle geschlossen sind<\/strong>. (Foto von Tim Klinck)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns are-vertically-aligned-top is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-top is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:100%\">\n<p>Zus\u00e4tzlich zu dieser Beprobung nehmen wir mit einem&nbsp;towfish Proben des Oberfl\u00e4chenwassers aus einer Tiefe von 2 Metern. Die SONNE muss daf\u00fcr nicht anhalten, also wird st\u00e4ndig Meerwasser durch einen mehr als 75 Meter langen Schlauch in unser Labor gepumpt. Dort nehmen wir dann&nbsp;zu regelm\u00e4\u00dfigen&nbsp;Zeiten&nbsp;Proben, die wir sp\u00e4ter auf verschiedene Spurenmetalle, Isotope und N\u00e4hrstoffe analysieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Warum brauchen wir diese spezielle Ausr\u00fcstung, das saubere Zelt und den Ganzk\u00f6rperanzug, um unsere Proben zu nehmen? Weil wir Eisen und andere Spurenmetalle wie Zink und Mangan im Meer messen wollen und unsere Proben vor unserem gro\u00dfen Stahlschiff und anderen Quellen der Metallverschmutzung sch\u00fctzen m\u00fcssen. Wenn wir unsere Proben gr\u00fcndlich sch\u00fctzen, k\u00f6nnen wir verstehen, woher die Spurenmetalle an der Meeresoberfl\u00e4che stammen und wie diese essenziellen Metalle das Phytoplanktonwachstum im Golf von Bengalen beeinflussen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1600\" height=\"1200\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/so305-biocat-iioe2\/wp-content\/uploads\/sites\/101\/2024\/05\/IMG-20240418-WA0025.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-105\" \/><figcaption><strong>Das Team ist f\u00fcr die Probennahme im Reinraumzelt vorbereitet<\/strong>.<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von: Martha&nbsp;Gledhill, Anja&nbsp;Conventz, Albert&nbsp;Firus&nbsp;(GEOMAR Helmholtz-Zentrum f\u00fcr Ozeanforschung Kiel) Wenn die anderen WissenschaftlerInnen&nbsp;oder die&nbsp;Crew&nbsp;der SO305 an der T\u00fcr&nbsp;des Trockenlabors II&nbsp;vorbeigehen,&nbsp;wundern sie sich&nbsp;\u00fcber die interessanten Outfits von&nbsp;uns &#8211;&nbsp;Martha, Anja und Albert. 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