{"id":50,"date":"2018-08-31T23:00:44","date_gmt":"2018-08-31T21:00:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oceanblogs.org\/pos527\/?p=50"},"modified":"2018-09-04T17:34:25","modified_gmt":"2018-09-04T15:34:25","slug":"auf-der-heimreise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/pos527\/2018\/08\/31\/auf-der-heimreise\/","title":{"rendered":"Auf der Heimreise"},"content":{"rendered":"<p>Wir segeln nun \u00fcber eine freundliche Nordsee zur\u00fcck, spiegelglatt unter der warmen Sommersonne. Anna hatte ihren fr\u00fchen Morgenkaffee unter einem rosa Sonnenaufgang, mit Delphinen, die um das Schiff herum sprangen.<\/p>\n<p>Die Arbeit ist gr\u00f6\u00dftenteils erledigt. Die Mannschaft reinigt das Schiff von den letzten Spuren des Nordseeschlamms. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind nun damit besch\u00e4ftigt, letzte Proben zu lagern, Ger\u00e4te zu reinigen, Daten auf Festplatten zu \u00fcbertragen, zu packen und Expeditionsberichte zu schreiben.<\/p>\n<div id=\"attachment_52\" style=\"width: 410px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-52\" class=\"wp-image-52 size-full\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/pos527\/wp-content\/uploads\/sites\/63\/2018\/09\/pos527-6-2.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"320\" \/><p id=\"caption-attachment-52\" class=\"wp-caption-text\">Eine sch\u00f6ne Kreatur vom Grund der Nordsee, gefunden in einem Kastenkern. Foto: Allison Schaap<\/p><\/div>\n<p>Unser Ziel war es, die nat\u00fcrliche Aktivit\u00e4t des Meeresbodens zu bestimmen. Der Meeresboden hier ist flach und verdichtet mit vielen Pockennarben. Dabei handelt es sich um 3-4 Meter tiefe T\u00e4ler von circa 100 Meter Breite, die durch explosive Methanfreisetzung entstehen. Es ist m\u00f6glich, dass diese Pockennarben aktivere \u00d6kosysteme sind, da sie Detritus sammeln und m\u00f6glicherweise durch die laufende Methanfreisetzung angeheizt werden. Wir sind gespannt, ob diese Pockennarben eine andere Tiergemeinschaft haben, ob sie mehr Sauerstoff aufnehmen und mehr Kohlendioxid freisetzen und ob sie Verbindungen an die Wassers\u00e4ule abgeben. Die Fauna wird in den Proben des Kastengreifers untersucht. Die Sauerstoffaufnahme wird in situ mit der so genannten Eddy-Kovarianz-Methode gemessen. Die Sediment-Aktivit\u00e4t wird durch Sauerstoffaufnahme mittels Mikrosensoren und Sulfatreduktionsraten durch radioaktive Tracer-Inkubationszeiten gemessen. M\u00f6gliche Auswirkungen auf die Wassers\u00e4ule werden von CTD, einem Ger\u00e4t zur Probenahme und Analyse der Wassers\u00e4ule, erkannt. Erste Analysen zeigen, dass die Pockennarben in der Sauerstoffaufnahme genauso aktiv sind wie die normalen flachen Sedimente. Aber sulfidische Sedimente und ein Bereich, in dem Bohrungen stattgefunden haben, haben eine doppelt so aktive aerobe Mikrobiologie. Die Messungen zur Sulfatreduktion beginnen n\u00e4chste Woche im heimischen Labor.<\/p>\n<div id=\"attachment_53\" style=\"width: 410px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-53\" class=\"wp-image-53 size-full\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/pos527\/wp-content\/uploads\/sites\/63\/2018\/09\/pos527-6-3.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"289\" \/><p id=\"caption-attachment-53\" class=\"wp-caption-text\">Letztes Einholen des Eddy-Kovarianz-Landers. Foto: Allison Schaap<\/p><\/div>\n<p>Es war eine gute Expedition. Gestern wurde der letzte Kastenkern (Nummer 76!) und der letzte der acht Schwerelote entnommen. Dirk Koopmans hat das Eddy-Kovarianz-System f\u00fcnfmal eingesetzt. Erfreulicherweise sammelte das Ger\u00e4t viele Stunden lang einzigartige Daten \u00fcber die biologische Aktivit\u00e4t des Meeresbodens und wie diese von der aktuellen Position abh\u00e4ngt. Die Daten werden ihn in den n\u00e4chsten Wochen besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<p>Die Lab-on-Chip-Sensoren von Allison und Martin arbeiteten hervorragend und sehr zuverl\u00e4ssig. Eine Batterie von vier Exemplaren arbeitet noch und analysiert kontinuierlich das Meerwasser auf dem Transekt von Goldeneye nach Kiel. Sie werden als letztes eingepackt, und zwar erst im Hafen.<\/p>\n<div id=\"attachment_54\" style=\"width: 410px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-54\" class=\"wp-image-54 size-full\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/pos527\/wp-content\/uploads\/sites\/63\/2018\/09\/pos527-6-4.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"239\" \/><p id=\"caption-attachment-54\" class=\"wp-caption-text\">Lab-on-Chip-Sensoren von Allison Schaap messen kontinuierlich die Meerwasserzusammensetzung. Foto: Allison Schaap<\/p><\/div>\n<p>Also, ein herzlicher Abschiedsgru\u00df von der Poseidon w\u00e4hrend wir uns auf dem R\u00fcckweg nach Kiel befinden.<\/p>\n<p>Dirk de Beer<\/p>\n<p><em>(\u00dcbersetzung: Lisa Wolf\/GEOMAR. Den englischen Originaltext finden Sie auf der <a href=\"https:\/\/stemmccs.blog\/2018\/08\/31\/homeward-bound\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">STEMM-CCS-Blogseite<\/a>)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir segeln nun \u00fcber eine freundliche Nordsee zur\u00fcck, spiegelglatt unter der warmen Sommersonne. Anna hatte ihren fr\u00fchen Morgenkaffee unter einem rosa Sonnenaufgang, mit Delphinen, die um das Schiff herum sprangen. Die Arbeit ist gr\u00f6\u00dftenteils erledigt. Die Mannschaft reinigt das Schiff von den letzten Spuren des Nordseeschlamms. 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