{"id":427,"date":"2014-12-08T10:49:50","date_gmt":"2014-12-08T10:49:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceansustainability\/?p=427"},"modified":"2014-12-08T13:53:54","modified_gmt":"2014-12-08T13:53:54","slug":"vortrag-9-dez-mensch-meet-nachhaltigkeit-die-meerespolitik-vor-neuen-herausforderungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceansustainability\/2014\/12\/08\/vortrag-9-dez-mensch-meet-nachhaltigkeit-die-meerespolitik-vor-neuen-herausforderungen\/","title":{"rendered":"Vortrag 9. Dez: Mensch-Meer-Nachhaltigkeit"},"content":{"rendered":"<p>Am kommenden Dienstagabend, <strong>9.12.2014,<\/strong>\u00a0findet\u00a0<strong>ab 18 Uhr<\/strong>\u00a0der letzte\u00a0Abend der Vortragsreihe &#8220;Ozean im Wandel: Herausforderungen f\u00fcr die Zukunft&#8221; statt.\u00a0<a href=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceansustainability\/wp-admin\/post.php?post=423&amp;action=edit\" target=\"_blank\">Kommentar zur letzten Veranstaltung<\/a><\/p>\n<p><strong>Mensch-Meer-Nachhaltigkeit: Die Meerespolitik vor neuen Herausforderungen<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Ort: Frederik-Paulsen-H\u00f6rsaal im Audimax der Christian-Albrechts-Universit\u00e4t zu Kiel, Christian-Albrechts-Platz 2, 24118 Kiel<\/strong><\/li>\n<li><strong>Dienstag, 9.12.2014<\/strong><\/li>\n<li><strong>Zeit: 18 &#8211; 20 Uhr<\/strong><\/li>\n<li><strong>Eintritt frei<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>mit:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Dr. Robert Habeck, <\/strong>Stellvertretender Ministerpr\u00e4sident und Minister f\u00fcr Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und l\u00e4ndliche R\u00e4ume \/ Kiel<\/li>\n<li><strong>Dirk Lindenau, <\/strong>Ingenieur f\u00fcr maritime Projekte und ehemaliger Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Kieler Lindenau-Werft \/ Kiel<\/li>\n<li><strong>Prof. Dr. Martin Visbeck, <\/strong>GEOMAR Helmholtz-Zentrum f\u00fcr Ozeanforschung Kiel<\/li>\n<li><strong>Thilo Maack, <\/strong>Greenpeace \/ Hamburg<\/li>\n<li><em>Moderation<\/em>: <strong>Dirk Scheelje <\/strong>Ministerium f\u00fcr Bildung und Wissenschaft \/ Kiel<\/li>\n<li>Musik: <strong>Nora Piske-F\u00f6rster<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Nutzung der Meere erfolgt \u00fcberwiegend nach dem Prinzip der Ausbeutung. Setzt sich dieser Trend unvermindert fort, sind irreversible Sch\u00e4den f\u00fcr die marinen Ressourcen wahrscheinlich. Bereits heute gelten nur noch gut vier Prozent der Weltmeere als vom Menschen unber\u00fchrt. Besonders belastet sind dagegen die Nordsee, das Mittelmeer und das Schwarze Meer.<\/p>\n<p>Wir brauchen \u201ekluge J\u00e4ger und Sammler\u201c und \u201enachhaltige G\u00e4rtner\u201c, wie der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltver\u00e4nderungen (WBGU) es formuliert, um auf die Notwendigkeit einer ver\u00e4nderten Nutzung globaler kollektiver G\u00fcter, zu denen auch die Meere und ihre Ressourcen z\u00e4hlen, aufmerksam zu machen. Die Transformation zu einer nachhaltigen Gesellschaft stellt hohe Anspr\u00fcche: ein Umdenken unserer bestehenden Konsum- und Produktionsmuster, die Beteiligung und Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteuren, das Schaffen von Konsens und Partnerschaften sowie kollektive Vereinbarungen oder wie der WBGU es formuliert \u201eeinen Gesellschaftsvertrag f\u00fcr die Meere\u201c. Dies kann nur auf Grundlage eines breiten \u00f6ffentlichen Dialogs erfolgen.<\/p>\n<p>Bisher ist das in Deutschland nicht gelungen und der Stellenwert, den das Meer als Lebens-, Wirtschafts- und Kulturraum einnimmt, ist noch nicht im Bewusstsein der \u00d6ffentlichkeit angekommen. So forderte auch Bundeskanzlerin Angela Merkel anl\u00e4sslich einer Meeresschutzkonferenz 2011: \u201eWir m\u00fcssen die Meere in unser Herz schlie\u00dfen\u201c. Meerespolitik ist in Deutschland kein Spitzenthema. Ein Grund mag sein, dass die Ozeane in ihrer Unzug\u00e4nglichkeit und Dimension schwer begreiflich sind und sich zu einem gro\u00dfen Teil unserem Bewusstsein entziehen.<\/p>\n<p>Aber Meerespolitik ist auch unbequem. Ma\u00dfnahmen gegen Meeresverschmutzung oder zum Schutz mariner \u00d6kosysteme haben wegen ihres grenz\u00fcberschreitenden Charakters nur dann Aussicht auf Erfolg, wenn alle nationalstaatlichen Regierungen kooperieren. Auch die Vereinbarung von Regeln im Umgang mit globalen Gemeinschaftsg\u00fctern lassen sich nicht mehr auf nationalstaatlicher Ebene alleine bearbeiten.<\/p>\n<p>Welche Handlungsoptionen er\u00f6ffnen sich vor diesem Hintergrund f\u00fcr eine gestaltende Meerespolitik in Deutschland? Wo liegen Freiheitsspielr\u00e4ume? Welche Rolle kommt der Wissenschaft dabei zu? Wie sieht unser Kenntnisstand \u00fcber den heutigen Ozean aus? Wo sind die Grenzen unseres Verst\u00e4ndnisses? Wie kann die Schwierigkeit \u00fcberwunden werden, dass individuell nicht rational gehandelt wird, z.B. von Wirtschaftsunternehmen, die rein gewinnorientiert ausgerichtet sind, kollektiv das aber sehr wohl m\u00f6glich ist. Wie kann das \u201eMeeresbewusstsein\u201c in Deutschland gesch\u00e4rft werden?<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">\u00dcber die Redner<\/span><\/p>\n<p><strong>Dr. Robert Habeck<\/strong>, Stellvertretender Ministerpr\u00e4sident und Minister f\u00fcr Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und l\u00e4ndliche R\u00e4ume \/ Kiel<\/p>\n<p>Dr. Habeck studierte Germanistik, Philosophie und Philologie in Freiburg und promovierte in Hamburg. Seit 2002 ist er bei den Gr\u00fcnen aktiv und war schlie\u00dflich im Jahre 2009 Vorsitzender der der Gr\u00fcnen in Schleswig-.Holstein und darauf folgend Vorsitzender der Gr\u00fcnen Landtagsfraktion. 2012 \u00fcbernahm er das Amt des stellvertretender Ministerpr\u00e4sident und Minister f\u00fcr Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und L\u00e4ndliche R\u00e4ume des Landes Schleswig-Holstein. Sein Aufgabenbereich konzentriert sich auf die Entwicklungs- und Strukturpolitik, Energiefragen und konkrete Umweltschutzma\u00dfnahmen, wie beispielswiese im Bereich des K\u00fcsten-, Meeres- und Klimaschutzes.<\/p>\n<p><strong>Dirk Lindenau<\/strong>, Ingenieur f\u00fcr maritime Projekte und ehemaliger Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Kieler Lindenau-Werft \/ Kiel<\/p>\n<p>Herr Lindenau ist Diplom-Ingenieur und war lange Zeit als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Lindenau-Werft t\u00e4tig. Heute arbeitet er an maritimen Projekten und besch\u00e4ftigt sich mit nachhaltigen Abfallwirtschaftssystemen in Insel- und K\u00fcstenregionen. Das Ziel ist ein sauberer Ozean und saubere Energiegewinnung, daher sollen unter anderem Schiffe besonders ausger\u00fcstet werden, um Recycling besser gestalten zu k\u00f6nnen. Dies geschieht im Rahmen eines Projektes der Umweltorganisation \u201eOne Earth \u2013 One Ocean\u201c, die sich gezielt mit der Reinigung der Meere vom Plastikm\u00fcll besch\u00e4ftigt. Ebenso sollen K\u00fcstenregionen, denen die Infrastruktur zum Recycling fehlt, konkret in der fachgerechten Entsorgung und Wiederverwertung der Abf\u00e4lle unterst\u00fctzt werden.<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Martin Visbeck<\/strong>, GEOMAR Helmholtz-Zentrum f\u00fcr Ozeanforschung Kiel<\/p>\n<p>Martin Visbeck absolvierte 1989 sein Diplom in Physikalischer Ozeanographie in Kiel, heute ist er Professor am GEOMAR Helmholtz-Zentrum f\u00fcr Ozeanforschung im Forschungsbereich Ozeanzirkulation und Klimadynamik und Professor an der Universit\u00e4t Kiel. Er ist Sprecher des Excellence Clusters \u201cThe\u00a0 Future Ocean\u201d, das auch diese Veranstaltung organisiert, Sprecher des Deutschen Komitees \u201eFuture Earth\u201c und ist Mitglied im Leitungsgremium des deutschen Netzwerks f\u00fcr L\u00f6sungen f\u00fcr Nachhaltige Entwicklung (\u201eSustainable Development Solutions Network\u201c (SDSN)) des Deutschen Instituts f\u00fcr Entwicklungspolitik (DIE). Dr. Visbeck ist Mitglied zahlreicher nationaler und internationaler Gremien der Meeresforschung und seit 2004 Leiter der Forschungseinheit physikalische Ozeanographie. Seine Forschungsgebiete reichen \u00fcber spezifische Felder der Ozeanforschung bis hin zu R\u00fcckkopplungseffekten mit dem Klima und Klimavariabilit\u00e4t.<\/p>\n<p><strong>Thilo Maack<\/strong>, Greenpeace \/ Hamburg<\/p>\n<p>Herr Maack ist Meeresbiologe und seit 1999 bei Greenpeace t\u00e4tig. Er engagiert sich in zahlreichen Kampagnen, die darauf abzielen, den Walfang zu unterbinden. Ziel ist es, nicht nur das Bewusstsein vieler Menschen auf kritische Umweltfragen zu lenken, sondern auch konkrete Ma\u00dfnahmen zu entwickeln. Viele Nationen sprechen sich klar gegen den Walfang aus, doch es gibt nach wie vor Bestrebungen, den Walfang wieder zu kommerzialisieren.<\/p>\n<p>Moderation: <strong>Dirk Scheelje<\/strong>, Ministerium f\u00fcr Bildung und Wissenschaft \/ Kiel<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.futureocean.org\/semester_topics\/ws_2014-15\/de\/index.php\" target=\"_blank\">Veranstaltungsreihe &#8220;Ozean im Wandel: Herausforderungen f\u00fcr die Zukunft&#8221;<\/a><\/strong><\/p>\n<p>Nur wenigen Menschen ist bewusst, wie sehr wir auf die Meere und ihre \u00d6kosysteme mit ihrem gro\u00dfen Artenreichtum angewiesen sind. Die Ozeane versorgen uns mit Nahrung und medizinischen Wirkstoffen, mit mineralischen Ressourcen, sie liefern Energie, regulieren das Klima und sind unser wichtigstes Transportmedium. Mehr als 90 Prozent des Welthandels werden \u00fcber den Seeverkehr abgewickelt. Fisch ist f\u00fcr mehr als 1,5 Milliarden Menschen eine wichtige Ressource und mehr als 45 Millionen Menschen verdienen ihren Lebensunterhalt in der Fischerei, weitere 150 Millionen in der Fisch verarbeitenden Industrie. Seit Jahrtausenden lockt das reiche Nahrungsangebot Menschen an die K\u00fcsten und bereits heute lebt die H\u00e4lfte der Menschheit weniger als 100 Kilometer von der K\u00fcste entfernt. Dichtbesiedelte K\u00fcstenregionen bieten vielen Menschen Arbeit und dienen zur Erholung. H\u00e4fen er\u00f6ffnen den Zugang zu den Zentren des Welthandels. Die Weltmeere sind von zentraler Bedeutung f\u00fcr die Menschheit. Angesichts des Anwachsens der Weltbev\u00f6lkerung ist zu erwarten, dass sich der Nutzungsdruck auf marine Ressourcen und \u00d6kosysteme weiter erh\u00f6hen wird. In diesem Kontext stellt sich die Frage, wie der Umgang mit den Meeren nachhaltig gestaltet werden kann.<\/p>\n<p>Das detaillierte Programm zu den Veranstaltungen\u00a0finden Sie in diesem\u00a0<a title=\"Flyer &quot;Ozean im Wandel&quot;\" href=\"http:\/\/fileserver.futureocean.org\/forschung\/OSS_ringvorlesung_flyer.pdf\">Flyer<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceansustainability\/wp-content\/uploads\/sites\/12\/2013\/12\/Ulrike-Kronfeld-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-139 size-thumbnail\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceansustainability\/wp-content\/uploads\/sites\/12\/2013\/12\/Ulrike-Kronfeld-2-135x135.jpg\" alt=\"Ulrike Kronfeld 2\" width=\"135\" height=\"135\" \/><\/a><\/p>\n<p><em>Kontakt:<\/em><\/p>\n<p>Ulrike Kronfeld-Goharani<\/p>\n<p>Tel.: +49 431 880 6332<\/p>\n<p>E-Mail:\u00a0<a href=\"mailto:kronfeld@ips.uni-kiel.de\">kronfeld@ips.uni-kiel.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am kommenden Dienstagabend, 9.12.2014,\u00a0findet\u00a0ab 18 Uhr\u00a0der letzte\u00a0Abend der Vortragsreihe &#8220;Ozean im Wandel: Herausforderungen f\u00fcr die Zukunft&#8221; statt.\u00a0Kommentar zur letzten Veranstaltung Mensch-Meer-Nachhaltigkeit: Die Meerespolitik vor neuen Herausforderungen Ort: Frederik-Paulsen-H\u00f6rsaal im Audimax der Christian-Albrechts-Universit\u00e4t zu Kiel, Christian-Albrechts-Platz 2, 24118 Kiel Dienstag, 9.12.2014 Zeit: 18 &#8211; 20 Uhr Eintritt frei mit: Dr. Robert Habeck, Stellvertretender Ministerpr\u00e4sident und Minister [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":34,"featured_media":323,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-427","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceansustainability\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/427","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceansustainability\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceansustainability\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceansustainability\/wp-json\/wp\/v2\/users\/34"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceansustainability\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=427"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceansustainability\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/427\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":447,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceansustainability\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/427\/revisions\/447"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceansustainability\/wp-json\/wp\/v2\/media\/323"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceansustainability\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=427"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceansustainability\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=427"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceansustainability\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=427"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}