{"id":398,"date":"2014-11-26T13:47:52","date_gmt":"2014-11-26T13:47:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceansustainability\/?p=398"},"modified":"2014-11-27T14:08:51","modified_gmt":"2014-11-27T14:08:51","slug":"msp-msy-mfg-die-meere-richtig-schutzen-aber-wie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceansustainability\/2014\/11\/26\/msp-msy-mfg-die-meere-richtig-schutzen-aber-wie\/","title":{"rendered":"MSP, MSY, MfG \u2013 Die Meere richtig sch\u00fctzen \u2013 aber Wie?"},"content":{"rendered":"<p>Maritime Raumplanung und Meeresschutzgebiete als Ma\u00dfnahme f\u00fcr nachhaltigen Umgang mit marinen Ressourcen? Dar\u00fcber diskutierten am gestrigen Dienstag den 25.11. f\u00fcnf Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Naturschutz und Verbandswesen im H\u00f6rsaal C des Auditorium Maximum an der Christian-Albrechts-Universit\u00e4t zu Kiel. Im Rahmen der Ringvorlesung \u201eOzean im Wandel: Herausforderungen f\u00fcr die Zunkunft\u201c des Exzellenzclusters \u201eFuture Ocean\u201c sollte der Frage nachgegangen werden, wie sinnvoll die Implementierung so genannter maritimer Schutzbereiche hinsichtlich einer nachhaltigen Bewirtschaftung mariner Ressourcen sein kann.<\/p>\n<p>Erik van Doorn , Doktorand am Walter Sch\u00fccking Institut f\u00fcr Internationales Recht, f\u00fchrte die f\u00fcnf Referenten und die ca. 160 Zuh\u00f6rer durch den Abend und \u00fcbergab nach einer kurzen Vorstellung der anwesenden Pers\u00f6nlichkeiten das Wort an Herrn Dr. Nico Nolte.<\/p>\n<p><strong>\u201eRaumordnungspl\u00e4ne zeigen Wirkung\u201c<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>Als Vertreter des Bundesamts f\u00fcr Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) er\u00f6ffnete Dr. Nolte die Diskussion mit einem kurzen Abriss dessen, was seitens des BSH an Regulierungen und Ma\u00dfnahmen praktisch umgesetzt worden ist und wird. Am Beispiel der Nordsee demonstrierte Nolte die Komplexit\u00e4t, welche &#8211; erwachsen aus unterschiedlichen Interessen &#8211; der Implementierung von Raumordnungspl\u00e4nen innen wohne. Dennoch fiel sein abschlie\u00dfendes Fazit positiv aus: \u201eRaumordnungspl\u00e4ne zeigen Wirkung\u201c, so die Schlussfolgerung des BSH-Vertreters.<\/p>\n<p><strong>\u201eRaumordnungspl\u00e4ne ungeeignet\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Peter Breckling, der als zweiter Redner das Wort ergriff, widersprach den Ausf\u00fchrungen von Dr. Nolte. Als Repr\u00e4sentant des Deutschen Fischerei-Verbands verwies Breckling auf die Diskrepanz zwischen Schutzsubjekt und Schutzma\u00dfnahme: \u201eStatische Raumordnungspl\u00e4ne sind in dynamischen Lebensraumen wie der Nord- und Ostsee ungeeignet\u201c, so Breckling. Es bed\u00fcrfe viel mehr eines dynamischen Ansatzes, der dort Schutzma\u00dfnahmen implementiert, wo sie tats\u00e4chlich stattfinden.<\/p>\n<p><strong>\u201eDanTysk ein Erfolgsmodell\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Eva Philipp bereicherte die Runde mit Einblicken aus der Offshore Wind-Energie. Als Alumni von Future Ocean freute sich die promovierte Biologin sichtlich, im Audimax die Fortschritte und Ans\u00e4tze des Energiekonzerns Vattenfall zu pr\u00e4sentieren, auch wenn eine angedachte Videovorf\u00fchrung trotz tatkr\u00e4ftiger Unterst\u00fctzung aus dem Plenum an einer technischen H\u00fcrde scheiterte. Ein schlechtes Omen f\u00fcr den Windkraftpark \u201eDanTysk\u201c, der derzeit ca. 70 Kilometer westlich von Sylt in der Nordsee fertigestellt wird? Mit Nichten, versicherte Eva Philipp. Vielmehr sei zu beachten, dass bereits w\u00e4hrend der Planung und Umsetzung von Windkraftparks divergente Interessen &#8211; insbesondere hinsichtlich des Umwelt- und Naturschutzes \u2013 in die Konzeption mit einbezogen w\u00fcrden um auf diesem Weg ein nachhaltiges Gleichgewicht zwischen Windkraftpark und Umwelt zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p><strong>\u201eUmfassende Harmonisierung erforderlich\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Jochen Lamp vom WWF griff die von seinen Vorrednern vorgebrachten Argumente auf, und setze sie in einen kritischen Kontext hinsichtlich der Frage, ob mit einem punktuellen Ansatz der Komplexit\u00e4t des zu sch\u00fctzenden \u00d6kosystems \u00fcberhaupt gerecht zu werden sei.<\/p>\n<p>Diese rhetorische Frage verneinend beschrieb Lamp nachfolgend, wie der WWF an Planungsmethoden arbeitete um alle relevanten systemischen Bereiche zu harmonisieren. Wichtig sei vor diesem Hintergrund, dass nicht Interessen und\/oder Landesgrenzen, sondern das jeweilige \u00d6kosystem den Rahmen setze. Meeresschutzgebiete seien hier schon ein wichtiger Ansatz.<\/p>\n<p><strong>\u201eUmweltschutz brauch Zeit\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Ein Standpunkt, dem Dr. Klaus Kossmagk-Stephan nur beipflichten konnte. Der Fachbereichsleiter \u201eUmweltbeobachtungen und Planungsgrundlagen&#8221; der Nationalparkverwaltung \u201eNationalpark Wattenmeer\u201c in T\u00f6nning argumentierte lebhaft f\u00fcr eine Zonierung sch\u00fctzenswerter Gebiete nach \u00f6kologischen Kriterien. Es sei wichtig, den langfristigen Effekt umwelterhaltender Ma\u00dfnahmen nicht zu untersch\u00e4tzen, so Kossmagk-Stephan.<\/p>\n<p>In einer anschlie\u00dfenden Diskussion wurden die vorgetragenen Standpunkte interessiert bis kritisch hinterfragt bevor der Abend bei einem Glas Wein \/ einer Flasche Bier und etwas Fingerfood im Foyer des Audimax ein entspanntes Ende fand.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Maritime Raumplanung und Meeresschutzgebiete als Ma\u00dfnahme f\u00fcr nachhaltigen Umgang mit marinen Ressourcen? Dar\u00fcber diskutierten am gestrigen Dienstag den 25.11. f\u00fcnf Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Naturschutz und Verbandswesen im H\u00f6rsaal C des Auditorium Maximum an der Christian-Albrechts-Universit\u00e4t zu Kiel. 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