{"id":355,"date":"2014-11-07T14:09:28","date_gmt":"2014-11-07T14:09:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceansustainability\/?p=355"},"modified":"2015-03-06T09:52:27","modified_gmt":"2015-03-06T09:52:27","slug":"wem-gehort-das-meer-und-wie-wird-es-regiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceansustainability\/2014\/11\/07\/wem-gehort-das-meer-und-wie-wird-es-regiert\/","title":{"rendered":"Wem geh\u00f6rt das Meer und wie wird es regiert?"},"content":{"rendered":"<p>Am 11.11.2014 findet ab 18 Uhr der dritte Abend innerhalb der Vortragsreihe &#8220;Ozean im Wandel: Herausforderungen f\u00fcr die Zukunft&#8221; im H\u00f6rsaal H des Audimax der Universit\u00e4t Kiel statt:\u00a0<strong>Governance des Ozeans: Wem geh\u00f6rt das Meer und wie wird es regiert?<\/strong><\/p>\n<p>Redner werden sein:<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Nele Matz-L\u00fcck<\/strong>, Walther-Sch\u00fccking-Institut f\u00fcr Internationales Recht \/ Universit\u00e4t Kiel<\/p>\n<p><strong>Dr. Inge Kaul<\/strong>, Global Policy Studies \/ Berlin<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Katrin Rehdanz<\/strong>, Institut f\u00fcr Weltwirtschaft \/ Universit\u00e4t Kiel<\/p>\n<p><strong>Staatssekret\u00e4r Dr. Frank N\u00e4gele<\/strong>, Ministerium f\u00fcr Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie Schleswig-Holstein \/ Kiel<\/p>\n<p><em>Moderation<\/em>: <strong>Sebastian Unger<\/strong>, Instituted for Advanced Sustainability Studies Potsdam (IASS Potsdam)<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Ort: H\u00f6rsaal H\u00a0im Audimax der Christian-Albrechts-Universit\u00e4t zu Kiel, Christian-Albrechts-Platz 2, 24118 Kiel<\/strong><\/li>\n<li><strong>Dienstag, 28.10.2014<\/strong><\/li>\n<li><strong>Zeit: 18 &#8211; 20 Uhr<\/strong><\/li>\n<li><strong>Eintritt frei<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>11.11.14 Governance des Ozeans: Wem geh\u00f6rt das Meer und wie wird es regiert?<\/strong><\/p>\n<p>Rund 64 Prozent der Weltozeane liegen au\u00dferhalb nationaler Hoheitsgebiete. Die verbleibende \u201eHohe See\u201c wird h\u00e4ufig als ein Kollektivgut (Allmende) verstanden, dessen Nutzung allen Menschen offensteht. Bereits 1967 schlugen Arvid Pardo und Elisabeth Mann Borgese das Konzept des \u201egemeinsamen Erbes der Menschheit\u201c vor, das als v\u00f6lkerrechtliches Prinzip zwar nicht f\u00fcr die Gesamtheit der Meere aber f\u00fcr den Meeresboden und seine mineralischen Sch\u00e4tze im internationalen Seerechts\u00fcbereinkommen von 1982 verankert wurde. Das Seerechts\u00fcbereinkommen, das 1994 in Kraft trat und dem aktuell 166 Staaten zugestimmt haben, wird zusammen mit dem sogenannten Durchf\u00fchrungs\u00fcbereinkommen von 1994 gemeinhin als \u201eVerfassung der Meere\u201c angesehen. In Abwesenheit einer den Nationalstaaten vergleichbaren Regierung wird das Weltmeer vom Seerechts\u00fcbereinkommen und einer Reihe internationaler Konventionen und Vertr\u00e4ge regiert.<\/p>\n<p>Trotz dieser internationalen Ma\u00dfnahmen hat sich der Zustand der Weltmeere weiter verschlechtert: \u00dcberfischung, Verlust von Biodiversit\u00e4t, Plastikm\u00fcll, Eutrophierung und die Auswirkungen des Klimawandels gef\u00e4hrden die marinen \u00d6kosysteme. Vor diesem Hintergrund geht es in der Veranstaltung u.a. um Fragen, ob die bisherigen Ans\u00e4tze einer Governance der Meere versagt haben und ob das Seerechts\u00fcbereinkommen den neuen Herausforderungen gewachsen ist, die sich durch den steigenden Druck auf die Meeres\u00f6kosysteme als Folge einer wachsenden Weltbev\u00f6lkerung ergeben. Wie kann die \u201eTragik der Allmende\u201c \u00fcberwunden werden. Am Beispiel der Meeresstrategierahmenrichtlinie der EU wird ein integrierter Ansatz zum Meeresschutz auf regionaler Ebene vorgestellt.<strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>\u00dcber die Rednerinnen und Redner:<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Nele Matz-L\u00fcck<\/strong>,\u00a0Walther-Sch\u00fccking-Institut f\u00fcr Internationales Recht \/ Universit\u00e4t Kiel<\/p>\n<p>Nele Matz-L\u00fcck ist Professorin f\u00fcr Seerecht am Walther-Sch\u00fccking-Institut f\u00fcr Internationales Recht an der Universit\u00e4t Kiel. Zu den Forschungsfragen von Professorin Matz-L\u00fcck geh\u00f6ren: Was ist der rechtliche Rahmen f\u00fcr Aktivit\u00e4ten im offenen Meer und am Meeresboden? Welche Haftungsfragen k\u00f6nnen entstehen? Und welche Regelungen m\u00fcssen eingef\u00fchrt werden, um die biologische Vielfalt der Meere zu erhalten wie zum Beispiel durch die Einrichtung von Meeresschutzgebieten?<\/p>\n<p>Auf internationaler Ebene sind die Ziele f\u00fcr ein Netzwerk von Meeresschutzgebieten au\u00dferhalb der nationalen Hoheitsgebiete bisher nicht erreicht worden. Ein regionales Beispiel der Bem\u00fchungen, um diese Ziele zu erreichen, ist das OSPAR-Abkommen.<\/p>\n<p>Unter dem Mantel dieser Vereinbarung wird eine regionale Strategie wird angestrebt, um Schutzgebiete in der offenen See im Nord-Ost-Atlantik miteinander zu verbinden. Trotz der strengen Auflagen durch die marine-rechtliche Vereinbarung f\u00fcr die Regulierung und Umsetzung der Verpflichtungen auf See, haben sich die Parteien nur auf &#8220;weiche&#8221; Verpflichtungen geeinigt, Daten \u00fcber die Verletzlichkeit und Nutzung in diesen Gebieten zu erheben. Die Zusammenarbeit mit regionalen Fischereiorganisationen er\u00f6ffnet auch die M\u00f6glichkeit, einen besseren Schutz der lebenden Ressourcen in den Schutzgebieten \u00fcber den Kreis der OSPAR Mitglieder hinaus zu erreichen.<\/p>\n<p><strong>Dr. Inge Kaul<\/strong>,\u00a0Global Policy Studies \/ Berlin<\/p>\n<p>Inge Kaul ist Professorin an der Hertie School of Governance in Berlin und Beraterin verschiedener staatlicher, multilateraler und Non-Profit-Organisationen f\u00fcr politische Optionen f\u00fcr die globalen Herausforderungen, darunter neue und innovative Wege zu finden f\u00fcr internationale gemeinsame Finanzierungen und Diplomatie.<\/p>\n<p>Sie war die erste Direktorin des UNDP Human Development Report Office und Direktorin des Office of Development Studies UNDP.<\/p>\n<p>Inge Kaul ist Autorin zahlreicher Ver\u00f6ffentlichungen \u00fcber internationale Volkswirtschaft und Herausgeber des Buches: \u201eProviding Public Goods; Managing Globalization\u201c (Oxford University Press, New York, 2003) und \u201eThe New Public Finance; Responding to Global Challenges\u201c (Oxford University Press, New York, 2006).<\/p>\n<p>Ihre aktuelle Forschung konzentriert sich auf die sich ver\u00e4ndernde Rolle des Staates, Verbindungen zwischen Regionalisierung und Globalisierung, die Zukunft des Multilateralismus, mit speziellen Bezug zur Rolle der G-20, und die Bereitstellung von angefochtenen globale \u00f6ffentliche G\u00fcter.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.ingekaul.net\">mehr info zu Inge Kaul<\/a><\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Katrin Rehdanz<\/strong>,\u00a0Institut f\u00fcr Weltwirtschaft \/ Universit\u00e4t Kiel<\/p>\n<p>Prof. Dr. Katrin Rehdanz hat Volkswirtschaftlehre an der Universit\u00e4t Hamburg studiert und war\u00a0Doktorandin der\u00a0Forschungsstelle nachhaltige Umweltentwicklung der Uni Hamburg. Seit Mitte Dezember 2007 ist sie an der Christian-Albrechts-Universit\u00e4t zu Kiel und dem Institut f\u00fcr Weltwirtschaft t\u00e4tig.\u00a0Sie promovierte 2004 zu den \u00f6konomischen Aspekten des Klimawandels. 2009 habilitierte sie mit Aufs\u00e4tzen zur Umwelt- und Ressourcen\u00f6konomik. Ihr Spezialgebiet umfasst die Umwelt- und Ressourcen\u00f6konomik, Energie\u00f6konomie und Umweltbewertung.<\/p>\n<p><strong>Staatssekret\u00e4r Dr. Frank N\u00e4gele, <\/strong>Ministerium f\u00fcr Wirtschaft, Arbeit,<\/p>\n<p>Verkehr und Technologie<\/p>\n<p>Der Wirtschaftsstaatssekret\u00e4r Dr. Frank N\u00e4gele wird sich in seinem Kurzvortrag \u201eZukunft Meer\u201c mit Fragen befassen wie: Was bedeutet das Meer f\u00fcr Schleswig-Holstein? Wir geht die Landesregierung mit maritimen Themen um? Welche Nutzungsformen sind m\u00f6glich und vertretbar? Welche Rolle kann S.-H. zumindest in Europa i. S. Meerespolitik spielen?<\/p>\n<p><strong>Sebastian Unger, <\/strong>Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) Potsdam<\/p>\n<p>Sebastian Unger ist wissenschaftlicher Koordinator des Forschungs-Cluster \u201eGlobal Contract for Sustainability\u201c und Leiter des Bereichs Ocean Governance am Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) in Potsdam. In seiner Forschung untersucht er Transformationsprozesse und Governance mit einem Schwerpunkt auf die nachhaltige Nutzung und den Schutz der Ozeane. Zuvor war Sebastian Unger Deputy-Secretary der OSPAR Kommission zum Schutz der Meeresumwelt des Nordost-Atlantiks (2007-2011) und koordinierte internationale Meerespolitik am Ausw\u00e4rtigen Amt in Berlin (2004-2011). Sebastian Unger hat in Greifswald und am University Centre on Svalbard Biologie und Politikwissenschaften studiert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.futureocean.org\/semester_topics\/ws_2014-15\/de\/index.php\" target=\"_blank\">Veranstaltungsreihe &#8220;Ozean im Wandel: Herausforderungen f\u00fcr die Zukunft&#8221;<\/a><\/strong><\/p>\n<p>Nur wenigen Menschen ist bewusst, wie sehr wir auf die Meere und ihre \u00d6kosysteme mit ihrem gro\u00dfen Artenreichtum angewiesen sind. Die Ozeane versorgen uns mit Nahrung und medizinischen Wirkstoffen, mit mineralischen Ressourcen, sie liefern Energie, regulieren das Klima und sind unser wichtigstes Transportmedium. Mehr als 90 Prozent des Welthandels werden \u00fcber den Seeverkehr abgewickelt. Fisch ist f\u00fcr mehr als 1,5 Milliarden Menschen eine wichtige Ressource und mehr als 45 Millionen Menschen verdienen ihren Lebensunterhalt in der Fischerei, weitere 150 Millionen in der Fisch verarbeitenden Industrie. Seit Jahrtausenden lockt das reiche Nahrungsangebot Menschen an die K\u00fcsten und bereits heute lebt die H\u00e4lfte der Menschheit weniger als 100 Kilometer von der K\u00fcste entfernt. Dichtbesiedelte K\u00fcstenregionen bieten vielen Menschen Arbeit und dienen zur Erholung. H\u00e4fen er\u00f6ffnen den Zugang zu den Zentren des Welthandels. Die Weltmeere sind von zentraler Bedeutung f\u00fcr die Menschheit. Angesichts des Anwachsens der Weltbev\u00f6lkerung ist zu erwarten, dass sich der Nutzungsdruck auf marine Ressourcen und \u00d6kosysteme weiter erh\u00f6hen wird. In diesem Kontext stellt sich die Frage, wie der Umgang mit den Meeren nachhaltig gestaltet werden kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das detaillierte Programm zu den Veranstaltungen\u00a0finden Sie in diesem\u00a0<a title=\"Flyer &quot;Ozean im Wandel&quot;\" href=\"http:\/\/fileserver.futureocean.org\/forschung\/OSS_ringvorlesung_flyer.pdf\">Flyer<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceansustainability\/wp-content\/uploads\/sites\/12\/2013\/12\/Ulrike-Kronfeld-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-139 size-thumbnail\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceansustainability\/wp-content\/uploads\/sites\/12\/2013\/12\/Ulrike-Kronfeld-2-135x135.jpg\" alt=\"Ulrike Kronfeld 2\" width=\"135\" height=\"135\" \/><\/a><\/p>\n<p><em>Kontakt:<\/em><\/p>\n<p>Ulrike Kronfeld-Goharani<\/p>\n<p>Tel.: +49 431 880 6332<\/p>\n<p>E-Mail:\u00a0<a href=\"mailto:kronfeld@ips.uni-kiel.de\">kronfeld@ips.uni-kiel.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 11.11.2014 findet ab 18 Uhr der dritte Abend innerhalb der Vortragsreihe &#8220;Ozean im Wandel: Herausforderungen f\u00fcr die Zukunft&#8221; im H\u00f6rsaal H des Audimax der Universit\u00e4t Kiel statt:\u00a0Governance des Ozeans: Wem geh\u00f6rt das Meer und wie wird es regiert? 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