{"id":346,"date":"2014-10-30T12:58:40","date_gmt":"2014-10-30T12:58:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceansustainability\/?p=346"},"modified":"2015-03-06T09:52:45","modified_gmt":"2015-03-06T09:52:45","slug":"6-abende-uber-ozean-und-nachhaltigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceansustainability\/2014\/10\/30\/6-abende-uber-ozean-und-nachhaltigkeit\/","title":{"rendered":"6 Abende \u00fcber Ozean und Nachhaltigkeit"},"content":{"rendered":"<p>Nach dem erfolgreichen Start der Veranstaltungsreihe &#8220;Ozean im Wandel: Herausforderungen f\u00fcr die Zukunft&#8221; am 28. Oktober 2014 mit rund 200 Zuh\u00f6rern folgt<\/p>\n<p>a<em>m <strong>4.11.2014<\/strong> der zweite Abend der<\/em><\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.futureocean.org\/semester_topics\/ws_2014-15\/de\/index.php\" target=\"_blank\">Veranstaltungsreihe &#8220;Ozean im Wandel: Herausforderungen f\u00fcr die Zukunft&#8221;<\/a><\/strong><\/p>\n<p>Nur wenigen Menschen ist bewusst, wie sehr wir auf die Meere und ihre \u00d6kosysteme mit ihrem gro\u00dfen Artenreichtum angewiesen sind. Die Ozeane versorgen uns mit Nahrung und medizinischen Wirkstoffen, mit mineralischen Ressourcen, sie liefern Energie, regulieren das Klima und sind unser wichtigstes Transportmedium. Mehr als 90 Prozent des Welthandels werden \u00fcber den Seeverkehr abgewickelt. Fisch ist f\u00fcr mehr als 1,5 Milliarden Menschen eine wichtige Ressource und mehr als 45 Millionen Menschen verdienen ihren Lebensunterhalt in der Fischerei, weitere 150 Millionen in der Fisch verarbeitenden Industrie. Seit Jahrtausenden lockt das reiche Nahrungsangebot Menschen an die K\u00fcsten und bereits heute lebt die H\u00e4lfte der Menschheit weniger als 100 Kilometer von der K\u00fcste entfernt. Dichtbesiedelte K\u00fcstenregionen bieten vielen Menschen Arbeit und dienen zur Erholung. H\u00e4fen er\u00f6ffnen den Zugang zu den Zentren des Welthandels. Die Weltmeere sind von zentraler Bedeutung f\u00fcr die Menschheit. Angesichts des Anwachsens der Weltbev\u00f6lkerung ist zu erwarten, dass sich der Nutzungsdruck auf marine Ressourcen und \u00d6kosysteme weiter erh\u00f6hen wird. In diesem Kontext stellt sich die Frage, wie der Umgang mit den Meeren nachhaltig gestaltet werden kann.<\/p>\n<p><strong>4.11.2014<\/strong><\/p>\n<p><strong>Ozeane in Gefahr: Warum sind die Meere bedroht?<\/strong><\/p>\n<p>Die Ozeane bilden das gr\u00f6\u00dfte \u00d6kosystem der Erde und versorgen die Menschen mit einer F\u00fclle von Diensten. Bis Anfang der 1970er Jahre nahm man an, dass die Weltmeere eine unendliche Quelle f\u00fcr Nahrung, Energie, Mineralien, Transport- und Erholungsm\u00f6glichkeiten seien. Aufgrund ihrer schieren Gr\u00f6\u00dfe und wegen Verd\u00fcnnungseffekten erschienen sie relativ robust gegen\u00fcber Verschmutzungen. Jahrzehntelang wurden die Dienste und Ressourcen der Ozeane als selbstverst\u00e4ndlich hingenommen und dabei ignoriert, dass nur gesunde und produktive Meere langfristig den Reichtum heutiger und zuk\u00fcnftiger Generationen sichern k\u00f6nnen. Dieser Irrtum und der sorglose Umgang mit marinen Ressourcen haben dazu gef\u00fchrt, dass der Lebensraum Ozean mit seiner gro\u00dfen Artenvielfalt langfristig bedroht ist.<\/p>\n<p>Die Veranstaltung vermittelt einen \u00dcberblick \u00fcber die wichtigsten vom Menschen erzeugten Stressfaktoren wie Klimawandel, \u00dcbernutzung der Ressourcen, \u00dcberd\u00fcngung der K\u00fcstengew\u00e4sser und die Meeresverschmutzung. Diese sch\u00e4digenden Prozesse verlaufen parallel und bisher ist noch wenig bekannt \u00fcber ihre kumulative Wirkung auf marine \u00d6kosysteme. Wie sieht unser Kenntnisstand \u00fcber den Zustand des heutigen Ozeans aus? Vor welchen Problemen und Herausforderungen stehen wir? Gibt es Perspektiven f\u00fcr einen nachhaltigeren Umgang mit unseren Meeren?<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Ort: H\u00f6rsaal H\u00a0im Audimax der Christian-Albrechts-Universit\u00e4t zu Kiel, Christian-Albrechts-Platz 2, 24118 Kiel<\/strong><\/li>\n<li><strong>Dienstag, 28.10.2014<\/strong><\/li>\n<li><strong>Zeit: 18 &#8211; 20 Uhr<\/strong><\/li>\n<li><strong>Eintritt frei<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>\u00dcber\u00a0die Rednerinnen und Redner:<\/em><\/p>\n<p><strong>Professor Dr. Arne K\u00f6rtzinger<\/strong><\/p>\n<p>GEOMAR Helmholtz-Zentrum f\u00fcr Ozeanforschung Kiel<\/p>\n<p>Professor Arne K\u00f6rtzinger ist Leiter der Forschungseinheit \u201eChemische Ozeanographie\u201c am GEOMAR. Er ist Spezialist f\u00fcr den marinen Kohlenstoffkreislauf, besch\u00e4ftigt sich intensiv mit menschlichen Einfl\u00fcssen auf Stoffkreisl\u00e4ufe im Meer allgemein. Er hat schon an zahlreichen Expeditionen im tropischen Atlantik teilgenommen beziehungsweise diese selbst geleitet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Dr. Tom Schumacher<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Tom Schumacher arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich 3 der Gesellschaftswissenschaften an der Goethe Universit\u00e4t Frankfurt am Main. Seinen Abschluss machte er an der Goethe Universit\u00e4t Frankfurt am Main und promovierte in Politischen Wissenschaften an der Humboldt-Universit\u00e4t in Berlin. In den folgenden Jahren war Dr. Schumacher am Schwedischen Institut f\u00fcr Internationale Angelegenheiten und an den Universit\u00e4ten Stockholm, Greifswald, Kiel und Riga (Lettland) wissenschaftlich t\u00e4tig. Im Jahr 2000 wurde er Gr\u00fcndungsmitglied der in Berlin ans\u00e4ssigen Forschungsgruppe f\u00fcr Nordeurop\u00e4ische Politik. Er ist als Berater f\u00fcr deutsche und nordeurop\u00e4ische Regierungen und die Europ\u00e4ische Kommission t\u00e4tig. Seine Forschungsinteressen umfassen sowohl Meerespolitik und Meeresumweltschutz als auch Europ\u00e4ische Integration und Internationale Beziehungen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Dr. Rainer Froese<\/strong><\/p>\n<p>GEOMAR Helmholtz-Zentrum f\u00fcr Ozeanforschung Kiel<\/p>\n<p>\u201eEssen wir die Meere leer?\u201c<\/p>\n<p>Der Kieler Fischereibiologe Dr. Rainer Froese bietet einen \u00dcberblick \u00fcber die aktuelle Situation der weltweiten Fischerei und beleuchtet welche Rolle die Europ\u00e4ische Union dabei spielt. Dabei geht er auch auf die aktuellen Fischereireformen in Europa ein und gibt Anregungen, was jeder einzelne Verbraucher zur Erhaltung des Artenreichtums in den Ozeanen beitragen kann.<\/p>\n<p>Dr. Rainer Froese ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsbereich \u201eMarine \u00d6kologie\u201c am GEOMAR Helmholtz-Zentrum f\u00fcr Ozeanforschung Kiel. Dr. Froese ist spezialisiert auf Fischereibiologie, die Dynamik von Fischpopulationen und Fischereimanagement. Dr. Froese hat in vielen Ver\u00f6ffentlichungen und Vortr\u00e4gen die \u00dcberfischung der Weltmeere dokumentiert und L\u00f6sungsans\u00e4tze zur langfristigen Erhaltung der Best\u00e4nde erarbeitet. Zusammen mit Daniel Pauly entwickelte er die Datenbank FishBase (www.fishbase.org). Seit 1990\u00a0ist er deren Projektleiter und Koordinator. Fischbase ist die gr\u00f6\u00dfte und am meisten frequentierte Internetplattform f\u00fcr Fischerei im Internet. Froese war au\u00dferdem Gr\u00fcndungsmitglied von &#8220;Species 2000&#8221; und des Ocean Biogeographic Information System (OBIS), das Teil des Projekts &#8220;Census of Marine Life&#8221; war. Derzeit koordiniert er verschiedene Projekte, deren Ziel die Erstellung eines ersten globalen Atlas des Lebens im Ozean ist (www.aquamaps.org). Dr. Rainer Froese war ein engagierter Kritiker der gemeinsamen Fischereipolitik der Europ\u00e4ischen Union und mit seiner wissenschaftlichen Expertise auch einer der Wegbereiter im Vorfeld der neuen EU-Fischereireform.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Dr. Bettina Taylor<\/strong><\/p>\n<p>BUND-Projektb\u00fcro Meeresschutz \/ Bremen<\/p>\n<p>Bettina Taylor ist Meeresbiologin und arbeitet im BUND-Meeresschutzb\u00fcro. Sie hat in Hannover und an der University of Glasgow in Schottland Biologie auf Diplom studiert, dann in Bremen am Zentrum f\u00fcr Marine Tropen\u00f6kologie im Bereich Mangroven\u00f6kologie promoviert. Nach der Promotion arbeitete sie sechs Jahre als PostDoc am Alfred-Wegener-Institut f\u00fcr Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven (Fernerkundung von Phytoplankton). Seit Anfang diesen Jahres ist sie beim BUND t\u00e4tig und befasst sich haupts\u00e4chlich mit der Umsetzung der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Moderation: <\/strong><\/p>\n<p><strong>Dr. Ulrike Kronfeld-Goharani<\/strong><\/p>\n<p>Institut f\u00fcr Sozialwissenschaften \/ Universit\u00e4t Kiel<\/p>\n<p>Ulrike Kronfeld-Goharani ist physikalische Ozeanographin und arbeitet in Lehre und Forschung in den Internationalen Beziehungen am Institut f\u00fcr Sozialwissenschaften an der Universit\u00e4t Kiel. Ihre Expertise liegt in nachhaltiger Entwicklung, Klima- und Ozean- und Sicherheitspolitik und in der Bearbeitung von Forschungsfragen der Abr\u00fcstung und R\u00fcstungskontrolle mit dem Schwerpunkt auf der Nichtverbreitung von Massenvernichtungswaffen, insbesondere chemische Waffen, und milit\u00e4rischen Altlasten in der Ostsee und dem Arktischen Ozean. Derzeit untersucht Dr. Kronfeld-Goharani, ob und wie sich der Nachhaltigkeitsansatz auf die Tiefsee anwenden l\u00e4sst. Das Forschungsprojekt wird durch das Exzellenzcluster &#8220;Ozean der Zukunft&#8221; an der Universit\u00e4t Kiel finanziert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das detaillierte Programm zu den Veranstaltungen\u00a0finden Sie in diesem\u00a0<a title=\"Flyer Ringvorlesung WS 2014 Ozean im Wandel\" href=\"http:\/\/fileserver.futureocean.org\/forschung\/OSS_ringvorlesung_flyer.pdf\" target=\"_blank\">Flyer<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceansustainability\/wp-content\/uploads\/sites\/12\/2013\/12\/Ulrike-Kronfeld-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-139 size-thumbnail\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceansustainability\/wp-content\/uploads\/sites\/12\/2013\/12\/Ulrike-Kronfeld-2-135x135.jpg\" alt=\"Ulrike Kronfeld 2\" width=\"135\" height=\"135\" \/><\/a><\/p>\n<p><em>Kontakt:<\/em><\/p>\n<p>Ulrike Kronfeld-Goharani<\/p>\n<p>Tel.: +49 431 880 6332<\/p>\n<p>E-Mail:\u00a0<a href=\"mailto:kronfeld@ips.uni-kiel.de\">kronfeld@ips.uni-kiel.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach dem erfolgreichen Start der Veranstaltungsreihe &#8220;Ozean im Wandel: Herausforderungen f\u00fcr die Zukunft&#8221; am 28. Oktober 2014 mit rund 200 Zuh\u00f6rern folgt am 4.11.2014 der zweite Abend der Veranstaltungsreihe &#8220;Ozean im Wandel: Herausforderungen f\u00fcr die Zukunft&#8221; Nur wenigen Menschen ist bewusst, wie sehr wir auf die Meere und ihre \u00d6kosysteme mit ihrem gro\u00dfen Artenreichtum angewiesen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":34,"featured_media":323,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-346","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceansustainability\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/346","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceansustainability\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceansustainability\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceansustainability\/wp-json\/wp\/v2\/users\/34"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceansustainability\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=346"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceansustainability\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/346\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":352,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceansustainability\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/346\/revisions\/352"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceansustainability\/wp-json\/wp\/v2\/media\/323"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceansustainability\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=346"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceansustainability\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=346"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceansustainability\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=346"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}