{"id":291,"date":"2014-10-24T09:00:11","date_gmt":"2014-10-24T09:00:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceansustainability\/?p=291"},"modified":"2015-03-06T09:53:04","modified_gmt":"2015-03-06T09:53:04","slug":"7-abende-uber-ozean-und-nachhaltigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceansustainability\/2014\/10\/24\/7-abende-uber-ozean-und-nachhaltigkeit\/","title":{"rendered":"7 Abende \u00fcber Ozean und Nachhaltigkeit"},"content":{"rendered":"<p><em>Am 28.10.2014 startet die<\/em><\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.futureocean.org\/semester_topics\/ws_2014-15\/de\/index.php\" target=\"_blank\">Veranstaltungsreihe &#8220;Ozean im Wandel: Herausforderungen f\u00fcr die Zukunft&#8221;<\/a><\/strong><\/p>\n<p>Nur wenigen Menschen ist bewusst, wie sehr wir auf die Meere und ihre \u00d6kosysteme mit ihrem gro\u00dfen Artenreichtum angewiesen sind. Die Ozeane versorgen uns mit Nahrung und medizinischen Wirkstoffen, mit mineralischen Ressourcen, sie liefern Energie, regulieren das Klima und sind unser wichtigstes Transportmedium. Mehr als 90 Prozent des Welthandels werden \u00fcber den Seeverkehr abgewickelt. Fisch ist f\u00fcr mehr als 1,5 Milliarden Menschen eine wichtige Ressource und mehr als 45 Millionen Menschen verdienen ihren Lebensunterhalt in der Fischerei, weitere 150 Millionen in der Fisch verarbeitenden Industrie. Seit Jahrtausenden lockt das reiche Nahrungsangebot Menschen an die K\u00fcsten und bereits heute lebt die H\u00e4lfte der Menschheit weniger als 100 Kilometer von der K\u00fcste entfernt. Dichtbesiedelte K\u00fcstenregionen bieten vielen Menschen Arbeit und dienen zur Erholung. H\u00e4fen er\u00f6ffnen den Zugang zu den Zentren des Welthandels. Die Weltmeere sind von zentraler Bedeutung f\u00fcr die Menschheit. Angesichts des Anwachsens der Weltbev\u00f6lkerung ist zu erwarten, dass sich der Nutzungsdruck auf marine Ressourcen und \u00d6kosysteme weiter erh\u00f6hen wird. In diesem Kontext stellt sich die Frage, wie der Umgang mit den Meeren nachhaltig gestaltet werden kann.<\/p>\n<p><strong>Auftaktveranstaltung &#8220;Blauer Reichtum: Die Bedeutung der Meere\u00a0f\u00fcr Gesellschaft, Politik und Wirtschaft&#8221;:<br \/>\n<\/strong>Der erste Abend\u00a0der Veranstaltungsreihe beginnt mit einer Einf\u00fchrung \u00fcber die\u00a0Ressourcen der Weltmeere und wie wir sie nutzen. In\u00a0Kurzvortr\u00e4gen und Podiumsdiskussionen dreht es um die\u00a0\u00a0Themen: Ozean und Klima, Fischereimanagement und Aquakultur, Sicherheit auf See, sowie internationaler Seeverkehr und maritime Wirtschaft:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Ort: H\u00f6rsaal A\u00a0im Audimax der Christian-Albrechts-Universit\u00e4t zu Kiel, Christian-Albrechts-Platz 2, 24118 Kiel<\/strong><\/li>\n<li><strong>Dienstag, 28.10.2014<\/strong><\/li>\n<li><strong>Zeit: 18 &#8211; 20 Uhr<\/strong><\/li>\n<li><strong><strong><strong>Eintritt frei<\/strong><\/strong><\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>\u00dcber\u00a0die Rednerinnen und Redner:<\/em><\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Klaus Wallmann,<\/strong> <em>GEOMAR Helmholtz-Zentrum f\u00fcr Ozeanforschung Kiel<\/em><\/p>\n<p>Klaus Wallmann interessiert sich f\u00fcr einen ganz besonderen Schatz, der sich in den Tiefen des Ozeans findet: Methanhydrat, besser bekannt als Methaneis. Die brennbare Substanz aus gefrorenem Wasser und Methan wird bereits seit l\u00e4ngerem als Energiequelle der Zukunft gehandelt. Doch ein Abbau scheint schwierig \u2013 zumindest bisher. Wallmann erforscht zusammen mit Kolleginnen und Kollegen verschiedener Fachdisziplinen im Kieler Forschernetzwerk \u201eOzean der Zukunft\u201c die Methanhydrate, um Potenziale und Gefahren des Meeres auszuloten.<br \/>\nKlaus Wallmann ist Professor an der Christian-Albrechts-Universit\u00e4t zu Kiel und Leiter der Forschungsabteilung Marine Geosysteme am GEOMAR Helmholtz-Zentrum f\u00fcr Ozeanforschung Kiel. Von 2005-2007 war Klaus Wallmann Sprecher des Kieler Forschernetzwerks \u201eOzean der Zukunft\u201c.<\/p>\n<p><strong><br \/>\nProf. Dr. Martin Quaas<\/strong>, <em>Institut f\u00fcr Volkswirtschaftslehre \/ Universit\u00e4t Kiel<\/em><\/p>\n<p>Martin Quaas interessiert sich insbesondere f\u00fcr die Erforschung eines geeigneten Fischereimanagements, um nachhaltige Fischerei zu gew\u00e4hrleisten. Das Gleichgewicht zwischen Gewinnmaximierung und nachhaltigem Schutz von Fischbest\u00e4nden zu halten, ist f\u00fcr Fischer und Fischerinnen wie f\u00fcr die Politik gleicherma\u00dfen schwierig. Z\u00e4hlt nur der Besch\u00e4ftigung, leiden die Best\u00e4nde. Werden nur einzelne Fischarten beispielsweise per Quote gesch\u00fctzt, ger\u00e4t das \u00f6kologische Gleichgewicht aus dem Ruder. Martin Quaas konnte zusammen mit Kolleginnen und Kollegen aus Kiel, Hamburg, USA und Finnland aufzeigen, wie nachhaltiges Fischereimanagement funktionieren kann. Die Gruppe wendet dabei den sogenannten \u00d6kosystem-basierten Ansatz an, eine gleichrangige Abw\u00e4gung von sozialen, wirtschaftlichen und \u00f6kologischen Aspekten. Damit schafften Martin Quaas und seine Kollegen eine Grundlage f\u00fcr Handlungsempfehlungen an die europ\u00e4ische Fischereipolitik, die Zielkonflikte und deren Auswirkungen unmissverst\u00e4ndlich visualisiert. Martin Quaas aus der interdisziplin\u00e4ren Arbeitsgruppe zur nachhaltigen Fischerei des Kieler Forschernetzwerks \u201eOzean der Zukunft\u201c ist Professor f\u00fcr Umwelt-, Ressourcen- und \u00d6kologische \u00d6konomik an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakult\u00e4t der Christian-Albrechts-Universit\u00e4t zu Kiel.<\/p>\n<p><strong><br \/>\nVizeadmiral a.D. Lutz Feldt<\/strong>,<em> Wise Pens International \/ Bad Neuenahr-Ahrweiler<br \/>\n<\/em><br \/>\nRelativ unbemerkt von der \u00d6ffentlichkeit hat sich Deutschland innerhalb der letzten acht bis zehn Jahre wieder zu einer Schifffahrtsnation entwickelt. Diese Entwicklung geschah zwar nicht mehr im klassischen Sinne unter deutscher Flagge; die Steuerung des Managements geht jedoch von Deutschland aus. Etwa 90 Prozent des internationalen Handels werden per Schiff abgewickelt. Ein Drittel davon beginnt oder endet in einem Hafen der Europ\u00e4ischen Union, \u00fcber 30 Prozent des innereurop\u00e4ischen Handels wird \u00fcber See transportiert. Dass diese Zahlen noch weiter steigen werden, zeugt von einem direkten Zusammenhang zwischen den deutschen Handelserfolgen und der Frage, wie dieser Handel auch in Zukunft international sicher durchgef\u00fchrt werden kann. Diese Sicherheit darf nicht nur unsere K\u00fcste betreffen, sondern muss international gew\u00e4hrleistet werden. Lutz Feldt trat 1965 als Offiziersanw\u00e4rter\u00a0der Crew IV 65\u00a0in die Bundesmarine\u00a0ein. Nach einer 1984-1987 arbeitete er als Referent\u00a0und Personalf\u00fchrer im Bundesministerium der Verteidigung\u00a0im Dienstgrad eines Fregattenkapit\u00e4ns. 1996 wurde er als Konteradmiral\u00a0Assistant Chief of Staff Operations and Logistics im Hauptquartier Allied Forces Northwestern Europe. 2000 wurde Lutz Feldt zum Befehlshaber der Flotte\u00a0ernannt und zum Vizeadmiral bef\u00f6rdert. Von 2003 bis zum 25. April 2006 war er Inspekteur der Marine. Von 2007 bis 2012 war Feldt Pr\u00e4sident des Deutschen Maritimen Instituts\u00a0(DMI).<\/p>\n<p><strong><br \/>\nJ\u00f6rg Polzer<\/strong>, <em>Maritimes Cluster Norddeutschland<\/em><\/p>\n<p>Zum 1. Februar 2014 hat J\u00f6rg Polzer die Leitung des zentralen Clustermanagements des Maritimen Clusters Norddeutschland \u00fcbernommen. Der Diplomphysiker war vor seinem Wechsel als Bereichsleiter Regenerative Energien bei der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) in Berlin t\u00e4tig. Hier verantwortete Herr Polzer die Umsetzung von Ma\u00dfnahmen zur Wirtschafts- und Technologief\u00f6rderung im Rahmen der F\u00f6rderprogramme des BMWi, des BMU und der EU. Zudem war er Ko-Vorsitzender im Koordinierungskreis der Exportinitiative Erneuerbare Energien des Bundesministeriums f\u00fcr Wirtschaft und Technologie (BMWi).<\/p>\n<p><strong><br \/>\nProf. Dr. Burkhard Lemper<\/strong>, <em>Institut f\u00fcr Seeverkehrswirtschaft und Logistik \/ Bremen<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>Prof. Dr. Burkhard Lemper ist Direktor am Institut f\u00fcr Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) in Bremen und Leiter der Abteilung Maritime Wirtschaft und Verkehr. Er leitete bzw. bearbeitete dort eine Vielzahl von Projekten aus dem Bereich der maritimen Wirtschaft und des Seeverkehrs f\u00fcr Kunden aus der privaten Wirtschaft oder der Politik\/Verwaltung. Schwerpunkte der Forschungs- und Beratungst\u00e4tigkeit liegen auf dem Gebiet der Schifffahrts- und Hafenm\u00e4rkte, und hier speziell der Containerschifffahrt, in der Analyse von H\u00e4fen, Hinterlandverkehren und anderen Transportm\u00e4rkten, in der Durchf\u00fchrung von Machbarkeitsstudien f\u00fcr Verkehrs- und Hafenprojekte sowie in der Modellierung von Verkehrsstr\u00f6men. Neben der T\u00e4tigkeit am ISL ist er Dozent f\u00fcr Maritime Wirtschaft, Volkswirtschaftslehre und Au\u00dfenwirtschaft an der Hochschule Bremen und auch an anderen Hochschulen und Akademien t\u00e4tig.<\/p>\n<p><em><br \/>\nModeration<\/em>:<br \/>\n<strong>Stefanie Schmidt, <\/strong><em>Ecologic Institut \/ Berlin<br \/>\n<\/em><br \/>\nStefanie Schmidt arbeitet als Fellow f\u00fcr das Ecologic Institut. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Ressourceneffizienz, nachhaltiger Konsum, Umweltgovernance und Entscheidungsfindung an der Schnittstelle zwischen Politik, Wissenschaft und Gesellschaft. F\u00fcr das Ecologic Institut konzentriert sich Stefanie Schmidt in ihrer Arbeit auf die Politik und Bewirtschaftung der K\u00fcsten\u2013 und Meeresressourcen. Sie untersucht Aspekte der Meeresrahmenrichtlinie (MSRL), des \u00d6kosystemansatzes sowie Forschungsfragen der marinen Raumplanung und des Integrierten K\u00fcstenzonenmanagements (IKZM). Vor ihrer Zeit in Br\u00fcssel (Belgien) war sie drei Jahre beim World Wide Fund for Nature (WWF) in Deutschland. Dort arbeitete sie zuerst zu Meeresschutzgebieten in Tief- und Hochsee. Sp\u00e4ter entwickelte und koordinierte sie als Referentin f\u00fcr Fischerei die Position des WWF Deutschland zu europ\u00e4ischen Subventionen in der Fischerei.<\/p>\n<p>Das detaillierte Programm zu den Veranstaltungen\u00a0finden Sie in diesem <a title=\"Flyer Ringvorlesung WS 2014 Ozean im Wandel\" href=\"http:\/\/fileserver.futureocean.org\/forschung\/OSS_ringvorlesung_flyer.pdf\" target=\"_blank\">Flyer<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceansustainability\/wp-content\/uploads\/sites\/12\/2013\/12\/Ulrike-Kronfeld-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-139 size-thumbnail\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceansustainability\/wp-content\/uploads\/sites\/12\/2013\/12\/Ulrike-Kronfeld-2-135x135.jpg\" alt=\"Ulrike Kronfeld 2\" width=\"135\" height=\"135\" \/><\/a><\/p>\n<p><em>Kontakt:<\/em><\/p>\n<p>Ulrike Kronfeld-Goharani<\/p>\n<p>Tel.: +49 431 880 6332<\/p>\n<p>E-Mail: <a href=\"mailto:kronfeld@ips.uni-kiel.de\">kronfeld@ips.uni-kiel.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 28.10.2014 startet die Veranstaltungsreihe &#8220;Ozean im Wandel: Herausforderungen f\u00fcr die Zukunft&#8221; Nur wenigen Menschen ist bewusst, wie sehr wir auf die Meere und ihre \u00d6kosysteme mit ihrem gro\u00dfen Artenreichtum angewiesen sind. 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