{"id":3853,"date":"2017-08-24T20:02:56","date_gmt":"2017-08-24T18:02:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/?p=3853"},"modified":"2017-08-24T20:02:56","modified_gmt":"2017-08-24T18:02:56","slug":"al499-aufbruch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/2017\/08\/24\/al499-aufbruch\/","title":{"rendered":"AL499 &#8211; Aufbruch"},"content":{"rendered":"<p>Staub wischen, Ger\u00e4te in Kisten verstauen und Labore aufr\u00e4umen. Auch auf einem Forschungsschiff muss zum Ende der Reise Ordnung geschafft werden. Da die Studierenden auf dieser Fahrt \u00fcberdurchschnittlich viele Proben sammeln konnten und sich schlechtes Wetter ank\u00fcndigt, laufen wir schon fr\u00fcher als geplant in den Kieler Hafen ein. Bis Freitag um 12 Uhr m\u00fcssen nicht nur alle wissenschaftlichen Ger\u00e4te sicher in ihren metallenen Kisten verstaut sein. Auch die Kojen m\u00fcssen gemacht und aufger\u00e4umt, die Tische in den Laboren von Staub und Kr\u00fcmeln gereinigt und die Koffer gepackt sein.<\/p>\n<div id=\"attachment_3854\" style=\"width: 243px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3854\" class=\"size-medium wp-image-3854\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2017\/08\/Hosen-233x350.jpg\" alt=\"\" width=\"233\" height=\"350\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2017\/08\/Hosen-233x350.jpg 233w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2017\/08\/Hosen-768x1152.jpg 768w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2017\/08\/Hosen-683x1024.jpg 683w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2017\/08\/Hosen.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 233px) 100vw, 233px\" \/><p id=\"caption-attachment-3854\" class=\"wp-caption-text\">Das \u00d6lzeug h\u00e4ngt nach dem Sp\u00fclen zum Tocknen aus. Foto: Sirin Schulz<\/p><\/div>\n<p>Noch haben wir zwei Stationen vor uns an denen die Studierenden ein letztes Mal auf dieser Reise die Ger\u00e4te an Bord aussetzen, um Daten f\u00fcr die sp\u00e4teren Analysen zu sammeln. Die gro\u00dfen Ger\u00e4te werden wir daher erst am Freitag nach ihren Eins\u00e4tzen s\u00e4ubern und einpacken. Die Ger\u00e4te stammen aus unterschiedlichen Arbeitsgruppen des GEOMAR und anderen Instituten. Aus diesem Grund liegt in jeder Kiste ein Zettel, auf dem alle Gegenst\u00e4nde detailliert aufgelistet sind, die in die jeweilige Box geh\u00f6ren. So gehen wir beim Einpacken sicher, dass sich in jeder Kiste der richtige Inhalt befindet und die Ger\u00e4te an die richtigen Orte zur\u00fcckgehen. Nicht nur deshalb ist es wichtig, dass wir gr\u00fcndlich aufr\u00e4umen und das Schiff f\u00fcr die n\u00e4chste Fahrt sauber und ordentlich hinterlassen. Die n\u00e4chsten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, die auf der ALKOR forschen, sollen sich hier ebenso wohlf\u00fchlen wie wir, um ihre Arbeit und Forschungen bestm\u00f6glich durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<div id=\"attachment_3855\" style=\"width: 494px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3855\" class=\"size-medium wp-image-3855\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2017\/08\/Kiste-484x323.jpg\" alt=\"\" width=\"484\" height=\"323\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2017\/08\/Kiste-484x323.jpg 484w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2017\/08\/Kiste-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2017\/08\/Kiste-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2017\/08\/Kiste.jpg 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 484px) 100vw, 484px\" \/><p id=\"caption-attachment-3855\" class=\"wp-caption-text\">Alle Ger\u00e4te werden in Kisten gepackt. Foto: Sirin Schulz<\/p><\/div>\n<p>Nach dieser Fahrt geht es f\u00fcr viele der Nachwuchswissenschaftler und Nachwuchswissenschaftlerinnen direkt weiter auf die n\u00e4chste Reise. Im Rahmen ihres Master Studiums m\u00fcssen die Studierenden bestimmte Pflichtpraktika absolvieren. Tobias B\u00fcring, Master Student am GEOMAR, erz\u00e4hlt mir, dass er n\u00e4chsten Freitag von Hamburg nach Malaysia fliegt. \u201eDort gibt es eine private Insel mit einer Tauchbasis, die seit 2014 Schildkr\u00f6tenhatching betreibt\u201c, sagt er. Die Betreiber sehen regelm\u00e4\u00dfig nach den Nestern der Schildkr\u00f6ten, sammeln die kleinen Tiere nach dem Schl\u00fcpfen ein und p\u00e4ppeln sie auf. Sind die Nester bereits besch\u00e4digt, nehmen sie auch die Eier mit und br\u00fcten den Schildkr\u00f6tennachwuchs vor Feinden gesch\u00fctzt auf ihrer privaten Insel aus.<\/p>\n<p>Die Station ist erfolgreich und hat innerhalb eines Jahres \u00fcber 3000 Schildkr\u00f6tenbabys gerettet. Nun m\u00f6chten die Inhaber den Schutz auch auf das Riff ausweiten. \u201eDa den Betreibern der Station die fachliche Ausbildung fehlt, um das Riff mit seinen Korallen und Fischen fachgerecht zu beobachten, suchten sie nach Studierenden mit Taucherfahrung, die diese Aufgabe \u00fcbernehmen\u201c, sagt Tobias, der schon seit \u00fcber 10 Jahren einen Tauchschein hat. Seit letztem Jahr ist er Dive-Master und darf eigene Tauch-Touren f\u00fchren. \u201eKorallenriffe sind wundersch\u00f6n. Ich m\u00f6chte dazu beitragen die Bewohner dieser au\u00dfergew\u00f6hnlichen Lebenswelt zu sch\u00fctzen\u201c, sagt Tobias. Auf die Frage, ob er sich nach dem Studium auf dieses Gebiet spezialisieren m\u00f6chte antwortet er: \u201eMein Ziel ist es nach dem Studium eine eigene Tauchstation aufzubauen, dort Forschung zu betreiben anderen das Tauchen beizubringen. Wenn die Menschen sehen wie sch\u00f6n der bedrohte Lebensraum Korallenriff ist, verstehen sie vielleicht warum wir ihn sch\u00fctzen m\u00fcssen\u201c<\/p>\n<p>Morgen Mittag werde ich im Kieler Hafen von Bord der ALKOR gehen. F\u00fcr mich geht eine spannende Woche, voller neuer Bekanntschaften und faszinierender Erlebnisse zu Ende. Ich habe viel \u00fcber die Arbeit auf einem Forschungsschiff gelernt und werde diese besondere Reise sicher noch lange in Erinnerung behalten.<\/p>\n<p>Sirin Schulz<\/p>\n<div id=\"attachment_3856\" style=\"width: 243px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3856\" class=\"size-medium wp-image-3856\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2017\/08\/Alkor1-233x350.jpg\" alt=\"\" width=\"233\" height=\"350\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2017\/08\/Alkor1-233x350.jpg 233w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2017\/08\/Alkor1-768x1152.jpg 768w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2017\/08\/Alkor1-683x1024.jpg 683w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2017\/08\/Alkor1.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 233px) 100vw, 233px\" \/><p id=\"caption-attachment-3856\" class=\"wp-caption-text\">Die ALKOR auf dem Weg zur\u00fcck nach Kiel. Foto: Sirin Schulz<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Staub wischen, Ger\u00e4te in Kisten verstauen und Labore aufr\u00e4umen. Auch auf einem Forschungsschiff muss zum Ende der Reise Ordnung geschafft werden. Da die Studierenden auf dieser Fahrt \u00fcberdurchschnittlich viele Proben sammeln konnten und sich schlechtes Wetter ank\u00fcndigt, laufen wir schon fr\u00fcher als geplant in den Kieler Hafen ein. 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