{"id":3846,"date":"2017-08-24T15:20:34","date_gmt":"2017-08-24T13:20:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/?p=3846"},"modified":"2017-08-28T13:29:30","modified_gmt":"2017-08-28T11:29:30","slug":"al499-unter-dem-binokular","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/2017\/08\/24\/al499-unter-dem-binokular\/","title":{"rendered":"AL499 &#8211; Unter dem Binokular"},"content":{"rendered":"<p><!-- [if gte mso 9]&gt;--><\/p>\n<p><!-- [if gte mso 9]&gt;--><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Sonnenstrahlen fallen durch die weit ge\u00f6ffneten Bullaugen und die See ist spiegelglatt. Ein perfekter Tag, um die gesammelten Proben der letzten Tage unter dem Binokular und dem Mikroskop unter die Lupe zu nehmen. Im Gegensatz zu Mikroskopen haben Binokulare zwei statt nur einem Okular und eine geringere Aufl\u00f6sung. Das bedeutet, dass unter einem Mikroskop eine st\u00e4rkere Vergr\u00f6\u00dferung des Forschungsobjektes m\u00f6glich ist.<\/p>\n<div id=\"attachment_3849\" style=\"width: 494px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3849\" class=\"size-medium wp-image-3849\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2017\/08\/Ruhige_See-484x323.jpg\" alt=\"\" width=\"484\" height=\"323\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2017\/08\/Ruhige_See-484x323.jpg 484w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2017\/08\/Ruhige_See-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2017\/08\/Ruhige_See-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2017\/08\/Ruhige_See.jpg 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 484px) 100vw, 484px\" \/><p id=\"caption-attachment-3849\" class=\"wp-caption-text\">Die See ist fast spiegelglatt. Foto: Sirin Schulz\/GEOMAR<\/p><\/div>\n<p class=\"MsoNormal\">Dank der ruhigen See konnten die Studierenden gestern unter optimalen Bedingungen testen, ob sie beim Mikroskopieren seekrank werden und sind so f\u00fcr ihre n\u00e4chste Forschungsreise vorbereitet.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Christine Gawinski, Master Studentin am GEOMAR, sitzt im Labor und sieht sich eine Probe aus einem der Netze an, die am Morgen aus dem Wasser gezogen wurden. Sie tr\u00e4gt einen wei\u00dfen Laborkittel und schiebt die Partikel in der Petrischale mit einer Pinzette hin und her.<\/p>\n<div id=\"attachment_3847\" style=\"width: 494px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3847\" class=\"size-medium wp-image-3847\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2017\/08\/Binokular_nah-484x323.jpg\" alt=\"\" width=\"484\" height=\"323\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2017\/08\/Binokular_nah-484x323.jpg 484w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2017\/08\/Binokular_nah-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2017\/08\/Binokular_nah-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2017\/08\/Binokular_nah.jpg 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 484px) 100vw, 484px\" \/><p id=\"caption-attachment-3847\" class=\"wp-caption-text\">In der Petrischale befinden sich mikroskopisch kleine Organismen. Foto: Sirin Schulz\/GEOMAR<\/p><\/div>\n<p class=\"MsoNormal\">Indem sie vorsichtig an den R\u00e4dchen rechts und links am Binokular dreht, stellt sie die Sch\u00e4rfe und die N\u00e4he des Objektes ein. In der Wasserprobe befinden sich winzige Planktonorganismen, die Christine identifizieren m\u00f6chte. Sie dreht ein wenig an einem der R\u00e4dchen und sagt: \u201eIch suche nach den Eiern und Larven der arktischen Relikt-Qualle <i>Mertensia ovum<\/i>.\u201c Nacheinander betrachtet sie Proben aus verschiedenen Wasserschichten. \u201eF\u00fcr mich ist interessant in welcher Tiefe die Organismen vorkommen\u201c, erkl\u00e4rt sie mir und f\u00fcgt hinzu: \u201eDas ist wichtig f\u00fcr uns, damit wir in diesen Tiefen mit einem neuen Kamerasystem diese fragilen Organismen beproben k\u00f6nnen. Eine derzeit noch nicht weit verbreitete Alternative zum Quallen Z\u00e4hlen am Bino mit schwappenden Proben.\u201c<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Neben ihr sitzt Cornelia Jaspers, die Fahrtleiterin dieser Forschungsreise, und erkl\u00e4rt Christine worauf sie achten muss, um die kleinen Quallen zu erkennen: \u201eDie Larven der Mertensia erkennst du an ihren Flimmerh\u00e4rchen, die in bunten Farben schimmern, wenn das Licht auf sie f\u00e4llt.\u201c Ich werfe auch einen Blick durch das Binokular. In der Petrischale tummeln sich hunderte winzige Organismen, die im Wasser hin und hertreiben. Ich sehe eine Vielfalt an Lebewesen mit den unterschiedlichsten Formen und Bauweisen. F\u00fcr mich ist es schwer signifikante Unterschiede zwischen den Organismen zu erkennen.<\/p>\n<div id=\"attachment_3848\" style=\"width: 243px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3848\" class=\"size-medium wp-image-3848\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2017\/08\/Im_Labor-233x350.jpg\" alt=\"\" width=\"233\" height=\"350\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2017\/08\/Im_Labor-233x350.jpg 233w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2017\/08\/Im_Labor-768x1152.jpg 768w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2017\/08\/Im_Labor-683x1024.jpg 683w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2017\/08\/Im_Labor.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 233px) 100vw, 233px\" \/><p id=\"caption-attachment-3848\" class=\"wp-caption-text\">Christine Gawinski und Cornelia Jaspers am Binokular. Foto: Sirin Schulz\/GEOMAR<\/p><\/div>\n<p class=\"MsoNormal\">\u201eDa haben wir eine\u201c, sagt Cornelia und erkl\u00e4rt mir: \u201eDie arktische Relikt-Qualle Mertensia geh\u00f6rt zu den Rippenquallen.\u201c Diese kleine Qualle zeichnet sich dadurch aus, dass sie sich in der Ostsee direkt nach ihrer Geburt vermehrt. Diese durchsichtigen, ein bis zwei Millimeter gro\u00dfen Tiere werden in der Ostsee nicht gr\u00f6\u00dfer. \u201eWir haben auf 13 Monitoring Reisen in der Ostsee mehrere 1000 Tiere untersucht, aber nie welche gefunden, die gr\u00f6\u00dfer als drei Millimeter waren.\u201c Trotz ihrer geringen Gr\u00f6\u00dfe produzieren sie ein bis zwei Eier am Tag. Diese Eier gen\u00fcgen, um den Bestand aufrecht zu erhalten. \u201eDas ist verbl\u00fcffend\u201c, sagt Cornelia, \u201eaber unsere Modellberechnungen haben gezeigt, dass es aufgrund ihrer hohen Sterblichkeit f\u00fcr die Quallen sinnvoller ist, sich so fr\u00fch wie m\u00f6glich zu vermehren, anstatt zwei bis drei Wochen zu wachsen und dann mehrere 1000 Eier zu produzieren. Deswegen suchen wir auch nach ihren Eiern. Diese sind wunderh\u00fcbsch und man kann die kleinen Larven kurz vor dem Schlupf dabei beobachten wie sie in ihrer Eischale umherschwimmen.\u201c<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Ich finde es faszinierend, dass Cornelia die Larven und Eier unter den vielen Organismen identifizieren und von den anderen Tierchen unterscheiden kann. Ich versuche noch einmal die kleinen Lebewesen unter dem Binokular zu erkennen und werde dabei gl\u00fccklicherweise nicht seekrank.<\/p>\n<p>Sirin Schulz<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sonnenstrahlen fallen durch die weit ge\u00f6ffneten Bullaugen und die See ist spiegelglatt. Ein perfekter Tag, um die gesammelten Proben der letzten Tage unter dem Binokular und dem Mikroskop unter die Lupe zu nehmen. Im Gegensatz zu Mikroskopen haben Binokulare zwei statt nur einem Okular und eine geringere Aufl\u00f6sung. Das bedeutet, dass unter einem Mikroskop eine [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":184,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[32],"tags":[],"class_list":["post-3846","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kommunikation"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3846","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/users\/184"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3846"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3846\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3858,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3846\/revisions\/3858"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3846"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3846"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3846"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}