{"id":3394,"date":"2016-10-14T10:34:55","date_gmt":"2016-10-14T08:34:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/?p=3394"},"modified":"2016-10-14T10:34:55","modified_gmt":"2016-10-14T08:34:55","slug":"quallenzeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/2016\/10\/14\/quallenzeit\/","title":{"rendered":"Quallenzeit"},"content":{"rendered":"<p>Der Sommer ist nun endg\u00fcltig vorbei und damit findet auch die Zeit der Quallen langsam ein Ende. Die wohl bekannteste Qualle, die Ohrenqualle mit dem wohlklingenden Namen <em>Aurelia aurita <\/em>hat ihren Zenit l\u00e4ngst \u00fcberschritten und ist jetzt nur noch selten zu sehen. Dieses Jahr hat sie keine\u00a0\u00fcbergro\u00dfe Aufmerksamkeit erregt. Jedes Jahr zur Quallenbl\u00fcte bekommen wir normalerweise diverse Anfragen von den Medien zum Thema Quallen. Wie gef\u00e4hrlich sind Quallen? Nimmt die Zahl der Quallen in Zeiten des Klimawandels zu? Oder stellen Quallen eine Gefahr f\u00fcr die Fischerei dar. Dieses Jahr verhielt es sich von dieser Seite sehr ruhig. Aber nicht ganz.<\/p>\n<p>Seit Anfang diesen Jahres sind Wissenschaftler vom GEOMAR an einer Dokumentation \u00fcber Quallen auf der Welt beteiligt. Die Autorin des Films m\u00f6chte den Horrormeldungen \u00fcber Quallenplagen auf den Grund gehen und herausfinden, welche Meldungen von Seiten der Wissenschaft belegbar sind und welche davon einem k\u00fcnstlich gepuschter Medienhype entspringen.<\/p>\n<p>Am GEOMAR wird \u00fcber Quallen geforscht. Dazu geh\u00f6ren auch invasive Quallenarten.\u00a0 Seit nun schon 10 Jahren geh\u00f6rt\u00a0 die Rippenqualle <em>Mnemiopsis leidyi<\/em> zu einer h\u00e4ufigen Erscheinung in der Ostsee. Eigentlich ist <em>Mnemiopsis, <\/em>die auch Meerwalnuss genannt wird<em>,<\/em> gar keine echte Qualle. Sie geh\u00f6rt zum Stamm der Rippenquallen (Ctenophora). Doch was unterscheidet eine echte Qualle von den Rippenquallen? Der wohl prominenteste Unterschied zu den &#8220;Echten Quallen (Cnidaria)&#8221; ist, dass Rippenquallen nicht nesseln. Sie fangen ihr Futter, z.B. kleine Krebstiere mit Klebzellen, welche sie entweder an langen Fangf\u00e4den hinter sich herziehen, oder zwischen ihren Mundlappen haben.<\/p>\n<div id=\"attachment_3398\" style=\"width: 477px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3398\" class=\"wp-image-3398 size-medium\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2016\/09\/Conny_vii-467x350.jpg\" width=\"467\" height=\"350\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2016\/09\/Conny_vii-467x350.jpg 467w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2016\/09\/Conny_vii-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2016\/09\/Conny_vii-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 467px) 100vw, 467px\" \/><p id=\"caption-attachment-3398\" class=\"wp-caption-text\">Mnemiopsis leidyi im Labor<\/p><\/div>\n<p>Doch warum ist die Rippenqualle in der Ostsee? Weltweit wird daran geforscht, was invasive Arten erfolgreich macht. Nur wenn bekannt ist, welche Mechanismen eine Invasion beg\u00fcnstigen k\u00f6nnen auch Strategien dagegen entwickelt werden.\u00a0 Diese Fragestellung ist von gro\u00dfer Bedeutung, da mit der steigenden Globalisierung auch die Anzahl invasiver Arten steigt. Dr. Cornelia Jaspers erforscht die Anpassungsf\u00e4higkeit der Rippenqualle an unterschiedliche Umweltbedingungen.<\/p>\n<p>Vor kurzem war das Fernsehteam bei uns zu Gast, um im Labor, aber auch in der Ostsee Quallen zu filmen und mehr \u00fcber sie zu erfahren. Das Fernsehteam hatte Gl\u00fcck. Zur der Zeit gab es eine gro\u00dfe Quallenbl\u00fcte der Meerwalnuss. Vielleicht ist dies einigen von Ihnen bereits aufgefallen. Zu der Zeit, als das <a href=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/2016\/09\/16\/ratselhaftes-leuchten-in-der-ostsee\/\">Meeresleuchten<\/a> besonders stark war, waren auch die Rippenquallen in Massen im Wasser. Einen kleine Eindruck davon, wie dicht die Quallen in der Ostsee waren k\u00f6nnt ihr in einem kurzen Video aus Falkenstein sehen. Die Quallendokumentation\u00a0wird bis zum Enden diesen Jahres fertig gestellt und wird Anfang 2017 ausgestrahlt. Informationen zum Sendetermin werden wir \u00fcber Facebook und twitter bekannt geben.<br \/>\n<iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/GZCNMRMU5Jc\" width=\"480\" height=\"270\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sarah Kaehlert<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Sommer ist nun endg\u00fcltig vorbei und damit findet auch die Zeit der Quallen langsam ein Ende. Die wohl bekannteste Qualle, die Ohrenqualle mit dem wohlklingenden Namen Aurelia aurita hat ihren Zenit l\u00e4ngst \u00fcberschritten und ist jetzt nur noch selten zu sehen. Dieses Jahr hat sie keine\u00a0\u00fcbergro\u00dfe Aufmerksamkeit erregt. 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