{"id":3197,"date":"2016-03-04T14:15:46","date_gmt":"2016-03-04T12:15:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/?p=3197"},"modified":"2016-03-10T15:48:12","modified_gmt":"2016-03-10T13:48:12","slug":"die-erforschung-fremder-arten-ein-philosophiestudent-am-geomar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/2016\/03\/04\/die-erforschung-fremder-arten-ein-philosophiestudent-am-geomar\/","title":{"rendered":"Die Erforschung fremder Arten \u2013 ein Philosophiestudent am GEOMAR"},"content":{"rendered":"<p>Heute ver\u00f6ffentlichen wir im Navigator-Blog einen Gastbeitrag von Michael Stauske. Michael studiert in Kiel Philosophie und Germanistik und sammelt in der Abteilung Kommunkation und Medien des GEOMAR erste Erfahrungen in der \u00d6ffentlichkeitsarbeit.<\/p>\n<p><em>Wir schreiben das Jahr 2016, 8. Februar, Punkt 9:00 Uhr. Ich bin in ihr Habitat eingedrungen. Aufgeregt betrete ich ihren Lebensraum. Ich schaue mich um. Links und rechts sehe ich offene T\u00fcren. Sie haben wohl von meiner Ankunft geh\u00f6rt \u2026<\/em><br \/>\n<em> Ich bin erleichtert. Die Spezies nimmt mich herzlich auf. Ich ersuche einen ihrer Artgenossen, um mich vorzustellen. Er bietet mir einen Rundgang durch ihr Biotop an. Ich nehme an. Aus dem Geb\u00e4ude getreten, erkenne ich die Weitl\u00e4ufigkeit ihres Lebensraumes. Ein kurzer Blick nach rechts. Das Meer ist in unmittelbarer N\u00e4he. Die Spezies scheint sich bewusst hier angesiedelt zu haben\u2026 Ich folge ihm weiter &#8230; Ich bin neugierig, was sich hinter den Fassaden ihrer unscheinbaren Behausungen verbirgt. Er legt eine Art Erkennungsmarke an ein Ger\u00e4t vor der T\u00fcr. Die T\u00fcr \u00f6ffnet sich. Ich erkenne eine Vielzahl von mysteri\u00f6s wirkenden Maschinen. Er teilt mir mit, dass sie diesen Ort das TLZ nennen. Ich frage ihn \u00fcber die r\u00e4tselhaften Maschinen aus. Er erkl\u00e4rt, dass sie fern ihres Lebensraumes fremde Welten erkunden. Er meint die Tiefen des Meeres. Nun wird mir auch klar, warum die mir unbekannte Art sich unmittelbar am Meer angesiedelt hat. Ich folge ihm weiter durch mehrere ihrer Bauten. Der anf\u00e4ngliche Eindruck best\u00e4tigt sich. Die Spezies scheint mir gegen\u00fcber freundlich gesonnen. \u00dcberall sehe ich offene T\u00fcren und ich werde herzlich begr\u00fc\u00dft. Meine anf\u00e4ngliche Aufregung wandelt sich nun in Neugier. Ich will mehr \u00fcber diese Spezies erfahren\u2026<\/em><br \/>\n<em> In den n\u00e4chsten Tagen nehme ich meinen Platz in ihrem Biotop ein. Sie nennen es die Abteilung f\u00fcr Kommunikation und Medien. Als ich in einem Raum mit offener T\u00fcr eintrete, erblicke ich einen Vertreter ihrer Art, der mich freundlich begr\u00fc\u00dft und sich mir als Jan Steffen vorstellt. Er lehrt mir zun\u00e4chst die Grunds\u00e4tze seines Handwerks. Dieser Vertreter wirkt besonders enthusiastisch bei seiner T\u00e4tigkeit. Zwischen der Kommunikation mit der Au\u00dfenwelt und vielen anderen T\u00e4tigkeiten, nimmt er sich ausgesprochen viel Zeit, um mich in die Lebensweise in seinem Biotop einzuweisen. Ich beginne mehr und mehr Informationen \u00fcber diese mir fremde Art zu sammeln\u2026<\/em><br \/>\n<em> In der darauf folgenden Woche erforsche ich mit Jan Steffen einen weiteren Teil ihres Lebensraumes. Wir steigen wie zu erwarten auf ein Schiff, um dort hinzugelangen. Als ich ankomme treffe ich mich mit einem weiteren Vertreter ihrer Art. Er stellt sich mir als Henk-Jan vor. Er erz\u00e4hlt mir \u00fcber eine mysteri\u00f6se Unterwassermaschine, die er entwickle. Er m\u00f6chte damit andere Arten im offenen Ozean erforschen. Die fremde Art scheint wirklich friedliche Absichten mit ihren geheimnisvollen Maschinen zu verfolgen. Meine Faszination f\u00fcr diese mir fremde Art steigt immer weiter, weil ich sehe, was sie in ihrer Gesamtheit erreichen k\u00f6nnen\u2026<\/em><br \/>\n<em> Nach meiner R\u00fcckkehr zu dem anderen Teil ihres Lebensraumes, beginne ich meine Beobachtungen zu verschriftlichen. Bei dieser Aufgabe wird mir bewusst, dass ich mich auch mit ihrer Sprache auseinandersetzen muss. R\u00e4tselhafte Worte wie pelagisch und benthisch schlage ich zun\u00e4chst nach. Doch als die sprachlichen Hemmnisse \u00fcberwunden sind er\u00f6ffnet sich mir eine unglaublich spannende Arbeit beim Schreiben. Ich beginne mich mehr und mehr in diese Fremde Art hineinzufinden und die Faszination an ihrer T\u00e4tigkeit nachzuvollziehen\u2026<\/em><\/p>\n<p><em>Ich bin Michael Stauske und bin nun mehr seit vier Wochen am GEOMAR in der Abteilung Kommunikation und Medien. Die fremde Art sind die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des GEOMARs, von dessen eigentlicher T\u00e4tigkeit ich bis dato nur eine grobe Vorahnung hatte. Allerdings verschlug es mich hierher, weil ich doch immer schon ein gro\u00dfes Interesse an der Erforschung des Lebensraumes Meer hatte. Die Arbeit hier vereint mein Interesse an Wissenschaft und an der \u00d6ffentlichkeitsarbeit. Ich hatte bisher die M\u00f6glichkeit ein spannendes Interview mit Dr. Henk-Jan Hoving \u00fcber PELAGIOS durchzuf\u00fchren, einer Unterwasserkamera, die zur Mengenm\u00e4\u00dfigen Erfassung von Organismen im offenen Ozean dient. Es wurde mir die M\u00f6glichkeit gegeben \u00fcber dieses Thema einen Artikel zu schreiben der im n\u00e4chsten Newsletter erscheinen wird. Neben diesem Interview konnte ich hier schon zahlreiche Erfahrung im journalistischen Arbeiten gewinnen und ich habe das Gef\u00fchl, dass sich dieses Praktikum als eindeutiger Kompetenzgewinn herausstellt.<\/em><br \/>\n<em> Nun habe ich noch weitere 2 Wochen spannender Beobachtung und Erkenntnisse \u00fcber diese mir fremde Art zu sammeln und freue mich darauf\u2026<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute ver\u00f6ffentlichen wir im Navigator-Blog einen Gastbeitrag von Michael Stauske. Michael studiert in Kiel Philosophie und Germanistik und sammelt in der Abteilung Kommunkation und Medien des GEOMAR erste Erfahrungen in der \u00d6ffentlichkeitsarbeit. Wir schreiben das Jahr 2016, 8. Februar, Punkt 9:00 Uhr. Ich bin in ihr Habitat eingedrungen. Aufgeregt betrete ich ihren Lebensraum. 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