{"id":3189,"date":"2016-02-22T16:07:35","date_gmt":"2016-02-22T14:07:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/?p=3189"},"modified":"2016-02-22T16:07:35","modified_gmt":"2016-02-22T14:07:35","slug":"denn-sie-wissen-nicht-was-sie-tun","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/2016\/02\/22\/denn-sie-wissen-nicht-was-sie-tun\/","title":{"rendered":"&#8230;denn sie wissen nicht was sie tun"},"content":{"rendered":"<p>In einem Zentrum wie dem GEOMAR zu arbeiten, geht f\u00fcr mich auch mit der Vorstellung einher, \u00fcber Forschung und Wissenschaft zu einem besseren Verst\u00e4ndnis der Welt und einer Reflektion ihrer Probleme beizutragen. Im Speziellen sind es am GEOMAR die Ozeane und deren Bewohner, die aber Teil der gro\u00dfen Fragen unserer Zeit sind, die sich mit Klima, Umweltschutz und Nachhaltigkeit besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<p>Eine sch\u00f6ne Aufgabe \u2013 und sei es auch nicht als Wissenschaftler sondern als deren Sprachrohr in der \u00d6ffentlichkeitsarbeit.<\/p>\n<p>In der vergangenen Woche wurde mir \u00fcber Presseanfragen zu den k\u00fcrzlich an der Nordseek\u00fcste gestrandeten 29 Pottwalen bewusst, dass zum Erkenntnisgewinn von Wissenschaft aber auch Forschungsarbeit geh\u00f6rt, auf welche man lieber verzichten m\u00f6chte. Die Untersuchung der Mageninhalte dieser Wale geh\u00f6rt sicherlich dazu.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"10.000 Tintenfische und mehr \u2013 der Mageninhalt der gestrandeten Pottwale\" width=\"484\" height=\"272\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/thI3SZ91ST4?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>Und Verzicht dr\u00fcckt hier auch eher den Wunsch aus, dass man diese gigantischen Meeress\u00e4uger lieber quicklebendig in den Tiefen der Ozeane sehen m\u00f6chte als in Resten auf den Labortischen unseres Instituts. Doch geben eben diese Reste Auskunft dar\u00fcber, warum die Pottwale an der Nordseek\u00fcste gestrandet sind.<\/p>\n<p>Wenn Studenten und Wissenschaftler sich dann mit dem letzten gro\u00dfen Fra\u00df dieser Tiere besch\u00e4ftigen, ist das hochinteressant aber eben auch mit einer gewissen Demut und Traurigkeit ob ihres Schicksals verbunden.<\/p>\n<p>Dem leitenden Wissenschaftler dieser Untersuchungen zufolge handelt es sich bei den Pottwalen um junge Bullen, die erst 10 \u2013 15 Jahre alt waren. Nach seinen Worten \u201ejunge Halbstarke\u201c. Und ich denke zwangsl\u00e4ufig an den James-Dean-Klassiker von 1955 \u201e&#8230;denn sie wissen nicht was sie tun\u201c. Auch hier junge Halbstarke, die nur ihre Kraft austoben und tragisch enden.<\/p>\n<p>Warum die Wale letzlich an den Nordseek\u00fcsten Gro\u00dfbritanniens, den Niederlanden und Deutschlands gestrandet sind, ist noch unklar. Die Untersuchungen finden noch statt.<\/p>\n<p>Ren\u00e9 Dettmann<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einem Zentrum wie dem GEOMAR zu arbeiten, geht f\u00fcr mich auch mit der Vorstellung einher, \u00fcber Forschung und Wissenschaft zu einem besseren Verst\u00e4ndnis der Welt und einer Reflektion ihrer Probleme beizutragen. 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