{"id":3005,"date":"2015-12-10T22:22:17","date_gmt":"2015-12-10T20:22:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/?p=3005"},"modified":"2015-12-11T20:50:32","modified_gmt":"2015-12-11T18:50:32","slug":"so244-geosea-die-unbekannte-unterwelt-der-sonne","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/2015\/12\/10\/so244-geosea-die-unbekannte-unterwelt-der-sonne\/","title":{"rendered":"SO244 GeoSEA \u2013 Die unbekannte Unterwelt der SONNE"},"content":{"rendered":"<p><em>(English version below)<\/em> Heidrun und Dietrich k\u00f6nnen wieder zwei H\u00e4kchen auf der Das-haben-wir-geschafft-Liste setzen. Die Konfiguration der GeoSEA-Messnetze ist seit gestern Abend abgeschlossen, der Dunker (<a href=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/2015\/12\/09\/so244-geosea-die-erste-nacht-alleine-auf-see\/\" target=\"_blank\">siehe Beitrag von gestern<\/a>) ist schon wieder verpackt. Auch den Waveglider haben wir nach seiner zweiten Nachtfahrt heute morgen wieder sicher geborgen. Patrick, Torge und Florian \u00fcberpr\u00fcfen und verpacken ihn jetzt ebenfalls. Am Ende der Reise wird er ein vorl\u00e4ufiges neues Zuhause in Chile finden. Von dort kann er relativ einfach eingesetzt werden, um Daten von den GeoSEA-Netzwerken anzurufen (<a href=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/2015\/12\/02\/so244-geosea-kollege-langstreckenschwimmer-our-long-distance-swimmer\/\" target=\"_blank\">siehe Beitrag vom 2.12.<\/a>).<\/p>\n<p>Jetzt widmen wir uns einer T\u00e4tigkeit, die zu den absoluten Grundlagen jeder Marinen Geowissenschaft geh\u00f6rt: Wir kartieren den Meeresboden. Es ist ja leider nicht so, dass wir nur Prozesse tief im Meeresboden oder Details der Plattenbewegungen nicht kennen. Wir kennen noch nicht einmal den Meeresboden genau. H\u00f6chstens zehn Prozent sind bisher pr\u00e4zise kartiert. Zehn Prozent von zwei Dritteln der Erdoberfl\u00e4che! Auch hier vor Chile klaffen noch gro\u00dfe L\u00fccken in den bathymetrischen (Bathymetrie = Vermessung der Tiefe) Karten. Eine dieser L\u00fccken wollen wir heute und morgen schlie\u00dfen. Florian hat daf\u00fcr mehrere Nord-S\u00fcd-Kurse berechnet, die insgesamt 320 Seemeilen umfassen. Bei acht Knoten sind wir daf\u00fcr fast 40 Stunden unterwegs. W\u00e4hrend dieser Zeit tastet ein F\u00e4cherecholot der SONNE permanent den Boden 4000 Meter unter uns ab. Aus den Laufzeiten der Schallsignale k\u00f6nnen Karten berechnet werden, die immerhin eine Aufl\u00f6sung von ca. 75 Metern haben. Wer es noch genauer ben\u00f6tigt, muss Ger\u00e4te einsetzen, die auch zum Meeresboden tauchen k\u00f6nnen, zum Beispiel das <a href=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/auv-team-geomar\/\" target=\"_blank\">AUV ABYSS<\/a>.<\/p>\n<p>Zum Gl\u00fcck kann ich es mir bei diesem Thema einigerma\u00dfen einfach machen, denn zum Thema \u201eKartierung des Meeresbodens\u201c hat unsere Kollegin Meike Klischies einen <a href=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mappingtheoceanfloor\/\" target=\"_blank\">eigenen Blog<\/a> begonnen. Schauen Sie einfach dort nach. Meike ist aktuell mit dem amerikanischen Forschungsschiff KILO MOANA im Zentralpazifik unterwegs, aber sie freut sich \u00fcber Nachfragen und Kommentare.<\/p>\n<p>Gelegenheit f\u00fcr mich, noch einmal kurz auf unsere derzeitige Heimat, die <a href=\"https:\/\/www.bmbf.de\/pub\/Forschungsschiff_SONNE_bf.pdf\" target=\"_blank\">SONNE<\/a> einzugehen. Kurz die Kerndaten: Sie ist 116 Meter lang, 21 Meter breit. Ihre Besatzung besteht aus 31 Frauen und M\u00e4nnern, zudem bietet sie Platz f\u00fcr bis zu 40 Wissenschaftler. Als solcher (oder als mitreisender Wissenschaftskommunikator) erlebt man das Schiff haupts\u00e4chlich ab H\u00f6he Hauptdeck. Hier liegen die meisten Labore, die Datenzentrale, der offene Arbeitsbereich an Steuerbord und am Heck (Arbeitsdeck). Im vorderen Bereich des Hauptdecks befindet sich auch meine Kammer. In den h\u00f6heren Decks findet man noch die Messe, weitere Unterk\u00fcnfte, schlie\u00dflich die Br\u00fccke, das offene Peildeck und den Beobachtungsraum (<a href=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/2015\/12\/04\/so244-geosea-rundgang-uber-die-sonne-a-tour-of-the-sonne\/\" target=\"_blank\">siehe dazu auch den Beitrag von Florian G. am 4.12.<\/a>).<\/p>\n<p>Gestern hatte ich allerdings zusammen mit einigen anderen GeoSEA-Teammitgliedern die Gelegenheit, einen Blick in die f\u00fcr uns sonst gesperrten Bereiche der unteren Decks zu werfen. Achim, der \u201eChief\u201c hier an Bord (Chef der Schiffstechnik), hat uns durch die Maschinen- und Betriebsr\u00e4ume gef\u00fchrt. Dort stehen vier Dieselgeneratoren mit einer Gesamtleistung von 6100 kW. Der Strom, den sie produzieren, betreibt unter anderem die elektrischen Antriebsmaschinen. Insgesamt verf\u00fcgt das Schiff \u00fcber zwei Festpropeller, zwei um 360\u00b0 drehbare Thruster und einen Pumpjet. Mit dem Strom der Dieselgeneratoren werden aber auch alle anderen Verbraucher an Bord versorgt \u2013 von der Leselampe \u00fcber meiner Koje bis zur K\u00fchlung des Klimalabors und den Motoren der gro\u00dfen Winden.<\/p>\n<p>Die SONNE ist nicht nur mit modernster wissenschaftlicher Infrastruktur ausgestattet, sie ist auch\u00a0 m\u00f6glichst sicher gebaut worden. Eigentlich sind alle Anlagen mindestens doppelt vorhanden und auf jeweils verschiedene Feuerbereiche beziehungsweise wasserdichte Abteilungen verteilt. Das hei\u00dft im Ernstfall k\u00f6nnte eine komplette Abteilung ausbrennen oder voll Wasser laufen \u2013 das Schiff w\u00e4re immer noch in der Lage, sicher den n\u00e4chsten Hafen anzulaufen. Erleben wollen wir das aber nicht.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem ist die SONNE mit dem blauen Engel zertifiziert. Daf\u00fcr mussten beim Bau und m\u00fcssen beim Betrieb jede Menge Kriterien erf\u00fcllt werden, wie der Chief uns auf der Tour erkl\u00e4rt \u2013 angefangen bei einem m\u00f6glichst ungiftigen Unterwasseranstrich \u00fcber Abgasreinigungsanlagen bis hin zu M\u00fclltrennung und Abwasseraufbereitung.<\/p>\n<p>Die umfangreiche technische Ausstattung f\u00fchrt allerdings dazu, dass es in den schiffstechnischen R\u00e4umen eng wie in einem U-Boot ist. Jeder Raum, jede Ecke ist mit Ger\u00e4ten, Maschinen, Rohrleitungen und Kabeln vollgestopft. Zus\u00e4tzlich ist es nat\u00fcrlich hei\u00df und laut. Hier unten zu arbeiten w\u00e4re f\u00fcr die meisten von uns sicherlich kein Vergn\u00fcgen. Auch die Techniker werden sich freuen, dass sie \u2013 theoretisch \u2013 die meisten Bedienvorg\u00e4nge automatisiert vom Leitstand aus durchf\u00fchren k\u00f6nnen. Hier laufen auch alle Alarme auf, die die rund 10.000 technischen Messstellen im Schiff geben k\u00f6nnen. Da die SONNE aber recht neu und ein extrem komplexes System ist, haben die Techniker immer noch viel in den Maschinenr\u00e4umen zu tun, um alle m\u00f6glichen kleineren und gr\u00f6\u00dferen Kinderkrankheiten zu beseitigen.<\/p>\n<p>Wir jedenfalls sind beeindruckt vom dem technischen Aufwand, der es uns erm\u00f6glicht, die Erde dort zu erforschen, wo sie bisher noch fast unbekannt ist \u2013 auf hoher See.<\/p>\n<p>Mit besten Gr\u00fc\u00dfen vom gesamten GeoSEA-Team,<\/p>\n<p>Jan<\/p>\n<p>(unser aktuelle Position: <a href=\"http:\/\/www.sailwx.info\/shiptrack\/shipposition.phtml?call=DBBE\" target=\"_blank\">22\u00b0 05,0&#8242; S 71\u00b0 34,8&#8242; W<\/a>)<\/p>\n<div id=\"attachment_3009\" style=\"width: 494px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3009\" class=\"size-medium wp-image-3009\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2015\/12\/151210_1257_0865_SO244_JSteffen-GEOMAR_Medium-484x323.jpg\" alt=\"Florian plant im Hydroakustiklabor die Wegpunkte f\u00fcr die Vermessung des Meeresbodens \/ Florian plans waypoints for for the next two days. Photo: Jan Steffen, GEOMAR \" width=\"484\" height=\"323\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2015\/12\/151210_1257_0865_SO244_JSteffen-GEOMAR_Medium-484x323.jpg 484w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2015\/12\/151210_1257_0865_SO244_JSteffen-GEOMAR_Medium.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 484px) 100vw, 484px\" \/><p id=\"caption-attachment-3009\" class=\"wp-caption-text\">Florian plant im Hydroakustiklabor die Wegpunkte f\u00fcr die Vermessung des Meeresbodens \/ Florian plans waypoints for for the next two days. Photo: Jan Steffen, GEOMAR<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_3010\" style=\"width: 494px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3010\" class=\"size-medium wp-image-3010\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2015\/12\/151210_1737_0874_SO244_JSteffen-GEOMAR_Medium-484x323.jpg\" alt=\"Kisten packen... An Deck bereiten wir uns bereits auf die R\u00fcckreise vor \/ Loading containers... on deck preparations for the journey back have started. Photo: Jan Steffen, GEOMAR\" width=\"484\" height=\"323\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2015\/12\/151210_1737_0874_SO244_JSteffen-GEOMAR_Medium-484x323.jpg 484w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2015\/12\/151210_1737_0874_SO244_JSteffen-GEOMAR_Medium.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 484px) 100vw, 484px\" \/><p id=\"caption-attachment-3010\" class=\"wp-caption-text\">Kisten packen&#8230; An Deck bereiten wir uns bereits auf die R\u00fcckreise vor \/ Loading containers&#8230; on deck preparations for the journey back have started. Photo: Jan Steffen, GEOMAR<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_3013\" style=\"width: 494px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3013\" class=\"size-medium wp-image-3013\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2015\/12\/151209_1554_0824_SO244_JSteffen-GEOMAR_Medium-484x323.jpg\" alt=\"Chief Achim gibt uns einen \u00dcberblick \u00fcber die Maschinen- und Betriebsr\u00e4ume der SONNE \/ Chief Achim explains the engine rooms of the SONNE. 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Photo: Jan Steffen, GEOMAR<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_3012\" style=\"width: 494px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3012\" class=\"size-medium wp-image-3012\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2015\/12\/151209_1553_0823_SO244_JSteffen-GEOMAR_Medium-484x323.jpg\" alt=\"Der Leitstand der SONNE \/ The central control station of the SONNE. Photo: Jan Steffen, GEOMAR\" width=\"484\" height=\"323\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2015\/12\/151209_1553_0823_SO244_JSteffen-GEOMAR_Medium-484x323.jpg 484w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2015\/12\/151209_1553_0823_SO244_JSteffen-GEOMAR_Medium.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 484px) 100vw, 484px\" \/><p id=\"caption-attachment-3012\" class=\"wp-caption-text\">Der Leitstand der SONNE \/ The central control station of the SONNE. Photo: Jan Steffen, GEOMAR<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_3015\" style=\"width: 494px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3015\" class=\"size-medium wp-image-3015\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2015\/12\/151209_1622_0835_SO244_JSteffen-GEOMAR_Medium-484x323.jpg\" alt=\"Ein typischer Raum f\u00fcr ein Forschungsschiff: der Windenraum \/ A typical feature for research vessels: the winch room. 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Photo: Jan Steffen, GEOMAR<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_3014\" style=\"width: 494px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3014\" class=\"size-medium wp-image-3014\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2015\/12\/151209_1614_0830_SO244_JSteffen-GEOMAR_Medium-484x323.jpg\" alt=\"Ein typischer Raum f\u00fcr ein Forschungsschiff: der Windenraum \/ A typical feature for research vessels: the winch room. 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The configuration of the GeoSEA-monitoring networks is finished since yesterday evening, the Dunker (<a href=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/2015\/12\/09\/so244-geosea-die-erste-nacht-alleine-auf-see\/\" target=\"_blank\">see yesterday&#8217;s post<\/a>) is packed again. The Wave Glider has been recovered safely after his second night trip this morning. Patrick, Torge and Florian check it and pack it also. At the end of the trip he will find a temporary new home in Chile. From there, it can be used relatively simply to retrieve data from the GeoSEA networks (<a href=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/2015\/12\/02\/so244-geosea-kollege-langstreckenschwimmer-our-long-distance-swimmer\/\" target=\"_blank\">see post of 2 Dec<\/a>).<\/em><\/p>\n<p><em>Now we&#8217;ve started an activity which is one of the basics of Marine Geoscience: We map the oceanfloor. Of course our knowledge about processeses deep in the seabed or about the details of plate tectonics is limited. But we do not even know the seabed accurately. Less than ten percent are mapped precisely, to date. Ten percent of two-thirds the Earth&#8217;s surface! Off Chile there are also large gaps in the bathymetric (bathymetry = measurement of depth) maps. One of these gaps we want to close today and tomorrow. Florian has planned several north-south courses, which include a total of 320 nautical miles. At eight knots we&#8217;ll need almost 40 hours for these tracks. During this time, the multibeam echosounder of the SONNE permanently scans the seabed 4000 meters below us. From the time the sound signals needs to reach the ground and back, maps can be calculated. These will have a resolution of approximately 75 meters. If you need even more precise maps, you have to use equipment that can dive to the seabed, for example, the AUV Abyss.<\/em><\/p>\n<p><em>Luckily, I can make it short with this topic. Our colleague Meike Klischies started her own blog about &#8220;<a href=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mappingtheoceanfloor\" target=\"_blank\">mapping the oceanfloor<\/a>&#8221; last November. Just have a look for there. Meike is currently working on the US-American research vessel KILO MOANA in the central Pacific and she is looking forward to your questions and comments. <\/em><\/p>\n<p><em>This is a good opportunity for me to write about our current home, the RV SONNE. In short, the basic data: She is 116 meters long, 21 meters wide. Her crew consists of 31 men and women, additionally it can accommodate up to 40 scientists. As such (or as a science communicator accompanying the scientists), you experience the ship mainly from the main deck level upwards. Here are the majority of laboratories, the data center, the open work area on the starboard side and at the stern (the working deck). In the front part of the main deck there are also scientist&#8217;s chambers, including mine. In the upper decks you can find the mess, more scientist and crew accommodation, the bridge, the monkey island the observation room (<a href=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/2015\/12\/04\/so244-geosea-rundgang-uber-die-sonne-a-tour-of-the-sonne\/\" target=\"_blank\">see also the post by Florian, posted on 2. Dec<\/a>).<\/em><\/p>\n<p><em>Yesterday, however, I together with some other scientists had the chance to have a look into the otherwise restricted areas in the lower decks. Achim, the Chief here on board, led us through the engine and operation rooms. There are four diesel generators with a total output of 6100 kW. The electricity they produce, among other things, operates the electric propulsion engines. Overall, the ship has two fixed propellers, two 360\u00b0-rotatable thrusters and a pump jet. But the diesel generators also supply all other consumers on board &#8211; from the small lamp above my bunk to the cooling of the climate lab, to the engines of the great winches.<\/em><\/p>\n<p><em>The SONNE is not only equipped with the most modern scientific infrastructure, it is also a very safe ship. Virtually all engines are at least doubled and they are distributed in different fire areas and watertight compartments. If in a case of emergency where an entire department would burn out or fill with water, the ship would still be able to proceed safely to the next port. Of course, we do not want to experience this. <\/em><\/p>\n<p><em>In addition, the SONNE is certified with the German eco-label \u201cDer Blaue Engel\u201d (the blue angel). Therefore many criteria had to be observed during construction and still have to be observed during operation, as the Chief told us on the tour. The ship has an environment-friendly underwater paint, an emission cleaning systems, waste separation and waste water treatment plant.<\/em><\/p>\n<p><em>The extensive technical equipment results, however, in the fact that the ships engine rooms are narrow like in a submarine. Every room, every corner is crammed with equipment, machinery, pipelines and cables. In addition, it is of course hot and noisy. Certainly for the most of us it would be no pleasure to work here. I&#8217;m sure even the ship&#8217;s technicians are glad that they can carry out most operations from the central control center \u2013 in theory at least. As the SONNE is quite new and an extremely complex system, the engineers still have much to do in the engine rooms in order to eliminate all possible minor and major mechanical issues.<\/em><\/p>\n<p><em>Anyhow, we are impressed by the technical complexity, which allows us to explore the earth where it is still almost unknown &#8211; on the high seas.<\/em><\/p>\n<p><em>Best regards from the entire GeoSEA-team<\/em><\/p>\n<p><em>Jan<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(English version below) Heidrun und Dietrich k\u00f6nnen wieder zwei H\u00e4kchen auf der Das-haben-wir-geschafft-Liste setzen. Die Konfiguration der GeoSEA-Messnetze ist seit gestern Abend abgeschlossen, der Dunker (siehe Beitrag von gestern) ist schon wieder verpackt. Auch den Waveglider haben wir nach seiner zweiten Nachtfahrt heute morgen wieder sicher geborgen. Patrick, Torge und Florian \u00fcberpr\u00fcfen und verpacken ihn [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":3011,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[32],"tags":[],"class_list":["post-3005","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-kommunikation"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3005","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3005"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3005\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3028,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3005\/revisions\/3028"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3011"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3005"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3005"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3005"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}