{"id":2757,"date":"2015-11-21T12:10:02","date_gmt":"2015-11-21T10:10:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/?p=2757"},"modified":"2015-11-21T12:10:02","modified_gmt":"2015-11-21T10:10:02","slug":"wiedersehen-in-chile-mit-fs-sonne-auf-expedition-so244-geosea","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/2015\/11\/21\/wiedersehen-in-chile-mit-fs-sonne-auf-expedition-so244-geosea\/","title":{"rendered":"Wiedersehen in Chile: Mit FS SONNE auf Expedition (SO244 GEOSEA)"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wie schnell die Zeit vergeht. Jetzt ist es schon ein Jahr her, dass wir hier im OceanNavigator-Blog <a href=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/2014\/11\/22\/navigators-wochenbericht-endlich-sonne\/\" target=\"_blank\">erstmals ausf\u00fchrlich \u00fcber das neueste deutsche Forschungsschiff SONNE<\/a> berichten konnten. Am 17. November 2014 war sie in Wilhelmshaven offiziell in Dienst gestellt worden. Danach pr\u00e4sentierte sie sich in Bremen, Hamburg, Rostock und in Kiel der \u00d6ffentlichkeit, bevor sie am 3. Dezember 2014 f\u00fcr mehrere Jahre deutsche Gew\u00e4sser verlie\u00df.<\/p>\n<p>Die Vorstellungsreise war eine Reise f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit, deshalb waren wir &#8220;\u00d6ffentlichkeitsarbeiter&#8221; der beteiligten Institute und Zentren dabei. Wir lebten nicht an Bord, sondern kamen jeweils nur f\u00fcr die Open Ship-Zeiten, aber wir waren schon sehr beeindruckt von der Gr\u00f6\u00dfe, den Einrichtungen, von den technischen M\u00f6glichkeiten. Ich jedenfalls war es und ich glaube ich kann auch f\u00fcr die Kolleginnen und Kollegen sprechen.<\/p>\n<p>Danach mussten wir aber genau wie die vielen staunenden G\u00e4ste in den H\u00e4fen Lebewohl sagen und konnten die Wege der SONNE nur noch aus der Ferne bzw. in Blogs verfolgen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_1681\" style=\"width: 494px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/2014\/12\/03\/navigators-wochenbericht-adieu-sonne\/2014-12-02_sonne-rovtest-098_900px_jsteffen-geomar\/#main\" rel=\"attachment wp-att-1681\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1681\" class=\"wp-image-1681 size-medium\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2014\/12\/2014-12-02_SONNE-ROVTest-098_900px_JSteffen-GEOMAR-484x322.jpg\" alt=\"Die SONNE auf Testfahrt in der Kieler Bucht. Foto: J. Steffen, GEOMAR\" width=\"484\" height=\"322\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2014\/12\/2014-12-02_SONNE-ROVTest-098_900px_JSteffen-GEOMAR-484x322.jpg 484w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2014\/12\/2014-12-02_SONNE-ROVTest-098_900px_JSteffen-GEOMAR.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 484px) 100vw, 484px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1681\" class=\"wp-caption-text\">Abschied von FS SONNE im Dezember 2014. Nach ihrer Vorstellungsreise durch die norddeutschen K\u00fcstenl\u00e4nder verlie\u00df sie f\u00fcr mehrere Jahre deutsche Gew\u00e4sser. Ihr Haupteinsatzgebiet ist der Pazifik. Foto: J. Steffen, GEOMAR<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich ist das Schiff f\u00fcr die Wissenschaft gebaut worden. Die hat es seitdem intensiv genutzt, unter anderem f\u00fcr Untersuchungen zur <a href=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/so237\/\" target=\"_blank\">Tiefseebiologie<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/eadsm\/\" target=\"_blank\">f\u00fcr Untersuchungen zu Manganknollenfeldern im Pazifik<\/a> oder f\u00fcr Forschungen zum <a href=\"http:\/\/www.geomar.de\/forschen\/expeditionen\/detailansicht\/exp\/completed\/332842\/\" target=\"_blank\">Gasaustausch zwischen Pazifik und Atmosph\u00e4re<\/a>. Die Wissenschaftler haben uns von ihren Erfahrungen und Ergebnissen berichtet, wir haben daraus <a href=\"http:\/\/www.geomar.de\/news\/article\/faszinierendes-fotomosaik-aus-4000-metern-tiefe\/\" target=\"_blank\">Pressemitteilungen<\/a> geschrieben und auch Filmprojekte \u00fcber Forschungen auf der SONNE betreut &#8211; aber alles nur aus der Ferne.<\/p>\n<p>Doch jetzt, nach einem Jahr, soll es f\u00fcr mich ein reales Wiedersehen geben.<\/p>\n<p>Die SONNE ist aktuell vor der K\u00fcste von Chile im Einsatz. Dort vermisst ein Team unter der Leitung des Geologen Jan Behrmann den Meeresboden. Dabei nutzt es intensiv das AUV ABYSS. Das AUV-Team berichtet \u00fcber die Arbeit <a href=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/auv-team-geomar\/\" target=\"_blank\">in seinem Blog<\/a>.<\/p>\n<p>In der kommenden Woche erfolgt der Teamwechsel. Ab dem 27. November wird ein zweites Team unter Leitung der Geophysiker Heidrun Kopp und Dietrich Lange auf Grundlage der gerade vom AUV erstellten Karten am Meeresboden in 2000 bis 4000 Meter Wassertiefe ein geod\u00e4tisches Messnetz aufbauen. Warum? <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Erdbeben#Historische_Erdbeben\" target=\"_blank\">Chile steht auf der Liste der erdbebengef\u00e4hrdeten L\u00e4nder ganz weit oben<\/a>. Schuld ist die pazifischen Nazca-Erdplatte, die sich vor Chile unter die s\u00fcdamerikanische Erdplatte schiebt. &#8220;Vor&#8221; ist das entscheidende Wort. Denn die Plattengrenze befindet sich unter Wasser.<\/p>\n<p>An Land ist es heutztage recht einfach m\u00f6glich, die Bewegungen von Erdplatten zu messen. Man stelle einfach diesseits und jenseits der Plattengrenze Messger\u00e4te mit Satellitennavigation (GPS) auf. Die haben Messgenauigkeiten im Millimeterbereich. So l\u00e4sst sich relativ einfach vor, w\u00e4hrend und nach einem Erdbeben messen, wie sich die Platten bewegen und verformen.<\/p>\n<p>Unter Wasser funktioniert das leider nicht. Dort haben GPS-Ger\u00e4te keinen Empfang.<\/p>\n<p>Die L\u00f6sung besteht in einem Netz von Messger\u00e4ten, die mit Schall den Abstand voneinander messen und so die Bewegung des Untergrundes aufzeichnen. Schall \u00fcbertr\u00e4gt sich unter Wasser n\u00e4mlich hervorragend.<\/p>\n<p>Klingt einfach in der Theorie. In der Praxis gibt es dann doch das eine oder andere Problem. Schlie\u00dflich ist das System ganz neu und soll zum ersten Mal in diesem Umfang in so gro\u00dfen Wassertiefen abgesetzt werden.<\/p>\n<p>Doch zu viel will ich hier nicht verraten. Nur das: Ich darf meinen Schreibtisch in der Abteilung Kommunikation und Medien des GEOMAR ausnahmsweise gegen eine Kammer auf der SONNE tauschen und das Team begleiten. Wie alle an Bord, die nicht zur Stammbesatzung geh\u00f6ren, werde ich in eine der wissenschaftlichen Wachen eingeteilt und den Experten zur Hand gehen. Aber nebenbei werde ich hier auch \u00fcber die Arbeiten und das Leben an Bord berichten. Und dar\u00fcber, warum Abstandsmessung im Millimeterbereich auf 4000 Meter Wassertiefe doch nicht so einfach ist. Und wie die Probleme gel\u00f6st werden k\u00f6nnen. Und ob sich die vier Jahre intensive Vorbereitung der Abteilung Geophysik auszahlen. Und, und, und&#8230;<\/p>\n<p>Alle weitere Eintr\u00e4ge zu dieser Fahrt werden mit SO244 (Nummer der Expedition) und GEOSEA (Titel des Projekts) \u00fcberschrieben sein. Damit man sie auch schnell finden kann. \u00dcber Fragen und Kommentare freuen wir uns nat\u00fcrlich auch.<\/p>\n<p>Also, hoffentlich bis bald aus Chile,<\/p>\n<p>Jan Steffen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Wie schnell die Zeit vergeht. Jetzt ist es schon ein Jahr her, dass wir hier im OceanNavigator-Blog erstmals ausf\u00fchrlich \u00fcber das neueste deutsche Forschungsschiff SONNE berichten konnten. Am 17. November 2014 war sie in Wilhelmshaven offiziell in Dienst gestellt worden. 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