{"id":219,"date":"2013-11-01T16:20:45","date_gmt":"2013-11-01T14:20:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/?p=219"},"modified":"2014-05-07T14:58:10","modified_gmt":"2014-05-07T12:58:10","slug":"tag-der-deutschen-einheit-stuttgart-besucher-fragen-wissenschaftler-antworten-v","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/2013\/11\/01\/tag-der-deutschen-einheit-stuttgart-besucher-fragen-wissenschaftler-antworten-v\/","title":{"rendered":"Tag der deutschen Einheit Stuttgart: Besucher fragen \u2013 Wissenschaftler antworten (V)"},"content":{"rendered":"<p>Kurz vorm Wochenende hier die f\u00fcnfte Folge \u201e<a href=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/2013\/10\/09\/tag-der-deutschen-einheit-stuttgart-besucher-fragen-wissenschaftler-antworten-i\/\">Besucher fragen \u2013 Wissenschaftler antworten<\/a>\u201c. Dieses Mal berichten GEOMAR-Experten \u00fcber Rohstoffe im Meer und Forschungs-U-Boote, die 6.000 Meter in die Tiefe tauchen k\u00f6nnen:<\/p>\n<p><strong>Wie viele U-Boote gibt es, die 6.000 Meter tief tauchen k\u00f6nnen?<\/strong><br \/>\n<em>\u201eSoweit ich wei\u00df gibt es weltweit vier Tauchboote, die mindestens 6 000 Meter tief tauchen k\u00f6nnen:<\/em><br \/>\n<em>&#8211; NAUTILE (Frankreich): Tiefsee-U-Boot, Besatzung: 3 Mann, Tauchtiefe: 6.000 Meter.<\/em><br \/>\n<em>&#8211; MIR 1 und MIR 2 (Russland): zwei Forschungstauchboote, Besatzung: jeweils 3 Mann, maximale Tauchtiefe: 6.000 Meter.<\/em><br \/>\n<em>&#8211; SHINKAI 6500 (Japan): Tiefsee-U-Boot, Besatzung: 3 Mann, maximale Tauchtiefe: 6.500 Meter <\/em><br \/>\n<em>Das wohl bekannteste Tauchboot ist vermutlich ALVIN, ein amerikanisches Boot, das jedoch nur 4.500 Meter tief taucht. Ber\u00fchmt geworden ist es vermutlich Ende der 70er, als mit ALVIN erstmals die Schwarzen Raucher im Pazifik entdeckt wurden.\u201c<\/em><br \/>\nDr. Olaf Pfannkuche, Leiter des Technik- und Logistikzentrums am GEOMAR<\/p>\n<div id=\"attachment_226\" style=\"width: 356px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2013\/11\/Manus-Basin_58GTVAgroup10_300dpi.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-226\" class=\"size-medium wp-image-226\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2013\/11\/Manus-Basin_58GTVAgroup10_300dpi-346x260.jpg\" alt=\"Hier sieht man ein Massivsulfid. Dabei handelt es sich um kupferreiche Sulfide aus dem Manus Becken (Papua Neuguinea). Das sieht man an der gr\u00fcnen Farbe, die von Kupfer-Chloriden kommt. Diese Proben enthalten zudem auch hohe Konzentrationen an Gold. (Foto: Sven Petersen (Forschungsfahrt RVSonne SO166, 2002))\" width=\"346\" height=\"260\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2013\/11\/Manus-Basin_58GTVAgroup10_300dpi-346x260.jpg 346w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2013\/11\/Manus-Basin_58GTVAgroup10_300dpi-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2013\/11\/Manus-Basin_58GTVAgroup10_300dpi.jpg 1181w\" sizes=\"auto, (max-width: 346px) 100vw, 346px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-226\" class=\"wp-caption-text\">Hier sieht man ein Massivsulfid. Dabei handelt es sich um kupferreiche Sulfide aus dem Manus Becken (Papua Neuguinea). Das sieht man an der gr\u00fcnen Farbe, die von Kupfer-Chloriden kommt. Diese Proben enthalten zudem auch hohe Konzentrationen an Gold.<br \/>(Foto: Sven Petersen (Forschungsfahrt RV Sonne SO166, 2002))<\/p><\/div>\n<p><strong>Hat Deutschland Rohstoffvorkommen im Meer? Und wenn ja, wo und wie viele?<\/strong><br \/>\n<em>\u201eJa, auch Deutschland hat Rohstoffvorkommen im Meer. Dazu geh\u00f6ren zum einen die Sand- und Kiesvorkommen vor den K\u00fcsten. Hiervon h\u00f6rt man ja meist dann, wenn in Sylt wieder mal der Strand neu aufgesp\u00fclt werden muss. Zum anderen geh\u00f6ren, in eher geringen Mengen, \u00d6l und Gas, sowohl in der Nordsee als auch in der Ostsee, dazu (Stichpunkte Mittelplatte oder aber auch die Vorkommen von Schwedeneck bei Kiel). Au\u00dferdem versucht Deutschland sich auch in der Tiefsee an der Erforschung von mineralischen Rohstoffen zu beteiligen. Dazu geh\u00f6ren die sogenannten Manganknollen, kobaltreiche Mangankrusten und Massivsulfide. <\/em><br \/>\n<em>Deutschland h\u00e4lt seit 2006 eine Erkundungslizenz f\u00fcr Manganknollen im westlichen Pazifik, die von der Internationalen Meeresbodenbeh\u00f6rde (ISA) in Jamaika vergeben wurde. Das Lizenzgebiet hat eine Ausdehnung von 75 000 Quadratkilometern. F\u00fcr 15 Jahre, also bis 2021, darf Deutschland (vertreten durch die Bundesanstalt f\u00fcr Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover) das Rohstoffpotential dieser Manganknollen dort untersuchen. Ein m\u00f6glicher Abbau muss beantragt werden (wieder bei der ISA) und kann erst nach 2021 erfolgen. <\/em><br \/>\n<em>Im Jahr 2014 wird Deutschland dar\u00fcber hinaus eine weitere Erkundungslizenz, diesmal f\u00fcr Massivsulfide (schwarze Raucher) im Indischen Ozean beantragen. Diese sind deutlich kleiner (10 000 Quadratkilometer), da auch die Vorkommen sehr viel geringer sind.<\/em><br \/>\n<em>F\u00fcr eine Einf\u00fchrung in das Thema ist der <a href=\"http:\/\/worldoceanreview.com\/wor-1\/?PHPSESSID=5c5292dabfd20830b7c6578a934549d2\">World Ocean Review 1<\/a> des Mare Verlages geeignet. Hier wird allgemeinverst\u00e4ndlich die Entstehung dieser Ressourcen und ihre Verbreitung darstellt.\u201c<\/em><br \/>\nDr. Sven Petersen, Rohstoffgeologe am GEOMAR<\/p>\n<p>Wer also dieses Wochenende auf Partys oder im Freundeskreis mit Fachwissen gl\u00e4nzen will, hat hier wieder was dazugelernt \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Bis n\u00e4chste Woche,<br \/>\nGesa Seidel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kurz vorm Wochenende hier die f\u00fcnfte Folge \u201eBesucher fragen \u2013 Wissenschaftler antworten\u201c. Dieses Mal berichten GEOMAR-Experten \u00fcber Rohstoffe im Meer und Forschungs-U-Boote, die 6.000 Meter in die Tiefe tauchen k\u00f6nnen: Wie viele U-Boote gibt es, die 6.000 Meter tief tauchen k\u00f6nnen? \u201eSoweit ich wei\u00df gibt es weltweit vier Tauchboote, die mindestens 6 000 Meter tief [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":22,"featured_media":221,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[32],"tags":[],"class_list":["post-219","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-kommunikation"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/219","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/users\/22"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=219"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/219\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":787,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/219\/revisions\/787"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/media\/221"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=219"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=219"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=219"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}