{"id":1303,"date":"2014-09-19T15:30:03","date_gmt":"2014-09-19T13:30:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/?p=1303"},"modified":"2014-09-25T16:13:54","modified_gmt":"2014-09-25T14:13:54","slug":"navigators-wochenbericht-von-der-flaschenpost-zum-tauchroboter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/2014\/09\/19\/navigators-wochenbericht-von-der-flaschenpost-zum-tauchroboter\/","title":{"rendered":"Navigators Wochenbericht: Von der Flaschenpost zum Tauchroboter"},"content":{"rendered":"<p>Vor gut einem Jahr fand der amerikanische Hafenangestellte Keith Moreis am Strand von Martha\u2019s Vineyard in Massachusetts eine Flaschenpost mit der Aufschrift <a title=\"Bericht der Dailymail\" href=\"http:\/\/www.dailymail.co.uk\/news\/article-2583453\/Take-VERY-long-way-home-Bottle-set-adrift-54-years-ago-government-experiment-washes-near-beach-set-adrift-from.html\" target=\"_blank\">\u201eBreak this bottle\u201c<\/a>. Im Innern der Flasche befand sich eine Postkarte, die besagt, dass die Flasche genau heute vor 55 Jahren, n\u00e4mlich am 19. September 1959, \u00fcber Bord ging. Zu welchem Zweck? Meeresforschung nat\u00fcrlich! \u00c4\u00e4\u00e4\u00e4h Moment\u2026 Meeresforschung?! Mit Flaschenpost statt GPS? Wie soll das denn funktionieren\u2026?<\/p>\n<p>Ganz einfach: Keith Moreis hatte mit seinem Fund ein Relikt aus der Fr\u00fchphase der Ozeanographie entdeckt. Zwischen 1958 und 1966 wurden Meeresstr\u00f6mungen noch mit schwimmenden Objekten erforscht. Absender der Postkarte war der Coast and Geodetic Survey des U.S. Department of Commerce aus Washington, USA. Die Flaschenpost ist Teil einer Serie (279B) aus insgesamt sechs Flaschen, die vom Forschungsschiff U.S.C.G.S. HYDROGRAPHER ausgesandt wurden. Die Postkarten sollten vom Finder mit Angabe des Fundortes zur\u00fcck an den Direktor des Departments geschickt werden, damit die Bahnen der Meeresstr\u00f6mungen zur\u00fcckverfolgt werden konnten. Nach Keith Moreis\u2018 Entdeckung wurden die anderen Flaschen dieser Forschungs-Serie innerhalb der n\u00e4chsten Tage und Wochen an umliegenden Str\u00e4nden gefunden \u2013 mehr als 50 Jahre nachdem sie \u00fcber Bord gingen. F\u00fcr die damaligen Ozeanforscher also kein Durchbruch. Doch immerhin haben treibende Objekte wie Plastikentchen noch in den 1990er Jahren den Ozeanographen geholfen (zu Flaschenposten in der Ozeanographie gibt es <a title=\"Artikel zur fr\u00fchen Phase der Ozeanographie\" href=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/2014\/05\/02\/flaschenpost-51-und-ihre-historischen-vorbilder\/\" target=\"_blank\">hier<\/a> weitere Informationen). Da sind die Wissenschaftler des GEOMAR heutzutage aber viel fortschrittlicher\u2026<\/p>\n<p><strong>Unterwassert\u00fcftler<\/strong><\/p>\n<p>\u2026Allen voran besonders die wissbegierigen Nachwuchs-Forscher der FH Kiel! Das Team mit dem Namen \u201eAUV Team Tom Kyle\u201c machte sich gestern auf den Weg zum internationalen Wettbewerb <a title=\"Webseite des Veranstalters\" href=\"http:\/\/www.sauc-europe.org\/index.html\" target=\"_blank\">\u201eStudent Autonomous Underwater Challenge \u2013 Europe\u201c<\/a>, in der norditalienischen Hafenstadt La Spezia. Die Arbeitsgruppe m\u00f6chte ihren Entwurf eines Tauchroboters im Konkurrenzkampf mit zehn weiteren europ\u00e4ischen und einer kanadischen Universit\u00e4t testen. GEOMAR ist <a title=\"Pressemitteilung zur Kooperation\" href=\"http:\/\/www.geomar.de\/de\/news\/article\/tauchroboter-made-in-kiel\/\" target=\"_blank\">Kooperationspartner<\/a> des Teams aus Kiel: Neben dem Sponsoring des Projekts erhalten die Jungwissenschaftler au\u00dferdem fachm\u00e4nnischen Rat von GEOMARs AUV ABYSS-Spezialisten. Ab morgen muss sich das neu entwickelte \u201eAutonomous Underwater Vehicle\u201c, kurz AUV, beweisen. Unter Wasser muss es ohne \u00e4u\u00dfere Hilfe Aufgaben l\u00f6sen: Angefangen bei der selbstst\u00e4ndigen Navigation \u00fcber das Aufsp\u00fcren von Unterwasserobjekten oder der Kontrolle von Tiefseepipelines, soll das AUV zuverl\u00e4ssige Daten liefern \u2013 bessere Daten als die der anderen AUVs. Die Chancen daf\u00fcr stehen gut! Seit Januar 2013 arbeiten 20 Studenten der FH Kiel aus den Fachbereichen Informatik, Maschinenbau, Elektrotechnik, Mechatronik und Schiffbau gemeinsam an ihrem Projekt. \u201eEs ist eine tolle Leistung, was die Studierenden neben ihrem Studium bewerkstelligt haben\u201c, sagt Diplom-Ingenieur Marcel Rothenbeck, Projektverantwortlicher beim GEOMAR im Gespr\u00e4ch mit den <a title=\"Bericht der Kieler Nachrichten\" href=\"\/Users\/bkoenig\/AppData\/Local\/Microsoft\/Windows\/Temporary%20Internet%20Files\/Content.Outlook\/1JRTPFMG\/KN-18%2009%202014-24-Tueftler_gehen_mit_dem_Rob-1642420732-Artikel%20%282%29.pdf\" target=\"_blank\">Kieler Nachrichten<\/a>. Unter <a title=\"Twitter-Link\" href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/eurathlon2014\" target=\"_blank\">#euRathlon2014<\/a> k\u00f6nnt Ihr dem Event auf Twitter folgen und <a title=\"AUV Team TomKyle\" href=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/auv-team-tomkyle\/http:\/\/\" target=\"_blank\">hier<\/a> bloggt das &#8220;AUV Team Tom Kyle&#8221; selbst. Der Wettbewerb endet n\u00e4chsten Freitag, bis dahin dr\u00fccken wir nat\u00fcrlich die Daumen!<\/p>\n<!-- Rendered by FancyBox WITH labels BEGIN -->\n\n\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t\t\t#gallery-0 {\n\t\t\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t\t\t}\n\t\t\t\t\t#gallery-0 .gallery-item {\n\t\t\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\t\t\twidth: 32%;\n\t\t\t\t\t}\n\t\t\t\t\t#gallery-0 img {\n\t\t\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t\t\t}\n\t\t\t\t\t#gallery-0 .gallery-caption {\n\t\t\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t\t\t}\n\t<\/style>\n<script type=\"text\/javascript\">\n$(document).ready(function() {\n\t\/*\n\t *  Simple image gallery. Uses default settings\n\t *\/\n\n\t$(\".fancybox\").fancybox({\n\t\t\"transitionIn\"\t\t: \"none\",\n\t\t\"transitionOut\"\t\t: \"none\",\n\t\t\"titlePosition\" \t: \"over\"\n\t\t,\n\t\t\"titleFormat\"\t\t: function(title, currentArray, currentIndex, currentOpts) {\n\t\t\treturn \"<span id='fancybox-title-over'><span id='fancybox-title-pretext'>Image <\/span>\"+(currentIndex+1)+\" \/ \" + currentArray.length + (title.length ? \" &nbsp; \" + title : \"\") + \"<\/span>\";\n\t\t}\n\n\t});\n});\n<\/script>\n\n\t<div id=\"gallery-0\" class=\"gallery galleryid-0 gallery-size-thumbnail\" style=\"\"><dl class=\"gallery-item\"><dt class=\"gallery-icon\">\n\t\t<a class=\"fancybox\" href=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2014\/09\/AUV_stud1.jpg\" title=\"Das FH\/GEOMAR Unterwasserfahrzeug im Textbecken des Technik- und Logistikzentrums am GEOMAR. Foto: A. Villwock, GEOMAR\" rel=\"gallery-0\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"135\" height=\"135\" class=\"attachment-thumbnail\" alt=\"Das FH\/GEOMAR Unterwasserfahrzeug im Textbecken des Technik- und Logistikzentrums am GEOMAR. Foto: A. Villwock, GEOMAR\" src=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2014\/09\/AUV_stud1-135x135.jpg\" \/><\/a><\/dt><dd class=\"wp-caption-text gallery-caption\">Das FH\/GEOMAR Unterwasserfahrzeug im Textbecken des Technik- und Logistikzentrums am GEOMAR. Foto: A. Villwock, GEOMAR<\/dd><\/dl>\n\n<dl class=\"gallery-item\"><dt class=\"gallery-icon\">\n\t\t<a class=\"fancybox\" href=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2014\/09\/AUV_stud2.jpg\" title=\"Einsetzen des Unterwasserfahrzeugs. Foto: A. Villwock, GEOMAR\" rel=\"gallery-0\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"135\" height=\"135\" class=\"attachment-thumbnail\" alt=\"Einsetzen des Unterwasserfahrzeugs. Foto: A. Villwock, GEOMAR\" src=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2014\/09\/AUV_stud2-135x135.jpg\" \/><\/a><\/dt><dd class=\"wp-caption-text gallery-caption\">Einsetzen des Unterwasserfahrzeugs. Foto: A. Villwock, GEOMAR<\/dd><\/dl>\n\n<dl class=\"gallery-item\"><dt class=\"gallery-icon\">\n\t\t<a class=\"fancybox\" href=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2014\/09\/AUV_stud4.jpg\" title=\"Abtauchen! Foto: A. Villwock, GEOMAR\" rel=\"gallery-0\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"135\" height=\"135\" class=\"attachment-thumbnail\" alt=\"Abtauchen! Foto: A. Villwock, GEOMAR\" src=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2014\/09\/AUV_stud4-135x135.jpg\" \/><\/a><\/dt><dd class=\"wp-caption-text gallery-caption\">Abtauchen! Foto: A. Villwock, GEOMAR<\/dd><\/dl>\n\n<\/div><br clear=\"all\" \/><!-- Rendered by FancyBox WITH labels END -->\n\n<p><strong>Nachwuchsf\u00f6rderer<\/strong><\/p>\n<p>Nachwuchs-Meeresforscher aus aller Welt k\u00f6nnen sich \u00fcbrigens seit gestern f\u00fcr den Annette Barthelt-Preis f\u00fcr Meeresforschung bewerben. Die Annette Barthelt-Stiftung e.V. zum Gedenken an die <a title=\"Hintergrund der Stiftung\" href=\"http:\/\/www.alt.annette-barthelt-stiftung.de\/index.htm#Sprengladung\" target=\"_blank\">Terroropfer in Dschibuti<\/a> verleiht am 24. April 2015 zum 26. Mal ein Preisgeld in H\u00f6he von 6000\u20ac an eine\/n junge\/n Meereswissenschaftler\/in. Ausgezeichnet werden, laut <a title=\"Link zur offiziellen Ausschreibung\" href=\"http:\/\/www.annette-barthelt-stiftung.de\/Downloads\/Ausschreibung_2015.pdf\" target=\"_blank\">Preisausschreibung<\/a>, herausragende wissenschaftliche Arbeiten einer Teildisziplin der Meeresforschung, der maritimen Technik und<br \/>\nSeefahrt oder interdisziplin\u00e4re Arbeiten, die im Zusammenhang mit deutschen Programmbeitr\u00e4gen zu meereskundlichen Forschungsaktivit\u00e4ten stehen. Die Arbeiten sollen im Rahmen von Abschlussarbeiten (Master, Promotion) und in Verbindung mit einer Schiffsexpedition entstanden sein. Bewerbungen k\u00f6nnen bis zum 15. Dezember 2014 eingereicht werden.<\/p>\n<p>Frauenpower unter Nachwuchswissenschaftlern war diese Woche an der Uni zu sp\u00fcren: Knapp 60 junge Wissenschaftlerinnen trafen sich diese Woche in Kiel zu einem internationalen Karriere-Workshop. Bei dem Treffen tauschten die Forscherinnen Erfahrungen aus, schlossen erste Kooperationen und fanden Mentorinnen. In Arbeitsgruppen trainierten sie ihre Netzwerk-F\u00e4higkeiten und definierten ihre pers\u00f6nlichen Ziele. Die dreit\u00e4gige Veranstaltung fand als Angebot der <a title=\"Webseite der Universit\u00e4t\" href=\"http:\/\/www.uni-kiel.de\/\" target=\"_blank\">Christian-Albrechts-Universit\u00e4t zu Kiel (CAU)<\/a>, des Exzellenzclusters <a title=\"Link zur Webseite des Clusters\" href=\"http:\/\/www.futureocean.org\/de\/\" target=\"_blank\">\u201eOzean der Zukunft\u201c<\/a>\u00a0 und des <a title=\"Link zum Women's Executive Board\" href=\"http:\/\/www.geomar.de\/zentrum\/struktur\/gremien\/web\/\" target=\"_blank\">Women\u2019s Executive Board<\/a> des GEOMAR Helmholtz-Zentrum f\u00fcr Ozeanforschung Kiel in Kooperation mit dem <a title=\"Link zum ESWN\" href=\"http:\/\/eswnonline.org\/\" target=\"_blank\">Earth Science Women\u2019s Network\u2019s (ESWN)<\/a> statt.<\/p>\n<div id=\"attachment_1320\" style=\"width: 494px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2014\/09\/20140918-ESWN-30_1200px_MaikeNicolai-GEOMAR.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1320\" class=\"size-large wp-image-1320\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2014\/09\/20140918-ESWN-30_1200px_MaikeNicolai-GEOMAR-1024x682.jpg\" alt=\"Im Rahmen des ESWN-Workshops diskutierten Dr. Iris Werner (Uni Kiel), Dr. Katja Barth (Uni Kiel), Prof. Dr. Katja Matthes (GEOMAR) und Prof. Dr. Christa Marandino (GEOMAR) \u00fcber Karrierechancen von Frauen in der Wissenschaft. Die Moderation der abendlichen Podiumsdiskussion hatte hatte Dr. Nicole Schmidt vom Institut f\u00fcr Ostseeforschung Warnem\u00fcnde (Mitte) \u00fcbernommen. Foto: Maike Nicolai\" width=\"484\" height=\"322\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2014\/09\/20140918-ESWN-30_1200px_MaikeNicolai-GEOMAR-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2014\/09\/20140918-ESWN-30_1200px_MaikeNicolai-GEOMAR-484x322.jpg 484w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2014\/09\/20140918-ESWN-30_1200px_MaikeNicolai-GEOMAR.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 484px) 100vw, 484px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1320\" class=\"wp-caption-text\">Im Rahmen des ESWN-Workshops diskutierten Dr. Iris Werner (Uni Kiel), Dr. Katja Barth (Uni Kiel), Prof. Dr. Katja Matthes (GEOMAR) und Prof. Dr. Christa Marandino (GEOMAR) \u00fcber Karrierechancen von Frauen in der Wissenschaft. Die Moderation der abendlichen Podiumsdiskussion hatte hatte Dr. Nicole Schmidt vom Institut f\u00fcr Ostseeforschung Warnem\u00fcnde (Mitte) \u00fcbernommen. Foto: Maike Nicolai<\/p><\/div>\n<p><strong>Retter der Weltmeere<\/strong><\/p>\n<p>Zahlreiche Ehrungen und Preise hat auch GEOMAR-Klimaforscher Prof. Dr. Mojib Latif bereits erhalten. Am Dienstag erschien nun sein siebtes Buch \u00fcber die maritime Meteorologie. Seine neueste Ver\u00f6ffentlichung tr\u00e4gt den Titel <a title=\"Online bestellen\" href=\"http:\/\/www.herdershop24.de\/Buecher\/Sachbuch\/Bildung-Wissen\/Das-Ende-der-Ozeane.html?listtype=search&amp;searchparam=Latif\" target=\"_blank\">\u201eDas Ende der Ozeane &#8211; Warum wir ohne die Meere nicht \u00fcberleben werden\u201c<\/a> und geht der Rolle der Weltmeere als Grundlage unserer Existenz nach. Leckende \u00d6lpipelines laufen am Meeresgrund aus; man ist st\u00e4ndig auf der Suche nach nutzbaren Rohstoffen aus der Tiefsee; Plastikm\u00fcll l\u00e4sst Meeress\u00e4uger verenden oder gelangt \u00fcber die Nahrungskette letztlich zur\u00fcck auf unseren Teller; durch steigende Treibhausgas-Emissionen tragen wir t\u00e4glich zur Versauerung der Ozeane bei \u2013 was all das f\u00fcr Folgen auf kleinste Mikroben im Meer und im R\u00fcckschluss auf unser Leben hat, ist den meisten von uns gar nicht bewusst. Professor Latif kl\u00e4rt diese Fragen auf und spricht sich daf\u00fcr aus, die Weltmeere als unsere Lebensgrundlage dringend zu erhalten. Ein kleiner Buchtipp zum Wochenende also, f\u00fcr all diejenigen, die gerne me(e)hr erfahren m\u00f6chten.<\/p>\n<p>Eine dieser kleinen Mikroben im Meer ist zum Beispiel die einzellige Kalkalge <em>Emiliania huxleyi<\/em>. Sie ist in der Lage Kohlenstoff in die Tiefsee zu bef\u00f6rdern und mildert somit erh\u00f6hte CO2-Emissionen in der Atmosph\u00e4re ab. Diese Kalkalge ist eine der wichtigsten Organismen unserer Weltmeere und sorgte diese Woche f\u00fcr Furore bei den Wissenschaftlern des GEOMAR und des Th\u00fcnen-Instituts f\u00fcr Seefischerei. <a title=\"Link zur Pressemitteilung\" href=\"http:\/\/www.geomar.de\/news\/article\/kleine-alge-mit-grossem-potenzial\/\" target=\"_blank\">Die Forscher fanden jetzt heraus<\/a>, dass sich\u00a0<em>Emiliania huxleyi<\/em>\u00a0im Laborversuch gleichzeitig an Ozeanversauerung und steigende Wassertemperaturen anpassen kann. \u201eDer Beweis ist erbracht. Prognosen \u00fcber den Ozean der Zukunft m\u00fcssen solche adaptiven Ver\u00e4nderungen unbedingt ber\u00fccksichtigen\u201c, erkl\u00e4rt Lothar Schl\u00fcter, Erstautor der <a title=\"Link zur Studie\" href=\"http:\/\/www.nature.com\/nclimate\/journal\/vaop\/ncurrent\/full\/nclimate2379.html\" target=\"_blank\">Studie <\/a>und Doktorand am GEOMAR. Das widerspricht nun auf den ersten Blick dem Buchinhalt von Professor Latif \u2013 jedoch muss auch ber\u00fccksichtigt werden, dass es sich bei <em>Emiliania huxleyi<\/em> um eine spezielle Art von Millionen von Arten handelt, die im Ozean Stoffwechsel betreiben. Eine allgemeine Aussage \u00fcber die Anpassungsf\u00e4higkeit der Weltmeere und ihrer Bewohner l\u00e4sst sich auf diesen Bausteinen erst einmal nicht treffen. Und nicht zuletzt steht die Frage im Raum, inwiefern wir Menschen uns an die durch den Klimawandel bedingten Ver\u00e4nderungen anpassen k\u00f6nnen.<\/p>\n<!-- Rendered by FancyBox WITH labels BEGIN -->\n\n\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t\t\t}\n\t\t\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\t\t\twidth: 32%;\n\t\t\t\t\t}\n\t\t\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t\t\t}\n\t\t\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t\t\t}\n\t<\/style>\n<script type=\"text\/javascript\">\n$(document).ready(function() {\n\t\/*\n\t *  Simple image gallery. 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Lohbeck, GEOMAR\" rel=\"gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"135\" height=\"135\" class=\"attachment-thumbnail\" alt=\"Drei Zellen der wichtigsten einzelligen Kalkalge der Weltozeane, Emiliania huxleyi. Foto: Kai T. Lohbeck, GEOMAR\" src=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2014\/09\/Kalkalge-1-135x135.jpg\" \/><\/a><\/dt><dd class=\"wp-caption-text gallery-caption\">Drei Zellen der wichtigsten einzelligen Kalkalge der Weltozeane, Emiliania huxleyi. Foto: Kai T. Lohbeck, GEOMAR<\/dd><\/dl>\n\n<dl class=\"gallery-item\"><dt class=\"gallery-icon\">\n\t\t<a class=\"fancybox\" href=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2014\/09\/Kalkalge-2.jpg\" title=\"Dr. Kai T. Lohbeck pr\u00fcft eine Flasche mit einer Kultur von Emiliania huxleyi in den Laboren des GEOMAR. Foto: Maike Nicolai, GEOMAR\" rel=\"gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"135\" height=\"135\" class=\"attachment-thumbnail\" alt=\"Dr. Kai T. Lohbeck pr\u00fcft eine Flasche mit einer Kultur von Emiliania huxleyi in den Laboren des GEOMAR. Foto: Maike Nicolai, GEOMAR\" src=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2014\/09\/Kalkalge-2-135x135.jpg\" \/><\/a><\/dt><dd class=\"wp-caption-text gallery-caption\">Dr. Kai T. Lohbeck pr\u00fcft eine Flasche mit einer Kultur von Emiliania huxleyi in den Laboren des GEOMAR. Foto: Maike Nicolai, GEOMAR<\/dd><\/dl>\n\n<dl class=\"gallery-item\"><dt class=\"gallery-icon\">\n\t\t<a class=\"fancybox\" href=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2014\/09\/Kalkalge-3.jpg\" title=\"Kalkalgenbl\u00fcte in der Barents See, aufgenommen mit dem Moderate Resolution Imaging Spectroradiometer (MODIS) auf dem NASA-Satelliten AQUA. Foto: Jeff Schmaltz, MODIS Rapid Response Team at NASA GSFC \/ NASA\u2019s Earth Observatory\" rel=\"gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"135\" height=\"135\" class=\"attachment-thumbnail\" alt=\"Kalkalgenbl\u00fcte in der Barents See, aufgenommen mit dem Moderate Resolution Imaging Spectroradiometer (MODIS) auf dem NASA-Satelliten AQUA. Foto: Jeff Schmaltz, MODIS Rapid Response Team at NASA GSFC \/ NASA\u2019s Earth Observatory\" src=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2014\/09\/Kalkalge-3-135x135.jpg\" \/><\/a><\/dt><dd class=\"wp-caption-text gallery-caption\">Kalkalgenbl\u00fcte in der Barents See, aufgenommen mit dem Moderate Resolution Imaging Spectroradiometer (MODIS) auf dem NASA-Satelliten AQUA. Foto: Jeff Schmaltz, MODIS Rapid Response Team at NASA GSFC \/ NASA\u2019s Earth Observatory<\/dd><\/dl>\n\n<\/div><br clear=\"all\" \/><!-- Rendered by FancyBox WITH labels END -->\n\n<p><strong>Heimkehrer<\/strong><\/p>\n<p>An eine Ver\u00e4nderung des Ausblicks aus den B\u00fcrofenstern k\u00f6nnen sich unsere Mitarbeiter am Seefischmarkt jedoch mit Sicherheit anpassen! Von Sonntag bis Ende n\u00e4chster Woche legt zum ersten Mal <a title=\"Einsatzplan der POSEIDON\" href=\"http:\/\/www.geomar.de\/fileadmin\/content\/zentrum\/ze\/fs\/Einsatzpl%C3%A4ne\/Poseidon_2014.pdf\" target=\"_blank\">seit acht Monaten<\/a> wieder das Forschungsschiff POSEIDON in Kiel an. Wer sich gerne ansehen m\u00f6chte, wie die POSEIDON anlegt, ist herzlich dazu eingeladen am Sonntag um 08.00 Uhr zum Anleger des GEOMAR-Gel\u00e4ndes zu kommen.<\/p>\n<p>Demn\u00e4chst steht <a title=\"Link zum Download\" href=\"http:\/\/www.geomar.de\/service\/kommunikation\/newsletter\/\" target=\"_blank\">hier<\/a> \u00fcbrigens unser aktueller Newsletter zum Download bereit. Ein exklusives Preview der Titelseite gibt\u2019s aber vorab schon von uns:<\/p>\n<div id=\"attachment_1321\" style=\"width: 606px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2014\/09\/gn_0314_cover.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1321\" class=\"size-full wp-image-1321\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2014\/09\/gn_0314_cover.jpg\" alt=\"Cover GEOMAR News 03 | 2014\" width=\"596\" height=\"842\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2014\/09\/gn_0314_cover.jpg 596w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2014\/09\/gn_0314_cover-247x350.jpg 247w\" sizes=\"auto, (max-width: 596px) 100vw, 596px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1321\" class=\"wp-caption-text\">Cover GEOMAR News 03 | 2014<\/p><\/div>\n<p>Das war\u2019s soweit vom Navigator. Ich w\u00fcnsche allen Lesern ein tolles, sonniges Septemberwochenende!<br \/>\nBianca K\u00f6nig<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor gut einem Jahr fand der amerikanische Hafenangestellte Keith Moreis am Strand von Martha\u2019s Vineyard in Massachusetts eine Flaschenpost mit der Aufschrift \u201eBreak this bottle\u201c. Im Innern der Flasche befand sich eine Postkarte, die besagt, dass die Flasche genau heute vor 55 Jahren, n\u00e4mlich am 19. September 1959, \u00fcber Bord ging. Zu welchem Zweck? Meeresforschung [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":102,"featured_media":1305,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[32],"tags":[],"class_list":["post-1303","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-kommunikation"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1303","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/users\/102"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1303"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1303\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1353,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1303\/revisions\/1353"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1305"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1303"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1303"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1303"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}