{"id":127,"date":"2013-10-09T15:23:48","date_gmt":"2013-10-09T13:23:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/?p=127"},"modified":"2014-05-07T14:55:35","modified_gmt":"2014-05-07T12:55:35","slug":"tag-der-deutschen-einheit-stuttgart-besucher-fragen-wissenschaftler-antworten-i","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/2013\/10\/09\/tag-der-deutschen-einheit-stuttgart-besucher-fragen-wissenschaftler-antworten-i\/","title":{"rendered":"Tag der deutschen Einheit Stuttgart: Besucher fragen \u2013 Wissenschaftler antworten (I)"},"content":{"rendered":"<p>Welche Fische kann man ohne schlechtes Gewissen essen? Hat Deutschland gro\u00dfe Rohstoffvorkommen im Meer? Wie tief taucht das tiefste U-Boot? Und k\u00f6nnen Fische seekrank werden?<br \/>\nDiese und viele Fragen mehr stellten die Besucher des Schleswig-Holstein Zeltes beim <a title=\"Tag der deutschen Einheit: Danke, Stuttgart!\" href=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/2013\/10\/05\/107\/\">Tag der deutschen Einheit in Stuttgart<\/a>. Ob jung oder alt, mit wissenschaftlichem Hintergrund oder ohne \u2013 jeder konnte seine Fragen ins G\u00e4stebuch eintragen. Wir haben diese nun sortiert und sie den Wissenschaftlern des Exzellenzclusters \u201eOzean der Zukunft\u201c und des GEOMAR Helmholtz-Zentrum f\u00fcr Ozeanforschung Kiel gestellt.<\/p>\n<p>Die erste Folge unserer Reihe besch\u00e4ftigt sich mit den Bewohnern der Meere: Fischen, Haien und anderen Tierarten.<\/p>\n<p><strong>K\u00f6nnen Fische eigentlich seekrank werden?<\/strong><br \/>\n<em>\u201eNein, bis jetzt ist dar\u00fcber nichts bekannt. Es kommt schon mal vor, dass Fische auf Schiffen in Aquarien oder Plastikbeuteln transportiert werden. Bei richtigem Seegang kann das ganz sch\u00f6n schwappen. Allerdings gab es bis jetzt noch nie Anzeichen f\u00fcr eine Bewegungskrankheit bei Fischen. Ein Grund daf\u00fcr k\u00f6nnte sein, dass Wasser die externen Beschleunigungen abd\u00e4mpft, die Tiere sp\u00fcren das Schaukeln auf einem solchen Schiff also nicht so stark wie wir, weil sie zus\u00e4tzlich von Wasser umgeben sind.\u201c<\/em><br \/>\nDr. Rainer Froese, Fischereibiologe am GEOMAR<\/p>\n<p><strong>\u00a0Wo leben die gef\u00e4hrlichsten Meeresbewohner?<\/strong><br \/>\n<em>\u201eDas f\u00fcr den Menschen vermutlich giftigste Tier ist die sogenannte Seewespe Chironex fleckeri. Der Gattungsname bedeutet \u00fcbersetzt \u201eMordende Hand\u201c. Der Kontakt mit einer Seewespe, beziehungsweise mit ihren meterlangen Tentakeln, kann bereits nach wenigen Minuten t\u00f6dlich enden, wenn nicht sofort medizinische Notma\u00dfnahmen ergriffen werden. Seewespen geh\u00f6ren zu den W\u00fcrfelquallen, die in australischen Gew\u00e4ssern wie zum Beispiel im Great Barrier Reef, dem gr\u00f6\u00dften Korallenriff der Erde, leben.\u201c<\/em><br \/>\nDr. J\u00f6rn Schmidt, Meeresbiologe an der Christian-Albrechts-Universit\u00e4t zu Kiel<\/p>\n<p><strong>Gibt es noch viele unentdeckte Tierarten im Meer?<\/strong><br \/>\n<em>\u201eAuf jeden Fall! In dem internationalen Gro\u00dfprojekt Census of Marine Life, an dem auch Wissenschaftler des GEOMAR mitwirkten, wurde von 2000 bis 2010 eine Gro\u00dfz\u00e4hlung der marinen Organismen durchgef\u00fchrt. Daten aus Museen, aus der Literatur und von neuen Expeditionen in allen Ozeanen wurden weltweit von mehr als 2700 beteiligten Wissenschaftlern gesammelt und analysiert. Die Ergebnisse, die auch Modellrechnungen beinhalten, ergaben, dass etwa 2,2 Millionen Tier-Arten die Meere bev\u00f6lkern, von denen aber erst ca. 200 000 wissenschaftlich beschrieben und katalogisiert sind. Der Census hat viele Fragen zu Tierarten kl\u00e4ren k\u00f6nnen \u2013 viel mehr Fragen sind jedoch noch unbeantwortet.\u201c<\/em><br \/>\nDr. Uwe Piatkowski, Meeresbiologe am GEOMAR<\/p>\n<p><strong>Was ist ein Granatbarsch? Ist er vom Aussterben bedroht?<\/strong><br \/>\n<em>\u201eDer Granatbarsch ist ein Tiefseefisch mit dem wissenschaftlichen Namen Hoplostethus atlanticus. Die Art an sich ist nicht vom Aussterben bedroht, allerdings gibt es einige Populationen an Unterseebergen, die durch \u00dcberfischung ausgerottet worden sind.\u201c<\/em><br \/>\nDr. Rainer Froese, Fischereibiologe am GEOMAR<\/p>\n<div id=\"attachment_131\" style=\"width: 400px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2013\/10\/ClaireNouvian_R1L0980_a053a4f3f0.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-131\" class=\"size-medium wp-image-131\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2013\/10\/ClaireNouvian_R1L0980_a053a4f3f0-390x260.jpeg\" alt=\"Granatbarsche z\u00e4hlen zu den bekanntesten Tiefseefischen. Die Best\u00e4nde sind bereits \u00fcberfischt, Australien und Neuseeland haben die Fischerei eingestellt. 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Und k\u00f6nnen Fische seekrank werden? Diese und viele Fragen mehr stellten die Besucher des Schleswig-Holstein Zeltes beim Tag der deutschen Einheit in Stuttgart. 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