{"id":2800,"date":"2015-11-27T11:56:13","date_gmt":"2015-11-27T09:56:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2015\/11\/JSTF1668-klein.jpg"},"modified":"2015-11-27T12:01:53","modified_gmt":"2015-11-27T10:01:53","slug":"jstf1668-klein","status":"inherit","type":"attachment","link":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/jstf1668-klein\/","title":{"rendered":"JSTF1668-klein"},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"class_list":["post-2800","attachment","type-attachment","status-inherit","hentry"],"description":{"rendered":"<p class=\"attachment\"><a href='https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2015\/11\/JSTF1668-klein.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"484\" height=\"323\" src=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2015\/11\/JSTF1668-klein-484x323.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"23 mal 14-Teile - das ist das 3D-Puzzle, das vor dem Erfolg dieser Ausfahrt steht. Das Messnetz, das w\u00e4hrend SO244\/2 am Meeresboden vor Chile installiert werden soll, besteht aus vier Meter hohen Tripoden, an deren oberen Ende jeweils die entscheidenden Sensoren befestigt werden. F\u00fcr den Transport in einem Container waren sie nat\u00fcrlich vor der Reise in Kiel zerlegt worden. Jetzt m\u00fcssen sie an Deck der SONNE wieder zusammengesetzt werden. Insgesamt sind es 23 St\u00fcck, jeder besteht aus 14 Einzelteilen, die wiederum von etlichen Schrauben und Bolzen zusammengehalten werden. Damit ist im Grunde auch das Tagesprogramm von heute umschrieben, nachdem wir am Morgen aus dem Hotel in Antofagasta aus und in die Kammern an Bord der SONNE eingezogen sind. Sie werden f\u00fcr die kommenden zwei Wochen unser Zuhause, die Labore und Decks der SONNE unsere Arbeitspl\u00e4tze sein. Aber ein Schiff ist nicht irgendein Arbeitsplatz. Nat\u00fcrlich gibt es etwas mehr zu beachten als an Land. Deshalb erhielten wir zus\u00e4tzlich eine ausf\u00fchrliche Sicherheitseinweisung sowie F\u00fchrungen durch das Schiff. Was ist im Notfall zu beachten, wohin muss man sich begeben, welche Alarme gibt es, wo befindet sich was an Bord? Und zu schlie\u00dflich nutzten wir den letzten Abend im Hafen f\u00fcr einen kurzen Rundgang durch Antofagasta. Die Stadt zieht sich \u00fcber Kilometer entlang der K\u00fcste hin, wobei sie den schmalen Raum zwischen Wasser und den nahen Berge bis hoch auf die H\u00e4nge ausf\u00fcllt. Rundherum und mittendrin nur Staub und Ger\u00f6ll so weit man blickt. &quot;Wie eine Mondlandschaft&quot; oder &quot;Hier k\u00f6nnte man gut Science-Fiction-Filme drehen&quot; waren die ersten Kommentare nach unser Ankunft. Immerhin befinden wir uns in einer der trockensten Regionen der Erde, der Atacama-W\u00fcste. Dass hier trotzdem eine so gro\u00dfe Stadt (mehr als 300.000 Einwohner) entstehen konnte, hat mit den Bodensch\u00e4tzen im Hinterland zu tun. Fr\u00fcher war es Salpeter, heute ist es das Kupfer, wie wir selbst im Hafen sehen konnten. Dort stapeln sich tonnenweise Kupferplatten. Und Kupfer ist schlie\u00dflich ein extremm wichtiger Rohstoff f\u00fcr alle elektronischen Anwendungen. Der Grund f\u00fcr unsere Anwesenheit ist aber bekanntlich eine andere. Den Geophysikern an Bord geht es um ein besseres Verst\u00e4ndnis der Tektonik in dieser Region und damit letztendlich der Gefahr von Erdbeben und Tsunmis. Auch diese Gefahr ist nicht zu \u00fcbersehen, denn \u00fcberall in der Stadt sind Schilder aufgestellt, davor warnen und entsprechende Fluchtwege weisen. Allgemein ist Chile auf derartige Gefahren gut vorbereitet - es kann aber nie schaden, die Mechanismen besser kennen zu lernen, die zu Erdbeben f\u00fchren.\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2015\/11\/JSTF1668-klein-484x323.jpg 484w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2015\/11\/JSTF1668-klein.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 484px) 100vw, 484px\" \/><\/a><\/p>\n<p>23 mal 14-Teile &#8211; das ist das 3D-Puzzle, das vor dem Erfolg dieser Ausfahrt steht. Das Messnetz, das w\u00e4hrend SO244\/2 am Meeresboden vor Chile installiert werden soll, besteht aus vier Meter hohen Tripoden, an deren oberen Ende jeweils die entscheidenden Sensoren befestigt werden. F\u00fcr den Transport in einem Container waren sie nat\u00fcrlich vor der Reise in Kiel zerlegt worden. Jetzt m\u00fcssen sie an Deck der SONNE wieder zusammengesetzt werden. Insgesamt sind es 23 St\u00fcck, jeder besteht aus 14 Einzelteilen, die wiederum von etlichen Schrauben und Bolzen zusammengehalten werden.<br \/>\nDamit ist im Grunde auch das Tagesprogramm von heute umschrieben, nachdem wir am Morgen aus dem Hotel in Antofagasta  aus und in die Kammern an Bord der SONNE eingezogen sind. Sie werden f\u00fcr die kommenden zwei Wochen unser Zuhause, die Labore und Decks der SONNE unsere Arbeitspl\u00e4tze sein.<br \/>\nAber ein Schiff ist nicht irgendein Arbeitsplatz. Nat\u00fcrlich gibt es etwas mehr zu beachten als an Land. Deshalb erhielten wir zus\u00e4tzlich eine ausf\u00fchrliche Sicherheitseinweisung sowie F\u00fchrungen durch das Schiff. Was ist im Notfall zu beachten, wohin muss man sich begeben, welche Alarme gibt es, wo befindet sich was an Bord?<br \/>\nUnd zu schlie\u00dflich nutzten wir den letzten Abend im Hafen f\u00fcr einen kurzen Rundgang durch Antofagasta. Die Stadt zieht sich \u00fcber Kilometer entlang der K\u00fcste hin, wobei sie den schmalen Raum zwischen Wasser und den nahen Berge bis hoch auf die H\u00e4nge ausf\u00fcllt. Rundherum und mittendrin nur Staub und Ger\u00f6ll so weit man blickt. &#8220;Wie eine Mondlandschaft&#8221; oder &#8220;Hier k\u00f6nnte man gut Science-Fiction-Filme drehen&#8221; waren die ersten Kommentare nach unser Ankunft. Immerhin befinden wir uns in einer der trockensten Regionen der Erde, der Atacama-W\u00fcste.<br \/>\nDass hier trotzdem eine so gro\u00dfe Stadt (mehr als 300.000 Einwohner) entstehen konnte, hat mit den Bodensch\u00e4tzen im Hinterland zu tun. Fr\u00fcher war es Salpeter,  heute ist es das Kupfer, wie wir selbst im Hafen sehen konnten. Dort stapeln sich tonnenweise Kupferplatten. Und Kupfer ist schlie\u00dflich ein extremm wichtiger Rohstoff f\u00fcr alle elektronischen Anwendungen.<br \/>\nDer Grund f\u00fcr unsere Anwesenheit ist aber bekanntlich eine andere. Den Geophysikern an Bord geht es um ein besseres Verst\u00e4ndnis der Tektonik in dieser Region und damit letztendlich der Gefahr von Erdbeben und Tsunmis. Auch diese Gefahr ist nicht zu \u00fcbersehen, denn \u00fcberall in der Stadt sind Schilder aufgestellt, davor warnen und entsprechende Fluchtwege weisen.<br \/>\nAllgemein ist Chile auf derartige Gefahren gut vorbereitet &#8211; es kann aber nie schaden, die Mechanismen besser kennen zu lernen, die zu Erdbeben f\u00fchren. <\/p>\n"},"caption":{"rendered":"<p>FS SONNE im Hafen von Antofagasta. Foto: J. Steffen, GEOMAR<\/p>\n"},"alt_text":"23 mal 14-Teile - das ist das 3D-Puzzle, das vor dem Erfolg dieser Ausfahrt steht. Das Messnetz, das w\u00e4hrend SO244\/2 am Meeresboden vor Chile installiert werden soll, besteht aus vier Meter hohen Tripoden, an deren oberen Ende jeweils die entscheidenden Sensoren befestigt werden. F\u00fcr den Transport in einem Container waren sie nat\u00fcrlich vor der Reise in Kiel zerlegt worden. Jetzt m\u00fcssen sie an Deck der SONNE wieder zusammengesetzt werden. Insgesamt sind es 23 St\u00fcck, jeder besteht aus 14 Einzelteilen, die wiederum von etlichen Schrauben und Bolzen zusammengehalten werden. Damit ist im Grunde auch das Tagesprogramm von heute umschrieben, nachdem wir am Morgen aus dem Hotel in Antofagasta aus und in die Kammern an Bord der SONNE eingezogen sind. Sie werden f\u00fcr die kommenden zwei Wochen unser Zuhause, die Labore und Decks der SONNE unsere Arbeitspl\u00e4tze sein. Aber ein Schiff ist nicht irgendein Arbeitsplatz. Nat\u00fcrlich gibt es etwas mehr zu beachten als an Land. Deshalb erhielten wir zus\u00e4tzlich eine ausf\u00fchrliche Sicherheitseinweisung sowie F\u00fchrungen durch das Schiff. Was ist im Notfall zu beachten, wohin muss man sich begeben, welche Alarme gibt es, wo befindet sich was an Bord? Und zu schlie\u00dflich nutzten wir den letzten Abend im Hafen f\u00fcr einen kurzen Rundgang durch Antofagasta. Die Stadt zieht sich \u00fcber Kilometer entlang der K\u00fcste hin, wobei sie den schmalen Raum zwischen Wasser und den nahen Berge bis hoch auf die H\u00e4nge ausf\u00fcllt. Rundherum und mittendrin nur Staub und Ger\u00f6ll so weit man blickt. \"Wie eine Mondlandschaft\" oder \"Hier k\u00f6nnte man gut Science-Fiction-Filme drehen\" waren die ersten Kommentare nach unser Ankunft. Immerhin befinden wir uns in einer der trockensten Regionen der Erde, der Atacama-W\u00fcste. Dass hier trotzdem eine so gro\u00dfe Stadt (mehr als 300.000 Einwohner) entstehen konnte, hat mit den Bodensch\u00e4tzen im Hinterland zu tun. Fr\u00fcher war es Salpeter, heute ist es das Kupfer, wie wir selbst im Hafen sehen konnten. Dort stapeln sich tonnenweise Kupferplatten. Und Kupfer ist schlie\u00dflich ein extremm wichtiger Rohstoff f\u00fcr alle elektronischen Anwendungen. Der Grund f\u00fcr unsere Anwesenheit ist aber bekanntlich eine andere. Den Geophysikern an Bord geht es um ein besseres Verst\u00e4ndnis der Tektonik in dieser Region und damit letztendlich der Gefahr von Erdbeben und Tsunmis. Auch diese Gefahr ist nicht zu \u00fcbersehen, denn \u00fcberall in der Stadt sind Schilder aufgestellt, davor warnen und entsprechende Fluchtwege weisen. Allgemein ist Chile auf derartige Gefahren gut vorbereitet - es kann aber nie schaden, die Mechanismen besser kennen zu lernen, die zu Erdbeben f\u00fchren.","media_type":"image","mime_type":"image\/jpeg","media_details":{"width":900,"height":600,"file":"2015\/11\/JSTF1668-klein.jpg","sizes":{"thumbnail":{"file":"JSTF1668-klein-135x135.jpg","width":135,"height":135,"mime_type":"image\/jpeg","source_url":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2015\/11\/JSTF1668-klein-135x135.jpg"},"medium":{"file":"JSTF1668-klein-484x323.jpg","width":484,"height":323,"mime_type":"image\/jpeg","source_url":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2015\/11\/JSTF1668-klein-484x323.jpg"},"full":{"file":"JSTF1668-klein.jpg","width":900,"height":600,"mime_type":"image\/jpeg","source_url":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2015\/11\/JSTF1668-klein.jpg"}},"image_meta":{"aperture":8,"credit":"","camera":"X100T","caption":"","created_timestamp":1448551140,"copyright":"","focal_length":"19","iso":"400","shutter_speed":"0.0058823529411765","title":"","orientation":1}},"post":null,"source_url":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2015\/11\/JSTF1668-klein.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2800","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/media"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/types\/attachment"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2800"}]}}