{"id":60,"date":"2015-08-07T09:00:10","date_gmt":"2015-08-07T08:00:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oceanblogs.org\/msm45\/?p=60"},"modified":"2015-08-10T09:15:49","modified_gmt":"2015-08-10T08:15:49","slug":"eisberge-wale-und-sedimente","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/msm45\/2015\/08\/07\/eisberge-wale-und-sedimente\/","title":{"rendered":"Eisberge, Wale und Sedimente"},"content":{"rendered":"<p>Am dritten Tag unserer Reise verlie\u00dfen wir den Schelf von Gr\u00f6nland und begaben uns in die offene Labrador See. Das Wetter war immer noch sehr sch\u00f6n, sodass die Wellen nicht sehr hoch sind und wir angenehm arbeiten konnten.<br \/>\nDen heutigen und gestrigen Tag haben wir damit verbracht, die Sedimentkerne und die Multicorer (MUC) von unseren ersten erfolgreichen Arbeitsstationen zu bearbeiten. Am Morgen wurden die Kerne aus dem MUC in Petrischalen und T\u00fcten umgef\u00fcllt, wobei das Letztere eine sehr matschige Angelegenheit ist, aber daf\u00fcr wird man von Seesternen und kleinen W\u00fcrmchen \u00fcberrascht die sich in den Kernen versteckt haben. Nat\u00fcrlich durften die Seesterne auch wieder ins Meer zur\u00fcck!<\/p>\n<p>Nachmittags haben wir die ersten Kerne aufges\u00e4gt und sind sehr gl\u00fccklich \u00fcber den Inhalt, da wir keinen glazialen Schutt gefunden haben, sondern fein k\u00f6rnge Sedimente die sehr daf\u00fcr sprechen, dass sie aus dem Holoz\u00e4n (der heutigen Warmzeit) stammen. Den Gro\u00dfteil des Nachmittags verbrachten wir damit die Kerne zu reinigen zu beschreiben und zu beproben.<\/p>\n<p>Auch Ninas Planktonnetze waren erfolgreich. Zwischen einer gro\u00dfen Menge zappelnder, quirliger, Kleinstlebewesen, die sie in 100 m Wassertiefe \u201egefischt\u201c hat, fand Nina auch einige lebendige Pteropoden. Diese d\u00fcrfen eine Zeitlang unsere Reise als Haustiere begleiten, damit Nina ihre Lebensweise studieren kann. F\u00fcr die Geologen an Bord ist es sehr interessant diese kleinen Lebewesen lebendig unter dem Mikroskop hin und her flitzen zu sehen. Normalerweise finden wir in den Sedimentkernen nur die Geh\u00e4useschalen dieser Tiere.<\/p>\n<p>Ein besonderes Highlight des heutigen Tages waren zwei wundersch\u00f6ne Eisberge an denen wir entlanggefahren sind. Alle haben nat\u00fcrlich ihre l\u00e4ngsten Objektive rausgeholt, um das beste Bild zu bekommen und in der Messe wurde sich gewundert, wo denn die ganzen Geologen geblieben sind, denn das Kotelett zum Mittagessen wurde doch kalt!<br \/>\nAm Nachmittag st\u00fcrmten alle ganz schnell zur Backbordseite, denn zwei Wale wurden gesichtet. Sie waren allerdings etwas weit weg und man konnte nur ab und zu die R\u00fcckenflosse und die Wasserfont\u00e4ne erkennen, trotzdem eine sch\u00f6ne Abwechslung.<\/p>\n<p><em>[English]<\/em><br \/>\n<strong>Icebergs, whales and sediments<\/strong><br \/>\nAt the third day of our cruise we left the Greenland shelf to cross the open Labrador Sea. The weather was still fantastic, with flat sea, giving us comfortable working conditions. We spent the entire working day cutting, describing and sampling the sediment cores. In the morning we sampled the MUC into petridishes and plastic bags, the latter was a very muddy business and sometimes worms and starfishes that were still alive surprised us. The starfishes were of course set back into the sea!<\/p>\n<p>In the afternoon, we opened the first cores and were very happy about the contents. Instead of glacial debris, very common in this area, we found fine-grained sediments that are probably of Holocene age!<\/p>\n<p>Nina\u2019s plankton tows were also a success. Between a huge amount of swirling small marine organisms, that was \u201cfished\u201d at 100m water depth, Nina also found some living pteropods. These animals are going to be Ninas \u201cpets\u201d for the duration of the cruise, as Nina is going to study the behavior of the pteropods. For the geologists on board it is really interesting to see those little animals moving under the microscope. Most of the time we only find the re shells in the sediment cores.<\/p>\n<p>One of the highlights today were two wonderful icebergs that we passed. All scientists got the longest lenses for their cameras and in order to get a get the pictures. Meanwhile lunch was getting cold and the cook was wondering where all hungry scientists were hiding.<br \/>\nIn the afternoon, work was interrupted by the announcement \u201cWhales on backboard!\u201d Again all scientists hurried to the back deck to get a look on these big animals. Unfortunately, the whales were quit far away thus we only could see them their blow and a fin every now and than. Nevertheless it was a great interruption of the daily working routine.<\/p>\n<p>Svenja L\u00fcders<br \/>\nCAU<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am dritten Tag unserer Reise verlie\u00dfen wir den Schelf von Gr\u00f6nland und begaben uns in die offene Labrador See. Das Wetter war immer noch sehr sch\u00f6n, sodass die Wellen nicht sehr hoch sind und wir angenehm arbeiten konnten. 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