{"id":291,"date":"2024-03-05T15:12:00","date_gmt":"2024-03-05T14:12:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/msm126\/?p=291"},"modified":"2024-03-07T15:13:10","modified_gmt":"2024-03-07T14:13:10","slug":"an-der-schnittstelle-von-kunst-und-wissenschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/msm126\/2024\/03\/05\/an-der-schnittstelle-von-kunst-und-wissenschaft\/","title":{"rendered":"An der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft"},"content":{"rendered":"\n<p>Von Karen Osborn<\/p>\n\n\n\n<p>Ich bin Meeresbiologin, weil ich gerne auf See bin und mich die Tiere, die unsere Ozeane bewohnen, faszinieren. Es gab jedoch eine Zeit, als ich mir durchaus vorstellen konnte, einen ganz anderen Weg einzuschlagen, den Weg der K\u00fcnstlerin. Obwohl ich mich f\u00fcr die Wissenschaft entschieden habe (und das Malen und die Bildhauerei nun in meiner kaum vorhandenen Freizeit stattfinden m\u00fcssen), verw\u00f6hne ich meine k\u00fcnstlerische Seite immer gerne damit, die komplexen Details der wundersch\u00f6nen Tiere zu dokumentieren, die wir aus den Tiefen des Ozeans heraufholen. <\/p>\n\n\n\n<p>Ihre Formenvielfalt ist endlos, ihre Farben, Texturen und Bewegungen faszinierend. Ich kann meinen Blick nicht von ihnen abwenden, und ich m\u00f6chte jedem die Chance geben, diese erstaunlichen Dinge zu sehen, die ich das Gl\u00fcck habe zu sehen. Deshalb fotografiere ich sie. <\/p>\n\n\n\n<p>Manchmal verbringe ich Stunden damit, alle verschiedenen Merkmale und Details festzuhalten. Meistens sind diese Bilder Teil der wissenschaftlichen Daten &#8211; eine M\u00f6glichkeit, die Anatomie der verschiedenen Teile ihrer K\u00f6rper festzuhalten, damit wir verstehen k\u00f6nnen, wie sie funktionieren, wie sie miteinander interagieren und wie sie sich an den f\u00fcr uns Menschen so fremden und lebensfeindlich erscheinenden Lebensraum Tiefsee angepasst haben. <\/p>\n\n\n\n<p>Aber manchmal, oft in den fr\u00fchen Morgenstunden, mache ich Bilder einfach ihrer Sch\u00f6nheit wegen. Diese Bilder k\u00f6nnen als Kunst betrachtet werden, und als solche schm\u00fccken sie bereits ein paar Wohnzimmerw\u00e4nde. Auch diese Expedition hat wieder so viele unglaubliche Tiere aus der Tiefsee rund um Madeira ans Licht geholt und mir die Gelegenheit gegeben, ihre Sch\u00f6nheit einzufangen. <\/p>\n\n\n\n<p>Ich hoffe, sie gefallen euch.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery aligncenter columns-3 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><ul class=\"blocks-gallery-grid\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2048\" height=\"1365\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/msm126\/wp-content\/uploads\/sites\/100\/2024\/03\/pencil-urchin-stripped-1740-2.jpg\" alt=\"\" data-id=\"285\" data-full-url=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/msm126\/wp-content\/uploads\/sites\/100\/2024\/03\/pencil-urchin-stripped-1740-2.jpg\" data-link=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/msm126\/pencil-urchin-stripped-1740-2\/\" class=\"wp-image-285\"\/><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2048\" height=\"1365\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/msm126\/wp-content\/uploads\/sites\/100\/2024\/03\/valentine-urchin-1712-2.jpg\" alt=\"\" data-id=\"284\" data-full-url=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/msm126\/wp-content\/uploads\/sites\/100\/2024\/03\/valentine-urchin-1712-2.jpg\" data-link=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/msm126\/valentine-urchin-1712-2\/\" class=\"wp-image-284\"\/><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2048\" height=\"1365\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/msm126\/wp-content\/uploads\/sites\/100\/2024\/03\/Anoplogaster-cornuta-fangtooth-2867-2.jpg\" alt=\"\" data-id=\"286\" data-full-url=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/msm126\/wp-content\/uploads\/sites\/100\/2024\/03\/Anoplogaster-cornuta-fangtooth-2867-2.jpg\" data-link=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/msm126\/anoplogaster-cornuta-fangtooth-2867-2\/\" class=\"wp-image-286\"\/><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"8688\" height=\"5792\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/msm126\/wp-content\/uploads\/sites\/100\/2024\/03\/apolemia-3261.jpg\" alt=\"\" data-id=\"282\" data-full-url=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/msm126\/wp-content\/uploads\/sites\/100\/2024\/03\/apolemia-3261.jpg\" data-link=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/msm126\/apolemia-3261\/\" class=\"wp-image-282\"\/><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2048\" height=\"1365\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/msm126\/wp-content\/uploads\/sites\/100\/2024\/03\/Polynoid-scales-1512-2.jpg\" alt=\"\" data-id=\"281\" data-full-url=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/msm126\/wp-content\/uploads\/sites\/100\/2024\/03\/Polynoid-scales-1512-2.jpg\" data-link=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/msm126\/polynoid-scales-1512-2\/\" class=\"wp-image-281\"\/><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"8688\" height=\"5792\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/msm126\/wp-content\/uploads\/sites\/100\/2024\/03\/Branchiuran-2305.jpg\" alt=\"\" data-id=\"283\" data-full-url=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/msm126\/wp-content\/uploads\/sites\/100\/2024\/03\/Branchiuran-2305.jpg\" data-link=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/msm126\/branchiuran-2305\/\" class=\"wp-image-283\"\/><\/figure><\/li><\/ul><figcaption class=\"blocks-gallery-caption\">Oben links: Stiftseeigel-Skelett. Die Farben und Muster des Skeletts dieses Tieres sind so komplex wie die Kreationen eines Fantasy-K\u00fcnstlers, und die Farben haben mich an diesem Seeigel wirklich angesprochen. <br>Oben Mitte: Mund eines Seeigels. <br>Oben rechts: Fangzahn (<em>Anoplogaster cornuta<\/em>). Ich stelle mir dieses Bild in riesiger Vergr\u00f6\u00dferung \u00fcber einem Wohnzimmersofa vor, aber das ist nat\u00fcrlich Geschmackssache. <br>Unten links:  Nectophor eines Physonect-Siponophors. Ich liebe die Form dieser Schwimmglocke, die mit ihrer Transparenz glatte, flie\u00dfende Muster im Bild erzeugt. <br>Unten Mitte:  Eine vergr\u00f6\u00dferte Ansicht der weichen Schuppen eines Schuppenwurms, der symbiontisch auf einem Seeigel lebt. Er wirft die Schuppen ab, wenn er bedroht wird, und bei einigen Arten leuchten sie dann auf. Hier sieht es aus wie kosmische Lilienbl\u00e4tter, die zwischen den Sternen schweben. <br>Unten rechts:  Branchiuran, ein Fischlaus. Die irisierenden Gewebe dieses Tieres und die Augen, die wie \u00fcberraschte Augen einer Comicfigur aussehen, haben meine Aufmerksamkeit auf diese flache, schnell bewegende Fischlaus gelenkt. <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Karen Osborn Ich bin Meeresbiologin, weil ich gerne auf See bin und mich die Tiere, die unsere Ozeane bewohnen, faszinieren. Es gab jedoch eine Zeit, als ich mir durchaus vorstellen konnte, einen ganz anderen Weg einzuschlagen, den Weg der K\u00fcnstlerin. 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