{"id":317,"date":"2021-03-24T14:42:54","date_gmt":"2021-03-24T13:42:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/?p=317"},"modified":"2021-03-24T14:57:27","modified_gmt":"2021-03-24T13:57:27","slug":"plastic-pirates-go-europe-ein-citizen-science-projekt-zur-erforschung-der-muellverschmutzung-am-fluss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/2021\/03\/24\/plastic-pirates-go-europe-ein-citizen-science-projekt-zur-erforschung-der-muellverschmutzung-am-fluss\/","title":{"rendered":"Plastic Pirates \u2013 Go Europe! &#8211; Ein Citizen-Science Projekt zur Erforschung der M\u00fcllverschmutzung am Fluss"},"content":{"rendered":"\n<p>Wie stark sind Europas Fl\u00fcsse mit M\u00fcll belastet und was stellen die Hauptm\u00fcllquellen f\u00fcr die M\u00fcllverschmutzung dar? Auf genau diese und noch weitere Fragen m\u00f6chte das Projekt \u201e<a href=\"https:\/\/www.plastic-pirates.eu\/de\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.plastic-pirates.eu\/de\">Plastic Pirates \u2013 Go Europe<\/a>!\u201c Antworten finden. Die \u201ePlastic Pirates\u201c sind ein Citizen Science-Projekt zur Erforschung der M\u00fcllverschmutzung europ\u00e4ischer Flie\u00dfgew\u00e4sser, welches im Rahmen der EU-Trio Ratspr\u00e4sidentschaft in den L\u00e4ndern Portugal, Slowenien und Deutschland durchgef\u00fchrt wird. Jugendliche werden hierbei in den wissenschaftlichen Forschungsprozess integriert, indem sie an Fl\u00fcssen vor ihrer Haust\u00fcr Daten zur M\u00fcllverschmutzung erheben. Diese Daten werden anschlie\u00dfend von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ausgewertet und in Fachzeitschriften publiziert und somit der internationalen Forschungsgemeinschaft zug\u00e4nglich gemacht*. Das Ziel des Projektes besteht zum einen in der weitr\u00e4umigen, wissenschaftlichen Erfassung der M\u00fcllverschmutzung an Flie\u00dfgew\u00e4ssern sowie der Identifizierung von m\u00f6glichen M\u00fcll-Hotspots. Bis heute wurden zum Gro\u00dfteil Plastikteile, Zigaretten und Glasscherben an und in Fl\u00fcssen gefunden. Neben den wissenschaftlichen Erkenntnissen geht es jedoch auch um die F\u00f6rderung einer <em>Scientific Literacy<\/em>, eine Erh\u00f6hung des Wissens zu naturwissenschaftlichen Zusammenh\u00e4ngen und der Steigerung des Interesses von Jugendlichen an den Naturwissenschaften. Dar\u00fcber hinaus bietet der Citizen Science-Ansatz den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Einblicke in wissenschaftliche Denk- und Arbeitsweisen, wie z.&nbsp;B. das Erstellen von wissenschaftlichen Fragestellungen und die Erhebung und Auswertung von wissenschaftlichen Daten. Nicht zuletzt werden die Jugendlichen hinsichtlich des Themas Nachhaltigkeit und ihres eigenen Konsumverhaltens sensibilisiert, wodurch eine langfristige Ver\u00e4nderung des eigenen Handelns initiiert wird.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1800\" height=\"1200\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2021\/03\/PPEU_Foto_8-min.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-320\" \/><figcaption>Die beiden Plastik Piraten bereiten das Mikroplastikprobennahmenetz vor. Die Plastikflaschen an der Seite werden noch angebracht und dienen als Schwimmk\u00f6rper. Das Netz wird nun f\u00fcr 60 Minuten in den Fluss geh\u00e4ngt, sodass das Oberfl\u00e4chenwasser hindurchstr\u00f6mt. Partikel, gr\u00f6\u00dfer als die 1 mm Maschenweite, verfangen sich im Netz. Damit k\u00f6nnen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen, wieviel Plastikpartikel in den Fl\u00fcssen vorkommen und wohlm\u00f6glich in die Meere gelangen. \u00a9 BMBF\/Gesine Born<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Studien zeigen, dass Kunststoffe \u00fcber vielf\u00e4ltige Pfade in den Ozean eingetragen werden. Ungef\u00e4hr 80&nbsp;% der in die marine Umwelt eingetragenen Kunststoffe haben ihren Ursprung an Land und werden u.&nbsp;a. \u00fcber Fl\u00fcsse, die Atmosph\u00e4re oder direkt vom Strand durch Winde, Starkniederschl\u00e4ge oder Wellenschlag in den Ozean eingetragen. Zu einem geringeren Anteil entsteht der M\u00fcll direkt auf dem Ozean, beispielweise durch dir Schifffahrt, Aquakulturen oder Fischerei. Globale Modelle sch\u00e4tzen, dass j\u00e4hrlich bis zu 2,5&nbsp;Millionen Tonnen Plastikm\u00fcll \u00fcber Fl\u00fcsse in den Ozean eingetragen werden. Die Donau tr\u00e4gt j\u00e4hrlich beispielsweise bis zu 1500&nbsp;Tonnen an Plastik pro Jahr in das Schwarze Meer ein, der Rhein bis zu 31&nbsp;Tonnen in die Nordsee. W\u00e4hrend erste Studien annahmen, dass gro\u00dfe Fl\u00fcsse aus Asien und Afrika bis zu 67&nbsp;% des totalen M\u00fcllanteils ausmachen, wurde in aktuelleren Studien nachgewiesen, dass kleinere Fl\u00fcsse ebenfalls relativ gro\u00dfe Mengen an Plastikm\u00fcll in den Ozean transportieren k\u00f6nnen. Aufgrund dessen ist eine umfassende Betrachtung von m\u00f6glichst vielen Flusssystemen notwendig, um Aufschl\u00fcsse \u00fcber die Abundanz und Zusammensetzung des M\u00fclls in Fl\u00fcssen und an Flussufern zu erhalten.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:100%\">\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1800\" height=\"1200\" src=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2021\/03\/PPEU_Foto_15-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-321\" \/><figcaption>Alle Ergebnisse werden sorgf\u00e4ltig im Aktionsheft notiert. Nach der Probennahme laden die Teilnehmer ihre Ergebnisse auf der Projektwebseite hoch. \u00a9 BMBF\/Gesine Born<\/figcaption><\/figure>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1800\" height=\"1200\" src=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2021\/03\/PPEU_Foto_3-min-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-322\" \/><figcaption>So sieht es aus, wenn die Plastik Piraten einen Fluss mit dem Mikoplastiknetz untersuchen. Alle Gruppen in Deutschland, Portugal und Slowenien verwenden diese Netze, sodass die Ergebnisse untereinander vergleichbar sind. Ein Netz kann man sich ganz einfach und kostenlos \u00fcber die Projektwebseite bestellen. \u00a9 BMBF\/Gesine Born<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Seit Beginn des Projektes im Fr\u00fchjahr&nbsp;2016 haben bis heute \u00fcber 15.000 Jugendliche an \u00fcber 900 Standorten Fl\u00fcsse und B\u00e4che auf ihre Verschmutzung durch Plastikm\u00fcll untersucht. Der n\u00e4chste Probenzeitraum l\u00e4uft vom 01. Mai bis 30. Juni 2021 \u2013 sei mit dabei! Weitere Informationen gibt es unter <a href=\"https:\/\/www.plastic-pirates.eu\/de\">https:\/\/www.plastic-pirates.eu\/de<\/a> sowie auf unserer Facebook-Seite <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/PlasticPirates\/\">https:\/\/www.facebook.com\/PlasticPirates\/<\/a> . <\/p>\n\n\n\n<p>*Eine erste Publikation zu den Ergebnissen der Probenzeitr\u00e4ume 2016 und 2017 gibt es bereits hier: <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.envpol.2018.11.025\" target=\"_blank\">https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.envpol.2018.11.025<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie stark sind Europas Fl\u00fcsse mit M\u00fcll belastet und was stellen die Hauptm\u00fcllquellen f\u00fcr die M\u00fcllverschmutzung dar? Auf genau diese und noch weitere Fragen m\u00f6chte das Projekt \u201ePlastic Pirates \u2013 Go Europe!\u201c Antworten finden. 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