{"id":257,"date":"2019-09-02T10:02:05","date_gmt":"2019-09-02T08:02:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/?p=257"},"modified":"2019-09-02T10:47:44","modified_gmt":"2019-09-02T08:47:44","slug":"wo-ist-das-ganze-plastik-ein-erster-und-ein-zweiter-blick-auf-den-nordatlantischen-muellstrudel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/2019\/09\/02\/wo-ist-das-ganze-plastik-ein-erster-und-ein-zweiter-blick-auf-den-nordatlantischen-muellstrudel\/","title":{"rendered":"Wo ist das ganze Plastik? \u2013 Ein erster und ein zweiter Blick auf den nordatlantischen M\u00fcllstrudel"},"content":{"rendered":"\n<p>Die dritte Woche unserer Reise beginnt und wir sind mit unseren Probennahmen besser als urspr\u00fcnglich gedacht vorangekommen. So gut sogar, dass wir eine weitere Station ins Arbeitsprogramm aufnehmen werden. Alle Ger\u00e4teeins\u00e4tze haben gut funktioniert, nur unser Multi-Corer, der dazu dient, mit Hilfe von Stechrohren Sedimentproben aus der Tiefsee zu holen, hatte Probleme mit der Beschaffenheit des Meeresbodens in unserem Arbeitsgebiet. Aber dazu sp\u00e4ter mehr. <\/p>\n\n\n\n<p>Fangen wir erst einmal oben an: Auf jeder Station, die wir mit dem Forschungsschiff FS POSEIDON ansteuern, sammeln wir Material ein, das an der Meeresoberfl\u00e4che treibt. Daf\u00fcr wird ein Netz mit einer rechteckigen \u00d6ffnung von 70 x 40 cm Gr\u00f6\u00dfe in einen kleinen Katamaran eingeh\u00e4ngt und hinter dem Schiff hergezogen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"669\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_1.jpg\" alt=\"Der Katamaran mit zwei gro\u00dfen Aluminiumr\u00fcmpfen erm\u00f6glicht es, ein Netz genau an der Wasseroberfl\u00e4che zu ziehen. Foto: Mark Lenz\/GEOMAR\" class=\"wp-image-250\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_1.jpg 1000w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_1-480x321.jpg 480w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_1-768x514.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Der Katamaran mit zwei gro\u00dfen Aluminiumr\u00fcmpfen erm\u00f6glicht es, ein Netz genau an der Wasseroberfl\u00e4che zu ziehen. Foto: Mark Lenz\/GEOMAR<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"669\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_2.jpg\" alt=\"Das Netz mit der rechteckigen \u00d6ffnung ist zentral zwischen den R\u00fcmpfen des Katamarans aufgeh\u00e4ngt. Foto: Mark Lenz\/GEOMAR\" class=\"wp-image-251\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_2.jpg 1000w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_2-480x321.jpg 480w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_2-768x514.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Das Netz mit der rechteckigen \u00d6ffnung ist zentral zwischen den R\u00fcmpfen des Katamarans aufgeh\u00e4ngt. Foto: Mark Lenz\/GEOMAR<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die obere Kante des Netzes befindet sich dabei \u00fcber der Wasseroberfl\u00e4che und die untere darunter. Das Schleppen des Katamarans erfolgt mit einer Geschwindigkeit von 4 Knoten, was in etwa 7,5 km\/h entspricht. Dies geschieht auf jeder Station insgesamt dreimal und zwar jeweils \u00fcber eine Strecke von 2,5 km. Daher werden bei jedem dieser Trawls 1750 m2 Meeresoberfl\u00e4che befischt. Diese Fl\u00e4che kann jedoch kleiner oder gr\u00f6\u00dfer werden, wenn das Netz mit oder gegen den Strom gezogen wird. Um dies zu ber\u00fccksichtigen, und um die tats\u00e4chlich befischte Fl\u00e4che berechnen zu k\u00f6nnen, wird vor dem Ausbringen ein Str\u00f6mungsmesser am Netz befestigt. Das treibende Material sammelt sich w\u00e4hrend des Fischens in einem Beutel am Ende des trichterf\u00f6rmigen Netzes und wird nach jedem Einsatz entnommen und zur Aufbewahrung in ein Gef\u00e4\u00df mit 96% Alkohol \u00fcberf\u00fchrt. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"652\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_3.jpg\" alt=\"Der Katamaran-Trawl im Einsatz. Foto: Mark Lenz\/GEOMAR\" class=\"wp-image-252\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_3.jpg 1000w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_3-480x313.jpg 480w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_3-768x501.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Der Katamaran-Trawl im Einsatz. Foto: Mark Lenz\/GEOMAR<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"750\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_4.jpg\" alt=\"So sieht eine Probe aus, nach dem sie aus dem Beutel am Ende des Netzes entnommen wurde. Foto: Grace Walls\" class=\"wp-image-253\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_4.jpg 1000w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_4-480x360.jpg 480w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_4-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>So sieht eine Probe aus, nach dem sie aus dem Beutel am Ende des Netzes entnommen wurde. Foto: Grace Walls<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Eines hat uns bei diesen Probennahmen \u00fcberrascht: Das Meeresgebiet in dem wir uns befinden z\u00e4hlt eigentlich zu den blauen W\u00fcsten, d.h. es gibt hier eine geringe Produktivit\u00e4t und wenig Biomasse in Form von Plankton und Fisch. Trotzdem kommt bei jedem Oberfl\u00e4chentrawl einiges an Material zusammen. Es sind vor allem B\u00fcschel oder abgerissene Teile der Braunalge Sargassum, die allerdings nicht aus diesem Gebiet stammen, sondern mit den Meeresstr\u00f6mungen hierher getrieben wurden. Und es findet sich leider auch viel Plastik. Foto 5 zeigt die Menge an Plastikpartikeln, die sich in einem Katamaran-Trawl fand, und dieses Bild ist durchaus typisch. Vor allem zeigt es nur die gro\u00dfen Partikel, die man beim schnellen Durchsehen mit dem blo\u00dfen Auge in der Probe findet, und nicht die kleineren, die wir wohl erst sp\u00e4ter bei einer genaueren Untersuchung entdecken werden. Es sind in der Hauptsache Fragmente, die aus dem Zerfall von gro\u00dfem Plastikm\u00fcll entstanden sind, und einige Fasern, die vermutlich von Fischernetzen und Leinen stammen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"669\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_5.jpg\" alt=\"Diese Menge an Plastikpartikeln wurde in einer einzigen Oberfl\u00e4chenprobe bei einer schnellen Durchsicht des Materials gefunden. Foto: Mark Lenz\/GEOMAR\" class=\"wp-image-254\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_5.jpg 1000w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_5-480x321.jpg 480w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_5-768x514.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Diese Menge an Plastikpartikeln wurde in einer einzigen Oberfl\u00e4chenprobe bei einer schnellen Durchsicht des Materials gefunden. Foto: Mark Lenz\/GEOMAR<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Diese Funde zeigen, dass wir uns tats\u00e4chlich in einem ozeanischen M\u00fcllstrudel befinden. Aber sieht man das eigentlich wenn man auf das Meer hinausblickt? Gleicht der Atlantik s\u00fcdlich der Azoren einer M\u00fcllhalde? Die Antwort ist ganz klar \u201eNein\u201c. Auf den ersten Blick sieht man \u00fcberhaupt keinen M\u00fcll.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"656\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_6.jpg\" alt=\"Der nordatlantische M\u00fcllstrudel auf den ersten Blick. Wie Sie sehen, sehen Sie nichts. Erst bei genauem Hinsehen entdeckt man kleine Plastikpartikel auf der Wasseroberfl\u00e4che. Foto: Mark Lenz\/GEOMAR\" class=\"wp-image-255\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_6.jpg 1000w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_6-480x315.jpg 480w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_6-768x504.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Der nordatlantische M\u00fcllstrudel auf den ersten Blick. Wie Sie sehen, sehen Sie nichts. Erst bei genauem Hinsehen entdeckt man kleine Plastikpartikel auf der Wasseroberfl\u00e4che. Foto: Mark Lenz\/GEOMAR<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Erst wenn man genauer an der Bordwand entlang nach unten schaut und auf das achtet, was auf der Meeresoberfl\u00e4che treibt, erkennt man, dass zwischen den allgegenw\u00e4rtigen Algenfragmenten auch kleine Plastikpartikel driften. Auch gro\u00dfe M\u00fcllteile wie beispielsweise Kisten oder Flaschen sieht man durchaus von Zeit zu Zeit vorbeitreiben aber sie sind eher selten. Um einen Eindruck von der Belastung dieses Seegebiets mit gro\u00dfen M\u00fcllteilen zu bekommen, beobachten wir das Meer regelm\u00e4\u00dfig und systematisch von Bord aus. Jedes Mal wenn wir uns von einer Station zur n\u00e4chsten bewegen, auf den sogenannten Transits, beobachten wir f\u00fcr mehrere Stunden am Tag die Meeresoberfl\u00e4che auf beiden Seiten des Schiffes. Dazu stehen immer zwei Mitglieder der wissenschaftlichen Crew auf dem Vordeck der FS POSEIDON und beobachten die Wasseroberfl\u00e4che in einem Streifen von 10 m Breite neben der Bordwand.<\/p>\n\n\n\n<p>Jede Stunde wechseln diese M\u00fcllwachen, damit es nicht zu erm\u00fcdend wird &#8211; oder zu hei\u00df, denn die Sonne brennt ganz sch\u00f6n in diesen Breiten. Wir sehen dabei regelm\u00e4\u00dfig gr\u00f6\u00dfere Objekte aber selten mehr als eins pro Stunde. Und das bei einer Fahrtgeschwindigkeit von 6 bis 9 Knoten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"669\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_8.jpg\" alt=\"Gro\u00dfe M\u00fcllteile sieht man ebenfalls hin und wieder vorbeitreiben. Sie sind aber nicht besonders h\u00e4ufig. Der M\u00fcllstrudel besteht in der Hauptsache aus sehr kleinen Partikeln. Foto: Mark Lenz\/GEOMAR\" class=\"wp-image-238\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_8.jpg 1000w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_8-480x321.jpg 480w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_8-768x514.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Gro\u00dfe M\u00fcllteile sieht man ebenfalls hin und wieder vorbeitreiben. Sie sind aber nicht besonders h\u00e4ufig. Der M\u00fcllstrudel besteht in der Hauptsache aus sehr kleinen Partikeln. Foto: Mark Lenz\/GEOMAR<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"669\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_9.jpg\" alt=\"Foto: Mark Lenz\/GEOMAR\" class=\"wp-image-239\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_9.jpg 1000w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_9-480x321.jpg 480w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_9-768x514.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Foto: Mark Lenz\/GEOMAR<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Aber zur\u00fcck zu unserer Datenerhebung: Auch unter der Wasseroberfl\u00e4che nehmen wir Proben entlang eines horizontalen Transektes und zwar jeweils in 10 m, 100 m und 300 m Wassertiefe. Daf\u00fcr werden Bongo-Netze hinabgelassen und dann in der entsprechenden Tiefe hinter dem Schiff hergezogen. Diese Netze hei\u00dfen so, weil sie aus zwei trichterf\u00f6rmigen S\u00e4cken bestehen, die an zwei nebeneinanderliegenden Ringen befestigt werden. Die Anordnung der Ringe erinnert an eine Bongo-Trommel. Bei diesen Netzen betr\u00e4gt die Maschenweite ebenfalls 300 \u00b5m und sie haben einen \u00d6ffnungsdurchmesser von 60 cm. Sie werden bei einer Geschwindigkeit von 2 Knoten jeweils f\u00fcr 30 Minuten gezogen. Bei einem dieser Trawls filtern die Netze ein Wasservolumen von knapp 2 Millionen Litern. Das entspricht in etwa dem Inhalt eines 50 m-Schwimmbeckens. Auch diese Menge kann variieren, je nachdem ob das Netz mit oder gegen den Strom gezogen wird, und auch hier erlaubt ein Str\u00f6mungsmesser eine entsprechende Korrektur. In den Bongo-Netz-Proben haben wir bislang nur ein einziges, mit dem blo\u00dfen Auge erkennbares St\u00fcck (potentielles) Plastik gefunden. Aber das bedeutet nicht, dass nicht eventuell kleinere Plastikfragmente in ihnen enthalten sind, die wir erst bei unseren Untersuchungen am GEOMAR entdecken werden. Sie k\u00f6nnten sich vor allem in den Tieren befinden, die wir mit dem Netz gefangen haben. Dabei handelt es sich vor allem um kleine planktonische Krebstiere, wie zum Beispiel Garnelen oder Ruderfu\u00dfkrebse.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"563\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_10.jpg\" alt=\"Eine Garnele der Gattung Acanthephyra. Sie geh\u00f6rt zu den pelagischen Krebstieren, die wir mit dem Bongo-Netz fangen. Foto: Thea Hamm\" class=\"wp-image-240\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_10.jpg 1000w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_10-480x270.jpg 480w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_10-768x432.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Eine Garnele der Gattung Acanthephyra. Sie geh\u00f6rt zu den pelagischen Krebstieren, die wir mit dem Bongo-Netz fangen. Foto: Thea Hamm<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Eine der zentralen Fragen unseres Forschungsvorhabens ist ja, ob die Organismen, die die Wassers\u00e4ule des offenen Ozeans bewohnen, eine Rolle beim Transport des mikroskopisch kleinen Plastiks in die Tiefsee spielen. Befindet sich Plastik in den M\u00e4gen dieser Krebse, von denen viele jeden Tag aus tieferen Wasserschichten Richtung Oberfl\u00e4che wandern wo sie  fressen, dann w\u00e4re das ein Beleg f\u00fcr eine biologische \u201ePumpe\u201c, die Mikroplastik in tiefere Wasserschichten bef\u00f6rdern kann.   <br> Schlie\u00dflich beproben wir auch das unterste Stockwerk des Ozeans: den Boden der Tiefsee. Dieser liegt in dem Seegebiet, in dem die FS POSEIDON sich zurzeit befindet, meist in einer Tiefe von 3000 m. Diese Bereiche k\u00f6nnen mit den Winden an Bord des Schiffes gerade noch erreicht werden. Unser urspr\u00fcnglicher Plan war es, Bodenproben mit einem Kastengreifer und mit einem Ring aus Stechrohren, der als Multi-Corer bezeichnet wird, zu nehmen. Die Probennahme mit dem Kastengreifer hat auch bislang sehr gut funktioniert. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"669\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_11.jpg\" alt=\"Der wuchtige Kastengreifer wird von der Crew wieder an Bord genommen. Kein leichtes Man\u00f6ver. Foto: Mark Lenz\/GEOMAR\" class=\"wp-image-241\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_11.jpg 1000w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_11-480x321.jpg 480w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_11-768x514.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Der wuchtige Kastengreifer wird von der Crew wieder an Bord genommen. Kein leichtes Man\u00f6ver. Foto: Mark Lenz\/GEOMAR<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Das Sediment, das wir aus 3000 m Tiefe nach oben bef\u00f6rdern, ist hell, sehr feink\u00f6rnig und ausgesprochen fest. Letzteres ist allerdings ein Problem f\u00fcr den Multi-Corer. Sein Gewicht reicht nicht aus, um die Stechrohre in dieses feste Sediment zu treiben. Daher waren alle Rohre, die wir bislang aus der Tiefe wieder hochgeholt haben, leer. Dieses Problem war vor Fahrtbeginn leider nicht abzusehen und nach etlichen erfolglosen Versuchen haben wir die Beprobung mit dem Multi-Corer nun aufgegeben. Wir werden sie wohl auch nicht wieder aufnehmen, denn es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass sich in unserem Arbeitsgebiet noch anderes Sediment finden l\u00e4sst. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"658\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_12.jpg\" alt=\"Die Tiefsee ist ein hartes Pflaster. F\u00fcr den Multi-Corer gilt deshalb: Dabei sein ist alles. Foto: Mark Lenz\/GEOMAR\" class=\"wp-image-242\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_12.jpg 1000w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_12-480x316.jpg 480w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_12-768x505.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Die Tiefsee ist ein hartes Pflaster. F\u00fcr den Multi-Corer gilt deshalb: Dabei sein ist alles. Foto: Mark Lenz\/GEOMAR<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Fotos 13 und 14 zeigen den Blick in einen ge\u00f6ffneten Kastengreifer. Aus diesem werden Stechrohre genommen, deren Inhalt, aufgegliedert nach Tiefenhorizonten, dann im Labor in Kiel auf Mikroplastik untersucht wird. Das Sediment in einem zweiten Kastengreifer, den wir an jeder Station nehmen, wird schichtweise abgetragen und jede Schicht durchgesiebt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"669\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_13.jpg\" alt=\"Foto: Mark Lenz\/GEOMAR\" class=\"wp-image-243\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_13.jpg 1000w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_13-480x321.jpg 480w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_13-768x514.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Foto: Mark Lenz\/GEOMAR<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"614\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_14.jpg\" alt=\"Foto: Mark Lenz\/GEOMAR\" class=\"wp-image-244\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_14.jpg 1000w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_14-480x295.jpg 480w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_14-768x472.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Foto: Mark Lenz\/GEOMAR<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"649\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_15.jpg\" alt=\"Aus dem Kastengreifer werden zun\u00e4chst Stechrohre mit Sediment entnommen. Foto: Mark Lenz\/GEOMAR\" class=\"wp-image-245\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_15.jpg 1000w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_15-480x312.jpg 480w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_15-768x498.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Aus dem Kastengreifer werden zun\u00e4chst Stechrohre mit Sediment entnommen. Foto: Mark Lenz\/GEOMAR<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"669\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_16.jpg\" alt=\"Der Inhalt der Stechrohre wird nach Tiefenhorizonten aufgeteilt und diese werden dann einzeln in Glasgef\u00e4\u00dfe \u00fcberf\u00fchrt. Foto: Mark Lenz\/GEOMAR\" class=\"wp-image-246\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_16.jpg 1000w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_16-480x321.jpg 480w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_16-768x514.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Der Inhalt der Stechrohre wird nach Tiefenhorizonten aufgeteilt und diese werden dann einzeln in Glasgef\u00e4\u00dfe \u00fcberf\u00fchrt. Foto: Mark Lenz\/GEOMAR<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"669\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_17.jpg\" alt=\"Foto: Mark Lenz\/GEOMAR\" class=\"wp-image-247\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_17.jpg 1000w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_17-480x321.jpg 480w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_17-768x514.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Foto: Mark Lenz\/GEOMAR<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"669\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_18.jpg\" alt=\"Foto: Mark Lenz\/GEOMAR\" class=\"wp-image-248\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_18.jpg 1000w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_18-480x321.jpg 480w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_18-768x514.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Foto: Mark Lenz\/GEOMAR<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Dazu benutzen wir Edelstahlsiebe mit Maschenweiten von 500 und 1 000 \u00b5m. Das Siebgut werden wir ebenfalls mit ans GEOMAR nehmen, um es auf Organismen und auf Mikroplastik zu untersuchen. Bislang sind uns bei einer schnellen Durchsicht der Sedimentproben unter dem Binokular noch keine Partikel aufgefallen, bei denen es sich um Plastik handeln k\u00f6nnte. Allerdings muss man dabei auch bedenken, dass der Ausschnitt des Tiefseebodens, den wir mit dieser Methode betrachten k\u00f6nnen, sehr klein ist. Die Chance, Mikroplastik zu \u00fcbersehen, das auf dem Tiefseeboden lagert, ist daher sehr gro\u00df. <br> Die Sedimentfallen, die wir am 22. August ausgebracht haben, konnten wir am 27. August \u00fcbrigens wieder erfolgreich bergen. Wie das Ausbringen und Einholen der Fallen genau abl\u00e4uft, werde ich im n\u00e4chsten Blog beschreiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt m\u00f6chte ich noch einmal kurz auf die die Bewohner des Ozeans eingehen, die uns bei unseren Arbeiten begegnen. Damit meine ich jetzt nicht die Planktonorganismen, die wir mit unseren Netzen fangen, sondern die gr\u00f6\u00dferen Tiere, die wir meist nur von weitem und leider auch nur sehr kurz zu Gesicht bekommen. Tats\u00e4chlich sieht man wenig gr\u00f6\u00dfere Tiere, wenn man durch die blauen Weiten der Sargassosee f\u00e4hrt. Die h\u00e4ufigsten und auff\u00e4lligsten sind die fliegenden Fische, die das Schiff aufscheucht, und die dann zum Teil bis zu 100 m durch die Luft gleiten, um sich in Sicherheit zu bringen. Sie sind die einzigen gr\u00f6\u00dferen Lebewesen, die wir ununterbrochen sehen, seit wir Ponta Delgada verlassen haben. Seev\u00f6gel sieht man hingegen ausgesprochen selten. Wir hatten an zwei Tagen Begleitung durch einen Basst\u00f6lpel, der versucht hat, die fliegenden Fische zu fangen, die das Schiff aus dem Wasser treibt. Auch Sturmtaucher haben wir gesehen, aber sonst nur: Wasser, Wasser, Wasser. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"669\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_19.jpg\" alt=\"Dieser Basst\u00f6lpel hat das Schiff eine Zeitlang begleitet, um sich die fliegenden Fische zu schnappen, die von Zeit zu Zeit vor dem Bug aus dem Wasser schie\u00dfen. Nicht immer war er erfolgreich. Foto: Mark Lenz\/GEOMAR\" class=\"wp-image-249\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_19.jpg 1000w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_19-480x321.jpg 480w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/09\/Foto_19-768x514.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Dieser Basst\u00f6lpel hat das Schiff eine Zeitlang begleitet, um sich die fliegenden Fische zu schnappen, die von Zeit zu Zeit vor dem Bug aus dem Wasser schie\u00dfen. Nicht immer war er erfolgreich. Foto: Mark Lenz\/GEOMAR<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Nachts wird es da manchmal spannender. Wenn wir bei Dunkelheit arbeiten, lockt die Schiffsbeleuchtung und die Aktivit\u00e4t im Wasser schon mal Besucher aus der Tiefe an. Am h\u00e4ufigsten sind Kalmare, die im Schein der Lampen um das Schiff flitzen. Viele sind sehr klein, aber hin und wieder sieht man auch gro\u00dfe Exemplare von gut 50 cm L\u00e4nge. Au\u00dferdem haben wir Goldmakrelen gesehen, die mit ihren blauen R\u00fccken und gelben Flossen Farbe ins dunkle Wasser bringen. Einmal, als wir noch in der N\u00e4he der Azoren waren, tauchte sogar ein Hammerhai von gut 3 m L\u00e4nge neben dem Schiff auf und interessierte sich kurzzeitig f\u00fcr den Katamaran mit dem Oberfl\u00e4chennetz.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir sind gespannt was uns in den verbleibenden 2 Wochen noch alles aus der Tiefe besuchen kommt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die dritte Woche unserer Reise beginnt und wir sind mit unseren Probennahmen besser als urspr\u00fcnglich gedacht vorangekommen. So gut sogar, dass wir eine weitere Station ins Arbeitsprogramm aufnehmen werden. Alle Ger\u00e4teeins\u00e4tze haben gut funktioniert, nur unser Multi-Corer, der dazu dient, mit Hilfe von Stechrohren Sedimentproben aus der Tiefsee zu holen, hatte Probleme mit der Beschaffenheit [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":92,"featured_media":256,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[],"class_list":["post-257","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-menschlicher-einfluss-auf-die-meere"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/257","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-json\/wp\/v2\/users\/92"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=257"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/257\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":260,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/257\/revisions\/260"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-json\/wp\/v2\/media\/256"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=257"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=257"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=257"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}