{"id":220,"date":"2019-08-27T14:19:04","date_gmt":"2019-08-27T12:19:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/?p=220"},"modified":"2019-08-27T14:19:06","modified_gmt":"2019-08-27T12:19:06","slug":"heute-mal-was-anderes-mikroplastik-bei-33n","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/2019\/08\/27\/heute-mal-was-anderes-mikroplastik-bei-33n\/","title":{"rendered":"Heute mal was anderes: Mikroplastik bei 33\u00b0N"},"content":{"rendered":"\n<p>Eigentlich passt mein Blog auf den ersten Blick gar nicht so recht in diesen Kanal, denn es geht in ihm nicht um Kiel oder Schleswig-Holstein, sondern um den Atlantik s\u00fcdlich der Azoren. Trotzdem m\u00f6chte ich hier von unserer Expedition berichten, denn viele Kieler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind in das Vorhaben involviert \u2013 und es geht um Mikroplastik. <br> Unsere Expedition tr\u00e4gt das K\u00fcrzel DIPLANOAGAP  und das steht f\u00fcr Distribution of Plastics in the North Atlantic Garbage Patch. Es geht also um die r\u00e4umliche Verteilung von Mikroplastik im Nordatlantischen M\u00fcllstrudel. Unter diesem Titel wurde im August vergangenen Jahres ein Antrag auf Nutzung des deutschen Forschungsschiffes POSEIDON gestellt, der im Januar 2019 vom Bundesministerium f\u00fcr Forschung und Bildung genehmigt wurde. Eine Crew von 11 WissenschaftlerInnen und TechnikerInnen hat nun die M\u00f6glichkeit 3 Wochen lang im offenen Ozean Proben zu nehmen, um zu untersuchen wieviel Mikroplastik sich mittlerweile an der Oberfl\u00e4che, in der Wassers\u00e4ule und auf dem Meeresboden befindet.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/08\/Foto_1-1024x1024.jpg\" alt=\"Das Logo unserer Expedition, die die Fahrtnummer POS536 tr\u00e4gt. Foto: Mark Lenz\/GEOMAR \" class=\"wp-image-233\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/08\/Foto_1-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/08\/Foto_1-135x135.jpg 135w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/08\/Foto_1-480x480.jpg 480w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/08\/Foto_1-768x768.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Das Logo unserer Expedition, die die Fahrtnummer POS536 tr\u00e4gt. Foto: Mark Lenz\/GEOMAR<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Aber der Reihe nach. Warum wurde dieser Forschungsantrag gestellt? Hierzu ein bisschen Theorie: Man sch\u00e4tzt, dass ca. 60% des Kunststoffm\u00fclls, der in die Meere gelangt, so leicht ist, dass er l\u00e4ngere Zeit an der Wasseroberfl\u00e4che treiben kann. Von diesem Material werden wiederum ca. 60% von Wind und Str\u00f6mungen auf den offenen Ozean hinausgetragen. Dort akkumuliert dieses Material in gro\u00dfen Str\u00f6mungswirbeln, die man deswegen mittlerweile auch M\u00fcllstrudel nennt.  Einer dieser gro\u00dfen Str\u00f6mungswirbel wird vom Golfstrom angetrieben und umschlie\u00dft die Sargassosee, die sich von den Bermuda-Inseln aus weit in den Nordatlantik hineinerstreckt. Sie hat ihren Namen von den B\u00fcscheln treibender Braunalgen der Gattung Sargassum, die man in diesem Seegebiet sehr h\u00e4ufig findet.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"669\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/08\/Foto_2.jpg\" alt=\"Diese treibenden Algen-B\u00fcschel sind von Bord aus h\u00e4ufig zu sehen.Foto: Mark Lenz\/GEOMAR\" class=\"wp-image-222\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/08\/Foto_2.jpg 1000w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/08\/Foto_2-480x321.jpg 480w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/08\/Foto_2-768x514.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Diese treibenden Algen-B\u00fcschel sind von Bord aus h\u00e4ufig zu sehen.Foto: Mark Lenz\/GEOMAR<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Genau wie die driftenden Braunalgen sammelt sich aber auch treibender Plastikm\u00fcll in der Sargassosee und f\u00fcr das Gebiet s\u00fcdlich der Azoren wurden in fr\u00fcheren Studien bereits erh\u00f6hte Konzentrationen an Plastikteilen beobachtet. Dass hier M\u00fcll im Meer schwimmt ist also schon bekannt, trotzdem umgibt die M\u00fcllstrudel immer noch ein gro\u00dfes Geheimnis. Sie wachsen n\u00e4mlich nicht so schnell wie sie eigentlich m\u00fcssten. Jedes Jahr gelangen viele Millionen Tonnen Plastik in die Meere, trotzdem sind die M\u00fcllmengen, die an der Meeresoberfl\u00e4che beobachtet werden, in den letzten 15 Jahren nur sehr langsam gewachsen. Ein Teil des M\u00fclls, der ins Meer gelangt, scheint also einfach zu verschwinden. Um dieses Paradox zu erkl\u00e4ren, werden vor allem zwei Theorien angef\u00fchrt: Die eine besagt, dass ein Teil des M\u00fclls in sehr kleine Teile zerf\u00e4llt und dann schlicht und einfach von Schiffen oder Flugzeugen aus nicht mehr gesehen werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Zudem soll Plastikm\u00fcll in die Tiefe absinken und sich am Meeresboden ablagern. Es gibt also vermutlich nicht nur einen horizontalen Transport von Plastikm\u00fcll an der Meeresoberfl\u00e4che, der das Plastik von den K\u00fcsten weg in Richtung offene See tr\u00e4gt, sondern auch einen vertikalen Transport, der es in die Tiefsee hinab bef\u00f6rdert. <br> Warum aber sollte Plastikmaterial, das eigentlich leichter ist als Seewasser, absinken? Auch hierf\u00fcr gibt es mehrere Erkl\u00e4rungen: Zum einen wird Plastik im Meer von Bakterien, Algen und Tieren besiedelt. Dadurch kann es so schwer werden, dass es beginnt abzusinken. Au\u00dferdem k\u00f6nnen kleine Plastikteile von Meerestieren verschluckt und wieder ausgeschieden werden. Eingebettet in deren Kotpillen sinkt das Plastik dann in Richtung Tiefsee. Schlie\u00dflich k\u00f6nnen kleine Plastikteile auch in Aggregate aus organischem Material eingeschlossen werden. Diese entstehen auf nat\u00fcrliche Weise und sind auch als Meeresschnee bekannt. Auch sie sinken, wenn sie eine bestimmte Gr\u00f6\u00dfe und ein bestimmtes Gewicht erreicht haben, in die Tiefe.<br> Soweit die Theorie, aber was sagt die Praxis? Stimmt das alles oder passiert vielleicht doch etwas ganz anderes mit dem Plastik? Wir wissen es noch nicht. Es gibt bislang n\u00e4mlich nur sehr wenige Daten \u00fcber die Verteilung von Plastik im offenen Ozean. Gerade \u00fcber das ozeanische Mikroplastik, also Plastikpartikel, die kleiner sind als 5 mm, ist sehr wenig bekannt. Wir wissen beispielsweise nicht, ob man es tats\u00e4chlich h\u00e4ufig im Boden der Tiefsee finden kann und ob es in den M\u00e4gen der Meeresbewohner landet, die in den riesigen R\u00e4umen zwischen der Oberfl\u00e4che und dem Meeresgrund leben. Um genau dies zu untersuchen sind wir mit der FS POSEIDON an den n\u00f6rdlichen Rand der Sargassosee gefahren.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"945\" height=\"539\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/08\/Foto_4.jpg\" alt=\"Das Arbeitsgebiet befindet sich s\u00fcdwestlich der Azoren am n\u00f6rdlichen Rand der Sargassosee. Foto: Mark Lenz\/GEOMAR\" class=\"wp-image-235\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/08\/Foto_4.jpg 945w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/08\/Foto_4-480x274.jpg 480w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/08\/Foto_4-768x438.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 945px) 100vw, 945px\" \/><figcaption>Das Arbeitsgebiet befindet sich s\u00fcdwestlich der Azoren am n\u00f6rdlichen Rand der Sargassosee. Foto: Mark Lenz\/GEOMAR<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Was wir daf\u00fcr brauchen sind jede Menge Ger\u00e4te und vor allem eine erfahrene Schiffsmannschaft, die uns bei den zum Teil schwierigen Arbeiten unterst\u00fctzt. Hier ein kurzer Blick auf unseren Ger\u00e4tepark: Um die Meeresoberfl\u00e4che zu beproben, haben wir einen sogenannten Katamaran-Trawl dabei, der von Bord aus ins Meer gelassen werden kann, und der dann f\u00fcr eine bestimmte Zeit hinter dem Schiff hergezogen wird.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"669\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/08\/Foto_5.jpg\" alt=\"Der Katamaran-Trawl wird von Deck aus ins Meer gelassen.Foto: Mark Lenz\/GEOMAR\" class=\"wp-image-224\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/08\/Foto_5.jpg 1000w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/08\/Foto_5-480x321.jpg 480w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/08\/Foto_5-768x514.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Der Katamaran-Trawl wird von Deck aus ins Meer gelassen.Foto: Mark Lenz\/GEOMAR<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"669\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/08\/Foto_6.jpg\" alt=\"Nach dem Aussetzen wird der Katamaran f\u00fcr eine bestimmte Zeit hinter dem Schiff hergezogen. Dabei wird Material von der Meeresoberfl\u00e4che abgesammelt. Foto: Mark Lenz\/GEOMAR\" class=\"wp-image-225\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/08\/Foto_6.jpg 1000w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/08\/Foto_6-480x321.jpg 480w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/08\/Foto_6-768x514.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Nach dem Aussetzen wird der Katamaran f\u00fcr eine bestimmte Zeit hinter dem Schiff hergezogen. Dabei wird Material von der Meeresoberfl\u00e4che abgesammelt. Foto: Mark Lenz\/GEOMAR<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Ein Netz, das zwischen den Kufen des Katamarans h\u00e4ngt, fischt dabei treibendes Material von der Oberfl\u00e4che des Ozeans ab. Um die Wasserschichten unter der Oberfl\u00e4che zu untersuchen, haben wir verschiedene engmaschige Netze im Gep\u00e4ck, die in verschiedenen Tiefen horizontal durch das Wasser gezogen werden k\u00f6nnen. Sie sollen Plastikpartikel und Planktonorganismen, die vielleicht Mikroplastik in ihren M\u00e4gen haben, einsammeln. Die Netze haben eine Maschenweite von 300 \u00b5m.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"685\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/08\/Foto_7-685x1024.jpg\" alt=\"Vor und nach dem Einsatz m\u00fcssen die Netze gr\u00fcndlich gesp\u00fclt werden. Foto: Mark Lenz\/GEOMAR\" class=\"wp-image-226\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/08\/Foto_7-685x1024.jpg 685w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/08\/Foto_7-480x717.jpg 480w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/08\/Foto_7-768x1147.jpg 768w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/08\/Foto_7.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 685px) 100vw, 685px\" \/><figcaption>Vor und nach dem Einsatz m\u00fcssen die Netze gr\u00fcndlich gesp\u00fclt werden. Foto: Mark Lenz\/GEOMAR<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Um noch feinere Partikel aus dem Wasser zu filtern, werden  Unterwasserpumpen vom Schiff aus in vorher festgelegte Tiefen hinabgelassen. Sie saugen Meerwasser durch einen feinen Filter, der anschlie\u00dfend, wenn die Pumpen wieder an Bord sind, auf Plastikpartikel untersucht wird. Konstruktiv noch etwas aufw\u00e4ndiger sind die driftenden Sedimentfallen, die wir im Atlantik aussetzen und die dann unabh\u00e4ngig vom Schiff im Meer treiben. Sedimentfallen sind im Prinzip nach oben offene Rohre, in die absinkende Partikel hineinrieseln und sich am Boden der Rohre sammeln.<br> Sie werden h\u00e4ufig eingesetzt, um zu untersuchen, wieviel Material in einem Seegebiet in einer bestimmten Zeit auf den Meeresboden absinkt. In diesem Material befinden sich (siehe oben!) mittlerweile sehr wahrscheinlich auch Mikroplastikpartikel. Nun kann man bei den Wassertiefen, die hier vorherrschen, nicht einfach Sedimentfallen auf den Meeresboden stellen. Sie m\u00fcssen an einem Driftk\u00f6rper befestigt werden, der dann einige Tage im Meer treibt. Anschlie\u00dfend werden die Fallen wieder eingesammelt, um zu untersuchen, wieviel Mikroplastik sich eventuell in den R\u00f6hren gesammelt hat. Damit wir die Fallen in den endlosen Weiten des Atlantiks auch wieder finden k\u00f6nnen, sind sie mit einem GPS-Sender ausgestattet. Er erm\u00f6glicht es, die Fallen zu jeder Zeit zu orten<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"669\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/08\/Foto-8.jpg\" alt=\"Diese R\u00f6hren sind Teil der Sedimentfalle. Sie werden vor dem Aussetzen ge\u00f6ffnet, damit Partikel in die R\u00f6hren hineinfallen k\u00f6nnen. Foto: Mark Lenz\/GEOMAR\" class=\"wp-image-232\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/08\/Foto-8.jpg 1000w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/08\/Foto-8-480x321.jpg 480w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/08\/Foto-8-768x514.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Diese R\u00f6hren sind Teil der Sedimentfalle. Sie werden vor dem Aussetzen ge\u00f6ffnet, damit Partikel in die R\u00f6hren hineinfallen k\u00f6nnen. Foto: Mark Lenz\/GEOMAR<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"617\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/08\/Foto_9.jpg\" alt=\"Die Sedimentfalle wird f\u00fcr das Aussetzen vorbereitet. Foto: Mark Lenz\/GEOMAR\" class=\"wp-image-227\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/08\/Foto_9.jpg 1000w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/08\/Foto_9-480x296.jpg 480w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/08\/Foto_9-768x474.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Die Sedimentfalle wird f\u00fcr das Aussetzen vorbereitet. Foto: Mark Lenz\/GEOMAR<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"669\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/08\/Foto_10.jpg\" alt=\"Beim Aussetzen wird die relativ lange Konstruktion langsam ins Wasser gelassen. Foto: Mark Lenz\/GEOMAR\" class=\"wp-image-228\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/08\/Foto_10.jpg 1000w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/08\/Foto_10-480x321.jpg 480w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/08\/Foto_10-768x514.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Beim Aussetzen wird die relativ lange Konstruktion langsam ins Wasser gelassen. Foto: Mark Lenz\/GEOMAR<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Schlie\u00dflich \u2013 und jetzt kommen wir zu den gro\u00dfen Brocken \u2013 haben wir zwei Ger\u00e4te dabei, die es erm\u00f6glichen Sedimentproben vom Meeresboden zu nehmen. Das erste Problem hiermit ist, dass der Meeresboden 3 km unter uns liegt. Man braucht also ein entsprechend langes Windenseil, um den Boden \u00fcberhaupt erreichen zu k\u00f6nnen. Dann m\u00fcssen die Ger\u00e4te &#8211; es handelt sich um einen Kastengreifer und um einen Ring mit mehreren Stechrohren \u2013  zudem sehr schwer sein, damit sie \u00fcberhaupt in das relativ feste Tiefseesediment eindringen k\u00f6nnen. Das Aussetzen und Einholen dieser gro\u00dfen Ger\u00e4te erfordert das ganze K\u00f6nnen der Schiffscrew und ist eine der schwierigsten Aufgaben auf unserer Fahrt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"642\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/08\/Foto_11.jpg\" alt=\"Im Hintergrund sieht man den Ring mit den Stechrohren. Es handelt sich um einen sogenannten Multi-Corer. Foto: Mark Lenz\/GEOMAR\" class=\"wp-image-229\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/08\/Foto_11.jpg 1000w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/08\/Foto_11-480x308.jpg 480w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/08\/Foto_11-768x493.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Im Hintergrund sieht man den Ring mit den Stechrohren. Es handelt sich um einen sogenannten Multi-Corer. Foto: Mark Lenz\/GEOMAR<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Alle Proben, die w\u00e4hrend der Fahrt mit den genannten Ger\u00e4ten genommen werden, werden nach unserer R\u00fcckkehr nach Kiel auf Mikroplastik untersucht. Dies kann nicht bereits an Bord geschehen, denn man ben\u00f6tigt Spektroskope, um die winzig kleinen Partikel sicher als Plastik identifizieren zu k\u00f6nnen. Die Schiffsexpedition ist daher nur der erste Teil dieses Projekts und wird gefolgt von einer aufw\u00e4ndigen Laboranalyse. Was wir aber schon machen k\u00f6nnen ist, zumindest einige Proben unter dem Mikroskop zu betrachten, um zu schauen, ob sie \u201averd\u00e4chtige\u2018 Partikel enthalten.<br> Hier noch ein paar Rahmendaten zu unserer Fahrt. Die Expedition startete am 17. August im Hafen von Ponta Delgada auf den Azoren und endet am 12. September in Malaga, Spanien.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"669\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/08\/Foto_12.jpg\" alt=\"Die FS POSEIDON im Hafen von Ponta Delgada auf den Azoren. Foto: Mark Lenz\/GEOMAR\" class=\"wp-image-230\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/08\/Foto_12.jpg 1000w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/08\/Foto_12-480x321.jpg 480w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/08\/Foto_12-768x514.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Die FS POSEIDON im Hafen von Ponta Delgada auf den Azoren. Foto: Mark Lenz\/GEOMAR<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der Fahrt werden an insgesamt 9 Stationen Proben genommen. Ich werde in den n\u00e4chsten Wochen regelm\u00e4\u00dfig auf Oceanblogs \u00fcber den Verlauf der Fahrt und die Forschungsarbeiten im Atlantik berichten. Im n\u00e4chsten Blog gegen Ende dieser Woche wird es unter anderem um das Arbeiten an Bord und um unsere ersten Eindr\u00fccke vom Probenmaterial gehen. Au\u00dferdem werde ich verraten, ob wir die Sedimentfallen wiedergefunden haben, die am 22. August ausgesetzt wurden. Ach ja, und ich berichte von n\u00e4chtlichen Besuchern aus den Tiefen des Atlantiks.<\/p>\n\n\n\n<p>Die aktuelle Position der FS POSEIDON kann man \u00fcbrigens hier erfahren: <a href=\"https:\/\/www.sailwx.info\/shiptrack\/shipposition.phtml?call=DBKV\">https:\/\/www.sailwx.info\/shiptrack\/shipposition.phtml?call=DBKV<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein w\u00f6chentlicher Fahrtbericht in englischer Sprache findet sich auf den Seiten des GEOMAR.      <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigentlich passt mein Blog auf den ersten Blick gar nicht so recht in diesen Kanal, denn es geht in ihm nicht um Kiel oder Schleswig-Holstein, sondern um den Atlantik s\u00fcdlich der Azoren. Trotzdem m\u00f6chte ich hier von unserer Expedition berichten, denn viele Kieler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind in das Vorhaben involviert \u2013 und es geht [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":92,"featured_media":231,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8,2],"tags":[],"class_list":["post-220","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-der-ozean-der-zukunft","category-menschlicher-einfluss-auf-die-meere"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/220","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-json\/wp\/v2\/users\/92"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=220"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/220\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":236,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/220\/revisions\/236"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-json\/wp\/v2\/media\/231"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=220"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=220"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=220"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}