{"id":196,"date":"2019-03-12T17:02:38","date_gmt":"2019-03-12T16:02:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/?p=196"},"modified":"2019-03-12T17:02:40","modified_gmt":"2019-03-12T16:02:40","slug":"das-game-programm-des-geomar-startet-neue-globalstudie-zum-thema-mikroplastik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/2019\/03\/12\/das-game-programm-des-geomar-startet-neue-globalstudie-zum-thema-mikroplastik\/","title":{"rendered":"Das GAME-Programm des GEOMAR startet neue Globalstudie zum Thema Mikroplastik"},"content":{"rendered":"\n<p>Das internationale Forschungs- und Ausbildungsprogramm GAME (Globaler Ansatz durch Modulare Experimente) l\u00e4dt seit 17 Jahren Studierende der Biologie und verwandter Fachbereiche ein, sich an globalen Studien zu beteiligen, die die Auswirkungen menschengemachter Ver\u00e4nderungen auf das Meer untersuchen. Jedes Jahr widmet sich das Programm einer bestimmten Fragestellung und entsendet Teams aus Studierenden an Partnerinstitute auf der ganzen Welt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"723\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/03\/Karte-1024x723.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-197\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/03\/Karte-1024x723.jpg 1024w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/03\/Karte-480x339.jpg 480w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/03\/Karte-768x542.jpg 768w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/03\/Karte.jpg 1171w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Das GAME-Netzwerk umfasst 36 Meeresforschungsinstitute in 27 L\u00e4ndern.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>\u00a0Die Teams, die aus einem Studierenden vom jeweiligen Partnerinstitut und aus einem\/einer deutschen Partner\/Partnerin bestehen, f\u00fchren im Zeitraum von April bis September an den verschiedenen Standorten identische Experimente durch.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"669\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/03\/DSC7438.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-199\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/03\/DSC7438.jpg 1000w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/03\/DSC7438-480x321.jpg 480w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/03\/DSC7438-768x514.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Die Studierenden arbeiten im Rahmen des Programms in binationalen Zweierteams zusammen.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p> Am Ende jeder Studie werden die Ergebnisse von den verschiedenen Standorten, die viele Klimazonen und biogeographische Regionen abdecken, miteinander verglichen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"669\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/03\/DSC0176.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-198\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/03\/DSC0176.jpg 1000w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/03\/DSC0176-480x321.jpg 480w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/03\/DSC0176-768x514.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Am Ende eines jeden Projektes werten die Teams die gewonnenen Daten gemeinsam am GEOMAR aus.<br><br><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Dies dient dazu, zu erfahren, ob die Systeme unterschiedlich auf die Ver\u00e4nderungen reagieren oder ob die Reaktionen \u00fcberall gleich sind. So hat GAME in der Vergangenheit beispielsweise die Effekte der Ozeanerw\u00e4rmung oder der \u00dcberd\u00fcngung durch N\u00e4hrstoffeintr\u00e4ge untersucht. Bereits dreimal hat sich GAME in der Vergangenheit dem Thema Mikroplastik und dessen Auswirkungen auf Meeresorganismen gewidmet. In den Jahren 2013, 2014 und 2016 f\u00fchrten Studierende Experimente in Brasilien, Chile, Finnland, Indonesien, Japan, Mexiko, Portugal und Wales durch und untersuchten damit beispielsweise ob filtrierende Organismen wie Muscheln empfindlicher auf eine Verschmutzung ihrer Umwelt mit Mikroplastik reagieren als Sedimentfresser wie Wattw\u00fcrmer (was der Fall war). <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"665\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/03\/DSC04267.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-200\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/03\/DSC04267.jpg 1000w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/03\/DSC04267-480x319.jpg 480w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/03\/DSC04267-768x511.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Denis Marx (Team Chile 2014) pipettiert Mikroplastikpartikel in die Versuchsbecken mit Muscheln.<br><br><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Zudem testeten\ndie Teams, ob Meeresorganismen sensibler auf Mikroplastik reagieren, wenn sie\ngleichzeitig einem weiteren Stressor wie beispielsweise W\u00e4rme ausgesetzt sind.\nDie Ergebnisse dieser Studien lassen sich in den Projektberichten nachlesen,\ndie von der GAME-Website (<a href=\"http:\/\/www.geomar.de\/go\/game\">www.geomar.de\/go\/game<\/a>)\nheruntergeladen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im neuen Projekt, das gerade am GEOMAR vorbereitet wird, geht es darum zu untersuchen, ob sich die Wirkweise von mikroskopischen Plastikpartikeln auf Muscheln und andere Filtrierer grunds\u00e4tzlich von der nat\u00fcrlicher Partikel \u00e4hnlicher Gr\u00f6\u00dfe unterscheidet.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"669\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/03\/Perna_viridis-Jakarta-2012.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-201\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/03\/Perna_viridis-Jakarta-2012.jpg 1000w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/03\/Perna_viridis-Jakarta-2012-480x321.jpg 480w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/03\/Perna_viridis-Jakarta-2012-768x514.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Die Gr\u00fcne Miesmuschel aus Indonesien wird auch im neuen Forschungsprojekt zu den Effekten von Mikroplastik wieder einer der Testorganismen sein.<br><br><br><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Organismen, die\nihre Nahrung aus dem Wasser filtern, sind an eine Verschmutzung ihrer Umwelt\nmit Kleinstpartikeln angepasst und haben im Laufe ihrer Evolution Mechanismen\nentwickelt, die es ihnen erm\u00f6glichen, mit dieser Verschmutzung umzugehen. Die\nFrage, die es zu untersuchen gilt, ist ob die kleinen Plastikpartikel Eigenschaften\nhaben, die sie grunds\u00e4tzlich von nat\u00fcrlichem Material gleicher Gr\u00f6\u00dfe wie\nbeispielsweise den Schalen von Kieselalgen unterscheidet. Hierzu werden die\nTeams Experimente durchf\u00fchren, in denen Muscheln \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum\nverschiedenen Konzentrationen von Mikroplastik und von nat\u00fcrlichen\nKleinstpartikeln ausgesetzt werden. W\u00e4hrend der Versuche werden dann verschiedene\nAntwortvariablen, wie beispielsweise die Filtrationsleistung, erhoben, um den\nGesundheitszustand der Tiere zu erfassen. <\/p>\n\n\n\n<p>Zu Beginn der vergangenen Woche sind nun alle Teams des Jahres 2019 ans GEOMAR gereist, um w\u00e4hrend der kommenden Wochen gemeinsam eine Methodik f\u00fcr diese Versuche zu entwickeln. In diesem Jahr wird an insgesamt 9 Standorten in Australien, Brasilien, Cabo Verde, Chile, Indonesien, Israel, Japan, Portugal und S\u00fcdafrika gearbeitet. Zu Beginn dieser Vorbereitungsphase wurden die Teilnehmer und Teilnehmerinnen am GEOMAR und im Rathaus der Stadt Kiel offiziell willkommen gehei\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"667\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/03\/2019-03-06_GAME-Rathaus_JSteffen-GEOMAR.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-202\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/03\/2019-03-06_GAME-Rathaus_JSteffen-GEOMAR.jpg 1000w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/03\/2019-03-06_GAME-Rathaus_JSteffen-GEOMAR-480x320.jpg 480w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/03\/2019-03-06_GAME-Rathaus_JSteffen-GEOMAR-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption> <br> Kiels  Stadtpr\u00e4sident Hans-Werner Tovar (vorne Mitte) begr\u00fc\u00dft die  Teilnmehmerinnen und Teilnehmer des GAME-Projekts 2019 in Kiel. Am  Empfang im Kieler Rathaus nahmen au\u00dferdem Ratsfrau Christina Schubert  (erste Reihe links) und Ratsherr Nesimi Temel (zweite Reihe 2. v. li.)  teil. <br><br><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Danach begann dann sofort die eigentliche Projektarbeit mit einer Einf\u00fchrung in die Thematik und einer Sichtung der Forschungsliteratur. In dieser Woche werden die Teams sich mit dem experimentellen Design und den Materialien besch\u00e4ftigen, die sie f\u00fcr ihre Forschung brauchen werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"669\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/03\/DSC3826.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-207\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/03\/DSC3826.jpg 1000w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/03\/DSC3826-480x321.jpg 480w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2019\/03\/DSC3826-768x514.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Zurzeit wird noch diskutiert welche Art von Mikroplastikpartikeln in den Versuchen zum Einsatz kommen werden. Es stehen verschiedene Polymere, wie Polystyrol oder PVC, zur Auswahl.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Teams werden regelm\u00e4\u00dfig auf dem Blogkanal von GAME (ebenfalls auf www.oceanblogs.org) \u00fcber ihre Forschung berichten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das internationale Forschungs- und Ausbildungsprogramm GAME (Globaler Ansatz durch Modulare Experimente) l\u00e4dt seit 17 Jahren Studierende der Biologie und verwandter Fachbereiche ein, sich an globalen Studien zu beteiligen, die die Auswirkungen menschengemachter Ver\u00e4nderungen auf das Meer untersuchen. Jedes Jahr widmet sich das Programm einer bestimmten Fragestellung und entsendet Teams aus Studierenden an Partnerinstitute auf der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":10,"featured_media":205,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[],"class_list":["post-196","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-menschlicher-einfluss-auf-die-meere"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/196","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-json\/wp\/v2\/users\/10"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=196"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/196\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":208,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/196\/revisions\/208"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-json\/wp\/v2\/media\/205"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=196"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=196"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=196"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}