{"id":106,"date":"2018-09-17T10:42:28","date_gmt":"2018-09-17T08:42:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/?p=106"},"modified":"2018-09-17T13:52:14","modified_gmt":"2018-09-17T11:52:14","slug":"mega-makro-meso-mikro-und-nano-das-who-is-who-beim-plastikmuell","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/2018\/09\/17\/mega-makro-meso-mikro-und-nano-das-who-is-who-beim-plastikmuell\/","title":{"rendered":"Mega, Makro, Meso, Mikro und Nano \u2013 Das Who is Who beim Plastikm\u00fcll"},"content":{"rendered":"<p>Bis zu 13 Millionen Tonnen Plastikabfall gelangen jedes Jahr in die Meere und dieser M\u00fcllstrom wird in Zukunft noch gr\u00f6\u00dfer werden, denn der weltweite Plastikverbrauch und damit die M\u00fcllproduktion wachsen kontinuierlich weiter. Was da in die Ozeane gelangt ist eine bunte Mischung aus verschiedenen Plastiksorten und Plastikprodukten. Die Palette reicht vom Joghurtbecher bis zur Regentonne und von der Schokoriegelverpackung bis zur Abdeckplane aus der Gro\u00dfg\u00e4rtnerei. Im Meer angekommen ver\u00e4ndert sich der M\u00fcll zudem noch in dem er unter dem Einfluss von Wind, Wellen und Sonne in kleinere Teile zerbricht. Um dieses Sammelsurium zu ordnen, haben sich Wissenschaftler und Umweltsch\u00fctzer auf verschiedene Gr\u00f6\u00dfenklassen geeinigt, in die sie die M\u00fcllteile einordnen. Es geht los bei den ganz gro\u00dfen Objekten, dem Megaplastik (&gt; 500 mm). Das sind in der Regel keine Gegenst\u00e4nde, die aus Haushalten stammen, sondern sie wurden bei Katastrophen wie Wirbelst\u00fcrmen oder Tsunamis vom Land ins Meer gewaschen oder sind von Schiffen aus \u00fcber Bord gegangen. Eine Art von Megaplastik, die sich an den K\u00fcsten von Nord- und Ostsee relativ h\u00e4ufig findet, sind Fischkisten. Eine Gr\u00f6\u00dfenklasse unter dem Megaplastik kommt das Makroplastik (200 mm \u2013 500 mm) gefolgt vom Mesoplastik (5 mm \u2013 200 mm). Vieles von dem was bei Beach Clean-ups an unseren Str\u00e4nden eingesammelt wird, geh\u00f6rt in diese beiden Kategorien. Anders aber als beispielsweise in vielen Gegenden S\u00fcdostasiens stammt das Makro- und Mesoplastik an unseren K\u00fcsten nicht aus Haushalten, sondern wurde von Strandbesuchern liegengelassen oder wurde vom Wind oder auch von M\u00f6wen aus Abfallbeh\u00e4ltern ausgetragen. Vor allem an den Nordseestr\u00e4nden stammt ein gro\u00dfer Teil dieses Plastiks zudem aus der Fischerei.<\/p>\n<p>Auch auf dem offenen Meer befindet sich Makroplastik. Es macht den gr\u00f6\u00dften Teil der Plastikmasse, n\u00e4mlich 75%, aus, die sich in den ozeanischen M\u00fcllstrudeln befindet. Aber nur 0,2% der Teile, die im Ozean treiben, sind so gro\u00df, dass sie zum Makroplastik geh\u00f6ren. Die meisten M\u00fcllteile sind viel kleiner. Das Mesoplastik (5 \u2013 200 mm) stellt im offenen Ozean ca. 11% der Masse des Plastiks und umfasst 7% aller Kunststoffteile. Dem Mesoplastik folgt im Gr\u00f6\u00dfensystem der Wissenschaft dann das mittlerweile sehr bekannte Mikroplastik. Dieses wird von den akribischen Forschern gerne noch einmal in gr\u00f6\u00dferes (1 \u2013 5 mm) und kleineres (0.3 \u2013 1 mm) Mikroplastik unterteilt. Die erste dieser beiden Kategorien macht immerhin noch einmal 11% der Plastikmasse im offenen Meer aus, gleichzeitig umfasst sie aber 57% aller Kunststoffteile. Der gr\u00f6\u00dfte Teil der im offenen Meer treibenden Plastikpartikel sind also gro\u00dfes Mikroplastik. Das kleine Mikroplastik stellt noch 3% der Masse, und umfasst 35% aller Partikel. Auch die Gr\u00f6\u00dfenfraktion zwischen 0.001 mm (=1 Mikrometer) und 0,3 mm geh\u00f6rt nat\u00fcrlich zum Mikroplastik, aber \u00fcber die H\u00e4ufigkeit dieses sehr kleinen Materials in der Umwelt wissen wir noch wenig. Es ist schwer zu identifizieren und man kann es nur mit aufw\u00e4ndigen technischen Verfahren verl\u00e4sslich z\u00e4hlen. Das gleiche gilt nat\u00fcrlich auch f\u00fcr alles was kleiner ist als 1 Mikrometer. Das ist dann Nanoplastik. Der Nachweis dieses Materials in Wasser- oder Sedimentproben ist sehr schwierig und wir sind im Augenblick noch nicht in der Lage, seine Verbreitung in der Umwelt zu erfassen.<\/p>\n<div class=\"mceTemp\"><\/div>\n<div class=\"mceTemp\"><\/div>\n<div id=\"attachment_107\" style=\"width: 490px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-107\" class=\"size-medium wp-image-107\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2018\/09\/Bild_1-480x317.jpg\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"317\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2018\/09\/Bild_1-480x317.jpg 480w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2018\/09\/Bild_1-768x507.jpg 768w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2018\/09\/Bild_1.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><p id=\"caption-attachment-107\" class=\"wp-caption-text\">Megaplastik im Wattenmeer vor dem Leuchtturm Westerhever. Was dieses riesige \u201e\u00dcberraschungsei\u201c einmal war, ist unklar. Foto: Mark Lenz<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_108\" style=\"width: 490px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-108\" class=\"size-medium wp-image-108\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2018\/09\/Bild_2-480x321.jpg\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"321\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2018\/09\/Bild_2-480x321.jpg 480w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2018\/09\/Bild_2-768x514.jpg 768w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2018\/09\/Bild_2.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><p id=\"caption-attachment-108\" class=\"wp-caption-text\">Makro- und Mesoplastik im Strandanwurf im Norden Gotlands. Die Silikonkartusche ist vielleicht einem Segler \u00fcber Bord gegangen oder fiel in einem Hafen ins Wasser. Foto: Mark Lenz<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_109\" style=\"width: 490px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-109\" class=\"size-medium wp-image-109\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2018\/09\/Bild_3-480x319.jpg\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"319\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2018\/09\/Bild_3-480x319.jpg 480w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2018\/09\/Bild_3-768x511.jpg 768w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2018\/09\/Bild_3.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><p id=\"caption-attachment-109\" class=\"wp-caption-text\">An den deutschen und d\u00e4nischen Nordseestr\u00e4nden findet sich h\u00e4ufig Makro- und Mesoplastikm\u00fcll aus der Fischerei wie dieser Handschuh. Foto: Mark Lenz<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_110\" style=\"width: 490px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-110\" class=\"size-medium wp-image-110\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2018\/09\/Bild_4-480x361.jpg\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"361\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2018\/09\/Bild_4-480x361.jpg 480w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2018\/09\/Bild_4-768x578.jpg 768w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mikroplastik54n\/wp-content\/uploads\/sites\/58\/2018\/09\/Bild_4.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><p id=\"caption-attachment-110\" class=\"wp-caption-text\">Mikroplastik im Strandsand der Osterinsel. Diese bunten Partikel sind aus dem Zerfall von gr\u00f6\u00dferem Plastikm\u00fcll entstanden. Foto: Mark Lenz<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bis zu 13 Millionen Tonnen Plastikabfall gelangen jedes Jahr in die Meere und dieser M\u00fcllstrom wird in Zukunft noch gr\u00f6\u00dfer werden, denn der weltweite Plastikverbrauch und damit die M\u00fcllproduktion wachsen kontinuierlich weiter. Was da in die Ozeane gelangt ist eine bunte Mischung aus verschiedenen Plastiksorten und Plastikprodukten. 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