{"id":72,"date":"2017-08-07T16:42:45","date_gmt":"2017-08-07T14:42:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mehrmeer2017\/?p=72"},"modified":"2017-08-09T10:37:56","modified_gmt":"2017-08-09T08:37:56","slug":"einsichten-und-ansichten-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mehrmeer2017\/2017\/08\/07\/einsichten-und-ansichten-teil-2\/","title":{"rendered":"Einsichten und Ansichten \u2013 Teil 2"},"content":{"rendered":"<h6>(Beitrag von Joachim Dengg, GEOMAR)<\/h6>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kommen wir nun also zu den Bewerbungsbeitr\u00e4gen der Jugendlichen.<\/p>\n<p>Obwohl wir sehr viele gute Bewerbungen erhielten, hatten wir f\u00fcr den Workshop leider nur zwanzig Pl\u00e4tze zu vergeben. Ich will aber trotzdem versuchen, hier auch einige derjenigen zu Wort kommen zu lassen, die leider nicht in die Auswahl kamen. (Dankenswerterweise erteilten uns alle Bewerber die Erlaubnis, Ausz\u00fcge aus ihren Beitr\u00e4gen zum Thema \u201eErforschung, Nutzung und Schutz der Meere: was ist n\u00f6tig und was ist m\u00f6glich?\u201c zu ver\u00f6ffentlichen.)<\/p>\n<div id=\"attachment_80\" style=\"width: 490px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-80\" class=\"size-medium wp-image-80\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mehrmeer2017\/wp-content\/uploads\/sites\/53\/2017\/08\/Titelbild-480x237.jpg\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"237\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mehrmeer2017\/wp-content\/uploads\/sites\/53\/2017\/08\/Titelbild-480x237.jpg 480w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mehrmeer2017\/wp-content\/uploads\/sites\/53\/2017\/08\/Titelbild-768x380.jpg 768w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mehrmeer2017\/wp-content\/uploads\/sites\/53\/2017\/08\/Titelbild-1024x506.jpg 1024w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mehrmeer2017\/wp-content\/uploads\/sites\/53\/2017\/08\/Titelbild.jpg 1038w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><p id=\"caption-attachment-80\" class=\"wp-caption-text\">(Titelbild des Films von Marie aus Nordrhein-Westfalen)<\/p><\/div>\n<h3><strong>Erforschung, Nutzung und Schutz: die Priorit\u00e4ten<\/strong><\/h3>\n<p>In den Arbeiten der Jugendlichen wurde sofort klar, dass f\u00fcr sie der Schutz der Ozeane von zentraler Bedeutung ist, erst in zweiter Linie gefolgt von der Nutzung und der Erforschung. In einem Satz auf den Punkt gebracht hat dies Hannah aus Niedersachsen:<\/p>\n<p><em>\u201eAuch wenn die Auswirkungen des Menschen, vor allem in Bezug auf den Klimawandel, auf die Ozeane noch nicht vollst\u00e4ndig erforscht sind, steht fest, dass Handlungsbedarf zum Schutz der Meere besteht.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Sunwoo aus Hessen erg\u00e4nzt dies um den Nachhaltigkeitsaspekt:<\/p>\n<p><em>\u201e&#8230;dass man unbedingt Erforschung, Schutz und Nutzen gut balancieren sollte, um k\u00fcnftig menschengemachte Katastrophen zu vermeiden, ist f\u00fcr mich die wichtigste Lehre, die die Menschheit aus dem Klimawandel ziehen sollte und gro\u00dfteils schon gezogen hat. [&#8230;] Daher sollte man das Meer nur im Rahmen seiner Regenerationsf\u00e4higkeit erforschen und nutzen, so dass es seinen nat\u00fcrlichen Zustand instandhalten kann und nicht unwiederbringlich besch\u00e4digt wird.\u201c<\/em><\/p>\n<h3><strong>Das Zusammenwirken von Erforschung, Nutzung und Schutz<\/strong><\/h3>\n<p>Im Idealfall sehen viele der Jugendlichen Erforschung, Nutzung und Schutz aber nicht als Widerspruch an, sondern halten ein Zusammenspiel der drei Faktoren f\u00fcr erstrebenswert. So sagt zum Beispiel Ina aus Schleswig-Holstein:<\/p>\n<p><em>\u201eErforschen, Nutzen und Sch\u00fctzen sind drei Dinge, die sich gegenseitig erm\u00f6glichen und voneinander abh\u00e4ngig sind. Nur wenn etwas erforscht und gleichzeitig bestenfalls noch gesch\u00fctzt wird, kann man es ohne Bedenken nutzen. Eins der drei Zahnr\u00e4der kann sich nur drehen, wenn sich die beiden anderen auch mitdrehen. Falls \u201eSand in das Getriebe ger\u00e4t\u201c, also ein Bereich zum Stocken kommt, kann das komplette System nicht mehr funktionieren.\u201c <\/em><\/p>\n<div id=\"attachment_79\" style=\"width: 490px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-79\" class=\"size-medium wp-image-79\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mehrmeer2017\/wp-content\/uploads\/sites\/53\/2017\/08\/Getriebe-480x233.png\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"233\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mehrmeer2017\/wp-content\/uploads\/sites\/53\/2017\/08\/Getriebe-480x233.png 480w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mehrmeer2017\/wp-content\/uploads\/sites\/53\/2017\/08\/Getriebe.png 713w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><p id=\"caption-attachment-79\" class=\"wp-caption-text\">(Abbildung von Ina aus Schleswig-Holstein)<\/p><\/div>\n<p>\u00c4hnlich sieht das Johanne aus Niedersachsen. Wenn es allerdings um die M\u00f6glichkeiten der Forschung geht, auf negative Entwicklungen Einfluss zu nehmen, sch\u00e4tzt sie diese als eher begrenzt ein:<\/p>\n<p><em>\u201eUm das Meer wirkungsvoll zu sch\u00fctzen und die Nutzung langfristig zu erhalten, ist mindestens ein Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Interessen n\u00f6tig. Dabei muss beachtet werden, dass die Vertreter der wirtschaftlichen Interessen einen gro\u00dfen Einfluss in der Politik haben, die Meinung von Forschern dient hingegen oft nur zur Beratung. Das Meer, das selber ja nicht auf Deutsch oder Englisch mit uns spricht, wird gar nicht gefragt. Diejenigen, die die feine Sprache des Meeres verstehen und versuchen, es zu vertreten, haben hingegen keinen gro\u00dfen Einfluss.\u201c<\/em><\/p>\n<p>In diesem Punkt ist Lizzy aus Schleswig-Holstein optimistischer:<\/p>\n<p><em>\u201eSollte man nun also wieder zur\u00fcck in die H\u00f6hlen gehen und mit Pfeil und Bogen jagen, damit man der Umwelt nicht schadet? Diese Frage ist unweigerlich zu stellen, sobald man h\u00f6rt, welche Sch\u00e4den der Mensch im Meer anrichtet. Trotzdem ist die Frage meiner Meinung mit nein zu beantworten.[&#8230;] die Forschung ist heute weit genug, um viele Prozesse, die der Mensch zur Zeit anwendet, um das Meer f\u00fcr seine Vorteile zu nutzen, durch nachhaltigere Methoden als heute \u00fcblich zu ersetzen.\u201c<\/em><\/p>\n<h3><strong>Sch\u00e4den? Welche Sch\u00e4den?<\/strong><\/h3>\n<p>Was aber sind denn nun die Punkte, in denen nach Ansicht der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der Mensch dem Meer am meisten schadet?<\/p>\n<p>F\u00fcr eine genaue, statistische Auswertung der Arbeiten reichte uns leider nicht die Zeit, aber zumindest nach \u201egef\u00fchlter H\u00e4ufigkeit\u201c tauchten die folgenden Themen immer wieder auf:<\/p>\n<div id=\"attachment_81\" style=\"width: 490px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-81\" class=\"size-medium wp-image-81\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mehrmeer2017\/wp-content\/uploads\/sites\/53\/2017\/08\/Collage-480x347.png\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"347\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mehrmeer2017\/wp-content\/uploads\/sites\/53\/2017\/08\/Collage-480x347.png 480w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mehrmeer2017\/wp-content\/uploads\/sites\/53\/2017\/08\/Collage-768x555.png 768w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/mehrmeer2017\/wp-content\/uploads\/sites\/53\/2017\/08\/Collage.png 863w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><p id=\"caption-attachment-81\" class=\"wp-caption-text\">(Bilder von Julia aus Bayern)<\/p><\/div>\n<ul>\n<li>der Plastikm\u00fcll im Meer,<\/li>\n<li>die \u00dcberfischung,<\/li>\n<li>die Ozeanversauerung,<\/li>\n<li>die Folgen der Energiegewinnung aus dem Meer,<\/li>\n<li>die Folgen der Klima\u00e4nderung.<\/li>\n<\/ul>\n<p>In den n\u00e4chsten Blogbeitr\u00e4gen wollen wir uns deshalb die Meinungen der Jugendlichen zu diesen Punkten etwas genauer ansehen.<\/p>\n<p>(Fortsetzung folgt)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Beitrag von Joachim Dengg, GEOMAR) &nbsp; Kommen wir nun also zu den Bewerbungsbeitr\u00e4gen der Jugendlichen. 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