{"id":52,"date":"2017-08-04T19:18:28","date_gmt":"2017-08-04T17:18:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mehrmeer2017\/?p=52"},"modified":"2017-08-07T17:40:26","modified_gmt":"2017-08-07T15:40:26","slug":"einsichten-und-ansichten-teil-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/mehrmeer2017\/2017\/08\/04\/einsichten-und-ansichten-teil-1\/","title":{"rendered":"Einsichten und Ansichten \u2013 Teil 1"},"content":{"rendered":"<h6>(Beitrag von Joachim Dengg, GEOMAR)<\/h6>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr den Workshop mehr meer 2017 konnten sich bundesweit Jugendliche im Alter zwischen 16 und 19 Jahren bewerben. Wir wollten dabei von ihnen erfahren, wo sie pers\u00f6nlich beim Thema \u201eErforschung, Nutzung und Schutz der Meere: was ist n\u00f6tig und was ist m\u00f6glich?\u201c in den n\u00e4chsten Jahren Handlungsbedarf sehen, und wie sie sich eine sinnvolle Balance dieser zum Teil vielleicht widerspr\u00fcchlichen Interessen vorstellen k\u00f6nnten. Gefragt waren Aufs\u00e4tze, Videos oder auch Comics.<\/p>\n<p>Insbesondere interessierte uns, mit welchen Vorstellungen und Erwartungen sich die Jugendlichen f\u00fcr den Workshop bewerben, und mit welchem Hintergrundwissen wir bei den Teilnehmern rechnen k\u00f6nnen. (Au\u00dferdem wollten wir durch diese Anfangsh\u00fcrde nach M\u00f6glichkeit auch gleich diejenigen abschrecken, die sich von der Bewerbung im Wesentlichen einen kostenlosen, zweiw\u00f6chigen Helgolandurlaub versprechen w\u00fcrden.)<\/p>\n<h3><strong>Die Statistik<\/strong><\/h3>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-56 alignleft\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/mehrmeer2017\/wp-content\/uploads\/sites\/53\/2017\/08\/Flaschenpost_mini.jpg\" alt=\"\" width=\"163\" height=\"413\" \/>Das Resultat waren fast 80, zum gr\u00f6\u00dften Teil ausgesprochen engagierte Beitr\u00e4ge aus immerhin elf Bundesl\u00e4ndern. Drei Viertel der Einsendungen waren Texte von 5 bis 10 Seiten L\u00e4nge (jaaa, wir haben in den Osterferien sehr viel gelesen), aber es gab auch einige Beitr\u00e4ge in anderen Formaten (Filme, Poster, Pr\u00e4sentationen, ein Puzzle, ein Quartett mit Spielkarten, eine Flaschenpost, ein Gedicht&#8230;).<\/p>\n<p>\u00dcbrigens, auch interessant: 76 Prozent der Bewerbungen kamen von M\u00e4dchen. (Das st\u00fcrzte uns vor\u00fcbergehend in \u00dcberlegungen, ob wir eine Quotenregelung f\u00fcr Jungs einf\u00fchren sollten. Wir beschlossen aber, die Pl\u00e4tze beim Workshop unabh\u00e4ngig vom Geschlecht und nur in der Reihenfolge der Bewertung zu vergeben. Ergebnis: wir werden auf Helgoland nun 17 M\u00e4dchen und 3 Jungs haben&#8230; Tut mir leid, Jungs, die M\u00e4dels haben euch links und rechts \u00fcberholt, man kann es einfach nicht anders sagen!)<\/p>\n<h3><strong>Wissen oder Meinungen?<\/strong><\/h3>\n<p>Was uns wichtig war: wir wollten erkennen k\u00f6nnen, dass f\u00fcr die Bewerbung eine Auseinandersetzung mit dem Thema stattgefunden hatte. Die Autorinnen und Autoren sollten nicht einfach nur im Internet gefundene Quellen wiedergeben, sondern sie in einen Zusammenhang bringen und auch einigerma\u00dfen verstanden haben. Kleinere inhaltliche Fehler waren dabei nicht tragisch: wenn die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler schon alles w\u00fcssten, h\u00e4tten wir ihnen auf Helgoland ja nichts mehr beizubringen!<\/p>\n<p>Vielen Einsendungen war aber gemeinsam, dass die Jugendlichen haupts\u00e4chlich ihr bereits vorhandenes oder auch gerade neu recherchiertes Wissen darstellten. Nun ist es nat\u00fcrlich immer ratsam, Meinungen auch auf Fakten aufzubauen, aber zu unserer Entt\u00e4uschung blieb das Abw\u00e4gen von Werten dabei dann h\u00e4ufig auf der Strecke. Woran das im Einzelnen lag, ist unklar, aber die Vermutung liegt nahe, dass die Jugendlichen einerseits fasziniert von all diesen (f\u00fcr sie zum Teil neuen) Erkenntnissen waren, und andererseits ihre Bewerbung vielleicht nicht durch m\u00f6glicherweise kontroverse Diskussion gef\u00e4hrden wollten.<\/p>\n<p>In den folgenden Blogbeitr\u00e4gen wollen wir die Beitr\u00e4ge der Jugendlichen nun auszugsweise pr\u00e4sentieren und uns dabei vor allem auf die Schlussfolgerungen konzentrieren, welche die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler aus ihrer Recherche gezogen haben, denn das Hintergrundwissen zu den einzelnen Themen ist an anderen Stellen relativ leicht im Internet zu finden.<\/p>\n<p>(Fortsetzung folgt)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Beitrag von Joachim Dengg, GEOMAR) &nbsp; F\u00fcr den Workshop mehr meer 2017 konnten sich bundesweit Jugendliche im Alter zwischen 16 und 19 Jahren bewerben. 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