{"id":93,"date":"2015-12-17T13:15:10","date_gmt":"2015-12-17T13:15:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oceanblogs.org\/meeresrauschen\/?p=93"},"modified":"2015-12-17T13:15:10","modified_gmt":"2015-12-17T13:15:10","slug":"highspeed-evolution-vom-salz-zum-suswasserfisch-in-nur-50-jahren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/meeresrauschen\/2015\/12\/17\/highspeed-evolution-vom-salz-zum-suswasserfisch-in-nur-50-jahren\/","title":{"rendered":"Highspeed Evolution: Vom Salz- zum S\u00fc\u00dfwasserfisch in nur 50 Jahren"},"content":{"rendered":"<p>Die Evolution kann deutlich schneller voranschreiten als h\u00e4ufig angenommen. Das haben Forscher der Universit\u00e4ten in Oregon und Alaska in einer <a href=\"http:\/\/www.pnas.org\/content\/early\/2015\/12\/10\/1512020112\" target=\"_blank\">gerade erschienenen Studie<\/a> gezeigt. Demnach entwickelte eine Fischpopulation der urspr\u00fcnglich im Salzwasser lebenden Dreistachligen Stichlinge in nur 50 Jahren genetische Merkmale, die sie an ein Leben im S\u00fc\u00dfwasser anpassen. Ebensolche Anpassungen konnten vorher nur bei Populationen nachgewiesen werden, die tausende von Jahren Zeit f\u00fcr ihre Evolution hatten.<br \/>\nWilliam Cresco von der Universit\u00e4t Oregon und seine Kollegen untersuchten das Erbgut von Stichlingen, die durch ein starkes Erdbeben im Jahre 1964 in neu geformten S\u00fc\u00dfwassert\u00fcmpeln eingeschlossen wurden. Anschlie\u00dfend verglichen sie es mit dem Erbgut von Populationen, die im Salzwasser lebten. Dabei fanden sie auch Unterschiede in von au\u00dfen sichtbaren Merkmalen, wie der K\u00f6rperform, den Augen und der F\u00e4rbung. Die Wissenschaftler schlossen daraus, dass Dreistachlige Stichlinge m\u00f6glicherweise mit einem Genom ausgestattet sind, das grunds\u00e4tzlich ein Leben in S\u00fc\u00df- oder Salzwasser erm\u00f6glicht und das \u00fcber die Generationen nur den Letzten Feinschliff erh\u00e4lt, je nachdem welchen Bedingungen eine Population ausgesetzt ist.<br \/>\n\u201eUnsere Forschung k\u00f6nnte vielleicht auch eine kleine Vorschau darauf sein, wie der Klimawandel Arten beeinflussen kann. Wir haben gezeigt, dass Organismen &#8211; auch Wirbeltiere, mit langen Generationszeiten &#8211; sehr schnell auf Umweltver\u00e4nderungen reagieren k\u00f6nnen\u201c, sagt dazu Susan L. Bassham, Koautorin der Studie.<br \/>\nEs bleibt zu hoffen, dass m\u00f6glichst viele Arten mit einem so flexiblen Genom ausgestattet sind. <a href=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/oceannavigator\/2015\/12\/16\/cop21\/\" target=\"_blank\">Auch wenn der j\u00fcngst beendete Klimagipfel Anlass zur Hoffnung gibt, dass der Klimawandel nicht ganz so drastisch ausfallen k\u00f6nnte, wie zwischenzeitlich bef\u00fcrchtet.<\/a><\/p>\n<p>Klickt<a href=\"http:\/\/www.eurekalert.org\/multimedia\/pub\/105191.php?from=314232\" target=\"_blank\"> hier<\/a> f\u00fcr ein Video \u00fcber die Bedeutung der Studie.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Evolution kann deutlich schneller voranschreiten als h\u00e4ufig angenommen. Das haben Forscher der Universit\u00e4ten in Oregon und Alaska in einer gerade erschienenen Studie gezeigt. 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