{"id":1,"date":"2014-09-24T00:00:39","date_gmt":"2014-09-24T00:00:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oceanblogs.org\/meeresrauschen\/?p=1"},"modified":"2016-06-07T12:06:32","modified_gmt":"2016-06-07T12:06:32","slug":"hello-world","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/meeresrauschen\/2014\/09\/24\/hello-world\/","title":{"rendered":"Miesmuscheln in Sauer &#8211; Teil 1"},"content":{"rendered":"<p><em>Nach meiner Doktorarbeit im Jahre 2012 stellte ich fest, dass es mir in meiner wissenschaftlichen Karriere am meisten Spa\u00df machte, die Ergebnisse meiner Forschung zu kommunizieren. Da ich gerne anderen die f\u00fcr mich so spannende Welt der Wissenschaft n\u00e4herbringe, habe mich deshalb auch sehr gefreut, in diesem Jahr ein Praktikum in der Abteilung Kommunikation und Medien am GEOMAR machen zu k\u00f6nnen. <\/em><\/p>\n<p><em>Anfang August habe ich mich f\u00fcr den<a href=\"http:\/\/www.hzg.de\/public_relations\/events\/verstaendliche_wissenschaft\/index.html.de\" target=\"_blank\"> Preis \u201eVerst\u00e4ndliche Wissenschaft\u201c<\/a> des Helmholtz-Zentrums Geesthacht beworben und bin tats\u00e4chlich in die Endrunde gekommen. Bei dem Wettbewerb geht es darum, das eigene Promotionsthema m\u00f6glichst allgemein verst\u00e4ndlich darzustellen. Ob mir das im Bewerbungstext gelungen ist, k\u00f6nnt Ihr hier selbst beurteilen:<\/em><\/p>\n<p><strong>Miesmuscheln in Sauer <\/strong><\/p>\n<p><strong>Beeinflusst der S\u00e4uregrad des Wassers, wie viele Miesmuscheln von Seesternen und Krebsen gefressen werden?<\/strong><\/p>\n<p>Wettr\u00fcsten im Meer<\/p>\n<p>In der Natur tobt ein st\u00e4ndiger Kampf: der zwischen J\u00e4gern und Beute. Die Beute versucht sich bestm\u00f6glich zu sch\u00fctzen, die J\u00e4ger wollen trotz Abwehrma\u00dfnahmen an die Beute kommen. Miesmuscheln sch\u00fctzen sich beispielsweise mit harten Schalen vor ihren Fra\u00dffeinden. Strandkrabben auf der anderen Seite, f\u00fcr die die Miesmuscheln eine Delikatesse darstellen, versuchen mithilfe ihrer gepanzerten Scheren und Mundwerkzeuge an das weiche Muschelfleisch zu kommen. Auch der gemeine Seestern hat seine Waffen, um an die K\u00f6stlichkeit zu gelangen. Geduldig verharrt er mit der Muschel im Klammergriff, seine Mund\u00f6ffnung direkt \u00fcber den verschlossenen R\u00e4ndern. Beim n\u00e4chsten Aufklappen der Schalen l\u00e4sst er die filigranen Einzelteile seines Skeletts einrasten und seine Glieder ohne Energieaufwand hart werden. Dann st\u00fclpt er seinen Magen ins Innere der Muschel &#8211; das vorverdaute Muskelfleisch saugt er schlie\u00dflich ein.<br \/>\nDie Stabilit\u00e4t aller dieser harten Strukturen, sowohl von J\u00e4gern als auch von Beute, tragen somit entscheidend dazu bei, wie viele und wie gro\u00dfe Miesmuscheln von Seesternen und Krebsen konsumiert werden k\u00f6nnen. Schalen, Panzer und Skelette enthalten jedoch Kalk und sind somit potentiell anf\u00e4llig f\u00fcr ein Ph\u00e4nomen, das in der Fachliteratur mit \u201eOzeanversauerung\u201c betitelt wird.<\/p>\n<p>Ozeanversauerung: ein weltweites Ph\u00e4nomen<\/p>\n<p>Im Zuge des globalen Klimawandels entsteht auch eine fortschreitende Ozeanversauerung mit Auswirkungen auf tierische Lebensr\u00e4ume. Werden Wissenschaftler gebeten, den Begriff Ozeanversauerung anschaulich zu erkl\u00e4ren, fallen h\u00e4ufig zwei Begriffe: Mineralwasser und Wasserkocher. Der eigentliche Prozess der Versauerung l\u00e4sst sich wie der Effekt von Kohlens\u00e4ure im Mineralwasser erkl\u00e4ren. Sie entsteht, wenn sich Kohlenstoffdioxid im Wasser l\u00f6st und mit ihm reagiert. Folge: Das Mineralwasser sprudelt und schmeckt sauer. \u00c4hnliches passiert derzeit in allen Gew\u00e4ssern weltweit, da die Konzentration an Kohlenstoffdioxid (CO2) in der Atmosph\u00e4re immer weiter ansteigt. Das System ist bestrebt, einen Ausgleich zwischen Atmosph\u00e4re und Wasser zu schaffen, wodurch gro\u00dfe Mengen des CO2s ins Meerwasser gelangen. Das Meer kann zwar aufgrund der enthaltenen Salze einen Gro\u00dfteil des Prozesses abpuffern, sozusagen entsch\u00e4rfen, dennoch ist schon heute der offene Ozean saurer als noch zu vorindustriellen Zeiten.<br \/>\nDie Konsequenzen f\u00fcr Tiere und Pflanzen im Wasser sind betr\u00e4chtlich, denn viele ihrer Schutzmechanismen beruhen auf s\u00e4ureempfindlichem Kalk. Die Effekte lassen sich anhand des Wasserkochers erkl\u00e4ren: M\u00f6chte man Kalk aus diesem entfernen, setzt man S\u00e4ure ein, die die wei\u00dfen Spuren beim Aufkochen verl\u00e4sslich aufl\u00f6st. Da die Schale der Miesmuschel, der Panzer der Strandkrabbe und das Skelett des Gemeinen Seesterns vorwiegend aus Kalk besteht, sind alle drei Arten somit potentiell empfindlich gegen\u00fcber einer Versauerung des Wassers.<\/p>\n<p><em>Gespannt, wie es weitergeht? N\u00e4chste Woche erscheint an derselben Stelle Teil 2 mit den Ergebnissen meiner Studien<\/em><\/p>\n<p><em>Yasmin Appelhans<\/em><\/p>\n<!-- Rendered by FancyBox without labels BEGIN -->\n\n\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t\t\t#gallery-0 {\n\t\t\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t\t\t}\n\t\t\t\t\t#gallery-0 .gallery-item {\n\t\t\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\t\t\twidth: 49%;\n\t\t\t\t\t}\n\t\t\t\t\t#gallery-0 img {\n\t\t\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t\t\t}\n\t\t\t\t\t#gallery-0 .gallery-caption {\n\t\t\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t\t\t}\n\t<\/style>\n<script type=\"text\/javascript\">\n$(document).ready(function() {\n\t\/*\n\t *  Simple image gallery. 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