{"id":15,"date":"2025-12-19T16:22:22","date_gmt":"2025-12-19T16:22:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/m215\/?p=15"},"modified":"2025-12-26T11:48:35","modified_gmt":"2025-12-26T11:48:35","slug":"m215-mmc-3-multi-marex-kehrt-zuruck-nach-santorini","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/m215\/2025\/12\/19\/m215-mmc-3-multi-marex-kehrt-zuruck-nach-santorini\/","title":{"rendered":"M215 (MMC-3): MULTI-MAREX kehrt zur\u00fcck nach Santorini"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n<p>Die dritte Fahrt des Verbundprojekts MULTI-MAREX der dritten Forschungsmission mareXtreme der Deutschen Allianz f\u00fcr Meeresforschung (DAM) hat offiziell begonnen. Am 17. Dezember 2025 hat die <em>FS METEOR<\/em> in Heraklion auf Kreta, Griechenland, abgelegt und wird in den kommenden vier Wochen wissenschaftliche Messungen vor Santorini und bei dem in der N\u00e4he gelegenen Unterwasservulkan Kolumbo durchf\u00fchren. Zudem werden innovative Monitoring- und Fr\u00fchwarnsysteme getestet, um das Risiko potenzieller Extremereignisse wie submarine Hangrutschungen, Bodenbewegungen w\u00e4hrend Erdbeben und Vulkanausbr\u00fcche besser absch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen. Im Licht des Erdbebenschwarms, der sich um Santorini erst im Fr\u00fchjahr dieses Jahres ereignete, hoffen wir auf eine erkenntnisreiche Fahrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits am Abend des 15. Dezember treffen die meisten Wissenschaftler:innen in Heraklion ein. Das Mittelmeer begr\u00fc\u00dft uns mit mildem, sonnigem Winterwetter, bei dem wir am 16. Dezember im Hafen treffen. Dort wartet die <em>FS METEOR<\/em> auf uns, nachdem sie in den zwei Monaten davor s\u00fcdlich von Kreta unterwegs war. Viele Mitglieder der Besatzung waren auch schon fr\u00fcher vor Ort, entweder sind sie von der vorausgegangenen Fahrt geblieben und arbeiten nun, nach ein paar Tagen an Land, weiter auf See, oder sind einige Tage fr\u00fcher angereist, um bereits mit den Vorbereitungen zu beginnen. Insgesamt sind 58 Personen an Bord, 33 Mitglieder der Besatzung und 25 des wissenschaftlichen Teams, durch deren Zusammenarbeit diese Fahrt m\u00f6glich wird.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2456\" height=\"1842\" src=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/m215\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2025\/12\/IMG_7365-copy.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-26\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/m215\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2025\/12\/IMG_7365-copy.jpg 2456w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/m215\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2025\/12\/IMG_7365-copy-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/m215\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2025\/12\/IMG_7365-copy-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/m215\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2025\/12\/IMG_7365-copy-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/m215\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2025\/12\/IMG_7365-copy-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/m215\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2025\/12\/IMG_7365-copy-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2456px) 100vw, 2456px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die FS METEOR im Hafen von Heraklion. Foto: Roberto Benavides, GEOMAR<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Angekommen auf dem Schiff wird die wissenschaftliche Ausr\u00fcstung ausgeladen und aufgebaut, die Kammern bezogen, und mit der Einrichtung der Labore begonnen. Es herrscht eine gesch\u00e4ftige, teils quirlige Atmosph\u00e4re, in der sich alle aus der wissenschaftlichen Crew und der Besatzung begegnen. Computer und Messger\u00e4te werden ausgeladen und befestigt, Namen und Aufgaben untereinander ausgetauscht und viel miteinander gelacht, w\u00e4hrend alles Hand in Hand abl\u00e4uft. Auch wenn einige Teammitglieder schon fr\u00fcher gemeinsam auf See unterwegs waren, sind doch einige neue Gesichter dabei. In den n\u00e4chsten vier Wochen werden wir auf diesem Schiff intensiv zusammenarbeiten, daher werden uns schon in ein paar Tagen die meisten Namen und Flure vertraut sein. Nach ein paar Stunden intensiven Sortierens und Einr\u00e4umens hat aber alles seinen Platz gefunden und es kehrt wieder etwas mehr Ruhe ein \u2013 gerade rechtzeitig f\u00fcr das erste gemeinsame Mittagessen auf dem Schiff. Bereits um 11.15 Uhr duftet es aus der K\u00fcche: Auch die Essenszeiten folgen auf dem Schiff ihrem eigenen Rhythmus. Nachmittags folgt nun eine Sicherheitseinweisung, denn auf dem Schiff muss diese selbstverst\u00e4ndlich an erster Stelle stehen. Dabei wird bereits auf einige Besonderheiten beim Leben auf dem Schiff eingegangen. Die Nacht verbringen wir bereits auf unseren Kammern auf dem Schiff, auch wenn es noch im Hafen liegt.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"908\" height=\"680\" src=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/m215\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2025\/12\/image-9.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-73\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/m215\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2025\/12\/image-9.png 908w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/m215\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2025\/12\/image-9-300x225.png 300w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/m215\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2025\/12\/image-9-768x575.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 908px) 100vw, 908px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ein letzter Blick auf Kreta. Foto: Johanna Salg, GEOMAR<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Am 17.12. geht es los! Um 8.00 Uhr morgens laufen wir aus und machen uns bei Nordwind auf den Weg in Richtung Kolumbo. Dabei k\u00f6nnen wir im Vorbeifahren bereits Santorini erkennen. F\u00fcr diejenigen, die bereits auf der Ausfahrt MSM132 (MMC-1) im Winter 2024 dabei waren, oder sich im Rahmen der Fact-Finding Mission von MULTI-MAREX in diesem Jahr mit der Bev\u00f6lkerung und Stakeholder:innen vor Ort austauschen durften, ein freudiges Wiedersehen. F\u00fcr alle anderen, ein beeindruckender Anblick! Hierher werden wir f\u00fcr viele unserer Messungen zur\u00fcckkehren.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"945\" height=\"710\" src=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/m215\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2025\/12\/3.png\" alt=\"Kreta aus dem FS Meteor\" class=\"wp-image-18\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/m215\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2025\/12\/3.png 945w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/m215\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2025\/12\/3-300x225.png 300w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/m215\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2025\/12\/3-768x577.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 945px) 100vw, 945px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die FS METEOR ist f\u00fcr die n\u00e4chsten vier Wochen unser Zuhause. Foto: Johanna Salg, GEOMAR<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Auf dem Transit zum Arbeitsgebiet ist jedoch auch noch sehr viel vorzubereiten: Sobald wir mit den Messungen beginnen k\u00f6nnen, m\u00fcssen alle Ger\u00e4te einsatzbereit sein, denn es gilt keine Zeit ungenutzt zu lassen. Deshalb wird heute viel geschraubt und getestet, Routen werden geplant und der Ablauf der kommenden Tage wird genau beraten. Nachmittags laufen die ersten Ger\u00e4tetests im Wasser und bereits heute Nacht geht es mit den ersten Messungen los. Auf Forschungsschiffen wird auch durch die Nacht hindurch gemessen: es werden Profile mit einem Multibeam-Messger\u00e4t kartiert, um die Struktur des Meeresbodens in der N\u00e4he des Kolumbo Seamounts, eines untermeerischen Vulkans,&nbsp; hochaufl\u00f6send abzubilden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"945\" height=\"710\" src=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/m215\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2025\/12\/4.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-19\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/m215\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2025\/12\/4.png 945w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/m215\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2025\/12\/4-300x225.png 300w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/m215\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2025\/12\/4-768x577.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 945px) 100vw, 945px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"945\" height=\"722\" src=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/m215\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2025\/12\/5.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-20\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/m215\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2025\/12\/5.png 945w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/m215\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2025\/12\/5-300x229.png 300w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/m215\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2025\/12\/5-768x587.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 945px) 100vw, 945px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Erste Ger\u00e4tetests. Foto: Johanna Salg, GEOMAR<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Eine Besonderheit hat unsere Ausfahrt im Vergleich zu den meisten anderen: Wie im letzten Jahr werden wir die Weihnachtstage an Bord verbringen, und in diesem Jahr sind wir sogar noch bis ins neue Jahr hinein auf See. Trotz der gesch\u00e4ftigen Stimmung, die w\u00e4hrend einer jeden Ausfahrt herrscht, sind doch bereits subtile Anzeichen von vorweihnachtlicher Atmosph\u00e4re zu erkennen: In der Kaffeepause stehen schon leckere Pl\u00e4tzchen auf dem Tisch. Die Feiertage an Bord werden sicherlich ebenso erkenntnisreich wie alle anderen Tage \u2013 aber davon mehr in den n\u00e4chsten Blogpost!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"945\" height=\"710\" src=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/m215\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2025\/12\/6.png\" alt=\"Weihnachtskekse\" class=\"wp-image-21\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/m215\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2025\/12\/6.png 945w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/m215\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2025\/12\/6-300x225.png 300w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/m215\/wp-content\/uploads\/sites\/109\/2025\/12\/6-768x577.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 945px) 100vw, 945px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Vorweihnachtliche Stimmung. Foto: Johanna Salg, GEOMAR<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Windige und sonnige Gr\u00fc\u00dfe aus der \u00c4g\u00e4is<\/p>\n\n\n\n<p>Das Team der M215 (MMC-3)<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"viewer-nv2pk170\">Beitrag zur dritten DAM-Forschungsmission mareXtreme<\/h4>\n\n\n\n<p id=\"viewer-m5tci172\">Die w\u00e4hrend der Expedition gewonnenen Daten flie\u00dfen unmittelbar in die Ziele der dritten DAM-Forschungsmission <strong>mareXtreme<\/strong>&nbsp;ein. Diese Mission verfolgt das \u00fcbergeordnete Ziel, wissenschaftlich fundierte Grundlagen f\u00fcr ein verbessertes Risikomanagement mariner Extremereignisse zu schaffen und damit Entscheidungsprozesse in Politik, Verwaltung und Gesellschaft nachhaltig zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die dritte Fahrt des Verbundprojekts MULTI-MAREX der dritten Forschungsmission mareXtreme der Deutschen Allianz f\u00fcr Meeresforschung (DAM) hat offiziell begonnen. Am 17. Dezember 2025 hat die FS METEOR in Heraklion auf Kreta, Griechenland, abgelegt und wird in den kommenden vier Wochen wissenschaftliche Messungen vor Santorini und bei dem in der N\u00e4he gelegenen Unterwasservulkan Kolumbo durchf\u00fchren. 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