{"id":90,"date":"2014-03-30T12:28:33","date_gmt":"2014-03-30T12:28:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oceanblogs.org\/m105\/?p=90"},"modified":"2014-05-07T12:35:17","modified_gmt":"2014-05-07T12:35:17","slug":"2-wochenbericht-vom-30-marz-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/m105\/2014\/03\/30\/2-wochenbericht-vom-30-marz-2014\/","title":{"rendered":"2. Wochenbericht vom 30. M\u00e4rz 2014"},"content":{"rendered":"<p>Am Montag den 24. M\u00e4rz brachten wir bei 10\u00b0N und 21\u00b0W die erste driftende Sinkstofffalle aus. Hannes Wagner, Jon Roa und Maria Danelli haben eine neue Technik nach Kiel gebracht um Sinkstoffe mit Hilfe von einer Vielzahl von Einzelfallen an einer treibenden Verankerung zu sammeln. In den Fallen (Plastikr\u00f6hren) befindet sich schweres sehr salziges und formolhaltiges Wasser indem alle Partikel gesammelt, fixiert und sp\u00e4ter herausgefiltert werden. In acht unterschiedlichen Wassertiefen der oberen 600 m wurden die Kreuze befestigt. Die treibende Verankerung hat eine Boje die alle 6 Stunden die Position \u00fcbermittelt. Die Falle wird eine gute Woche im Gebiet der Sauerstoffminimumzone treiben und danach von der METEOR wieder geborgen. Die Proben erlauben R\u00fcckschl\u00fcsse auf den Partikelfluss in unterschiedlichen Wassertiefen oberhalb und unterhalb des Sauerstoffminimums, dass auf 450 m Wassertiefe liegt. Eine zweite treibende Sinkstofffalle wurde am Donnerstag 10 sm von der anderen entfernt ausgelegt.<\/p>\n<p>Der Arbeitsschwerpunkt diese Woche lag auf dem systematischen Vermessen des Tracers. Im Abstand von 30 nm wird alle vier Stunden ein 1200m tiefes Profil mit der CTD mit Kranzwassersch\u00f6pfer gefahren. Aus 22 Tiefenhorizonten k\u00f6nnen Wasserproben an Deck gebracht werden. Die Tracerproben m\u00fcssen gasdicht mit speziellen Glasspritzen dem Sch\u00f6pfer entnommen werden. Die Tracerkonzentration wird im Labor auf der METEOR innerhalb von wenigen Stunden mit Hilfe eines Gaschromatographen gemessen.<\/p>\n<p>Im Dezember 2012 wurde der Tracer auf einer Dichtefl\u00e4che innerhalb von weniger als 3m vertikaler Ausdehnung im Ozean verspr\u00fcht. Nach 16 Monaten erkennt man, dass er sich vertikal ausgedehnt hat. Die von dem Tracer markierte Schicht ist mittlerweile 200-300m m\u00e4chtig. Aus der Verbreiterung der Schicht kann man die mittlere St\u00e4rke der vertikalen Vermischung exakt bestimmen. Das ist<br \/>\neine wichtige Gr\u00f6\u00dfe f\u00fcr Ozean- und Klimamodelle. Durch die vertikale Vermischung wird hier Sauerstoff aus den oberen Schichten in die Sauerstoffminumumzone transportiert.<\/p>\n<p>Weiterhin interessiert uns die horizontale Ausbreitung des Tracers. Dazu bestimmen wir die Menge des Tracers aufsummiert zwischen 200 und 600m Tiefe an jeder Station und tragen diese dann auf einer Karte ein. Ausgebracht wurde der Tracer auf einem quadratischen Gebiet mit 10 sm Kantenl\u00e4nge. Das ist so klein, das man es auf der Karte nicht mehr aufl\u00f6sen kann. Entlang von 21\u00b0N wurden geringe Konzentrationen von Tracer zwischen 7\u00b0 und 15\u00b0N gefunden. Gr\u00f6\u00dfere Mengen sind zwischen 8\u00b0 und 11\u00b0N zu finden \u00fcber eine Distanz von 180 sm (mehr als 300km).<\/p>\n<p>Auf jeder Station wird der gel\u00f6ste Sauerstoff als Funktion der Tiefe bestimmt. Dabei ist es interessant zu wissen ob die Sauerstoffkonzentrationen in der Sauerstoffminimumzone sich mit der Zeit<br \/>\nver\u00e4ndern. Die Messungen entlang von 21\u00b0W geben einen guten \u00dcberblick \u00fcber die Sauerstoffverteilung. Das flache und tiefe Sauerstoffminimum sind deutlich ausgepr\u00e4gt. Die minimalen Werte liegen um die 40 \u03bcmol\/kg was auch in den vergangenen Jahren hier beobachtet wurden.<\/p>\n<p>Das subtropische Wetter ist im M\u00e4rz sp\u00fcrbar k\u00fchler als zu anderen Jahreszeiten. Dennoch ist die Stimmung an Bord prima, das Essen vorz\u00fcglich und die Zusammenarbeit mit Kapit\u00e4n und Mannschaft weiterhin exzellent.<\/p>\n<p>Mit sch\u00f6nen Gr\u00fc\u00dfen von 11\u00b0 Nord und 19\u00b0\u201930 West,<\/p>\n<p>Martin Visbeck und die Fahrtteilnehmer der Reise M105<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Montag den 24. M\u00e4rz brachten wir bei 10\u00b0N und 21\u00b0W die erste driftende Sinkstofffalle aus. Hannes Wagner, Jon Roa und Maria Danelli haben eine neue Technik nach Kiel gebracht um Sinkstoffe mit Hilfe von einer Vielzahl von Einzelfallen an einer treibenden Verankerung zu sammeln. 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