{"id":27,"date":"2014-03-21T14:43:33","date_gmt":"2014-03-21T14:43:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oceanblogs.org\/m105\/?p=27"},"modified":"2014-05-07T12:33:39","modified_gmt":"2014-05-07T12:33:39","slug":"der-beginn-der-expedition-m105","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/m105\/2014\/03\/21\/der-beginn-der-expedition-m105\/","title":{"rendered":"Die ersten Tage der Expedition M105"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\">Am Tag vor der Abreise ist auf der METEOR Hochbetrieb. Die Container werden ge\u00f6ffnet und alle Ger\u00e4te und Staukisten in die richtigen Labore transportiert. Dort wird ausgepackt und alles seefest verstaut. Wir erwarten 4-5 Bft Passatwind und Wellen mit 2m H\u00f6he. Die bringen auch die fast 100m lange METEOR etwas zum schaukeln. Bis sp\u00e4t in die Nacht wird noch gearbeitet. Denn am Montag morgen werden wir p\u00fcnktlich ablegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Montag der 17. M\u00e4rz:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">P\u00fcnktlich um 9:00 legt die METEOR von der Pier in Mindelo ab. Seit 7:00 Uhr befinden sich alle an Board. Um 8:00 Uhr wird das Schiff nach \u201ablinden Passagieren\u2019 abgesucht. Im Hafen sind alles T\u00fcren im Schiff verschlossen. Man kommt nur unten \u00fcber das Hauptdeck in das Schiff und dort ist immer eine Wache anzutreffen.<\/p>\n<div id=\"attachment_28\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/m105\/wp-content\/uploads\/sites\/16\/2014\/03\/Stell\u00fcbung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-28\" class=\"size-medium wp-image-28\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/m105\/wp-content\/uploads\/sites\/16\/2014\/03\/Stell\u00fcbung-300x200.jpg\" alt=\"Stell\u00fcbung. Foto: Martin Visbeck, GEOMAR\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/m105\/wp-content\/uploads\/sites\/16\/2014\/03\/Stell\u00fcbung-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/m105\/wp-content\/uploads\/sites\/16\/2014\/03\/Stell\u00fcbung.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-28\" class=\"wp-caption-text\">Stell\u00fcbung. Foto: Martin Visbeck, GEOMAR<\/p><\/div>\n<p>Im Kanal zwischen den Inseln <a title=\"S\u00e3o Vicente (Kap Verde)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/S%C3%A3o_Vicente_(Kap_Verde)\"><i>S\u00e3o Vicente<\/i><\/a> und <a title=\"Santo Ant\u00e3o (Kap Verde)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Santo_Ant%C3%A3o_(Kap_Verde)\"><i>Santo Ant\u00e3o<\/i><\/a> steht ein kr\u00e4ftiger Passat und die \u201aStell\u00fcbung\u2019, wo wir mit Schwimmwesten zu den Rettungsbooten m\u00fcssen ist f\u00fcr manche schon eine kleine Herausforderung. Am fr\u00fchen Nachmittag halten wir an und setzen den ersten Gleiter, ein unbemanntes Unterwasserfahrzeug, vom Schlauchboot aus.<\/p>\n<div id=\"attachment_30\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/m105\/wp-content\/uploads\/sites\/16\/2014\/03\/Die-Glider.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-30\" class=\"size-medium wp-image-30 \" title=\"Unsere kleine Glider-Flotte. Foto: Elisabeth E\u00dfer\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/m105\/wp-content\/uploads\/sites\/16\/2014\/03\/Die-Glider-300x225.jpg\" alt=\"Unsere kleine Glider-Flotte. Foto: Elisabeth E\u00dfer\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/m105\/wp-content\/uploads\/sites\/16\/2014\/03\/Die-Glider-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/m105\/wp-content\/uploads\/sites\/16\/2014\/03\/Die-Glider.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-30\" class=\"wp-caption-text\">Unsere kleine Glider-Flotte. Foto: Elisabeth E\u00dfer<\/p><\/div>\n<p>Von da geht es weiter nach Nordosten zur CVOO, dem Cap Verde Ocean Observatory. Hier messen Meereswisschenschaftler aus Kiel und deren internationale Partner seit zehn Jahren die Eigenschaften des Meerwassers und verfolgen dort langfristige Trends. Leider ist unsere CTD, eine Unterwassersonde, noch nicht richtig eingestellt und wir m\u00fcssen die Station abbrechen. Wir k\u00e4mpfen mit vier defekten Sauerstoffsensoren, die wir alle aus Kiel mit dem Container nach Mindelo geschickt haben. M\u00f6glicherweise ist es in dem Container so hei\u00df geworden, das alle geleichzeitig kaputt gegangen sind. Eine andere Erkl\u00e4rung haben wir nicht. Zum Gl\u00fcck hat die METEOR auch noch eine CTD mit zwei Sauerstoffsensoren an Board.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dienstag der 18. M\u00e4rz.<\/p>\n<p>Wir sind die Nacht weiter nach Nordwesten gefahren. Unser Ziel ist ein kleiner ozeanischer Wirbel,\u00a0 der einen\u00a0 Durchmesser von 50km hat. Im Zentrum des Wirbels befindet sich sauerstoffarmes Wasser. Kieler Kollegen haben diesen letzte Woche mit dem Cap Verdischen Forschungskutter ISLANDIA besucht und dort im Zentrum einen Gleiter geborgen. Am fr\u00fchen Nachmittag haben wir endlich eine funktionierende CTD und fahren ein paar Stationen in dem vermuteten Zentrum. Die Werte von 20 \u00b5mol\/kg sind zwar klein aber nicht wirklich beeindruckend. Wir beschlie\u00dfen einen gro\u00dfen Bogen \u00fcber Nordwest und Nordost zu fahren und dann den Wirbel mit einem zweiten Schnitt im rechten Winkel zu durchkreuzen. Das bedeutet die ganze Nacht werden wir CTD Proben nehmen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_29\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/m105\/wp-content\/uploads\/sites\/16\/2014\/03\/Die-CTD-kommt-an-Deck.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-29\" class=\"size-full wp-image-29\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/m105\/wp-content\/uploads\/sites\/16\/2014\/03\/Die-CTD-kommt-an-Deck.jpg\" alt=\"Die CTD kommt an Deck. Foto: Elisabeth E\u00dfer\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/m105\/wp-content\/uploads\/sites\/16\/2014\/03\/Die-CTD-kommt-an-Deck.jpg 1024w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/m105\/wp-content\/uploads\/sites\/16\/2014\/03\/Die-CTD-kommt-an-Deck-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-29\" class=\"wp-caption-text\">Die CTD kommt an Deck. Foto: Elisabeth E\u00dfer<\/p><\/div>\n<p>Mittwoch der 19 M\u00e4rz.<\/p>\n<p>Um 3:00 Uhr morgens beginnt die CTD im Zentrum des Wirbels und wir sind begeistert. Weniger als 5\u00b5mol\/kg an gel\u00f6stem Sauerstoff in 100m Tiefe sind absolute Rekordwerte f\u00fcr den tropischen Atlantik. Es werden sehr viele Wasserproben genommen und sp\u00e4ter auf der Reise oder im Labor in Kiel auf viele verschiedene biogeochemische Substanzen hin untersucht. Am Vormittag nehmen wir noch eine Vergleichsstation au\u00dferhalb des Wirbels. Damit kann man sp\u00e4ter bessere Aussagen \u00fcber die Besonderheiten in dem Wirbel machen.<\/p>\n<p>Am Nachmittag erreichen wir die CVOO zum zweiten Mal. Nun funktioniert die CTD problemlos und wir k\u00f6nnen alle Wasserproben und Messungen wie gew\u00fcnscht durchf\u00fchren.<\/p>\n<p>Text: Martin Visbeck (Fahrtleiter)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Tag vor der Abreise ist auf der METEOR Hochbetrieb. Die Container werden ge\u00f6ffnet und alle Ger\u00e4te und Staukisten in die richtigen Labore transportiert. Dort wird ausgepackt und alles seefest verstaut. Wir erwarten 4-5 Bft Passatwind und Wellen mit 2m H\u00f6he. Die bringen auch die fast 100m lange METEOR etwas zum schaukeln. 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