{"id":151,"date":"2014-04-13T11:28:48","date_gmt":"2014-04-13T11:28:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oceanblogs.org\/m105\/?p=151"},"modified":"2014-05-07T12:37:08","modified_gmt":"2014-05-07T12:37:08","slug":"4-wochenbericht-vom-13-april-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/m105\/2014\/04\/13\/4-wochenbericht-vom-13-april-2014\/","title":{"rendered":"4. Wochenbericht vom 13. April 2014"},"content":{"rendered":"<p>Die letze Woche haben wir vor allem mit der weiteren Vermessung des Tracers und des Sauerstoffgehalts im Westsektor des Messgebiets verbracht. Dienstagvormittag ging der letzte Gleiter bei 10\u00b0 38\u2019N und 21\u00b0 30\u2019W zu Wasser. Er wird \u00fcber die kommenden Wochen die Wassermasseneigenschaften der oberen 900m oberhalb der Sauerstoffminimumzone vermessen. Dazu f\u00e4hrt er ein Sternmuster um die von Peter Brand ausgelegte Verankerung und l\u00f6st dort den anderen Gleiter ab, der mittlerweile nach S\u00fcden f\u00e4hrt um die Vermischung in der N\u00e4he der Seamounts zu bestimmen.<\/p>\n<p>Dienstagmittag nahmen wir die zweite driftende Sinkstofffalle auf. Beide Fallen haben hervorragend funktioniert. Erste Analysen zeigen, dass reichlich Probenmaterial gefangen wurde und zur weiteren Auswertung in Kiel vorbereitet wird.<\/p>\n<p>Donnerstag Abend erreichten wir die Nordwestecke des Haupt-Messgebietes und schlossen die Box mit einer Doppel-CTD und dem Planktonnetz. Die verbleibenden<br \/>\nTage werden genutzt um entlang von zwei weiteren meridionalen Schnitten zwischen 8\u00b0N und 12\u00b0N entlang von 24\u00b0 und 25\u00b0W das Messgebiet weiter nach Westen auszudehnen. Am Montag Abend planen wir die letzte CTD zu fahren und werden dann p\u00fcnklich am Mittwoch in Mindelo ankommen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Neben den CTD Stationen und Netzf\u00e4ngen kommen weitere Ger\u00e4te zum Einsatz, die auch beim fahrenden Schiff messen k\u00f6nnen. Wetterdaten, Oberfl\u00e4chentemperatur und \u2013salzgehalt werden auf der METEOR standardm\u00e4\u00dfig alle f\u00fcnf Minuten bestimmt. Wir k\u00fcmmern uns um die genaue Kalibrierung der im Schiff eingebauten TS-Sonde mit Hilfe des hochgenauen Salinometers. Man kann aus den Oberfl\u00e4chendaten sehr sch\u00f6n sehen wie sich die Wassereigenschaften in dem Forschungsgebiet \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Zwei Schiffs-ADCPs, akustische Profilstrommesser, bestimmen die Ozeanstr\u00f6mungen mit einer vertikalen Aufl\u00f6sung von 10m bis in eine Tiefe von 1000m. Diese Daten helfen uns auf dieser Reise die St\u00e4rke der Wirbelstr\u00f6mungen zu bestimmen. Aus den ADCP Daten lassen sich dazu gute Sch\u00e4tzungen der Vermischungsenergie ableiten. Die St\u00e4rke des r\u00fcckgestreuten Signals erlaubt es uns eine grobe Absch\u00e4tzung \u00fcber das Vorkommen des Zooplankton und dessen t\u00e4gliche Wanderungen zu bekommen.<\/p>\n<p>Mitgebracht haben wir ein System zur kontinuierlichen Bestimmung des Oberfl\u00e4chensauerstoff- und CO<sub>2<\/sub>-Gehalts. Aus der Differenz zwischen dem Partialdruck von CO<sub>2<\/sub> in der Atmosph\u00e4re und dem Ozean kann man die Aufnahme oder Abgabe von CO<sub>2<\/sub> aus dem Ozean bestimmen. Diese Daten stellen einen wichtigen Beitrag f\u00fcr die Klimaforschung dar und werden mittlerweile von vielen Forschungsschiffen aber auch zunehmend von Handelsschiffen erhoben.<\/p>\n<p>Die Tracer-Messungen laufen weiterhin problemlos. Die Messungen im zentralen 4\u00b0 x 4\u00b0 Gitters sind abgeschlossen und erste Analysen haben ergeben, dass dort 30% des im Dezember 2012 ausgesetzten Tracers verblieben sind. Die vertikale Struktur der Profile erlaubt eine erste Analyse der \u00fcber zwei Jahre gemittelten vertikalen Vermischung. Wir finden erwartungsgem\u00e4\u00df \u00e4hnliche Werte im Vergleich zu den Messungen des ersten GUTRE Tracer Experiments von Kz = 1-1.3 10<sup>-5<\/sup> m<sup>2<\/sup>\/s. Die horizontale Ausbreitung ist f\u00fcr uns besonders interessant und erscheint im Vergleich zu dem flacheren GUTRE Experiment schw\u00e4cher zu sein. Die Karte der vertikal aufsummierten Konzentrationen zeigt interessante Strukturen, die wir im Vergleich mit den Str\u00f6mungsmessungen und Wassermasseneigenschaften weiter auswerten werden.<\/p>\n<p>In wenigen Tagen wird die Reise nach 163 CTD Stationen zu Ende gehen. Eine Mischung aus Vorfreude auf Familien und Freunde an Land und Traurigkeit \u00fcber den nahenden Abschied von der METEOR macht sich breit. Die Stimmung an Bord ist prima, das Essen vorz\u00fcglich und die Zusammenarbeit mit Kapit\u00e4n und Mannschaft weiterhin exzellent.<\/p>\n<p>Mit sch\u00f6nen Gr\u00fc\u00dfen von 9\u00b0 Nord und 25\u00b0 West,<\/p>\n<p>Martin Visbeck und die Fahrtteilnehmer der Reise M105<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die letze Woche haben wir vor allem mit der weiteren Vermessung des Tracers und des Sauerstoffgehalts im Westsektor des Messgebiets verbracht. Dienstagvormittag ging der letzte Gleiter bei 10\u00b0 38\u2019N und 21\u00b0 30\u2019W zu Wasser. Er wird \u00fcber die kommenden Wochen die Wassermasseneigenschaften der oberen 900m oberhalb der Sauerstoffminimumzone vermessen. 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