{"id":146,"date":"2014-04-12T15:33:40","date_gmt":"2014-04-12T15:33:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oceanblogs.org\/m105\/?p=146"},"modified":"2014-05-07T12:36:57","modified_gmt":"2014-05-07T12:36:57","slug":"fahrtleiterleben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/m105\/2014\/04\/12\/fahrtleiterleben\/","title":{"rendered":"Fahrtleiterleben"},"content":{"rendered":"<p>Es ist 6:40 und der Wecker klingelt. Den Klingelton habe ich auf \u201aSonar\u2019 gestellt. Das passt zum Aufstehen auf einem Schiff. Die METEOR schaukelt leicht in der tropischen Passatd\u00fcnung. Gef\u00fchlt mitten in der Nacht stehe ich auf. \u00a0Voller Neugier und ich gehe vom Schlafzimmer zum den Bildschirmen in meinem B\u00fcro. Sind alle CTD und Netzstationen in der Nacht gut gelaufen? Machen wir gute Fahrt? Alles im \u201agr\u00fcnen\u2019 Bereich?<\/p>\n<p>Die Teilnehmer auf dem Forschungsschiff lassen sich grob in zwei Gruppen aufteilen: Die Besatzung und die Wissenschaft. Der \u201aChef der Besatzung\u2019 und des Schiffes \u00fcberhaupt ist der Kapit\u00e4n. Rainer tr\u00e4gt die Verantwortung f\u00fcr das Schiff und die Sicherheit aller an Board. Ihm unterstehen die Offiziere f\u00fcr den navigatorischen Betrieb, der Leitende Ingenieur f\u00fcr den Betrieb der Maschine und Schiffstechnik, der Bootsmann und die Matrosen f\u00fcr die Arbeiten an Deck, und der Servicebereich mit K\u00fcche und Stewards.<\/p>\n<p>Der \u201aChef der Wissenschaft\u2019 ist der Fahrtleiter. Er ist verantwortlich f\u00fcr die Abwicklung des wissenschaftlichen Programms an Board, entscheidet \u00fcber die Fahrtroute und den Einsatz der Ger\u00e4te in enger Absprache mit dem Kapit\u00e4n.<\/p>\n<p>Nach dem schnellen Blick \u00fcber die Monitore habe ich mein Sportzeug angezogen. Mein Schlafzimmer hat einen gro\u00dfen Schrank, einen Stuhl und ein Fenster mit Blick auf das Meer. Drau\u00dfen ist es schon hell und ich sehe vereinzelte Stratuswolken \u00fcber dem tiefblauen Meer. Vom Schlafzimmer aus geht es \u00fcber den Flur zum Badezimmer. Den Blick in den Spiegel spare ich mir zu so fr\u00fcher Stunde. Aber der Gang zu Klo ist unabdingbar. Mit einem lauten Zischen verschwindet das Wasser aus dem Klo. Schiffe haben eine Unterdruckanlage f\u00fcr das Abwasser. Das spart Frischwasser und reduziert das Volumen an Schmutzwasser. Neben dem Badezimmer ist mein Arbeitszimmer. Es gibt einen gro\u00dfen Schreibtisch mit den Monitoren, eine Schrankwand f\u00fcr B\u00fccher, Radio, Fernseher, einen K\u00fchlschrank und eine Sitzgruppe mit Ecksofa, Tisch und St\u00fchlen.<\/p>\n<p>Ein kurzer Blick auf den Monitor zeigt die Fahrgeschwindigkeit mit 10.8kn an. Gut, wir kommen z\u00fcgig voran und die n\u00e4chste CTD ist in einer knappen Stunde.<\/p>\n<p>Ein Stockwerk tiefer ist das \u201agelbe\u2019 Deck mit vielen Kammern f\u00fcr Wissenschaftler und Crew. Dort gibt es den Fitnessraum. Ich benutze gerne das Ruderger\u00e4t. Man k\u00f6nnte auch Fahrrad fahren, Gewichte heben und an anderen Maschinen seine Muskeln bilden. 4000m rudern schaffe ich in 20 Minuten. Das sollte genug sein, damit das gute und reichhaltige Essen nicht ansetzt und gleichzeitig der Kreislauf fit bleibt.<\/p>\n<p>Danach geht es unter die Dusche, rasieren, fertig machen f\u00fcr den Tag. Der Stationsplan wird erg\u00e4nzt und als pdf-File auf den allgemeinen Computerserver gestellt und 5-fach ausgedruckt. Der Drucker ist unten auf dem \u201aroten\u2019 Arbeitsdeck. Von dort verteile ich den Plan im Tracermesslabor, dem Registrierraum f\u00fcr die CTD. Einer kommt an Deck f\u00fcr die Matrosen und ein weitere im Geolabor am Eingang zum Schiff.<\/p>\n<p>Seit 7:15 gibt es Fr\u00fchst\u00fcck. Die \u201aMesse\u2019 befindet sich 1 Decks unterhalb des \u201aroten\u2019 Decks. Dort riecht es lecker aus der Komb\u00fcse nach Omelett und anderen warmen Speisen. Ich \u00f6ffne die T\u00fcre zur Messe und gr\u00fc\u00dfe die Kolleginnen und Kollege mit \u201aGuten Morgen\u2019. Frisch gebackenen Br\u00f6tchen liegen dort, Obst und vieles mehr. Ich mag M\u00fcsli mit Joghurt und Bananen am liebsten. Leider sind die Bananen schon lange aus. Frische Sachen halten sich nicht ewig auf dem Schiff. Der Steward zeigt mir einen freien Platz am Tisch und schenkt mit schwarzen Tee ein. Nach wenigen Tagen wei\u00df er genau was wir gerne m\u00f6gen. \u201eHeute wie immer kalt?\u201c, fragt er. Ich nicke mit einem freundlichen L\u00e4cheln.<\/p>\n<p>Dann geht es zur\u00fcck auf das Arbeitsdeck der METEOR. Ich mache eine kleine Runde und gr\u00fc\u00dfe die Matrosen und den Bootsmann. Die sind alle sehr freundlich und hilfsbereit, man kennt die Namen und auch so manche Geschichte. Wir allen kennen das Arrangement: Ohne Matrosen keine Forschung und ohne zufriedene Forscher keinen Job auf dem Forschungsschiff. Die CTD Wache bereitet gerade die Sonde f\u00fcr den n\u00e4chsten Einsatz vor. Drau\u00dfen an Deck scheint schon die Sonne und trocknet die Hartholzbohlen. Ich stelle mich an die Reling und schaue \u00fcber den blauen Ozean. Ein sch\u00f6ner Ausblick am Anfang des Tages.<\/p>\n<p>Es ist 8:20 und ich mache mich auf den Weg zur Br\u00fccke ein Deck oberhalb der Fahrtleiterkammer. In 10 Minuten ist dort Morgenbesprechung. Dort treffen sich der Kapit\u00e4n, Meteorologe, Leitender Ingenieur, Erste Offizier, Doktor und der Wissenschaftlich-Technische Dienstleiter. Wir haben beschlossen das Wetter nach hinten zu stellen. Heute gibt es fast nichts zu besprechen. Heinz k\u00fcndigt an, dass am Dienstag vielleicht das Internet f\u00fcr ein paar Stunden nicht laufen wird. Es gibt Wartungsarbeiten und software updates beim Satellitenbetreiber.<\/p>\n<p>Am Ende erkl\u00e4rt uns Carola das Wetter. Wir haben Gl\u00fcck und das Wolkenband liegt n\u00f6rdlich von uns. Auch die Wellen werden unter 2m H\u00f6he bleiben. Ich erwarte keine Behinderungen im Forschungsprogramm.<\/p>\n<p>Gegen 8:45 Uhr bin ich zur\u00fcck an meinem Schreibtisch und lese die e-mails, die \u00fcber Nacht eingetroffen sind. Die METEOR hat eine Standdatenleitung \u00fcber eine gro\u00dfe Satellitenantenne. Es geht zwar langsam, aber immerhin ist man nicht von dem Rest der Welt abgeschnitten. Wir k\u00f6nnen vier Tageszeitungen lesen und die Tageschau und Tagesthemen ansehen. Zwei wichtige mails sind dabei, die ich noch bearbeiten muss. Ich markiere sie mit einem rotem Haken und sie gesellen sich zu den anderen 50 unbearbeiteten mails. Die k\u00f6nnen noch ein wenig warten. Denn eigentlich bin ich ja auch nicht im Kieler B\u00fcro. F\u00fcr den Schiffsbetrieb m\u00fcssen kleine Berichte geschrieben werden. Auf dem Datenserver schaue ich ob es neue plots gibt. Die Nachtwache hat wie immer schon die Daten gesichtet und die Abbildungen aktualisiert. Ich \u00fcberlege noch wie man die Stationsfolge optimieren kann um Wind, Abstand zwischen den Bio-Stationen und das Tagesprogramm zu optimieren. Aber gegen Ende der Reise gibt es weniger Spielraum.<\/p>\n<p>Um 10:00 Uhr ist Kaffeepause. In der Messe stehen Kannen mit Kaffee und Tee. Ab 10:20 geht die Arbeit weiter. Die Crew ist auf die Minute p\u00fcnktlich. Die Wissenschaftler eher verquatscht oder schon gleich zur\u00fcck in die Labore zur Arbeit.<\/p>\n<p>Um 10:30 Uhr bin ich im Konferenzraum gefragt. Wie an jedem Morgen der letzten halte ich eine Vorlesung f\u00fcr die Studenten. \u201eIntroduction to Physical Oceanography\u201c hei\u00dft die Reihe, die ich in ein paar Wochen auch in Kiel halten werde. Heute war das Thema mixed-layer, die Deckschicht der Ozeane. Gestern haben wir gemeinsam die windgetriebene Zirkulation der \u00c4quatorialen Gebiete erarbeitet. Das passte bestens zu dem, was wir hier gerade sehen.<\/p>\n<p>Um 11:15 Uhr Mittagszeit. Wir versuchen p\u00fcnktlich zum Essen zu kommen, damit noch genug Zeit f\u00fcr die Crew ist den Abwasch zu machen bevor die Mittagspause beginnt. Es riecht schon wieder so lecker im Treppenhaus. Auf dem Weg zu Messe stecke ich noch kurz meinen Kopf in die Komb\u00fcse. \u201aMahlzeit\u2019 rufe ich laut und \u201avielen Dank Mike\u2019 f\u00fcr das gute Essen. Es gibt immer Salat meist Fleisch und Kartoffeln mit Gem\u00fcse. Heute ist Donnerstag und da gibt es zum Nachtisch Eis mit Sahne. Donnerstag ist \u201aSeemannssonntag\u2019 und das Essen besonders gut. Nach dem Essen trifft man sich an Deck. Die Sonne brennt herunter und wohlige W\u00e4rme durchdringt unsere K\u00f6rper. Die Klimaanlage h\u00e4lt das Schiff k\u00fchl.<\/p>\n<p>Ich muss noch dringend ein Gutachten schreiben und einen Bericht durchsehen. Das kurze Tagebuch f\u00fchren und meine Teile des Fahrtberichts zusammensuchen. Mit Toste planen wir schon die n\u00e4chsten Reisen. Die dritte Vermessungsreise mit der METEOR im Juni 2015 und danach wollen wir ein Experiment vor der K\u00fcste von Peru durchf\u00fchren. Wenn alles nach Plan l\u00e4uft werden wir auf dem neuen Forschungsschiff SONNE den Tracer im November 2015 aussetzen.<\/p>\n<p>15:00 Uhr Zeit f\u00fcr den Kaffee. Heute gibt eine richtige Sahnetorte. Ach ja Seemannssonntag. H\u00e4tte ich mir doch denken k\u00f6nnen. Beim Kaffee treffen wir uns im Kreis der Kollegen. Heute ist auch Carola dazu gekommen. Wir schnacken \u00fcber die Arbeit an Board und tauschen Geschichten von See aus. Geschichten haben insbesondere die \u00e4lteren Semester von uns viele. Rudi, unser Techniker, hat schon mehr als 15 Reisen auf der METEOR hinter sich.<\/p>\n<p>15:30 Uhr. Heute ist ein wissenschaftlicher Vortrag. Tobias Hahn berichtete \u00fcber seine Messungen an Board. Er betreut eine Messapparatur, die st\u00e4ndig den Partialdruck von CO<sub>2<\/sub>\u00a0 zwischen Luft und Ozean misst. Damit kann man die Aufnahmen des Klimagases CO<sub>2<\/sub> bestimmen. Er hat auch einen neuen Sauerstoffsensor mitgebracht und bei einigen der CTD Stationen in die Sch\u00f6pfer geh\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Um 16:30 Uhr gehe ich nochmal in das B\u00fcro. Emails lesen und noch ein Telefonat mit Kiel f\u00fchren.<\/p>\n<p>17:15 Uhr. Zeit zum Essen. Man bekommt das Gef\u00fchl man isst st\u00e4ndig an Board. Wahrscheinlich auch zu viel. Auf dieser Reise ist es das Essen sehr gut. In der Komb\u00fcse ist gute Stimmung. Das hilft allen. Ich nehme ein Brot mit K\u00e4se und frisches Gem\u00fcse. Oder vielleicht doch noch ein kleines Sparerib mit Pommes dazu. Nur so zum probieren. Man lebt nur einmal &#8230;<\/p>\n<p>Nach dem Essen laufe ich noch einmal durch alle Labore. Im Geolabor wird Wasser gefiltert. Judith, Arvind und Lisa wechseln sich ab. Der Arbeitsplatz dort ist besonders. Man hat fast immer \u201aGesellschaft\u2019 und muss sich nat\u00fcrlich auch st\u00e4ndig irgendwelche \u201anetten Spr\u00fcche\u2019 anh\u00f6ren. Daneben liegt das Gleiterlabor. Zwei Gleiter konnten wir nicht einsetzen, sie haben ein kleines Leck entwickelt und m\u00fcssen wahrscheinlich zum Hersteller zur\u00fcck. Florian wertet gerade die Schiffsadcp-daten aus. Das sind Str\u00f6mungsmessungen, die wir bei fahrendem Schiff machen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>19:30 Uhr. Heute hat Toste f\u00fcr uns ein paar Bilder von seinem Segelt\u00f6rn zusammengestellt. Er hat mit einer ganzen Reihe von Freunden seine Segelyacht von Seattle (USA) bis nach Kiel \u00fcberf\u00fchrt. Es gab viele Geschichten und tolle Bilder zu sehen. Morgen Abend ist zur selben Zeit das \u201aResults from last weeks science\u2019 meeting. Alle offiziellen Veranstaltungen sind auf Englisch. Wir haben Kolleginnen aus Griechenland und Russland dabei und einen Spanier und Nuno von den Cap Verdischen Inseln. Danach trifft man sich oft noch in der Bar der METEOR. Phase 10, Trivial Pursuit und Poker sind beliebt. Dazu gibt es ein Bier, Wein oder Cola. Ich trinke Pfefferminztee.<\/p>\n<p>Um 23:00 ist Bettzeit f\u00fcr mich. Im B\u00fcro schaue ich mir noch im Web die Nachrichten an. Immer noch gibt es keine gute L\u00f6sung f\u00fcr die Unruhen in der Ukraine. Auch das wahrscheinlich im Indischen Ozean verschollene Flugzeug ist noch nicht gefunden. Aber die Australischen Kollegen haben wahrscheinlich eindeutige Pings vom Flugschreiber geh\u00f6rt. Wird es wieder einen Einsatz f\u00fcr das GEOMAR Tauchfahrzeug ABYSS zusammen mit den Kollegen aus Woods Hole geben? Ein kurzer Anruf nach Deutschland und dann bin ich froh wenn ich im Bett liege und die Augen zu machen kann. \u201eTiger an Deck\u201c hei\u00dft das Buch. Es liegt neben meinem Bett. 10 Seiten habe ich bisher geschafft. Ich vermute, auch diesmal werde ich das Buch fast ungelesen wieder mit nach Deutschland zur\u00fcck nehmen.<\/p>\n<p>Text: Martin Visbeck<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist 6:40 und der Wecker klingelt. Den Klingelton habe ich auf \u201aSonar\u2019 gestellt. Das passt zum Aufstehen auf einem Schiff. Die METEOR schaukelt leicht in der tropischen Passatd\u00fcnung. Gef\u00fchlt mitten in der Nacht stehe ich auf. \u00a0Voller Neugier und ich gehe vom Schlafzimmer zum den Bildschirmen in meinem B\u00fcro. 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