{"id":519,"date":"2014-02-28T19:32:48","date_gmt":"2014-02-28T18:32:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oceanblogs.org\/kosmos2014gc\/?p=519"},"modified":"2014-05-11T20:13:08","modified_gmt":"2014-05-11T19:13:08","slug":"abtauchen-fur-die-zukunft-unserer-ozeane","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/kosmos2014gc\/2014\/02\/28\/abtauchen-fur-die-zukunft-unserer-ozeane\/","title":{"rendered":"Abtauchen f\u00fcr die Zukunft unserer Ozeane"},"content":{"rendered":"<p><strong>Gastbeitrag von Constanze B\u00fcckner, Gewinnerin des 2. Preises im Wettbewerb \u201eUnsere Erde 2050 Die Welt der Zukunft\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Ich habe nicht damit gerechnet, dass mich meine \u00dcberlegungen zum Leben in Deutschland im Jahr 2050 auf ein deutsches Forschungsschiff vor der K\u00fcste Gran Canarias f\u00fchren k\u00f6nnten. Doch im Februar 2014 war es soweit. Mein zweiter Platz beim Essay-Wettbewerb \u201eWelt der Zukunft\u201c des Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) und der Zeitung \u201eDie Welt\u201c erm\u00f6glichte mir die Mitfahrt auf der Poseidon. Dort erhielt ich einen Einblick in die Arbeiten des Forschungsverbundes \u201eBIOACID\u201c (Biological Impacts of Ocean Acidification) \u2013 eine ganz neue Erfahrung f\u00fcr eine in der Stadtforschung t\u00e4tige Geowissenschaftlerin.<\/p>\n<p>Die im Rahmen des Projekts durchgef\u00fchrten Wasserprobennahmen im Nordatlantik sollen zu einem besseren Verst\u00e4ndnis der Auswirkungen der Ozeanversauerung auf die Lebensgemeinschaften beitragen. Sobald die Poseidon eines der Arbeitsgebiete erreichte, ert\u00f6nte das Kommando \u201efieren auf 1.000 Meter\u201c aus dem Labor. Ein Wasserprobennehmer mit einer kontinuierlichen Erfassung von Temperatur, Salinit\u00e4t, Sauerstoff- und Chlorophyllgehalt wurde hinabgelassen und zur Probennahme wieder auf verschiedene Wassertiefen \u201egehievt\u201c.<\/p>\n<p>Wieder an Deck mussten die Wasserproben abgezapft werden. Dabei konnte ich die Erfahrung machen, dass sich dazu &#8211; neben verschiedensten Kanistern, Kunststoff- und Glasflaschen &#8211; auch Bierflaschen mit B\u00fcgelverschluss ganz gut eignen. Im schiffseigenen Nasslabor wurden die Proben dann f\u00fcr weitere Untersuchungen aufbereitet bzw. gek\u00fchlt gelagert. Nach den ersten Messungen in K\u00fcstenn\u00e4he, ergab sich die M\u00f6glichkeit die ESTOC-Station, eine regelm\u00e4\u00dfig beprobte Dauermessstelle, anzulaufen. Dort wurden zus\u00e4tzlich Netze gefahren und der Wasserprobensammler einmal bis in eine Tiefe von 3.000 Meter hinabgefiert. Dies war keine Messung f\u00fcr Ungeduldige, da die Proben erst nach etwa drei Stunden an Deck kamen.<\/p>\n<p>Sonst wurden die Arbeiten nur von regelm\u00e4\u00dfigen Treffen in der Messe unterbrochen, bei denen aufgrund des Wellengangs schon mal Tassen und Suppenteller vom Tisch flogen.<\/p>\n<p>Um dar\u00fcber hinaus die Wechselwirkungen verschiedener Faktoren wie der Ozeanversauerung und der verst\u00e4rkten N\u00e4hrstoffzufuhr durch den Aufstieg von Tiefenwasser zu erfassen, wurde ein neuer Tiefenwassersammler erprobt. Dieser an Deck noch relativ unscheinbar wirkende Kunststoffsack wurde vor der K\u00fcste Gran Canarias zu Wasser gelassen und f\u00fcllte sich in 400m Tiefe mit 80 Kubikmetern Wasser. Nach seinem Wiederaufstieg schleppte ihn die Poseidon zu den Mesokosmen in der Melenara-Bucht vor Taliarte. In diese \u201eFreiluft-Reagenzgl\u00e4ser\u201c, die eine Wassers\u00e4ule des offenen Ozeans einschlie\u00dfen, soll das gesammelte Wasser nach und nach eingeben werden. Hiermit wird die nat\u00fcrliche D\u00fcngung durch den Auftrieb von Tiefenwasser vor der K\u00fcste der Kanaren simuliert. Auch dieses Experiment wird durch kontinuierliche Probennahmen begleitet, die u.a. in den Laboren des Institutes PLOCAN (Oceanic Platform for the Canary Islands) in Taliarte ausgewertet werden. Auch hier konnte ich \u2013 wieder festen Boden unter den F\u00fc\u00dfen \u2013 hinter die Kulissen schauen. Die Auswertung der auf meiner Reise erhobenen Daten wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen\u2026 Es bleibt also spannend.<\/p>\n<!-- Rendered by FancyBox WITH labels BEGIN -->\n\n\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t\t\t#gallery-0 {\n\t\t\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t\t\t}\n\t\t\t\t\t#gallery-0 .gallery-item {\n\t\t\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\t\t\twidth: 49%;\n\t\t\t\t\t}\n\t\t\t\t\t#gallery-0 img {\n\t\t\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t\t\t}\n\t\t\t\t\t#gallery-0 .gallery-caption {\n\t\t\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t\t\t}\n\t<\/style>\n<script type=\"text\/javascript\">\n$(document).ready(function() {\n\t\/*\n\t *  Simple image gallery. 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