{"id":1010,"date":"2019-11-15T15:24:44","date_gmt":"2019-11-15T15:24:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oceanblogs.org\/capeverde\/?p=1010"},"modified":"2019-11-15T15:32:33","modified_gmt":"2019-11-15T15:32:33","slug":"auf-der-jagd-nach-den-wirbeln-die-moseseddyhunt-startet-the-moseseddyhunt-starts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/capeverde\/2019\/11\/15\/auf-der-jagd-nach-den-wirbeln-die-moseseddyhunt-startet-the-moseseddyhunt-starts\/","title":{"rendered":"Auf der Jagd nach den Wirbeln &#8211; Die #MOSESeddyhunt startet \/ The #MOSESeddyhunt starts"},"content":{"rendered":"\n<p><em>(English version below)<\/em> Langsam wird es spannend. Forscherinnen und Forscher aus Kiel, Geesthacht, Kaiserslautern, Bremen, Aachen sowie von den kapverdischen Inseln legen derzeit im tropischen Nordostatlantik ihre Daten-Netze aus. Netze, in denen sie einen Eddy fangen wollen. Am besten sogar mehrere.  <\/p>\n\n\n\n<p> Eddy? Wer \u2013 oder was \u2013 ist das eigentlich? Also, bevor wir die Jagd genauer beschreiben, ist es vielleicht angebracht, diesen geheimnisvollen Eddy kurz vorzustellen. <\/p>\n\n\n\n<p> Es handelt sich dabei um die englische Bezeichnung von Wirbeln in Meeren und Ozeanen. Sie k\u00f6nnen, je nachdem wo und wie sie entstehen, Gr\u00f6\u00dfen von wenigen hundert Metern bis zu mehreren hundert Kilometern erreichen. Je mehr sich die Forschung mit diesen Wirbeln besch\u00e4ftigt, desto mehr erkennt sie, dass Eddies eine wichtige Rolle bei der Verteilung von Energie, Sauerstoff oder auch N\u00e4hrstoffen im Ozean haben. <\/p>\n\n\n\n<p>Ein Beispiel: Fr\u00fcher hat man sich die gro\u00dfen Ozeanstr\u00f6mungen (z.B. den Golfstrom) als durchgehende B\u00e4nder vorgestellt. Heute wissen wir dank zahlreicher Messdaten und Satelllitenbeobachtungen, dass die Str\u00f6mungen in Wahrheit eine ziemlich verwirbelte Angelegenheit sind. \u00c4hnlich ist das \u00fcbrigens, wenn man mal mit der Hand durch das Wasser in der Badewanne eine Linie zieht \u2013 auch dort bilden sich an den R\u00e4ndern kleine Verwirbelungen. <\/p>\n\n\n\n<p> Doch es gibt noch andere Arten von Eddies im Ozean. So bilden sich zum Beispiel an der Westk\u00fcste Afrikas aufgrund des Zusammenspiels von Winden, Str\u00f6mungen und der K\u00fcstentopographie Wirbel von bis zu 100 Kilometern Durchmesser, die von der K\u00fcste aus monatelang \u00fcber den Atlantik nach Westen wandern k\u00f6nnen. 2010 konnten wir an einer Langzeitbeobachtungsstation n\u00f6rdlich der kapverdischen Inseln, dem <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Cape Verde Ocean Observatory (CVOO) (opens in a new tab)\" href=\"http:\/\/www.cvoo.de\/\" target=\"_blank\">Cape Verde Ocean Observatory (CVOO)<\/a>, erstmals nachweisen, dass solch ein Wirbel in seinem Inneren nahezu sauerstofffrei war.  Damals war es allerdings reiner Zufall, dass der Wirbel genau das CVOO passierte.<br>Das zeigt schon das Problem bei der Untersuchung dieser Wirbel. Sie sind r\u00e4umlich begrenzt und beweglich. Einige von ihnen l\u00f6sen sich nach einiger Zeit auch einfach wieder auf. Wenn wir uns also nicht auf Gl\u00fcck und Zufall verlassen wollen, m\u00fcssen wir die Untersuchung eines solchen Wirbels gut vorbereiten.<\/p>\n\n\n\n<p> Im Jahr 2014 ist es uns in einer internationalen Kooperation unter Leitung des Kieler Exzellenzclusters \u201eFuture Ocean\u201c und des GEOMAR erstmals gelungen, einen dieser exotischen, nahezu sauerstofffreien Wirbel im Atlantik gezielt und detailliert zu beproben. Bei der Auswertung der Daten konnten wir Prozesse nachweisen, die im Atlantik so bisher nicht bekannt waren. Dazu geh\u00f6rt zum Beispiel die nat\u00fcrliche <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Produktion erheblicher Mengen von Treibhausgasen im Meer (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/www.geomar.de\/de\/entdecken\/artikel\/article\/extrem-sauerstoffarme-wirbel-im-atlantik-produzieren-treibhausgase\/\" target=\"_blank\">Produktion erheblicher Mengen von Treibhausgasen im Meer<\/a> aufgrund besonderer biochemischer Prozesse in den sauerstofffarmen Zonen. <\/p>\n\n\n\n<p> Doch noch sind lange nicht alle Fragen zur Rolle und Funktionsweise von Wirbeln allgemein, und den sauerstofffreien Wirbeln im Atlantik im Besonderen, beantwortet. Deshalb haben wir uns wieder mit Kolleginnen und Kollegen der Universit\u00e4t Kiel zusammengetan, und noch weitere Institute an Bord geholt, um 2019 erneut mehrere dieser Eddies mit dem Forschungsschiff METEOR genau zu untersuchen. Dieses Mal sind zum Beispiel Kolleginnen und Kollegen des <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Helmholtz-Zentrums Geesthacht  (opens in a new tab)\" href=\"http:\/\/www.hzg.de\" target=\"_blank\">Helmholtz-Zentrums Geesthacht <\/a>dabei. Sie f\u00fchren \u00e4hnliche Untersuchungen an kleineren k\u00fcstennahen Wirbeln durch. Bei der Expedition <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/www.uhrwerk-ozean.de\/\" target=\"_blank\">Uhrwerk Ozean<\/a> im Sommer 2016 haben die K\u00fcstenforscher derartige kurzlebige Wirbel sozusagen von der Geburt bis zum Zerfall beobachtet und vermessen. Die FH Aachen wird die Wirbeljagd mit ihrem <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Forschungsmotorsegelflugzeug Stemme S-10 VTX (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/www.fh-aachen.de\/fachbereiche\/luft-und-raumfahrttechnik\/projekte\/stemme\/\" target=\"_blank\">Forschungsmotorsegelflugzeug Stemme S-10 VTX<\/a> unterst\u00fctzen. An Bord der METEOR sind au\u00dferdem Kolleginnen und Kollegen des <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Marum (opens in a new tab)\" href=\"http:\/\/www.marum.de \" target=\"_blank\">Marum<\/a> aus Bremen und der <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"TU Kaiserslautern (opens in a new tab)\" href=\"http:\/\/www.uni-kl.de \" target=\"_blank\">TU Kaiserslautern<\/a>. <\/p>\n\n\n\n<p> Start der Schiffsexpedition M160 ist der 23. November. Damit wir dann nicht unn\u00f6tig Zeit mit der Suche nach geeigneten Wirbeln verlieren, werten wir schon seit Wochen Satellitenbilder aus, um Kandidaten auszumachen. Ein ganzer Schwarm autonomer Ger\u00e4te ist inzwischen unterwegs im Untersuchungsgebiet, um diese Eddies  vorab auf Herz und Nieren \u2013 pardon: auf Wassertemperatur, Salzgehalt und Sauerstoffkonzentration \u2012 zu pr\u00fcfen. Das ist das (Mess-)Netz, das wir aktuell ausgelegen, um ab 23. November per Schiff und Flugzeug das System der Wirbel und ihre Auswirkungen auf den Atlantik gezielt vermessen zu k\u00f6nnen. Finanziert wird das Projekt \u00fcbrigens vom <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"MOSES-Programm (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/www.ufz.de\/moses\/index.php?en=44514\" target=\"_blank\">MOSES-Programm<\/a> der Helmholtz-Gemeinschaft und vom <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Projekt REEBUS (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/www.ebus-climate-change.de\/de\/reebus\" target=\"_blank\">Projekt REEBUS<\/a>, das das Bundesforschungsministerium finanziert. <\/p>\n\n\n\n<p> Wer diese Eddy-Jagd mitverfolgen m\u00f6chte, kann dies online auf diesem Blog, auf Twitter, Facebook oder Instagram unter dem Hashtag #MOSESeddyhunt tun. Das Netz der autonomen Messger\u00e4te, die jetzt schon unterwegs sind, k\u00f6nnt Ihr unter <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"https:\/\/navigator.geomar.de (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/navigator.geomar.de\" target=\"_blank\">https:\/\/navigator.geomar.de<\/a> live verfolgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele Gr\u00fc\u00dfe,<\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Bj\u00f6rn Fiedler \/ Prof. Dr Arne K\u00f6rtzinger <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"900\" height=\"598\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/capeverde\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2019\/11\/M97_013_TTanhua_original_ce40db3198.jpg\" alt=\"Arbeiten am CVOO, einem Meeresobservatorium n\u00f6rdlich der kapverdischen Inseln. \/ Working on the CVOO, a marine observatory north of the Cape Verde Islands. Photo: Toste Tanhu\/GEOMAR\" class=\"wp-image-1021\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/capeverde\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2019\/11\/M97_013_TTanhua_original_ce40db3198.jpg 900w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/capeverde\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2019\/11\/M97_013_TTanhua_original_ce40db3198-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/capeverde\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2019\/11\/M97_013_TTanhua_original_ce40db3198-768x510.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><figcaption>Arbeiten am CVOO, einem Meeresobservatorium n\u00f6rdlich der kapverdischen Inseln. \/ Working on the CVOO, a marine observatory north of the Cape Verde Islands. Photo: Toste Tanhu\/GEOMAR<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"553\" height=\"600\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/capeverde\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2019\/11\/eddy_dze_scheme_3c034b5bb0.jpg\" alt=\"Die Grafik zeigt einen Schnitt durch einen am CVOO beobachteten Wirbel (Eddy). Die unterschiedlichen Farben geben den Salzgehalt des Wassers an. Da das Wasser im Inneren des Wirbels von der afrikanischen K\u00fcste stammt, ist es deutlich weniger salzhaltig als das umgebende Ozeanwasser. Die Zone mit extrem geringem Sauerstoffgehalt (&quot;dead-zone&quot;) entwickelt sich im Zentrum des Eddys in etwa 20 bis 100 Metern Wassertiefe \/ his plot shows a salinity section of the upper 350 metres of sea water observed across an eddy passing through the Cape Verde Ocean Observatory mooring. As the water in the eddy originates from the African Coast it is much lower in salinity than the surrounding water. Graphic: J. Karstensen, GEOMAR\" class=\"wp-image-1020\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/capeverde\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2019\/11\/eddy_dze_scheme_3c034b5bb0.jpg 553w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/capeverde\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2019\/11\/eddy_dze_scheme_3c034b5bb0-277x300.jpg 277w\" sizes=\"auto, (max-width: 553px) 100vw, 553px\" \/><figcaption>Die Grafik zeigt einen Schnitt durch einen am CVOO beobachteten Wirbel (Eddy). Die unterschiedlichen Farben geben den Salzgehalt des Wassers an. Da das Wasser im Inneren des Wirbels von der afrikanischen K\u00fcste stammt, ist es deutlich weniger salzhaltig als das umgebende Ozeanwasser. Die Zone mit extrem geringem Sauerstoffgehalt (&#8220;dead-zone&#8221;) entwickelt sich im Zentrum des Eddys in etwa 20 bis 100 Metern Wassertiefe \/ his plot shows a salinity section of the upper 350 metres of sea water observed across an eddy passing through the Cape Verde Ocean Observatory mooring. As the water in the eddy originates from the African Coast it is much lower in salinity than the surrounding water. Graphic: J. Karstensen, GEOMAR<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/capeverde\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2019\/11\/2019-10-23_preparing_M160_Mario-M\u00fcller_GEOMAR_1200px-1024x768.jpg\" alt=\"Ein ozeanographischer Gleiter wird am Ocean Science Centre Mindelo auf die Jagd nach den Wirbeln vorbereitet \/ At the Ocean Science Centre Mindelo an oceanographic glider is being preparde for the eddy hunt. Photo: Mario M\u00fcller \/GEOMAR\" class=\"wp-image-1014\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/capeverde\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2019\/11\/2019-10-23_preparing_M160_Mario-M\u00fcller_GEOMAR_1200px-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/capeverde\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2019\/11\/2019-10-23_preparing_M160_Mario-M\u00fcller_GEOMAR_1200px-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/capeverde\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2019\/11\/2019-10-23_preparing_M160_Mario-M\u00fcller_GEOMAR_1200px-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/capeverde\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2019\/11\/2019-10-23_preparing_M160_Mario-M\u00fcller_GEOMAR_1200px.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Ein ozeanographischer Gleiter wird am Ocean Science Centre Mindelo auf die Jagd nach den Wirbeln vorbereitet \/ At the Ocean Science Centre Mindelo an oceanographic glider is being prepared for the eddy hunt. Photo: Mario M\u00fcller \/GEOMAR<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/capeverde\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2019\/11\/2019-10-25_preparing_M160_Mario-M\u00fcller_GEOMAR-6_1200px-1024x768.jpg\" alt=\"Mit einem kapverdischen Fischerboot wurden die Gleiter ausgesetzt \/ With a Cape Verdean fishing vessel the gliders were launched. Photo: Mario M\u00fcller\/GEOMAR\" class=\"wp-image-1016\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/capeverde\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2019\/11\/2019-10-25_preparing_M160_Mario-M\u00fcller_GEOMAR-6_1200px-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/capeverde\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2019\/11\/2019-10-25_preparing_M160_Mario-M\u00fcller_GEOMAR-6_1200px-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/capeverde\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2019\/11\/2019-10-25_preparing_M160_Mario-M\u00fcller_GEOMAR-6_1200px-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/capeverde\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2019\/11\/2019-10-25_preparing_M160_Mario-M\u00fcller_GEOMAR-6_1200px.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Mit einem kapverdischen Fischerboot wurden die Gleiter ausgesetzt \/ With a Cape Verdean fishing vessel the gliders were launched. Photo: Mario M\u00fcller\/GEOMAR<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/capeverde\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2019\/11\/2019-10-25_preparing_M160_Mario-M\u00fcller_GEOMAR-4_1200px-1024x768.jpg\" alt=\"Auch ein Waveglider, eine autonome, von der Wellenbewegung angetriebene Sensorplattform, kommt bei der Wirbeljagd zum Einsatz \/ A waveglider, an autonomous sensor platform driven by the wave movement, is also used for the eddy hunt. Photo: Mario M\u00fcller\/GEOMAR \" class=\"wp-image-1015\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/capeverde\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2019\/11\/2019-10-25_preparing_M160_Mario-M\u00fcller_GEOMAR-4_1200px-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/capeverde\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2019\/11\/2019-10-25_preparing_M160_Mario-M\u00fcller_GEOMAR-4_1200px-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/capeverde\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2019\/11\/2019-10-25_preparing_M160_Mario-M\u00fcller_GEOMAR-4_1200px-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/capeverde\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2019\/11\/2019-10-25_preparing_M160_Mario-M\u00fcller_GEOMAR-4_1200px.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Auch ein Waveglider, eine autonome, von der Wellenbewegung angetriebene Sensorplattform, kommt bei der Wirbeljagd zum Einsatz \/ A waveglider, an autonomous sensor platform driven by the wave movement, is also used for the eddy hunt. Photo: Mario M\u00fcller\/GEOMAR \n<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"571\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/capeverde\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2019\/11\/Screenshot-Navigator-1024x571.jpg\" alt=\"Im GEOMAR Navigator kann man die Kurse und Aktionen der autonomen Ger\u00e4te live verfolgen \/ In the GEOMAR Navigator you can follow the courses and actions of the autonomous devices live.  \" class=\"wp-image-1018\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/capeverde\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2019\/11\/Screenshot-Navigator-1024x571.jpg 1024w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/capeverde\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2019\/11\/Screenshot-Navigator-300x167.jpg 300w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/capeverde\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2019\/11\/Screenshot-Navigator-768x429.jpg 768w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/capeverde\/wp-content\/uploads\/sites\/6\/2019\/11\/Screenshot-Navigator.jpg 1756w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Im GEOMAR Navigator kann man die Kurse und Aktionen der autonomen Ger\u00e4te live verfolgen \/ In the GEOMAR Navigator you can follow the courses and actions of the autonomous devices live.  <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>The #MOSESeddyhunt starts<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p> It&#8217;s getting exciting. Researchers from Kiel, Geesthacht, Kaiserslautern, Bremen, Aachen and the Cape Verde Islands are currently laying out their data nets in the tropical north-east Atlantic. Nets in which they want to catch eddies.<\/p>\n\n\n\n<p> The size of eddies in the ocean can range from a few hundred metres to several hundred kilometres. The closer research is looking at the role of eddies in the ocean, the more we realize that this role is fundamental. <br> One example: In the past, the large ocean currents (e.g. the Gulf Stream) were seen as continuous bands. Today, thanks to numerous measurements and satellite observations, we know that the currents are in fact quite turbulent. It is similar, by the way, if you draw a line with your hand through the water in the bathtub &#8211; also there, small turbulences form at the edges.<\/p>\n\n\n\n<p> But not only the large currents form eddies. On the west coast of Africa, for example, winds, currents and coastal topography create eddies up to 100 kilometres in diameter, which can propagate from the coast to the west across the Atlantic for months. In 2010, a long-term observatory north of the Cape Verde Islands, the <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Cape Verde Ocean Observatory (CVOO) (opens in a new tab)\" href=\"http:\/\/www.cvoo.de\" target=\"_blank\">Cape Verde Ocean Observatory (CVOO)<\/a>, provided the first evidence that the interior of such an eddy was almost oxygen free.  However, we owe this discovery to pure luck . It was pure coincidence that the eddy passed exactly the CVOO.<\/p>\n\n\n\n<p> This fact shows the challenge if you want to do research about ocean eddies. They are spatially limited and mobile. Some of them simply dissolve after some time. So if we don&#8217;t want to rely on luck and chance, we have to get well prepared if we want to study them in a systematic way.<\/p>\n\n\n\n<p> In 2014, in an international cooperation led by the Kiel cluster of <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"excellence &quot;Future Ocean&quot; (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/www.futureocean.org\/en\/index.php\" target=\"_blank\">excellence &#8220;Future Ocean&#8221;<\/a> and GEOMAR, we succeeded for the first time in sampling such an exotic, almost oxygen-free eddy in the Atlantic in a targeted and detailed manner. By evaluating the data, we were able to identify processes that were previously unknown in the Atlantic. This includes, for example, the natural production of <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"considerable amounts of greenhouse gases due to special biochemical processes in the oxygen-depleted zones (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/www.geomar.de\/en\/discover\/articles\/article\/extrem-sauerstoffarme-wirbel-im-atlantik-produzieren-treibhausgase\/\" target=\"_blank\">considerable amounts of greenhouse gases due to special biochemical processes in the oxygen-depleted zones<\/a>. <\/p>\n\n\n\n<p>But not all questions about the role and function of eddies in general, and the oxygen-free examples in the Atlantic in particular, are answered yet. For this reason, we have again joined forces with colleagues from the Kiel University and other institutes in order to study several of these eddies again in detail with the research vessel METEOR in 2019. This time colleagues from the <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Helmholtz Centre Geesthacht (opens in a new tab)\" href=\"http:\/\/www.hzg.de\" target=\"_blank\">Helmholtz Centre Geesthacht<\/a> are part of the team. They are carrying out similar investigations on smaller coastal eddies. During the <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Clockwork Ocean (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/www.uhrwerk-ozean.de\/index.html.en\" target=\"_blank\">Clockwork Ocean<\/a> Expedition in the summer of 2016, coastal researchers observed and measured such short-lived eddies from birth to decay. The University of Applied Science (FH) Aachen will support the eddy hunt with its <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"research motor glider Stemme S-10 VTX (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/www.fh-aachen.de\/fachbereiche\/luft-und-raumfahrttechnik\/projekte\/stemme\/\" target=\"_blank\">research motor glider Stemme S-10 VTX<\/a>. Colleagues from the<a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" Marum (opens in a new tab)\" href=\"http:\/\/www.marum.de\" target=\"_blank\"> Marum<\/a> Bremen and the <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\" href=\"http:\/\/www.uni-kl.de\" target=\"_blank\">University of Kaiserslautern<\/a> will also be on board the RV METEOR.<\/p>\n\n\n\n<p> Start of the ship expedition M160 is on 23 November. In order not to waste time searching for suitable eddies with the ship, we have been evaluating satellite images for weeks to identify candidates. A whole swarm of autonomous devices is now on their way to have a closer look at these candidates before the actual expedition begins. This is the measurement net that we are currently setting up. The project is financed by the <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"MOSES programme (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/www.ufz.de\/moses\/index.php?en=44514\" target=\"_blank\">MOSES programme<\/a> of the Helmholtz Association and the <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"REEBUS project (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/www.ebus-climate-change.de\/de\/reebus\" target=\"_blank\">REEBUS project<\/a>, which is financed by the Federal Ministry of Education and Research. <\/p>\n\n\n\n<p>If you would like to follow this Eddy hunt, you can do so online on this blog, on Twitter, Facebook or Instagram under the hashtag #MOSESeddyhunt. You can follow the network of autonomous measuring instruments, which are already on their way, live at <a href=\"https:\/\/navigator.geomar.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"https:\/\/navigator.geomar.de (opens in a new tab)\">https:\/\/navigator.geomar.de<\/a> . <\/p>\n\n\n\n<p>Yours,<\/p>\n\n\n\n<p>Dr Bj\u00f6rn Fiedler \/ Prof. Dr. Arne K\u00f6tzinger <\/p>\n\n\n\n<p> <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(English version below) Langsam wird es spannend. Forscherinnen und Forscher aus Kiel, Geesthacht, Kaiserslautern, Bremen, Aachen sowie von den kapverdischen Inseln legen derzeit im tropischen Nordostatlantik ihre Daten-Netze aus. Netze, in denen sie einen Eddy fangen wollen. Am besten sogar mehrere. Eddy? Wer \u2013 oder was \u2013 ist das eigentlich? Also, bevor wir die Jagd [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":13,"featured_media":1019,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[13,15,12,14],"tags":[],"class_list":["post-1010","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-ocean-and-climate","category-ocean-observation","category-ozean-und-klima","category-ozeanbeobachtung"],"geo":null,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/capeverde\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1010","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/capeverde\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/capeverde\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/capeverde\/wp-json\/wp\/v2\/users\/13"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/capeverde\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1010"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/capeverde\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1010\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1025,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/capeverde\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1010\/revisions\/1025"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/capeverde\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1019"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/capeverde\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1010"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/capeverde\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1010"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/capeverde\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1010"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}