{"id":89,"date":"2015-05-16T07:47:53","date_gmt":"2015-05-16T07:47:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oceanblogs.org\/baltic-rvalkor\/?p=89"},"modified":"2015-05-16T11:25:37","modified_gmt":"2015-05-16T11:25:37","slug":"nachlese-1-the-day-walkor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/baltic-rvalkor\/2015\/05\/16\/nachlese-1-the-day-walkor\/","title":{"rendered":"Nachlese 1: The Day Walkor"},"content":{"rendered":"<p class=\"size-medium wp-image-91\">Meine Name ist Constantin, ich bin 23 Jahre alt und studiere zurzeit Biologie im Bachelorstudiengang in Kiel.<\/p>\n<p>Alkor Ausfahrtsnummer 454, Zwei Wochen, 12 Wissenschaftler, 11 Mann Besatzung von Kiel nach Kalmar und zur\u00fcck dazu ein kleiner Beitrag von mir, um zu zeigen, dass ein Tag auf einem Forschungsschiff nie langweilig wird und auch niemals vorhersehbar sein kann.<\/p>\n<div id=\"attachment_91\" style=\"width: 207px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/baltic-rvalkor\/wp-content\/uploads\/sites\/35\/2015\/05\/Sorting-cod-for-further-analyses.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-91\" class=\" wp-image-91\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/baltic-rvalkor\/wp-content\/uploads\/sites\/35\/2015\/05\/Sorting-cod-for-further-analyses-276x490.png\" alt=\"Der Autor dieses Eintrags Constantin Dransmann beim Sortieren von Dorschen f\u00fcr die weiteren Messungen (Foto: Gor Margayan)\" width=\"197\" height=\"349\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/baltic-rvalkor\/wp-content\/uploads\/sites\/35\/2015\/05\/Sorting-cod-for-further-analyses-276x490.png 276w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/baltic-rvalkor\/wp-content\/uploads\/sites\/35\/2015\/05\/Sorting-cod-for-further-analyses.png 406w\" sizes=\"auto, (max-width: 197px) 100vw, 197px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-91\" class=\"wp-caption-text\">Der Autor dieses Eintrags Constantin Dransmann beim Sortieren von Dorschen f\u00fcr die weiteren Messungen (Foto: Gor Margayan)<\/p><\/div>\n<p>5.20 Uhr, der Wecker klingelt. Die Wellen schaukeln das Schiff sanft hin und her. Ein Blick durch das Bullauge verr\u00e4t, dass die Sonne gerade aufgeht. Erst einmal hoch auf das Peildeck und ein paar Sport\u00fcbungen machen, dann runter in die K\u00fcche und noch schnell zwei Brote schnappen. Es ist kurz vor sechs, Zeit die Nachwache, welche die letzten Stunden das Bongo gefahren ist abzul\u00f6sen. Das Bongo ist ein Gestell mit 4 Plankton Netzen. Zwei Kleinen mit einer Maschenweite von\u00a0 150\u00b5 und zwei Gro\u00dfen mit einer Maschenweite von 500 \u00b5 und 300 \u00b5. Da jeweils zwei Netze \u00fcber einen Metallrahmen, welcher wie die zwei Ringe einer Bongo aussehen, verbunden sind, wird dieses Ger\u00e4t\u00a0 Bongo\u00a0 genannt. Die Nachtwache erz\u00e4hlt, dass es\u00a0 gegen 0.00 Uhr einige Komplikationen gab, das Bongo hatte Grundkontakt, dadurch hat\u00a0 es sich mit Schlamm gef\u00fcllt. Als es dann mit dem Kran hoch gehievt wurde ist es beim Versuch noch irgendwas zu Retten\u00a0 in der Luft zerrissen &#8211; eine Riesensauerei. Danach lief aber alles wieder gut. H\u00f6rt sich nach einer anstrengenden Nacht an. Wir fahren\u00a0 noch zwei Bongos, dann werden die Sachen f\u00fcr die Fischerei fertig gemacht.<\/p>\n<div id=\"attachment_90\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/baltic-rvalkor\/wp-content\/uploads\/sites\/35\/2015\/05\/Planktonprobe.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-90\" class=\"size-medium wp-image-90\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/baltic-rvalkor\/wp-content\/uploads\/sites\/35\/2015\/05\/Planktonprobe-490x368.jpg\" alt=\"Die 500\u00b5  Bongo Probe fixiert mit Formol mit gut zu erkennenden Fischeiern (Foto: Constantin Dransmann)\" width=\"490\" height=\"368\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/baltic-rvalkor\/wp-content\/uploads\/sites\/35\/2015\/05\/Planktonprobe-490x368.jpg 490w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/baltic-rvalkor\/wp-content\/uploads\/sites\/35\/2015\/05\/Planktonprobe.jpg 724w\" sizes=\"auto, (max-width: 490px) 100vw, 490px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-90\" class=\"wp-caption-text\">Die 500\u00b5 Bongo Probe fixiert mit Formol mit gut zu erkennenden Fischeiern (Foto: Constantin Dransmann)<\/p><\/div>\n<p class=\"size-medium wp-image-90\">10:30 Uhr Die Fischerei musste wieder abgebrochen werden, die Sonde, eine Art Sonar ist kaputt, damit wird die\u00a0 die aktuelle Tiefe und \u00d6ffnungsweite des Netzes angezeigt. \u00dcber das Echolot an Bord sind die ungef\u00e4hren Tiefen, auf denen Dorsch, Hering und Sprotten sich aufhalten, ersichtlich. Das Fischereinetz wird dann mit Hilfe der Fischereisonde in diesen entsprechenden Wassertiefen gefahren. Ohne Sonde fischt man hingegen blind, was dazu f\u00fchrt meistens nichts zu fangen.\u00a0 W\u00e4hrend der Techniker versucht, das Ger\u00e4t zu reparieren, bekommen wir eine kurze Einweisung, wie man die verschiedenen Fischarten schnell und richtig zuordnen kann. Sprotte und Hering sehen sich auf dem ersten Blick sehr \u00e4hnlich und in der Regel ist der Hering gr\u00f6\u00dfer, jedoch kann es auch zu \u00fcberlappenden Gr\u00f6\u00dfenklassen kommen. In diesem Fall ist es m\u00f6glich die Fische an der\u00a0 Bauchseite zu unterscheiden. W\u00e4hrend der Hering einen flachen und glatten Bauch\u00a0 hat, hat die Sprotte ehr einen zugespitzten, rauen Bauch. Ein Crewmitglied zeigt mir, wie man einen Hering mit drei Handgriffen ausnehmen kann. Ein Schnitt entlang der Bauchfl\u00e4che, ein Schnitt vom Kopf bis zur Wirbels\u00e4ule, dann kann\u00a0 man alle Innereien mit dem\u00a0 Kopf zusammen abziehen, aussp\u00fclen, fertig.<\/p>\n<div id=\"attachment_93\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/baltic-rvalkor\/wp-content\/uploads\/sites\/35\/2015\/05\/Measuring-herring-and-sprat.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-93\" class=\"size-medium wp-image-93\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/baltic-rvalkor\/wp-content\/uploads\/sites\/35\/2015\/05\/Measuring-herring-and-sprat-490x276.png\" alt=\"Die Heringe werden in verschiedene Gr\u00f6\u00dfenklassen sortiert, danach werden die M\u00e4gen entnommen und  der Reifezustand der Gonaden bestimmt. (Foto: Gor Margayan)\" width=\"490\" height=\"276\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/baltic-rvalkor\/wp-content\/uploads\/sites\/35\/2015\/05\/Measuring-herring-and-sprat-490x276.png 490w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/baltic-rvalkor\/wp-content\/uploads\/sites\/35\/2015\/05\/Measuring-herring-and-sprat.png 777w\" sizes=\"auto, (max-width: 490px) 100vw, 490px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-93\" class=\"wp-caption-text\">Die Heringe werden in verschiedene Gr\u00f6\u00dfenklassen sortiert, danach werden die M\u00e4gen entnommen und der Reifezustand der Gonaden bestimmt. (Foto: Gor Margayan)<\/p><\/div>\n<p class=\"size-medium wp-image-90\">Der Techniker kann die Sonde an Bord nicht reparieren.\u00a0 In der Hoffnung, dass wir in Bornholm Ersatzteile bekommen und dass ein Spezialist uns dort vor Ort helfen kann, legen wir im Hafen Roenne an und m\u00fcssen eine Zwangspause einlegen. Ein Besatzungsmitglied hat so starke Zahnschmerzen, dass wir f\u00fcr einen Zahnarzt Termin bis morgen Vormittag in R\u00f6nne bleiben. Wir bekommen frei und k\u00f6nnen ausnahmsweise den n\u00e4chsten morgen Ausschlafen, dies wird nat\u00fcrlich ausgenutzt. Im Trockenlabor wird der gro\u00dfe Vorbereitungstisch zu einer Tischtennisplatte umfunktioniert und es werden Musikboxen angeschlossen. Anschlie\u00dfend\u00a0 folgt eine Begutachtung der Kneipenszene von R\u00f6nne. Zwei gut gef\u00fcllte K\u00fchlschr\u00e4nke locken uns um 2 Uhr nachts nochmal in die Schiffsk\u00fcche bis endlich der letzte in seiner Koje verschwindet.<\/p>\n<p>Man sieht, trotz einer sehr guten vorherigen Planung, kann es schnell zu unerwarteten Zwischenf\u00e4llen kommen die alles auf den Kopf stellen. Gl\u00fccklicherweise l\u00f6sten sich am n\u00e4chsten Tag die dunklen Wolken in Luft auf: die Reparatur verlief erfolgreich, die Zahnwurzel konnte behandelt werden, gegen Mittag sind wir ausgelaufen, und nach diesem Tag verliefen die verbleibenden 10 Tage ohne jedes Problem, bei optimalem Wetter, und alle geplanten Arbeiten konnten letztendlich noch durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<div id=\"attachment_94\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/baltic-rvalkor\/wp-content\/uploads\/sites\/35\/2015\/05\/Motivation.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-94\" class=\"size-medium wp-image-94\" src=\"http:\/\/www.oceanblogs.org\/baltic-rvalkor\/wp-content\/uploads\/sites\/35\/2015\/05\/Motivation-490x282.png\" alt=\"Reichlich Motivation und Spa\u00df sorgen f\u00fcr eine gute Teamatmosph\u00e4re (Foto: Constantin Dransmann)\" width=\"490\" height=\"282\" srcset=\"https:\/\/www.oceanblogs.org\/baltic-rvalkor\/wp-content\/uploads\/sites\/35\/2015\/05\/Motivation-490x282.png 490w, https:\/\/www.oceanblogs.org\/baltic-rvalkor\/wp-content\/uploads\/sites\/35\/2015\/05\/Motivation.png 712w\" sizes=\"auto, (max-width: 490px) 100vw, 490px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-94\" class=\"wp-caption-text\">Reichlich Motivation und Spa\u00df sorgen f\u00fcr eine gute Teamatmosph\u00e4re (Foto: Constantin Dransmann)<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meine Name ist Constantin, ich bin 23 Jahre alt und studiere zurzeit Biologie im Bachelorstudiengang in Kiel. 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