{"id":40,"date":"2013-09-29T23:00:27","date_gmt":"2013-09-29T23:00:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oceanblogs.org\/agadircanyon\/?p=40"},"modified":"2013-09-30T15:56:16","modified_gmt":"2013-09-30T15:56:16","slug":"wochenbericht1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oceanblogs.org\/agadircanyon\/2013\/09\/29\/wochenbericht1\/","title":{"rendered":"1. Wochenbericht, 25.09.13 &#8211; 29.09.13"},"content":{"rendered":"<p>Der Agadir Canyon ist einer der gr\u00f6\u00dften Canyons der Welt, durch den gro\u00dfe submarine\u00a0sediment\u00e4re Gravitationsstr\u00f6me in das Agadir Becken und das marokkanische Turbiditsystem\u00a0transportiert werden. W\u00e4hrend das Agadir Becken und das dazugeh\u00f6rige Turbiditsystem sehr\u00a0gut untersucht sind, existieren fast keine Daten aus dem Agadir Canyon, der das\u00a0Herkunftsgebiet der gro\u00dfen Turbiditstr\u00f6me darstellt. Die Beantwortung der Frage, warum bei\u00a0einigen submarinen Hangrutschungen koh\u00e4rente Bl\u00f6cke auf ihrer hangabw\u00e4rts gerichteten\u00a0Passage bestehen bleiben, w\u00e4hrend andere Rutschungen sich komplett mischen, ist eine gro\u00dfe\u00a0wissenschaftliche Herausforderung; der Agadir Canyon bietet hervorragende M\u00f6glichkeiten,\u00a0um eine Antwort auf diese Frage zu finden. Im Rahmen der Forschungsfahrt MSM32 sollen\u00a0daher gro\u00dfe Abrisskanten von Rutschungen in der Umgebung des Agadir Canyons sowie im\u00a0Canyon selbst mittels akustischer Vermessung (TOBI Sidescan, Seismik, Hydroakustik) und\u00a0geologischer Beprobung untersucht werden. Die Untersuchungen werden neue Erkenntnisse\u00a0zu den Prozessen und zum zeitlichen Auftreten von sich sehr schnell mischenden\u00a0Rutschungen sowie der resultierenden Morphologie liefern. Neben dem wissenschaftlichen\u00a0Interesse sind diese Ergebnisse zur Absch\u00e4tzung der mit diesen Rutschungen verbundenen\u00a0Naturgefahren wichtig. Es soll auch der Einfluss von Salzdiapiren auf die Hangstabilit\u00e4t vor\u00a0NW-Afrika untersucht werden. Weiterhin sollen die Umweltbedingungen, welche die\u00a0Formation von Kaltwasser-Korallen kontrollieren, in dem wenig erkundeten Gebiet vor\u00a0Marokko analysiert werden. Diese Arbeiten stellen ein wichtiges Bindeglied zu den\u00a0bekannten Kaltwasser-Korallen Provinzen vor Mauretanien und im Golf von C\u00e1diz dar.\u00a0Die Merian Fahrt MSM32 begann am 25.09.13 in Bremen, wo am Wochenende vor der Fahrt\u00a0ein Open-Ship mit sehr vielen Besuchern stattgefunden hatte. Die Ausr\u00fcstung wurde bereits\u00a0am 24.09 in Bremen geladen; die Gro\u00dfger\u00e4te wie Schwerelot und Gro\u00dfkastengreifer wurden\u00a0direkt nach Ankunft der wissenschaftlichen Fahrtteilnehmer\/innen im Hafen aus den\u00a0Containern ausgeladen. Die hochaufl\u00f6sende Seismik befand sich noch von der vorherigen\u00a0Fahrt an Bord.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Transits nach Southampton befand sich zus\u00e4tzlich ein Kongsberg-Techniker an\u00a0Bord, der erfolgreich eine Neu-Kalibration des EM1002 durchgef\u00fchrt hat, sowie ein Hatlapa-Techniker, welcher einen neukonzipierten Einleiterdraht auf die Winde aufgespult hat.\u00a0Ebenfalls waren 2 Wissenschaftlerinnen aus Oldenburg auf der Merian, die einen\u00a0neuinstallierten Sensor zur verbesserten Detektion von gel\u00f6stem \u00d6l im gereinigten Wasser des\u00a0Bilgen\u00f6lseparators betreut haben. Dieser Sensor wurde im Rahmen eines BMBF gef\u00f6rderten\u00a0Vorhabens in Kooperation der Uni Oldenburg mit der Firma TriOS sowie der Reederei Briese\u00a0und dem GL entwickelt; der Sensor hat seine erste Bew\u00e4hrungsprobe hervorragend bestanden.\u00a0Am 27.09.13 um 08:30h legte die Merian in Southampton an der Pier des National\u00a0Oceanography Centre (NOCS) an, um weitere Ausr\u00fcstung (TOBI-Sidescan) und zus\u00e4tzliche\u00a0Fahrtteilnehmer einzuschiffen und die Kurzzeit-Mitfahrer\/innen (Kongsberg und Hatlapa\u00a0Techniker sowie Wissenschaftlerinnen der Uni Oldenburg) wieder auszuschiffen. In\u00a0Southampton musste leider auch eine bereits in Bremen eingeschiffte wissenschaftliche\u00a0Teilnehmerin die Merian aufgrund von medizinischen Gr\u00fcnden\u00a0verlassen. So waren beim\u00a0Auslaufen aus Southampton am\u00a027.09.13 um 16:00h dann 12\u00a0Wissenschaftler\/innen der Uni\u00a0Kiel, 2 des GEOMAR, 5 des\u00a0NOCS, und einer der Uni Leeds an\u00a0Bord. Direkt nach Auslaufen aus\u00a0Southampton begegneten wir dem\u00a0brandneuen britischen Forschungsschiff\u00a0Discovery, das\u00a0gerade von\u00a0einer Erprobungsfahrt zur\u00fcckkam.\u00a0Seitdem befinden wir uns auf den\u00a0Weg nach\u00a0S\u00fcden in das\u00a0Arbeitsgebiet vor Marokko. Die Biskaya, ber\u00fcchtigt f\u00fcr\u00a0schlechte\u00a0Wetterbedingungen, war\u00a0uns sehr wohl gesonnen, so dass alle Teilnehmer\/innen schnell\u00a0\u201aeingeschaukelt\u2018 waren.\u00a0Inzwischen befinden wir uns vor der K\u00fcste Portugals und werden\u00a0vermutlich am Dienstag im\u00a0Arbeitsgebiet ankommen. Wir nutzen die Zeit, um die Ger\u00e4te\u00a0aufzubauen und zu testen.<\/p>\n<p>An Bord sind alle wohlauf und freuen sich auf das bevorstehende Forschungsprogramm.<\/p>\n<p>Mit den besten W\u00fcnschen gr\u00fc\u00dft im Namen aller Fahrtteilnehmer<\/p>\n<p>Sebastian Krastel<\/p>\n<p>Auf See, 41\u00b040\u2019N, 10\u00b013\u2019W<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Agadir Canyon ist einer der gr\u00f6\u00dften Canyons der Welt, durch den gro\u00dfe submarine\u00a0sediment\u00e4re Gravitationsstr\u00f6me in das Agadir Becken und das marokkanische Turbiditsystem\u00a0transportiert werden. W\u00e4hrend das Agadir Becken und das dazugeh\u00f6rige Turbiditsystem sehr\u00a0gut untersucht sind, existieren fast keine Daten aus dem Agadir Canyon, der das\u00a0Herkunftsgebiet der gro\u00dfen Turbiditstr\u00f6me darstellt. 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