Die Ergebnisse der ersten Woche

(Beitrag von Johanne und Hannah, Schülerinnen aus Lüneburg)

 

Samstag, 09.09.2017

Nach dem Kennenlernen von Menschen und Regeln, der Fahrt mit dem Forschungsschiff, dem Proben nehmen und seekrank werden, nach der Auswertung der gesammelten Daten und dem Erklären des Kontextes in Expertengruppen standen heute die ersten Präsentationen bevor.

Obwohl es sich dabei noch nicht um die großen Präsentationen vor Forschern und interessierten Inselbewohnern handelte, war die Aufregung teilweise groß: Nach dem Frühstück wurden sich die Aufzeichnungen schnell noch einmal angesehen – hatte man auch alles richtig verstanden in der kurzen Zeit?

Im Haus C angekommen wurden die einzelnen Messdaten von den Expertengruppen mit Powerpointfolien präsentiert. Zuerst wurden die Messungen der CTD (Conductivity, Temperature, Depth)-Sonde vorgestellt, die für uns auf dem Bildschirm auf der Heincke nur aus nichtssagenden bunten, und durcheinander laufenden Linien bestanden. Nun erfuhren wir Genaueres über Salzgehalt und Temperatur der einzelnen Stationen, über Schichtungen im Wasser und Zusammenhänge etwa zum Wetter der vorausgegangenen Tage.

Präsentation der Untersuchungsergebnisse der Heincke-Ausfahrt

Als nächstes stellte eine Gruppe die Nährstoffe Silikat, Phosphat, Nitrat sowie den Sauerstoffgehalt vor, die mit komplizierten chemischen Verfahren ermittelt worden waren. Nach der Präsentation der Plankton-Gruppe hatten sich alle eine Pause verdient, aber schon bald ging es mit der Artenanalyse und der Vorstellung der gefangenen Fische weiter. Nach den Präsentationen hatten wir alle ein genaueres Bild von allen gemessenen Daten sowie ihren Erklärungen und Zusammenhängen.

Das kritische Publikum

Obwohl wir auch noch die gesamte restliche Zeit an unseren Daten weiter forschen und lernen hätten können, standen für die zweite Woche neue Projekte auf dem Programm, die uns nach dem Mittagessen vorgestellt wurden: Zwei Gruppen werden sich mit dem Felswatt beschäftigen, es analysieren und bestimmte Makroalgen untersuchen, während eine Gruppe im Labor anhand von Planktonkulturen eine eingewanderte Art untersuchen wird, und eine vierte Gruppe sich mit (Mikro-) Plastik auseinandersetzen wird. Doch zum Glück blieb uns noch bis Sonntag Zeit zur Entscheidung.

Nun begann das Wochenende auch für uns: Den Nachmittag verbrachten wir im kleinen Inselschwimmbad, mit Tischtennis und Billard oder auf dem Oberland bei den Basstölpeln, bzw. an anderen schönen Orten der Insel.

Fischen nach Bohnen: der “Beifang” verteilt sich schon über den Tisch, aber um die letzten “Fische” wird erbittert gekämpft

Abends haben wir uns im Gemeinschaftsraum noch zu einem Themenabend über die Fischerei getroffen. Nach einem kurzen Vortrag zur Fischerei und Spielen generell haben wir mit Löffeln, Bechern, und einer Schüssel voller Bohnen selber „gefischt“ und uns so mit den verschiedenen Aspekten, Interessen und Strategien in der Fischerei vertraut gemacht. Ob das ganze pädagogisch sinnvoll war, sei jetzt mal so dahin gestellt – zumindest haben einige Teilnehmer vollen Körpereinsatz gezeigt.

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